Filmhandlung und Hintergrund

TV-Actionkomödie mit Mark Keller und Kaya Yanar.

Fernfahrer Dekker soll eine heiße Fracht nach Afrika transportieren: Ganoven haben eine Maschine geklaut, mit der die Bundesdruckerei Geld für ein afrikanisches Land herstellt. Dekker weigert sich, wird aber nun trotzdem vom BKA gesucht. Seine einzige Chance: Er muss vor den Gangstern in Afrika sein. Zu allem Überfluss hat er auch noch einen lebensmüden Türken am Hals, der sich aber spätestens beim explosiven Finale als wahrer Freund entpuppt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dekker & Adi - Wer bremst verliert!: TV-Actionkomödie mit Mark Keller und Kaya Yanar.

    Der Titel ist extrem doof und hört sich an, als sei den Verantwortlichen einfach nichts anderes eingefallen. „Dekker & Adi - Wer bremst verliert!“: Das klingt nach einer Action-Klamotte aus der „Crazy Race“-Schublade. Aber schon die gleichnamige RTL-Filmreihe war viel besser als das abschreckende Etikett, und auch „Dekker & Adi“ entpuppt sich als durchaus kurzweilige Unterhaltung; wenn man über ein paar Dinge hinwegsieht.

    Die Grundzüge der Handlung sind wie immer bei Filmen dieser Art überschaubar: Thomas Dekker (Mark Keller) ist ein Fernfahrer mit Vergangenheit. Als Ganoven ihn in eine üble Sache reinziehen, wird er plötzlich vom BKA gejagt. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er vor den Verbrechern in Marokko sein. Zu allem Überfluss hat er auch noch einen lebensmüden Türken (Kaya Yanar) am Hals.

    Die eigentliche Überraschung ist nicht etwa die Tatsache, dass die Geschichte im Detail sogar richtig originell ist, sondern Kaya Yanar. Natürlich muss ein guter Komiker auch ein guter Schauspieler sein, zumal Yanar in „Was guckst du?!“ immer wieder in verschiedene Rollen geschlüpft ist, aber er macht seine Sache als „Krise auf zwei Beinen“ richtig gut. Man erfährt zwar nie so richtig, warum sich Adi das Leben nehmen will, aber er gewöhnt sich ohnehin rasch an seinen neuen Job: Dekker braucht einen Beifahrer, der für Maut und Zoll das Steuer übernimmt, weil der Trucker zur internationalen Fahndung ausgeschrieben ist. Das BKA glaubt, er schmuggele eine in der Bundesdruckerei entwendete Maschine quer durch Europa. Mit dem Gerät lassen sich Banknoten in der einheimischen Währung eines nordafrikanischen Staates herstellen; ein schwarzer Revolutionsführer, der mit seinen Kumpanen seltsamerweise nur englisch spricht, will mit dem echten Falschgeld die Regierung stürzen. Damit Dekker nicht dazwischen funkt, entführt Gangster Van Deik (Michael Lott) seinen kleinen Sohn.

    „Dekker & Adi“ mag nicht an glorreiche „Buddy-Movies“ wie „Nur 48 Stunden“ (Nick Nolte und Eddie Murphy) oder die „Shang High“-Abenteuer (Jackie Chan und Owen Wilson) heranreichen, aber als Popcorn-Film mit gelungenen Action-Szenen und coolen Sprüchen ist der Film durchaus sehenswert. Interessant ist auch der Produktionshintergrund: „Cobra 11“-Erfinder Hermann Joha fand das Drehbuch (hinter dem Pseudonym Matt Madsen verbergen sich Arne Nolting, Jan Martin Scharf und Don Schubert) so gut, dass er „Dekker & Adi“ auf eigenes Risiko produzierte. Etwa in der Mitte hängt die Geschichte zwar etwas durch, weil eine Weile lang einfach nichts Aufregendes mehr passiert und weder Keller noch Yanar genug Format haben, einen Film auch in solchen Phasen zu tragen. Davon abgesehen aber ist die Inszenierung absolut solide; Vigg hat nicht erst kürzlich mit „Abgrund“ gezeigt, dass er sein Handwerk versteht. Spätestens im Finale, wenn Kampfhubschrauber und eine Antiterrortruppe eine Kasbah stürmen und Dekkers Lkw donnernd in die Luft fliegt, darf er ohnehin alle Register ziehen. tpg.

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