Dengler - Die letzte Flucht

  1. Ø 5
   2014
Dengler - Die letzte Flucht Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Dengler - Die letzte Flucht: TV-Politthriller um den Privatermittler Georg Dengler nach einem Roman von Wolfgang Schorlau.

Der renommierte Krebsforscher Bernhard Voss soll eine Krankenschwester vergewaltigt haben. Die Beweislage ist erdrückend, selbst Privatermittler Georg Dengler glaubt nicht, dass er dem Mediziner helfen kann. Doch als dieser ihm von einer großen Verschwörung der Pharmaindustrie erzählt, ist das Interesse des Detektivs geweckt. Mit Hilfe der Hackerin Olga will er der Sache auf den Grund gehen. Versucht tatsächlich jemand den unbequemen Arzt aus dem Weg zu räumen, weil er sich mit der Medikamentenlobby angelegt hat?

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ronald Zehrfeld brilliert in Lars Kraumes furiosen Auftaktfilm der neuen ZDF-Thrillerreihe um Privatermittler Georg Dengler nach Wolfgang Schorlaus Roman.

    Zehrfeld, Minichmayr, Stötzner, Kurt, Grimme-Preisträger Lars Kraume… die Namen sind alleine schon ein Versprechen. Dann noch die exzellente Vorlage, „Die letzte Flucht“, der sechste Band aus Wolfgang Schorlaus Reihe um den Privatermittler Georg Dengler. Ex-Zielfahnder ist der, den Dienst hat er – vom BKA kalt gestellt – quittiert. Nun ist er nach Stuttgart gezogen, um seinem entfremdeten Sohn näher zu sein. Doch schon geht’s zurück nach Berlin. Bernhard Voss, renommierter Krebsforscher, soll eine Krankenschwester vergewaltigt haben. Die Beweislage ist erdrückend…

    Ein vertrackter, hoch spannender Kriminalthriller, Ronald Zehrfeld wandelt auf den Spuren seines Polizisten aus Dominik Grafs „Das unsichtbare Mädchen“, wie da ist der Plot hier – es geht um Medikamentenbetrug, Bestechung und Korruption – verzwickt und vielschichtig. Ein ehemaliger Pharmamanager wird entführt und in einem fensterlosen Raum von einem maskierten Duo verhört: „Die Firma kauft jeden zweiten Arzt…“ Derweilen gelingt dem inhaftierten Voss die Flucht, mit Handschellen an Dengler gekettet beginnt eine wilde Jagd durch den Asphaltdschungel der Metropole – ein furioser Parcourslauf wie man ihn im Fernsehen so noch nicht gesehen hat.

    Dann kommt auch noch die großartige Birgit Minichmayr mit ihrer kratzigen Stimme ins Spiel, als brillante Hackerin in der Nachfolge von Lisbeth Salander, die einst ins Visier Denglers geriet und ihm nun mit Rat und Tat zur Seite steht. Hin und her springt der „Tatort“-versierte Kraume in Zeit und Raum, fiebrig ist sein Erzählrhythmus, brillant hat er das Buch adaptiert. In den düsteren, blaugrauen Bildern von Kameramann Jens Harant meint man die herrschende Paranoia ebenso zu spüren wie in Barbara Gies‘ pulsierendem Schnitt und fürchtet um den sympathischen, intuitiv und mutig handelnden Helden -„Niemand kann sich gegen das System stellen, Dengler“.

    In einem Nebenplot recherchiert Kommissarin Finn Kommareck, trefflich besetzt mit Jenny Schily, deren Politiker-Papa Otto auch kurz im Bild zu sehen ist, Rainer Bock überzeugt als zwielichtiger Arzt und als Denglers Sohn hat man Shooting Star Jannis Niewöhner („Saphirblau“) gewonnen. Ein Top-Ensemble, das dieser Film auch verdient. Gut, dass Lars Kraume schon am nächsten Georg-Dengler-Fall arbeitet. geh.

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