Die Akte General

  

Filmhandlung und Hintergrund

Politdrama um Fritz Bauer, der als Generalstaatsanwalt in der jungen Bundesrepublik dafür kämpfte, NS-Verbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Akte General: Politdrama um Fritz Bauer, der als Generalstaatsanwalt in der jungen Bundesrepublik dafür kämpfte, NS-Verbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

    Stephan Wagner setzt dem von Ulrich Noethen vortrefflich verkörperten Nazijäger Fritz Bauer ein sehenswertes filmisches Denkmal.

    Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer hat sich vor gut 50 Jahren große Verdienste erworben, weil er gegen erbitterte Widerstände aus den eigenen Reihen hochrangigen Nazigrößen nachstellte, die in der jungen Republik längst wieder an den Hebeln der Macht saßen. Nach zwei Kinoproduktionen folgt nun ein TV-Drama von Grimme-Preisträger Stephan Wagner. Sein Film hat nur einen Fehler: Er wirkt wie ein Remake von Lars Kraumes „Der Staat gegen Fritz Bauer“, zumal sich das Drehbuch von Alex Buresch ebenfalls auf die Jagd nach Adolf Eichmann konzentriert. Parallelen bei den historischen Fakten lassen sich naturgemäß nicht vermeiden. Verblüffend ist jedoch, dass auch Buresch einen fiktiven Staatsanwalt ins Spiel bringt, den Bauer zu seinem engsten Vertrauten macht. Allerdings geht der Autor noch einen Schritt weiter: Der junge Mann steht auf der Lohnliste des Bundesnachrichtendienstes und soll seinen Chef bespitzeln. Außerdem bringen Buresch und Wagner deutlich mehr politischen Hintergrund ins Spiel; seine Spannung bezieht der Film nicht zuletzt aus der Frage, ob die Aussagen Eichmanns Mitglieder der Adenauer-Regierung zu Fall bringen werden. Gespielt ist das ohnehin vorzüglich. Ulrich Noethen versieht den unbeugsamen Streiter mit viel Härte nach innen wie nach außen, sodass die Sympathie für diesen Mann allein durch Empathie entsteht. Seinen jungen Mitarbeiter spielt David Kross, auch er mit seinem bubenhaften Gesicht eine interessante Wahl, weil sich der anfangs naive junge Jurist im Verlauf der Handlung zum Mitstreiter wandelt. Irritierend sind allerdings viele oftmals unnötig wirkende Schnitte, weil sie den Rhythmus des Films unnötig stören. Als Verbeugung vor einem aufrechten Demokraten und Patrioten ist „Die Akte General“ trotzdem ein ganz besonderer Fernsehfilm. tpg.

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