Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Das rituelle „Date” des Filmtitels ist etwas, das viele verheiratete Paare kennen – selbst Regisseure von Blockbustern. „Sogar als ich gerade mitten in den Dreharbeiten zu NIGHT AT THE MUSEUM („Nachts im Museum“, 2006) steckte, ging ich einmal wöchentlich abends mit meiner Frau essen“, erinnert sich Regisseur Shawn Levy, „das ist für uns eine Art Ritual.“

Bei einem solchen Abendessen – die Levys aßen wie immer dieselben Speisen, redeten über ihre Kinder und was am nächsten Wochenende anstand, wer die Geschenke für die diversen Feste und Geburtstage kaufen sollte etc. – kam Shawn der Gedanke zum Film. „Ich sagte beim Essen zu meiner Frau: „Wäre es nicht cool, einen Film über ein „Date“ zu machen, einem, bei dem nur ein einziger Schritt von der Routine abweicht und dann das große Chaos ausbricht? Urplötzlich ist das Leben in Gefahr, die Ehe bedroht. Man weiß gar nicht, was man tun soll. Gleichzeitig erkennt man, was die ersten „Dates“ ausgemacht hat, was es war, das einen ursprünglich zum anderen hingezogen hat. Man erkennt, was wichtig ist und warum man überhaupt mit diesen ‚Date Nights’ angefangen hat.“

Bilderstrecke starten(10 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Date Night - Gangster für eine Nacht

Am nächsten Morgen ging Levy in sein Büro und eröffnete dem Team das nächste Projekt: „Okay, unser nächster Film heißt DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT, darum geht’s… und nun brauchen wir den geeigneten Autoren und legen los.“

Levys Suche nach dem richtigen Drehbuchautoren dauerte nicht lange. „Ich hatte einen kleinen schrägen Film namens (SAINT) PETER zu Papier gebracht und Shawn hatte sich in das Skript verliebt“, erinnert sich Josh Klausner. „Shawn wollte unbedingt etwas finden, an dem wir zusammen arbeiten konnten. Und so gab er mir hier großzügig eine Riesenchance, er zahlte mir mein Ticket, flog mich ein und wir begannen mit dem Brainstorming.”

Levy and Klausner trafen sich in Levys Bungalow auf dem 20th Century Fox-Gelände und hatten schnell das Gerüst für ihre Story geschrieben. „Wir befanden uns da beide gerade im selben Stadium des Lebens”, sagt Klausner. „Wir haben beide Kinder, gehen regelmäßig mit unseren Frauen auf ‚Date Nights’ und wissen, worum es da eigentlich gehen soll. Aber diese ‚Dates’ laufen schon lange nicht mehr so wie sie sollen, man hat einfach viel zu viele andere Sachen um die Ohren. Und so fingen wir an, über unsere Erfahrungen zu sprechen.“

„Wir redeten natürlich auch über unsere Ehen”, fügt Levy hinzu. „Dabei fanden wir heraus, dass wir uns beide immer noch nach dem Pricken in unseren Beziehungen sehnen, wir wollen beide nicht, dass unsere Ehen zu puren Zweckgemeinschaften verkommen. Eine zentrale Frage im Eheleben lautet also: ‚Wie schafft man es, dass die Beziehung frisch und prickelnd bleibt?’.“

Ursprünglich hatte man DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT als typische Vorstadt-Komödie konzipiert, mit klassischen Suburbia-Verwicklungen und den üblichen Streitereien zwischen Lehrern und Eltern. Aber diesen Ansatz ließen die Filmemacher schnell fallen. „Wir entschlossen uns für eine ‚Der unsichtbare Dritte’-Variante“, erläutert Klausner, „bei uns geht es um Verwechslung und falsche Identität.“

„Shawn und ich hielten es für eine gute Idee, die Geschichte mit einer kleinen Schwindelei zu beginnen, die irgendwie jeder von uns begehen könnte“, fährt Klausner fort. „Phil und Claire bekommen im Restaurant keinen Tisch und als sich niemand für die Reservierung „Tripplehorn“ meldet, geben sie sich einfach für das Paar aus – was ist schon dabei? Aber ehe sie es sich versehen, stecken sie auch schon in einem üblen Schlamassel. Sie erleben die schlimmste Nacht ihres Lebens – und die beste in ihrer bisherigen Beziehung.”

