Der Amokläufer - Aus Spiel wird Ernst

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Film um einen anonym angekündigten Amoklauf an einer Schule.

Maren Hilbert ist neue Lehrerin an der Privatschule Sophienbund. Als sie einen anonymen Anruf entgegennimmt, dem später noch ein Fax folgt, ist sie überzeugt, dass der Schule ein Amoklauf droht. Gegen den Willen des Rektors alarmiert sie die Polizei. Tatsächlich entpuppt sich der Anruf als leere Drohung. Aber Maren bleibt wachsam: Sie ist überzeugt, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist; und dann verschwinden aus einem Waffenschrank ein Gewehr und eine Pistole.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Amokläufer - Aus Spiel wird Ernst: TV-Film um einen anonym angekündigten Amoklauf an einer Schule.

    Glaubt man dem zeitgenössischen Fernsehfilm, zeichnen sich Schulrektoren durch die lebensgefährliche Neigung aus, bedrohliche Signale klein zu reden. Sie teilen dieses Schicksal mit vielen anderen Figuren der Filmgeschichte, die in fröhlicher Selbstverleugnung sämtliche Anzeichen einer sich nähernden Katastrophe ignoriert haben.

    Deshalb prallen auch die Warnungen Maren Hilberts wirkungslos an ihrem Chef ab. Außerdem ist die Lehrerin neu an der elitären brandenburgischen Privatschule Sophienbund, sie muss sich erst noch daran gewöhnen, dass man die Dinge hier anders regelt: mit Geld nämlich. Aber Maren lässt nicht locker. Sie interpretiert die Drohung eines anonymen Anrufers, der unter dem Kampfnamen Fighter X eine Website gestaltet hat und seine Ankündigung per Fax wiederholt („Ich bin euer Vollstrecker“), als Hinweis auf einen bevorstehenden Amoklauf. Bei ihrer Vermutung, wer sich hinter Fighter X verbergen könnte, liegt sie allerdings komplett daneben.

    Wie schon zuletzt die ARD-Filme „Ihr könnt euch niemals sicher sein“, „Sklaven und Herren“ sowie der Polizeiruf-Krimi „Verdammte Sehnsucht“ zeichnet auch „Der Amokläufer“ das Bild eines erschreckenden Schulalltages, in dem die Starken die Schwachen unterdrücken. Mitunter wirkt die Handlung, als hätte Autorin Alexandra Wiersch eine Liste sämtlicher Symptome von Mobbing bis „Happy Slapping“ abarbeiten müssen. Systematisch werden Mitschüler in entwürdigende Situationen gebracht und dann zusätzlich gedemütigt, weil die Szene gefilmt und verbreitet wird. Wie in Geschichten dieser Art üblich, tun sich die Söhne aus gutem Hause dabei auf besonders ekelhafte Weise hervor. Kein Wunder, dass Maren und ihr neuer Freund, der Polizist Niklas (Thure Riefenstein), prompt den 18jährigen Maximilian Oppermann (Alexander Martschweski) verdächtigen. Sein bevorzugtes Opfer ist Frederic (Philipp Kubitza), der nur dank eines Stipendiums den Sophienbund besuchen darf. Bislang hat Maximilian betuchte Mutter (Proschat Madani) jeden Skandal mit einem fetten Scheck im Keim ersticken könnten. Dann aber findet Maren eine von Maximilian verfasste „Abschlussliste“. Als aus dem Waffenschrank ihres verstorbenen Mannes eine Schrotflinte und ein Revolver verschwinden, kann selbst Frau Oppermann ihren Sohn nicht mehr schützen. Allerdings scheint auch Niklas‘ Sohn Jonas (Emil Reinke) in die Sache verwickelt.

    Oliver Dommenget hat bei seiner Inszenierung wohltuend auf allzu vordergründige Effekte verzichtet. Abgesehen von ihrer schlichten Schablonenhaftigkeit nimmt der Film (den Rektor ausgenommen) seine Figuren und die Brisanz des Themas durchaus ernst. Gerade die Konflikte zwischen den Generationen sind unangenehm glaubwürdig. tpg.

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