Filmhandlung und Hintergrund

Erster Teil von Pasolinis "Trilogie des Lebens": deftige Geschichten aus Boccaccios "Dekameron".

Episoden aus dem Leben im spätmittelalterlichen Italien: ein junger Mann wird hereingelegt, landet mit der Leiche eines Bischofs in dessen Sarkophag und findet einen Ausweg. Ein Liebespaar wird von der verfrühten Rückkehr des Ehemanns überrascht und weiß sich zu helfen, ein angeblich taubstummer Gärtner sorgt für freudige Momente in einem Frauenkloster, drei Brüder rächen sich am Liebhaber ihrer Schwester und einem ausgemachten Sünder gelingt es, auf seinem Sterbebett den Priester an der Nase herumzuführen und sich so einen tadellosen Nachruf zu verschaffen.

Erotische Episoden aus dem Mittelalter, atmosphärisch dicht und mit augenzwinkerndem Humor in Szene gesetzt von Italiens Regiegenie Pier Paolo Pasolini. Auftakt von Pasolinis Erotik-Trilogie, die in „Pasolinis tolldreiste Geschichten“ (’71) und „Erotische Geschichten aus 1001 Nacht“ (’74) ihre Fortsetzung fand.

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Kritikerrezensionen

  • Decameron: Erster Teil von Pasolinis "Trilogie des Lebens": deftige Geschichten aus Boccaccios "Dekameron".

    Eine Auswahl von Geschichten aus Giovanni Boccaccios „Dekameron“, mit der Pier Paolo Pasolini („Teorema“) den Grundstein zu seiner „Trilogie des Lebens“ legte. Neben der aus der Vorlage übernommenen Betonung der Liebesfreuden, die deftig in Szene gesetzt werden, lässt es sich Pasolini nicht nehmen, einmal mehr Kritik an der Kirche und ihren bigotten Vertretern und Vertreterinnen zu üben. Er selbst ist als Maler Giotto zu sehen, der selbst-reflexiv verkündet, dass das Erdenken eines Kunstwerkes mehr Genuss verschafft als dessen Verwirklichung. Die Trilogie wurde mit „Pasolinis tolldreiste Geschichten“ und „Erotische Geschichten aus 1001 Nacht“ vervollständigt.

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