Levy beschreibt seinen Film als Action-Komödie im Geist von BEVERLY HILLS COP („Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall“, 1984) oder 48 HRS. („Nur 48 Stunden“, 1982), Filme, die er ganz besonders schätzt. DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT sieht er als ‚Hybrid’. „In erster Linie ist das Ganze eine Komödie, aber es gibt auch jede Menge Action und viel Herzschmerz, weil es sich hier um Leute handelt, die mit ihrer Partnerschaft hadern.”

DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT stellt für Levy auch eine gewisse Abkehr von seinen familienfreundlichen Hits wie CHEAPER BY THE DOZEN („Im Dutzend billiger“, 2004), THE PINK PANTHER („Der rosarote Panther“, 2005) oder NIGHT AT THE MUSEUM dar. „DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT zielt eher auf ein erwachsenes Publikum”, betont der Regisseur. „In gewisser Hinsicht ist dieser Film die Kehrseite meiner Arbeiten, in denen es sich stets um Kinder-Eltern-Beziehungen ging. In DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT schaue ich, was so unter Ehepartnern passiert, wenn die Kinder längst ins Bett gegangen sind.”

Besonders wichtig war es Levy, die emotionale Seite seines Plots aufrecht zu erhalten – ganz egal welches Chaos die Fosters durchlaufen: „Wenn man einen Film über eine Beziehung dreht, in dem ein verheiratetes Paar im Mittelpunkt steht, darf man nicht nur witzig sein. So ist das Leben nicht, es muss auch Schmerz zu spüren sein – und natürlich Überraschung.“

„Die meisten Komödien funktionieren heute als Abfolge irgendwie lose zusammen hängender Gags“, weiß Klausner. „Die Geschichte ist eher sekundär. Bei DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT ist das anders, denn im Kern geht es hier um Ehe, um Verliebtheit und darum wie die im Alltagsleben verloren geht. Das erkennen letztendlich auch Phil und Claire und wollen wieder näher zusammen rücken. Ich bin stolz darauf, dass es uns gelungen ist, diesen Punkt im Film herauszuarbeiten.”

Als Levy erfuhr, dass Steve Carell und Tina Fey nach einem Stoff suchten, in dem sie gemeinsam auftreten konnten, wusste er, dass er sein Duo für DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT gefunden hatte. „Wir schickten Tina und Steve eine ganz frühe Drehbuchfassung. Denn ich hatte immer schon gedacht, dass die beiden ein ideales Kinopaar wären, speziell wenn’s um Ehe geht”, sagt Levy. „Und die beiden sagten dann auch umgehend zu. Sie waren beide begeistert davon, in einer Action-Komödie mitspielen zu können, die sich zugleich ernsthaft mit dem Thema ‚Beziehung’ auseinandersetzt.“

Normalerweise nimmt sich Levy zwischen zwei Filmen eine Auszeit, doch diesmal begann er schon mit den Vorbereitungen zu DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT, als er noch mit dem Schnitt von NIGHT AT THE MUSEUM: BATTLE OF THE SMITHSONIAN („Nachts im Museum 2“, 2009) beschäftigt war. Das hing einfach damit zusammen, dass seine beiden Stars einen so vollen Terminplan haben. „Steve und Tina sind beide Stars von TV-Serien, nämlich „The Office” bzw. „30 Rock”, und so gibt es nur sehr kleine Zeitfenster, in denen sie für Spielfilme zur Verfügung stehen“, erklärt Levy. „Sie sagten zu mir: ‚Okay, wir wollen hier mitspielen, haben aber nur jetzt und nicht in sechs Monaten Zeit. Was sollen wir tun?’. Darauf ich: ‚Gut, dann machen wir den Film eben jetzt.’ So musste ich auf meine gewohnte Pause verzichten, durfte dafür aber mit Steve Carell und Tina Fey eine Komödie drehen. Die beiden gehören zu den intelligentesten, spannendsten Schauspielern mit denen man auf diesem Gebiet heute kooperieren kann. Meine Aufgabe bestand primär darin, die Geschichte ordentlich hinzubekommen, die beiden zu verpflichten und mich dann unsichtbar zu machen.”

