Filmhandlung und Hintergrund

Märchenhafter Jugendfilm um ein Mädchen, das mit einem Zauberball ihren Spielplatz rettet.

Außenseiterin Sophia (Martje Ceulemans) hat nicht eben viele Freunde. Deshalb vertreibt sie sich die Freizeit gern mit dem streunenden Hund Mingus im winzigen Stück Ödland ihrer Industriestadt, einem verwahrlosten Schrottplatz. Ausgerechnet diese grüne Oase möchte nun der Bürgermeister schleifen, was sowohl Sophia als auch der im Park hausenden Jugendbande gar nicht gefällt. Da erhält Sophia von einem befreundeten Zigeuner einen Ball mit magischen Kräften. Solcherart gewappnet geht es den Männern des Bürgermeisters bald an den Kragen, und sogar die Gang lernt, Sophia zu akzeptieren.

Zarte Gesellschaftskritik, originelle Einfälle und vor allem eine gehörige Portion Action kennzeichnen das märchenhafte Kinderabenteuer und Spielfilmdebüt des Belgiers Dany Deprez.

Die elfjährige Sophia ist eine Einzelgängerin, die die Zeit am liebsten allein mit Streunerhund Mingus im einzigen Parkgelände der Industriestadt Malville verbringt. Als der Bürgermeister den zur Müllhalde verkommenen Platz einbetonieren lassen will, mobilisiert sie die anderen Kinder zum Widerstand – mit Hilfe eines magischen Balls, den ein Zigeuner ihr für fünf Tage anvertraut hat.

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Kritikerrezensionen

  • Der Ball: Märchenhafter Jugendfilm um ein Mädchen, das mit einem Zauberball ihren Spielplatz rettet.

    „Kinder an die Macht“ heißt das Motto des Belgiers Dany Deprez. In seinem magisch angehauchten Kinderfilm kämpft ein Mädchen gegen böse Umweltzerstörer und beweist den Erwachsenen, daß Zivilcourage keine Frage von Alter oder Erfahrung sein muß.

    Wer mit einem europäischen Kinderfilm gegen Kevin & Co antritt, muß sich des Risikos bewußt sein, denn die Kids von Heute sind beste digitale Effekte aus USA gewöhnt und lassen sich nicht von alten Hüten aus dem Häuschen bringen. Dennoch versucht diese belgisch-deutsch-niederländische Koproduktion unverdrossen, in liebenswert „altmodischer“ Manier eine Geschichte zu erzählen, die vor allem Mädchen anspricht. Außenseiterin Sophia hat keine Freunde, sieht man mal von Hund Mingus und dem jüngeren Blondschopf Romeo ab. Gerne möchte sie Mitglied bei den „Beastie Boys“ sein, doch deren Anführer zeigt wenig Neigung, noch ein Mädchen in die Clique aufzunehmen. Da trifft Sophia einen Zauberkünstler, der ihr für fünf Tage einen schäbigen, geheimnisvollen Ball leiht. Mal macht er aus ihrem Zimmer Kleinholz, mal fetzt er wie wild in der Schule herum, oder gibt nur glucksende Geräusche von sich – bald schon darf Sophia mit den anderen spielen. Und sie sorgt dafür, daß der Bürgermeister seinen Plan – ihren geliebten Park und Spielplatz einem Bauprojekt zu opfern – nicht durchführen kann. Etwas vereinfacht kommt die Story vom bösen Schurken, aufmüpfigen Kindern und unflexiblen Erwachsenen daher, die Personen sind überzeichnet – der Bürgermeister eine Karikatur, der Lehrer ein pädagogischer Laie, die alleinerziehnde Mutter vom Schicksal geschlagen. Die klassische Aussenseiter-Freundschaft inszenierte Deprez leicht verständlich und mit Fantasy-Elementen gespickt, die dem etwas steif servierten Problemstoff, von Umweltverschmutzung über geldorientierte Baupolitik bis hin zu Familienkonflikten eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Das unprätentiöse, gegen Ende pathetische Plädoyer für mehr Eigeninitiative und soziales Engagement von Kindern ist altersadäquat (ab 6 Jahren) verpackt. Ob „Der Ball“ ins Tor trifft, ist fraglich. mk.

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