Der falsche Tod

  1. Ø 0
   2006
Der falsche Tod Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der falsche Tod: Krimi-Melodram: Eine junge Ärztin vermutet, dass der eigene Vater - ebenfalls Mediziner - beim Tod ihrer Mutter "nachgeholfen" hat...

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Kritikerrezensionen

  • Darf ein Arzt einem Menschen das Leben nehmen, wenn dieser es wünscht? Anneke Kim Sarnau und Friedrich von Thun wägen als Protagonisten dieses Dramas das Für und Wider zum Thema Sterbehilfe ab.

    Schon seit Langem wird die Diskussion geführt, ob Sterbehilfe erlaubt sein sollte. Und es steht fest: In dem Maße, in dem die Überalterung der Gesellschaft und die notwendigen Aufwendungen für Alten- und Pflegeheime steigen, wird auch die Schärfe dieser Diskussion zunehmen. In „Der falsche Tod“ loten nun Sönke Lars Neuwöhner („Die Tote vom Deich“, Drehbuch) und Martin Eigler („Solo für Schwarz“, Regie und Koautor) die Argumente der Befürworter und Gegner aus. Im Mittelpunkt der Teamworx-Produktion steht Jenny Fehse (Anneke Kim Sarnau), eine Ärztin im Hamburger Universitätskrankenhaus, die mit ihrem Vater seinen 65. Geburtstag feiern möchte. Dr. Hinrich Fehse (Friedrich von Thun) praktiziert in einem Dorf an der Nordsee, in dem Jenny groß geworden ist. Als sie ankommt, wird ihr Vater jedoch nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert. Jenny bietet an, ihn in seiner Praxis zu vertreten, bis er wieder einsatzbereit ist. Eines Nachts wird sie zu einem alten Mann gerufen, kann aber nur noch den Tod feststellen. Sie entdeckt frische Einstichstellen an den Armen des Alten und beschließt, ihn obduzieren zu lassen. Die Polizei stellt fest, dass der Mann an einer Medikamentenüberdosis starb. Jenny forscht nach und findet heraus, dass ihr Vater gemeinsam mit seiner Sprechstundenhilfe Elisabeth Spengler (Eleonore Weisgerber) schon öfter alten und kranken Menschen zu einem schnellen Tod verholfen hat. Die junge Ärztin ist entsetzt. Plötzlich sieht sie auch den Tod der Mutter in einem anderen Licht…

    Anneke Kim Sarnau, Friedrich von Thun und Eleonore Weisgerber sind überaus überzeugend. Zudem besticht „Der falsche Tod“ durch eine ruhige Erzählweise, die den Figuren – und auch dem Zuschauer – Zeit lässt, einen Standpunkt zu beziehen. Eine wohltuend unaufgeregte, eindringliche Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema. sw.

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