Obwohl gewisse Skriptänderungen vorgenommen werden mussten, damit das Drehbuch perfekt auf die Stars passte, war DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT eigentlich für das Paar Fey/Carell maßgeschneidert. „Es fühlte sich an, als wäre der Film den beiden auf den Leib geschrieben worden”, sagt Klausner. Und Levy fügt hinzu: „Kaum dass der Film drei Minuten läuft, hat man schon das Gefühl, dass Steve und Tina wirklich verheiratet sind. Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Sie kommen auf der Leinwand perfekt rüber.”

„Phil”, sagt Carell, „fühlt sich von seinen Freunden und der Familie zu wenig geschätzt, hält aber mit dieser Meinung hinterm Berg. Er liebt seine Frau Claire sehr, aber ihre Beziehung ist in einer Sackgasse angelangt. Aus dieser Situation möchte er sich befreien – und diese Nacht, die sie dann gemeinsam durchleben, gibt ihrer Ehe und ihrer Beziehung neuen Schwung.“

Carells komische Begabung – gepaart mit seinem Talent, die Herzen der Zuschauer zu rühren – prädestiniert ihn für diese Rolle, weiß Levy. „Steve ist extrem witzig und er weiß wie man mit dem Publikum spielt. Er kann ganze Comedy-Sequenzen spielend alleine tragen und die Leute fallen dabei vor Lachen fast von den Sitzen – und nur drei Szenen später rührt er einem das Herz und bringt einen fast zum Weinen. Er besitzt eine enorme schauspielerische Bandbreite. Es ist unglaublich, was er kann.”

Carell sagt, dass seine ‚Date Nights’ durchaus denen von Phil Foster (und Levy und Klausner) gleichen: „Der schlimmste Moment ist meist sogar der, an dem man zum ‚Date’ aufbricht. Der Babysitter macht es sich gerade vor dem Fernseher gemütlich – das scheint doch so viel schöner als das, was einen selbst erwartet.”

Fey besitzt wie Carell die Fähigkeit, extrem komisch zu sein, dabei aber gleichzeitig höchst menschlich und echt zu wirken – sie braucht Witze gar nicht ausspielen oder forcieren, sie lässt sie einfach passieren. Beispiel: Ehemann Phil wünscht sich Sex. Fey alias Claire darauf: „Na klar, nur einen Augenblick.” Dann zieht sie sich ihre nächtliche Beißschiene aus dem Mund und es rinnt ihr genau so viel Speichel aus dem Mund, dass es genügt, den Ehemann von seinem Vorhaben abzubringen.

„Obwohl sie gut aussieht und höchst intelligent ist, macht es Tina nichts aus, sich komplett zum Affen zu machen”, weiß Levy. „Sie besitzt jede Menge Humor und kann es auch vertragen, wenn Witze auf ihre Kosten gehen – das finde ich ungeheuer charmant.“

Fey beschreibt Claire als „hart arbeitende Mutter zweier Kinder, die einfach vom Alltag ausgelaugt ist. Kinder wecken, zur Schule bringen, arbeiten, das Haus putzen… Sie ist im Herzen eine patente Person, aber irgendwie besitzt sie keine Energie mehr. Ich verstehe genau, was es heißt, gleichzeitig Mutter zu sein als auch ein Job zu haben – da bedeutet es wirklich eine Herausforderung, auch noch für den Ehemann da zu sein.”

Das führt zu der Frage, was erschreckender ist: Von der Ehe gelangweilt zu sein oder von Gangstern verfolgt zu werden? – beides widerfährt den Fosters im Film. Fey schlagfertig wie immer: „Mit einem Gangster verheiratet zu sein, würde ich sagen…“

Auf ihrer langen, turbulenten und gefährlichen Reise durch die Nacht treffen Phil und Claire auf verschiedenste Figuren, die auf beiden Seiten des Gesetzes stehen. Levys Schauspielerwahl war dabei oft höchst ungewöhnlich – aber immer treffend. Er wollte seine Story mit einem „Zauberer von Oz”-Touch versehen und immer wieder mit etwas Unerwartetem aufwarten. „Wir begleiten unsere Helden auf ihrem abenteuerlichen Trip, in dessen Verlauf sie sich durchs Aufeinandertreffen mit all den anderen Personen verändern. Und so dachte ich mir, dass es für zusätzliche Überraschungsmomente sorgen würde, unsere Helden immer wieder mit ganz bekannten Schauspielern zu konfrontieren. Mal abgesehen davon, dass diese jeweils perfekt für die entsprechenden Parts passen.“

