Der Athen-Krimi: Trojanische Pferde

  1. Ø 3.2
   2015
Der Athen-Krimi: Trojanische Pferde Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Athen-Krimi: Trojanische Pferde: TV-Krimi mit Francis Fulton-Smith als deutsch-griechischer Kommissar.

Max Richter hat das LKA Düsseldorf verlassen und sich der Athener Mordkommission angeschlossen, aber die Vergangenheit lässt den Deutschgriechen nicht los. Als er mit seinem neuen Partner den Mörder einer jungen Sängerin sucht, führt die Spur nach Deutschland: Korrupte Ex-Kollegen liefern Waffen nach Griechenland, die junge Frau war bloß ein versehentliches Opfer. Dass sich Richters Einstellung komplett von der Arbeitsweise der Einheimischen unterscheidet, macht die Ermittlungen nicht leichter.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Venedig, Istanbul, die Bretagne, Bozen – und nun Athen: Die ARD bleibt ihrer Linie treu und schickt eine weitere Auslandskrimireihe ins Quotenrennen.

    Anders als bei den Donna-Leon-Verfilmungen mit Uwe Kockisch oder den „Kommissar Dupin“-Fällen mit Pasquale Alearde gibt es für die „Athen-Krimis“ mit Francis Fulton-Smith keine literarischen Vorbilder. Trotzdem ist Max Richter eine recht komplexe Figur: Der Polizist hat eine griechische Mutter, ist in Deutschland aufgewachsen und hat zuletzt fürs Düsseldorfer LKA gearbeitet. Dass er nun eine neue Stelle in Athen antritt, hat besondere Gründe, die den Kommissar mit einem melancholischen Flair versehen; aber damit rückt das Drehbuch (Claus Cornelius Fischer, Markus Altmeyer) erst nach und nach raus.

    Der Film beginnt mit der Ermordung einer Straßensängerin. Ein zwielichtiger Nachbar lenkt den Verdacht auf den angeblich äußerst eifersüchtigen Freund des Opfers, Vaggelis (Hauke Petersen), dem fortan allerdings nicht nur die Polizei auf den Fersen ist, denn Vaggelis ist durch Zufall Zeuge eines Verbrechens geworden und steckt nun in einer Zwickmühle: Er muss dringend ins Krankenhaus, weil sein kleiner Bruder an Leukämie erkrankt ist und eine Knochenmarkspende braucht; aber damit würde er seinen Verfolgern direkt in die Arme laufen.

    Die Suche nach dem jungen Mann führt zu der einen oder anderen Verfolgungsjagd, die Marc Brummund durchaus ansprechend und professionell inszeniert. Das darf man auf diesem Sendeplatz zwar erwarten, aber die jüngste und auch bekannteste Arbeit des Regisseurs ist „Freistatt„; das Kinodrama über deutsche Heimerziehung in den Sechzigerjahren war alles andere als ein Actionfilm. Typischer für diesen ersten Athen-Krimi mit dem Titel „Trojanische Pferde“ sind jedoch die Szenen mit Richter und seinem neuen Kollegen. Auf den ersten Blick scheint der von Waldemar Kobus als Mischung aus Bud Spencer und dem Bären Balou aus „Das Dschungelbuch“ verkörperte Petros Makropoulos sämtliche Vorbehalte zu erfüllen, die der Deutsche gegenüber der griechischen Polizei hegt. Außerdem ist der verwitwete Kommissar offenbar ein Schürzenjäger, weshalb es Richter gar nicht passt, dass er sich an seine Schwester ranmacht; aber auch dieser Schein trügt.

    Die beiden Hauptfiguren sind also durchaus interessant und versprechen viel Potenzial, zumal sich Makropoulos und Richter bei ihren gegenseitigen Ressentiments nichts schuldig bleiben. Außerdem ist die Vorgeschichte des ehemaligen LKA-Kommissars mit der Lösung des aktuellen Falls noch nicht beendet: Er war in Düsseldorf korrupten Kollegen auf der Spur. Die Ermittlungen wurden jäh gestoppt, als sein Auto in die Luft flog; dabei starb seine Freundin, weshalb Fulton-Smith den Helden gewissermaßen mit Trauerflor spielt. Es ging damals unter anderem um verschwundene Dienstwaffen, die in Griechenland wieder aufgetaucht sind. Zunächst ist Richter überzeugt, dass sein neuer Partner dahintersteckt… tpg.

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