"Baader Meinhof Komplex" geht für Oscar ins Rennen

Ehemalige BEM-Accounts  

Uli Edels „Der Baader Meinhof Komplex“ wird der deutscher Beitrag im Wettbewerb um den begehrten Oscar für den Besten nicht englischsprachigen Film, verkündet heute die von German Films einberufene Fachjury. Unter den fünf eingereichten Filmen „Die Welle“, „Kirschblüten“, „Dr. Aleman“ und „Wolke 9“, konnte sich „Der Baader Meinhof Komplex“ durchsetzten. „Die großartige schauspielerische Leistung und die außergewöhnliche filmische Umsetzung der Geschichte erlaubt einen Blick auf die Zeit der frühen 70er Jahre der Bundesrepublik Deutschland, ohne dabei die Täter zu glorifizieren“, begründet die Fachjury unter dem Vorsitz von Alfred Hürmer ihre Entscheidung.

Uli Edels Verfilmung der gleichnamigen Buchvorlage von Stefan Aust wurde bereits vor dem Kinostart nächste Woche von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. „Er versuche, sowohl den Terroristen wie auch den Vertretern der Staatsgewalt gerecht zu werden, indem er beide Seiten mit einer ähnlich objektiven Distanz beschreibt“, begründete die FBW. In den Hauptrollen spielen u.a. Martina Gedeck (Ulrike Meinhof), Moritz Bleibtreu (Andreas Baader), Johanna Wokalek (Gudrun Ensslin), Bruno Ganz (Horst Herold), Nadja Uhl (Brigitte Mohnhaupt) und Jan Josef Liefers als Peter Homann mit.

Ob die filmische Aufarbeitung der RAF sich gegen die interantionale Kongurenz durchsetzten kann, entscheidet die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) am 22. Januar 2009 bei der offiziellen Oscar-Nominierungen. Die feierliche Preisverleihung des begehrten Oscars findet am 22. Februar 2009 in Los Angeles statt.“Der Baader Meinhof Komplex“ startet am 25. September 2008 in deutschen Kinos.

Zu den Kommentaren

Kommentare