Diese Besetzungscoups werden aber nicht nur die Kinogänger überraschen. „Ich las das Skript“, erinnert sich Fey, „und dachte mir, was es da noch für tolle Rollen für andere Schauspieler gibt. Aber dass wir mit so renommierten Kollegen zusammen arbeiten würden, hat mich dann doch überrascht.“ Andererseits darf man auch nicht vergessen, dass diese vermeintlich „kleinen“ Rollen durch große Namen zusätzlich aufgewertet werden. Carell dazu: „Wenn man sieht, wie die entsprechenden Schauspieler ihre Parts mit Leben füllen, dann sind diese Rollen noch eine ganze Klasse besser als es im Drehbuch stehen.“

Diesen hochwertigen Cast für DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT zusammen zu bekommen, war freilich nicht dem Zufall geschuldet. „Viele Schauspieler wollen einfach einmal mit Steve und Tina zusammen arbeiten – also fanden sie Zeit, hier mitzuwirken”, sagt Levy.

Mark Wahlberg schlüpft in die Rolle eines ehemaligen Klienten von Claire, vor dessen Haustür die Fosters mitten in der Nacht aufkreuzen. „Ich spiele einen Kerl namens Holbrooke Grant, der Sicherheitsexperte ist und von dem sich Claire und Phil Hilfe erhoffen”, erklärt Wahlberg. „Blöderweise tauchen sie zu einem unglücklichen Zeitpunkt bei mir auf, denn ich vergnüge mich gerade mit meiner wunderschönen israelischen Freundin.“ Das Ende vom Lied ist, dass das Paar auch noch Holbrookes Abend ruiniert.

Wahlberg war in Sachen Garderobe leicht auszustatten. „Holbrooke trägt nicht viel – nur eine seidene Schlafanzughose”, erinnert sich der Schauspieler, der auf dem Set ständig fror. Das Oberteil seines Outfits war nicht vorhanden – sieht man einmal von den dicken Make-up-Schichten ab, die Wahlbergs zahlreiche Tattoos verdeckten. Das fehlende Pyjamahemd zog zudem zahllose zusätzliche weibliche Team-Mitglieder und Schauspielerinnen an. „Mark agierte vier Tage oben ohne“, erinnerte sich Fey lachend, „was zur Folge hatte, dass am Set ein noch größeres Gedränge als üblicherweise herrschte. Eine Freundin schickte mir sogar eine SMS und fragte, ob sie mich auf dem Fox-Gelände besuchen dürfte.“

Eine weitere Person, die den Fosters zur Hilfe kommt, ist die für ihren Part in THE CURIOUS CASE OF BENJAMIN BUTTON („Der seltsame Fall des Benjamin Button”, 2009) Oscar-nominierte Taraji P. Henson, die die NYPD-Kriminalbeamtin Arroyo spielt. Sie glaubt Phil und Claire zwar nicht, dass sie von „bösen Buben” verfolgt werden, hegt aber gewisse Zweifel an der Aufrichtigkeit einiger ihrer Kollegen. „Ich spiele eine Art Heldin“, freut sich die Schauspielerin.

Die Ganoven Collins und Armstrong, die hinter den Fosters her sind, weil sie diese mit den Tripplehorns verwechseln, werden von Common und Jimmi Simpson verkörpert. Common kennt man als mörderischen Cop in STREET KINGS („Street Kings”, 2008) und durch seine Arbeit als Musiker mit Hits wie „Love of My Life” oder „Testify”. Simpson wiederum ist als Lyle, der Praktikant regelmäßig in der „The Late Show with David Letterman” aufgetreten.

Common meint, dass das Duo ursächlich daran beteiligt ist, die Fosters aus ihrer Alltags-Lethargie zu wecken – „primär dadurch, dass wir auf sie schießen.“ Und weiter: „Wir beide sind Jäger und ich bin der mit den Muskeln.”

