Death to Smoochy

  1. Ø 4
   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Death to Smoochy: Rabenschwarze Mediensatire aus der bunten Welt der Kinderunterhaltung. Inszeniert von Danny De Vito.

Nachdem er von FBI-Agenten auf frischer Tat beim Schwarzverkauf der besten Karten für seine Kindershow erwischt wurde, sieht sich die Sendeleitung gezwungen, den beliebten TV-Clown Randolph Smiley fristlos in die Wüste zu schicken. Ersatz wird gefunden in dem grundguten Spaßmacher Smoochy, der sich mit seinen zahlreichen Reformvorschlägen sogleich ein paar unversöhnliche Feinde schafft. Den schlimmsten Gegner findet Smoochy aber in dem rachsüchtigen Smiley, der keinen miesen Trick unversucht lässt, seinen Nachfolger zu diskreditieren.

Als Fernsehclown Smiley (Robin Williams) wegen Korruption gefeuert wird, entlädt sich sein grenzenloser Hass am rechtschaffenen Nachfolger Smoochy (Edward Norton). Mediensatire von Danny De Vito.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn Komiker Danny DeVito („Der Rosen-Krieg“) inszeniert, kann man nur mit einer pechschwarzen Komödie voll boshafter Ironie rechnen. Dieses Prädikat trifft nun auch auf sein neues Projekt – eine beißende Bestandsaufnahme des moralischen Morasts bei der Produktion einer fiktiven Kinderfernsehserie – zu. Robin Williams mimt den kriminellen Starmoderator einer zuckersüßen Kiddieshow, der von einem naiven Newcomer in Gestalt von Edward Norton ersetzt wird und deswegen von rasenden Rachegefühlen zerfressen wird.

    „Ich könnte sie (ihn) umbringen!“ Dieses gewöhnlich rein rhetorische Wunschdenken wird von den Protagonisten in DeVitos Filmen oft wörtlich genommen und versucht, in die Tat um zu setzen. Waren es in der Krimifarce „Schmeiß‘ die Mama aus dem Zug“ lästige Familienangehörige und in der Scheidungssatire „Der Rosen-Krieg“ Ehepartner, gilt es in „Death to Smoochy“ sich eines verhassten Kollegen zu entledigen. Das Drehbuch für die grelle Rachefantasie verfasste Adam Resnick, der als TV-Autor für „Late Night with David Letterman“ und „The Larry Sanders Show“ einschlägige Erfahrungen im Metier sammeln konnte, die sich in giftigen Insiderjokes niederschlagen. Schneidender Dialogwitz paart sich mit zynischen Gags, doch wirkt die verbissene Aggressivität und die eindimensionale Betrachtungsweise auf Dauer ein wenig angestrengt.

    Rainbow Randolph (Williams) ist der größste Star des Kidnet-Senders, doch im Privatleben kann er seinem Saubermann-Image nicht annähernd gerecht werden. Als bekannt wird, dass er Schmiergeld von Eltern akzeptiert, um deren Sprösslinge in seiner Show auftreten zu lassen, ist seine Karriere am Ende. Die abgebrühte Produzentin Nora Wells (kompentent zickig: Catherine Keener aus „Being John Malkovich“) findet in dem alternativen Träumer Sheldon Mopes den perfekten Ersatz. Es handelt sich um die rare Spezies eines echten Idealisten, der seine einfallsreichen Gesangsnummern im lila Rhinozeruskostüm (Barney lässt grüßen!) vorträgt und hofft, Kindern hilfreiche Inspiration bieten zu können. Als ein Mobboss ihn zwingen will, sich für miese Machenschaften einspannen zu lassen, erhält Mopes ausgerechnet vom (unglaubwürdig) geläuterten Randolph, der ihm eigentlich den Garaus machen wollte, unerwartete Hilfe. Während des großen thrillerangehauchten Finales bei der „Smoochy auf Eis“-Show machen sie dem Gangster gemeinsam einen Strich durch die Rechnung. Beim Happy End schwingt dann sogar noch eine romantische Note mit.

    Williams, der nach sentimentalen Filmen wie „Patch Adams“ und „Der 200-Jahre-Mann“ einen Kurswechsel nötig hatte, fühlt sich sichtlich wohl in der Rolle des doppelgesichtigen Widerlings. Seine obszönen Dialoge lässt er wie Maschinengewehrfeuer vom Stapel, was an seine manische Vortragsweise in „Good Morning, Vietnam“ erinnert. Norton hingegen hält sich zurück, wirkt eher unscheinbar, womit Mopes politische Korrektheit in Kontrast zur Korrumpiertheit Randolphs gestellt wird. Als Verkörperung des unschuldigen Narren, der vom System in Versuchung geführt wird und ebenfalls seine Lebenslektionen zu lernen hat, fungiert er als einfache Gag-Zielscheibe. Eine Riege von markanten Nebendarstellern sorgt für zusätzlichen komödiantischen Punch der visuell aufwändig produzierten Farce. ara.

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