„Deadpool 3“ nun doch ab 12? Regisseur hält kinderfreundliche Version für möglich

Author: Helena CeredovHelena Ceredov |

Nach dem Kauf von 20th Century Fox durch Disney sollte bei „Deadpool“ eigentlich alles beim Alten bleiben – also schön zotig und brutal. Nun deutet Regisseur David Leitch („Deadpool 2“) an, dass der dritte Teil nicht zwingend ein R-Rating bekommen muss.

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Die Umstrukturierung von 21th Century Fox könnte weitreichende Konsequenzen für Fans des nicht-jugendfreien Superhelden haben. Mit der Disney-Übernahme gehört das „X-Men“-Universum inklusive Wolverine und Deadpool nun offiziell zum Marvel Cinematic Universe (MCU). In einem Interview Anfang des Jahres glättete Marvel-Kreativ-Chef Kevin Feige noch die Wogen. Disney plane keine entschärfte Version von „Deadpool 3“.

Einer aktuellen Aussage von „Deadpool 2“-Regisseur David zufolge müssen sich Fans nun doch auf alles gefasst machen. “Er [Deadpool] hat ein R-Rating, passt also nicht zur [MCU]-Marke. Es braucht aber auch nicht zwingend das R-Rating und [Disney] muss nicht immer Filme mit einem PG 13-Rating machen. Ich denke, wir finden einen glücklichen Mittelweg.“

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Auch wenn Disney noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat, sie scheinen zumindest darüber nachzudenken, wie sie die „Deadpool“-Filme in das MCU integrieren sollen. Dabei könnten sie eine ähnliche Richtung wie Sonys „Venom“ verfolgen. Der Superheldenfilm reizt die Grenzen des PG-13-Ratings (in Deutschland FSK ab 12) maximal aus, ohne ins R-Rating abzurutschen. Das Weihnachtsspecial „Es war einmal ein Deadpool“ ist mit einer Altersfreigabe ab 12 beim Publikum jedoch eher mäßig angekommen.

Nun muss Disney entscheiden, ob ihnen die Entschärfung nützt oder schaden könnte.

Über den Sinn und Unsinn eines kinderfreundlichen „Deadpool“

Die Vorteile eine verminderte Altersfreigabe liegen auf der Hand. Das „Deadpool“-Franchise gehört zwar zu den erfolgreichsten Filmen im R-Rating-Segment, im Vergleich zu aktuellen Marvel-Blockbustern wie „Captain Marvel“ und „Black Panther“ liegen die Einspielergebnisse jedoch im Durchschnitt.

Da sich die Figur auch bei jüngeren Superheldenfans unter 16 Jahren großer Beliebtheit erfreut, könnte Disney mit einer Freigabe ab 12 die Einnahmen merklich erhöhen. Die Stammfanschaft wird den dritten Teil trotz der Änderung wohl kaum boykottieren.

Ein PG-13-Rating erleichtert zudem die Integration der Figur in das MCU. Der dritte Teil könnte so Crossover-Filme zwischen den X-Men, Deadpool und ausgewählten Avengers, allen voran Spider-Man, vorbereiten.

Eine mögliche Entschärfung wird bei den älteren Fans nicht gerade für Begeisterung sorgen. Deadpool wurde dafür gefeiert, sich eben nicht dem Marvel-Einheitsbrei zu beugen. Wir hoffen, dass sie dann zumindest den Meta-Humor behalten und Deadpool sich schön über Disney lustig macht. Es wäre das Mindeste, falls sich Disney tatsächlich für ein PG-13 Rating entscheidet.

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