Der große Japaner - Dainipponjin

Kinostart: 17.07.2008

Dai-Nipponjin: Völlig überdrehte Komödie vom japanischen Star-Comedian Hitoshi Matsumoto.

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Filmhandlung und Hintergrund

Völlig überdrehte Komödie vom japanischen Star-Comedian Hitoshi Matsumoto.

Mit dem schlimmsten Übel wird Daisato (Hitoshi Matsumoto) fertig: Der Superheld in der sechsten Generation hat bereits starrende Zyklopen, stinkende Riesenkraken und einbeinige Hüpfmonster besiegt - nur vor dem unerträglichen Alltag kapituliert er. Denn es herrscht Dürre für Helden und „der große Japaner“ wird von der abgestumpften Bevölkerung schikaniert, kämpft einsam um TV-Quoten und Sponsoren. Doch das ficht einen wahren Heroen nicht an …

Im Stile einer Doku über Superhelden feiert der bizarre Festivalhit aus Nippon ein tragikomisches Feuerwerk ab. Japans Star-Comedian Matsumoto läuft als zeitweiliger 30-Meter-Riese zu sagenhaft lustiger wie melancholischer Form auf - in einem sehr schrägen Abgesang auf Godzilla & Co.

Japan wird erneut von Filmbösewichten bedroht. Doch dieses Mal sind es nicht Godzilla und Co., sondern so illustere Gestalten wie der starrende Zyklop, die stinkende Riesenkrake oder das einbeinige Hüpfmonster. Die einzige Hoffnung ist Daisato, Superheld in sechster Generation. Doch der abgewirtschaftete (Anti-)Held muss sich erst einigen 100.000 Volt aussetzen, um zum veritablen Giganten zu werden.

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Darsteller und Crew

  • Hitoshi Matsumoto
    Hitoshi Matsumoto
  • Riki Takeuchi
    Riki Takeuchi
  • Ua
    Ua
  • Ryunosuke Kamiki
    Ryunosuke Kamiki
  • Haruka Unabara
    Haruka Unabara
  • Itsuji Itao
    Itsuji Itao
  • Mitsuyoshi Takasu
    Mitsuyoshi Takasu
  • Akihiko Okamoto
    Akihiko Okamoto
  • Hidenori Nakai
    Hidenori Nakai
  • Hiroshi Osaki
    Hiroshi Osaki
  • Isao Yoshino
    Isao Yoshino
  • Hideo Yamamoto
    Hideo Yamamoto
  • Hisaya Shiraiwa
    Hisaya Shiraiwa
  • Towa Tei
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Der grosse Japaner“ ist das Kinoregiedebüt des japanischen Comedian Hitoshi Matsumoto. Für den Film, in dem er auch die Titelrolle spielt, wählte er den Namen Hitosi Matumoto. Das Produkt ist schräges Kino zum Quadrat, eine aberwitzige, lakonische wie respektlose Satire auf das Monsterfilm-Genre und die Superhelden. Im Stil eines Mockumentarys gedreht, wird zunächst der einsame Daisato in seiner Gestalt als Mieter, Katzenliebhaber, S-Bahnbenutzer interviewt. Dann sieht man ihn auch in Aktion gegen die grässlichen Monster, wobei die CGI-beflügelte Fantasie schmutzige Abgründe streift.

      Daisato mit seinen langen Haaren und der obligaten Mütze auf dem Kopf sieht aus wie ein mürrischer Bürger auf dem Weg nach unten. In seiner Wohnung lebt er allein mit zugelaufener Katze, weil seine Frau nicht wollte, dass die kleine Tochter wegen ihres Superhelden-Vaters verlacht wird. Daisatos Antworten an den unsichtbaren Interviewer sind stets gleichmütig-lustlos, als habe er sich arrangiert. Später kommen auch Leute aus seinem Umfeld zu Wort: Angestellte der E-Werke, seine TV-Agentin. Daisato hat nur einen Menschen, von dem er einst geliebt wurde: seinen Superhelden-Großvater, der jetzt demenzkrank in einem Heim lebt.