Collins und Armstrongs furchteinflößender Boss, der Gangster Joe Miletto, dem die Tripplehorns scheinbar etwas sehr Wichtiges gestohlen haben, wird vom renommierten Ray Liotta gespielt. Dieser Besetzungscoup gefiel Carell und Fey ganz besonders. „Wir drehten gerade diese Nachtszene mit Ray”, erinnert sich Carell, „als Tina sich zu mir umdrehte und sagte: ‚Ich fühle mich wie in einer 3D-Version von GOODFELLAS. Ray Liotta spielt und redet mit mir.’ Das Ganze fühlte sich so aufregend wie eine Achterbahnfahrt an.”

Einen Bösewicht in einer Komödie zu mimen, ist für Schauspieler, die dies sonst in dramatischen Filmen tun, eine besondere Herausforderung. Das bedeutete für einen der „Gangster” aus DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT eine besondere Herausforderung – eine, die er mit Freude annahm. „Alles besteht nur aus dem Text des Drehbuchs, es kommt also darauf an, wie man den interpretiert“, erklärt Liotta. „Wenn man zu sehr auf die Tube drückt, wirkt alles übertrieben, unecht“. Dem pflichtet Common bei: „Shawn bat uns von Anfang an, alles etwas zu unterspielen, die Dinge ‚echt’ zu halten. Je ernster wir unsere Parts hielten, desto lustiger würden sie auf der Leinwand wirken, erklärte er. Und er behielt Recht, denn Steve und Tina sorgen für die komischen Töne.”

Die „echten” Tripplehorns – ein Drogendealer namens Taste und dessen durchgeknallte Stripper-Freundin Whippit – werden von James Franco und Mila Kunis zum Leben erweckt. Trotz ihrer ganz anderen Lebensumstände haben die beiden viel mit den honorigen Fosters gemein, befinden sie sich doch am selben Punkt ihres Verhältnisses wie Phil und Claire. Josh Klausner führt aus: „Ob man nun Vorstadtehemann oder Drogenhändler ist, es schmerzt gleichermaßen, wenn man mit Sätzen wie ‚Du schaust mich nicht mehr an wie früher’ oder ‚Du hast keine Zeit mehr für mich’ konfrontiert wird. Die beiden Paare durchlaufen gerade das exakt gleiche Stadium ihrer Beziehung. Das Gegenüberstellen dieser beiden Paare trägt sehr zum Witz des Films bei und macht die ganze Sache überaus glaubwürdig“.

Kunis beschreibt die beiden Paare als „leidenschaftlich – wenn sie böse sind, sind sie richtig böse, wenn sie gerade mal glücklich sind, dann sind sie total verliebt.” Ihre Figur der Whippit beschreibt sie als echte „Psychopathin, die zwischen Extremen pendelt. Auf zweieinhalb Seiten Drehbuch durchlebt sie drei Arten emotionalen Empfindens.”

„Taste”, der Name, auf den Franco im Film hört, ist Überbleibsel eines frühen Drehbuchkonzepts dieser Figur, der ursprünglich als Zwei-Meter-Riese angelegt war und auf dessen Stirn das Wort „Taste” tätowiert war. „Als man mich also fragte, ob ich den Part übernehmen wollte, erklärte ich, dass ich doch gar kein solcher Typ sei.“ Also schrieb man die Rolle um, aber der Name blieb. „Ich sollte ursprünglich auch Gesichts-Tattoos verpasst bekommen”, lacht Franco. „Aber sie waren wenig einfallsreich und bewegten sich im Bereich ‚Sensenmann’.“

Kristen Wiig und Mark Ruffalo schlüpfen in die Parts von Haley and Brad Sullivan, jene Freunde der Fosters, die sich trennen. „Ihr Auseinandergehen wirft überhaupt erst die Frage auf, ob es besser ist, sich vom Partner zu trennen oder es einfach mit ihm auszuhalten, obwohl man sich gegenseitig nur noch anödet“, sagt Wiig. „Ich glaube, Haley bringt Claire ins Grübeln.”

Weitere Schlüsselrollen haben „Gossip Girl” Leighton Meester als Katy, Babysitter der Fosters, und William Fichtner (THE DARK KNIGHT, „The Dark Knight“, 2008) als Bezirksstaatsanwalt Frank Crenshawe.

