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Der Cuba Coup

Kinostart: 12.07.2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Mit Komik und Kitsch angefüllte Kuba-Krimikomödie mit Peter Lohmeyer als Ganove.

Die Familie des pensionierten Polizisten Amancio ist stolz auf ihren schwedischen Untermieter, Sprachwissenschaftler Björn, der auch noch Tochter Alicia den Kopf verdreht. Niemals kämen sie auf die Idee, ihn für den Ganoven zu halten, der Nacht für Nacht Havanna unsicher macht und sich schließlich ausgerechnet die schwedischen Kronjuwelen als Beute aussucht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Cuba Coup: Mit Komik und Kitsch angefüllte Kuba-Krimikomödie mit Peter Lohmeyer als Ganove.

    Begonnen hat alles auf der Berlinale 1997. Mit den Worten „Du hast nur fünf Sätze auf spanisch“ becircte Daniel Dìaz Torres Peter Lohmeyer, bei seinem nächsten Projekt „Tropicanita“ („Kleines Tropikana“) mitzumischen. Als es dann in Kuba ans Drehen ging, waren es natürlich mehr als nur fünf Sätze. Und auf die erste Kriminalkomödie folgte drei Jahre später die zweite. „Ich glaube, das kubanische Volk wartet jetzt auf meinen dritten kubanischen Film“. Wie ein kleiner Star kommt sich Lohmeyer auf Castros Insel seit der Hauptrolle in „Hacerse el sueco“ vor (so der Originaltitel des „Cuba Coups“); mit Recht, hat der Film doch im letzten Jahr den Besonderen Preis der Jury beim Festival in Havanna gewonnen und wurde für den Premio Goya, den „spanischen Oscar“, nominiert.

    Drehbuchautor Eduardo del Llano, aus dessen Feder auch „Das Leben - ein Pfeifen“ stammt, schrieb Lohmeyer die Rolle des falschen Professors Björn auf den Leib. Vom ersten Auftritt an wirkt er wie ein Wesen vom anderen Stern: Blass, strohblond, riesengroß und von beängstigender Zurückhaltung. Die Familie des pensionierten Polizisten Amancio (Enrique Molina) hat einen mordsmäßigen Respekt vor ihrem schwedischen Untermieter. Wie konnte sie auch ahnen, dass Björn in Wirklichkeit kein schrulliger Sprachwissenschaftler ist, sondern ein kleiner Gauner namens Otto Meier, dem einfach das Pflaster in Deutschland zu heiß wurde? Auch die Polizei weiß sich keinen Reim darauf zu machen, als plötzlich ein blonder Tourist mit einem Klappmesser bewaffnet Nacht für Nacht den Stadtteil Centro Habana unsicher macht und nicht einmal davor zurückschreckt, einheimische Ganoven auszurauben. Björn ist jedenfalls über jeden Verdacht erhaben, in den Augen von Amancios Frau Concha (Coralia Veloz) zudem der ideale Schwiegersohn. Niemand verwundert es, daß Tochter Alicia (Ketty de la Iglesia) bereits Feuer gefangen hat. Liebe macht bekanntlich blind und Alicia will einfach nicht wahrhaben, daß Björns Literaturkenntnisse nicht über Pippi Langstrumpf hinausgewachsen sind. Sein falsches Spiel fliegt erst auf, als er den Bogen überspannt und ausgerechnet die schwedischen Kronjuwelen aus einem Museum stibitzt; eine Szene, die Regisseur Dìaz Torres zu einer charmanten „Mission Possible“-artigen Slapsticknummer inspiriert hat.

    „Den Schweden spielen“ heißt „Hacerse el sueco“ wörtlich übersetzt und bedeutet umgangsprachlich: Sich ahnungslos geben, ein Unschuldslamm mimen. Peter Lohmeyer blüht in der Rolle des schüchternen Gauners, dessen Charakter von einem Augenblick auf den anderen ins Brutale kippen kann, mit ganzem Herzen auf. Und auch der Rest des Ensembles macht soviel Spaß, daß dem „Cuba Coup“ manch allzu kitschiger Leerlauf und ein holpriger Schluss verziehen sei. Ein Tipp für alle, die sich vom Kubafieber immer aufs neue anstecken lassen. flx.

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