Filmhandlung und Hintergrund

Ein toter Geschäftsmann im Nikolauskostüm beschert Benno und Sabrina zwar keine Geschenke, dafür aber jede Menge Tatverdächtige...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Bulle von Tölz: Der Weihnachtsmann ist tot: Ein toter Geschäftsmann im Nikolauskostüm beschert Benno und Sabrina zwar keine Geschenke, dafür aber jede Menge Tatverdächtige...

    Er ist das Zugpferd im Programm von Sat.1: Seit über zehn Jahren hat Ottfried Fischer als „Bulle von Tölz“ regelmäßig bis zu sechs Millionen Zuschauern. Zuletzt ging den Filmen allerdings die satirische Schärfe verloren.

    Da schau her: Ausgerechnet der Weihnachtsmann entführt ein Baby! Da geschieht’s ihm ja fast recht, dass er kurz drauf im eigenen Blute liegt. Doch der Schein trügt gern und oft in dieser Geschichte von Sylvia Haider (Regie: Udo Witte). Selbst wenn Benno Berghammer das gerne hätte: Die Bescherung fällt nicht aus, und ein Entführer ist der heilige Mann auch nicht. Ohnehin pflegt die Geschenke in Bayern ja das Christkindl zu bringen, so dass es sich bei dem Toten in der roten Robe allenfalls um den Nikolaus handeln kann. Immerhin geben die weihnachtlichen Bräuche Ottfried Fischer so manche Gelegenheit, die sentimentalen Gepflogenheiten rund um das Fest der Liebe durch den Kakao zu ziehen. Im Vergleich zu früheren, mitunter fast schon satirisch anmutenden Filmen aber wirkt diese Episode wie weichgespült. Berghammer fehlt einfach ein würdiger Gegenspieler: Auch diesmal geht es zwar um einen Immobilienbetrug, doch das ist nichts im Vergleich zu den Scharmützeln, die sich der schwergewichtige Tölzer Superbulle mit dem Baulöwen Rambold (Gerd Anthoff) zu liefern pflegte. Mimisch arbeitet Fischer mittlerweile ohnehin mit minimalem Einsatz: Stoisch steht Benno Berghammer in der Gegend umenand wie sein eigenes Denkmal; wenn die Dialogsätze aus seinem Gesicht plumpsen, scheint das eher etwas mit Schwerkraft als mit Dramaturgie zu tun zu haben. Der Begeisterung des Publikums tut das keinen Abbruch, zumal die Zuschauer auch Fischers „Sidekicks“ ins Herz geschlossen haben. Neben dem krachledernen Charme von Ruth Drexel (als Mutter Berghammer) tun sich die anderen Darsteller zwar etwas schwer, doch diesmal bekommt vor allem Katerina Jacob Gelegenheit, sich zu profilieren: Benno begibt sich, halb zog sie hin, halb sank er hin, auf Freiersfüße; jetzt muss sich Kollegin Sabrina als Gattin ausgeben, um ihn vor amourösem Ungemach zu bewahren. tpg.

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