Allen Schauspielern gefiel besonders gut, wie Levy es schaffte, die Balance zwischen Action und Komödie zu halten, denn dies ermöglichte es ihnen, auch eigene Gags mit einzubringen. „Das geht aber nur”, so Fey, „wenn alle Mitwirkenden – vor allem der Regisseur –

wissen, was sie tun. Wenn man improvisieren und extra Takes probieren will, funktioniert das nur, wenn alles andere reibungslos klappt.“

Für Levy hat diese Art zu arbeiten durchaus Methode. „Wenn man das, was man im Kopf hat, schnell abgedreht hat, dann kann man auch Improvisieren“, so der Filmemacher. „Manchmal wenn wir unsere Szenen schon im Kasten hatten, kamen Steve und Tina zu mir und baten mich um weitere Takes. So nach dem Motto: ‚Können wir da noch etwas ausprobieren, wir hätten da so eine Idee…’ Manchmal waren diese Ideen unbrauchbar, aber manchmal waren sie richtig gut und sind nun auch auf der Leinwand zu sehen. So beispielsweise die Szenen im Restaurant, in denen das Paar rät, wie’s um das Paar am Nebentisch bestellt ist.”

„Egal in welchem Arbeitsfeld man tätig ist, jeder möchte Anerkennung für das, was er tut”, führt der Regisseur aus. „Darum gehe ich gerne zu den Schauspielern und sage: ‚Hier ist das Drehbuch, das ich für dich geschrieben habe, so möchte ich meinen Film eigentlich drehen. Aber ich möchte auch wissen, was du davon hältst. Vielleicht sind deine Ideen dazu ja besser als meine.’ Das gesagt, fühlt sich der Schauspieler als Partner, nicht als Marionette. So werden sie Teil des Teams und sind nicht nur Rädchen in der Maschinerie.”

Produktion: Rasante Szenen

Auf der Flucht vor ihren Verfolgern „borgen” sich die Fosters Holbrooke Grants Auto, einen Audi R8, mit dem Phil überhaupt nicht zu Rande kommt. Als Phil in Verlauf seiner halsbrecherischen Fahrt mit einem Taxi zusammenstößt, verhaken sich die Stoßstangen der Fahrzeuge ineinander. Dennoch geht die Verfolgungsjagd weiter, im Paarlauf sozusagen, und das quer durch Manhattan.

Diese komplizierte Szene dachten sich Levy und Klausner aus, weil sie etwas anderes wollten als die üblichen altbekannten Verfolgungsjagden. Klausner erinnert sich: „Ich saß mit Shawn in einem Zimmer und fragte ihn, ob er denn wirklich eine Autoverfolgungsjagd in seinen Film einbauen wollte. ‚Es gibt dich schon so viele’, argumentierte ich. ‚Wie spannend kann denn da noch eine weitere sein?’”

Levy erzählte daraufhin eine Geschichte aus seinen Teenager-Jahren. Klausner wiederholt sie: „Er war gerade dabei, Autofahren zu lernen und probierte einzuparken. Mit wenig Erfolg. Er knallte ins Auto vor sich und blieb daran hängen. In dem Moment fuhr sein Vater an ihm vorbei und schüttelte nur den Kopf.” So entstand die Szene mit den beiden ineinander verkeilten Autos.

Aber zwei verkeilte Autos zu haben, die die Straße hinunter rasten, war Levy nicht genug. „Shawn bestand auf eine Szene, die man so noch nie gesehen hatte“, weiß Jack Gill, seines Zeichens Regisseur des zweiten Stabes und Stunt-Koordinator, dem die Ausführung dieser halsbrecherischen Sequenz oblag. „Nachdem die Idee mit den beiden Fahrzeugen Form angenommen hatte, fingen wir an, die Autos zu bauen und überlegten gleichzeitig, wie wir es anstellen mussten, dass die Szene auch witzig wirkt. So kamen wir auf die Idee, die Autos kreiseln zu lassen, während sie zusätzlich unter Beschuss gerieten.”