      Das Blöde ist, dass die goldene Ära der Superhelden in Japan längst vorbei zu sein scheint. Daisato, der am Handy immer erreichbar sein muss, falls doch noch ein Monster auftaucht, verkauft sich so schlecht im Fernsehen. Seine Agentin klagt ihr Leid, dass Sponsoren ihre Werbung auf der Hüfte des Superhelden platzieren wollen, aber der hat seinen Stolz. So zieht er in den TV-übertragenen Kampf mit Produktwerbung, die auf seine Brust gemalt ist.

      Die Kämpfe des mit Strom aufgeblasenen Superhelden gegen die Monster haben es in sich. Das stinkende Krakenmonster gibt freche Widerworte, der rote Teufel verprügelt den Helden, der sich aus dem Staub macht – was zwar die TV-Quote leicht erhöht, ihm aber letztlich nur Spott einbringt. Und dann treten auch noch die ätzenden amerikanischen Superhelden auf und zeigen dem gedemütigten Mann, wie man im Namen des Friedens aufräumt.

      Fazit: Respektlos schräges Kino aus Japan mit wild wuchernder Fantasie über den letzten Superhelden im Kampf gegen hässliche Monster.
    2. Der große Japaner - Dainipponjin: Völlig überdrehte Komödie vom japanischen Star-Comedian Hitoshi Matsumoto.

      Comedy-King Hitoshi Matsumoto bereitet „Godzilla“ & Co. einen schrägen Abgesang und platziert gleichzeitig ein paar kritische Anmerkungen zum modernen Nippon.

      Hitoshi Matsumoto kennt man in Japan als Star-Comedian, der sich mit Takeshi Kitano den Spaßmacher-Thron teilt. Aber wer bitte ist Hitosi Matumoto? Ein übler Plagiator, ein ruchloser Trittbrettfahrer? Nein, hinter dem Namen verbirgt sich der Meister selbst, der durch das Weglassen zweier Konsonanten seinen Namen genauso verballhornt wie er in seinem Leinwanddebüt „Der große Japaner - Dainipponjin“ Nippons Monster-Movies mit simpelsten Mitteln auf die Schippe nimmt. „Godzilla“, „Ultraman“ und Co. waren gestern, heute heißen die Bösewichte Starrender Zyklop, Stinkende Riesenkrake oder Einbeiniges Hüpfmonster. Und wer weist sie alle in die Schranken? Daisato, Superheld in sechster Generation. Wurden seine Vorfahren noch von den Massen verehrt, ist er heute eine traurige Lachnummer, dessen TV-Quoten sich im Keller befinden und der sich selbst um Sponsoren kümmern muss.

      Als Mockumentary, ein wenig im Stile von Peter Jacksons „Forgotten Silver“, legt Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Matsumoto seinen durchgeknallten Erstling an. Mit eingefallenen Schultern sitzt der (Anti-)Held am schmuddeligen Küchentisch, lässt eine Katze, die gar nicht ihm gehört, von seinem Teller fressen und steht einer (stets unsichtbaren) TV-Crew Rede und Antwort. Ein von Frau und Kind verlassener langhaariger Bilderbuch-Slacker in der Midlife-Crisis. Bis ein neuer Auftrag ruft. Ab zum E-Werk heißt es dann, ein paar 100.000 Volt durch den Körper gejagt und schon wächst Daisato zum veritablen Giganten - wenn er auch dank enger lila Sporthose, zahlloser (Werbe-)Tattos und „Eraserhead“-Frisur nicht gerade besonders ansehnlich aussieht. Aber was soll’s, all seine merkwürdigen Gegner, der Wolkenkratzer-Ausreißer mit den elastischem Armen etwa, verdienen ja auch keine Schönheitspreise.

      Mit staubtrockenem Humor, knappem Budget und reichlich originellen Einfällen macht sich Matsumoto über (moderne) Popkultur lustig. Modelle und Tricks evozieren, je nach Sichtweise, nostalgisches Kurbelkino-Flair oder wecken wohlige Erinnerungen an einschlägigen Troma-Trash, während der Spott aufs moderne Japan zielt. Über das ewige Schielen, das stete Vergleichen mit den USA mokiert sich der Filmemacher und beklagt gleichzeitig den Verfall von Traditionen und Werten. Selbst zur Überalterung hat er etwas zu sagen; in Form des an Alzheimer erkrankten Großvaters des Helden, der kurz mal zum Riesen mutiert. Nicht unbedingt ein hübscher Anblick, hat er doch „vergessen“ frische Unterwäsche anzuziehen. geh.

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