Es gab insgesamt sechs verschiedene Autos, die in dieser Szene zum Einsatz kamen. Obendrein baute Gill einen 12-Meter-Rahmen, in dem sowohl die Karosserie des Audis als auch des Taxis platziert wurden. „Dieser Rahmen war starr”, erklärt er, „er verband die Autos miteinander. Wenn dieser Verbund im Film rückwärts um die Ecke fährt, ist das dem Können des Stuntfahrers zu verdanken, der im Heck des Audis saß und so sehen konnte, wohin er fuhr. Obendrein waren in den meisten Szenen auch die Hinterräder der verkeilten Fahrzeuge lenkbar – so wie bei Feuerwehrautos.“

Es erübrigt sich darauf hinzuweisen, dass die Nachahmung eines solchen Stunts auf Manhattans Straßen nicht empfehlenswert ist.

New York City hat strenge Vorschriften dafür, welche Arten von Stunts in ihren Straßen gedreht werden dürfen. So zog die Produktion nach einwöchiger Nachtschicht vom Big Apple nach Los Angeles um, um die Sequenz fertig zu stellen.

„Wir durften am Broadway im Bereich von sechs Blocks arbeiten”, erinnert sich Gill. „Das war wirklich toll. Wir brauchten aber auch eine lange Straße, denn wenn man zwei Autos aneinander koppelt, hat man gleich ein Gefährt, das rund 13 Meter lang ist. Da braucht man schon einige Meter, um in Schwung zu kommen und ein paar weitere, um rechtzeitig abzubremsen. Zwei Blocks genügen da nicht.” Die Sequenz wurde mit insgesamt sechs Kameras gedreht, darunter eine spezielle „Ballon-Kamera” auf Rädern, die rundum gut abgepolstert war. Die konnte man direkt vor den Autos laufen und mit ihnen kollidieren lassen, ohne dass sie kaputt ging oder auch nur beschädigt wurde. Sie war ideal für diese spektakulären Hochgeschwindigkeitsaufnahmen.

In einigen Szenen saß Carell selbst hinter dem Steuer des R8. „Wir wollten ein Auto, das viel zu viele Pferdestärken für jemanden wie Phil besitzt”, sagt Gill. „So bat ich die Techniker von Audi darum, den Allradantrieb abzuschalten, damit sich die gesamten 560 PS ausschließlich auf die Hinterachse übertrugen.“ Wie sich das für Carell anfühlte? „Es war so, als würde einem jemand mit der Schaufel auf den Hinterkopf hauen, wenn man anfuhr“, erläutert der Schauspieler.

In einer anderen Szene muss Phil über die Motorhaube ins Taxi hinüberklettern, während Claire den Audi mit Höchstgeschwindigkeit über den Asphalt jagt. „Diese Klettereien führten natürlich Stuntmänner für uns durch – aber alles was man sieht, ist echt”, betont Gill.

Die Nahaufnahmen von Carell und Fey entstanden vor einer Green Screen im Twentieth-Century-Fox-Studio. Nachdem die komplette Verfolgungsjagd abgedreht war, mussten Carell und Fey noch ihren Text in die Szene einsprechen. Dafür durften sie wild improvisieren. „Ich zeigte ihnen, was wir mit echten Autos gedreht hatten und fragte dann, was sie davon hielten“, erklärt Gill. „Sie sahen sich die einzelnen Sequenzen an und sprudelten wild los. Zum Glück war aber noch Shawn da, der sie, wenn nötig, einbremste oder weiter anspornte. Es hilft in solchen Szenen wirklich, wenn man als Team funktioniert und arbeitet.”

Trotz aller Aufregung, aller Spannung, die diese Szene beinhaltete, hielt sich Levy weiter streng an sein Konzept. „Sobald wir die Sequenz mit den verkeilten Autos ausgearbeitet hatten, konzentrierte ich mich wieder auf den Kern meiner Geschichte. Und der handelt, wie gesagt, von einem Paar, das lernen muss, wieder miteinander zu kommunizieren. Sonst ist es mit der Ehe vorbei. Auch in dieser Hochgeschwindigkeitssequenz spielte dieser Plot-Punkt eine zentrale Rolle“, erklärt er.

Und tatsächlich, trotz aller Turbulenzen, die die beiden im Verlauf der Nacht durchleben, erreichen die Fosters ihr Ziel: Sie stellen ihre Ehe, ihre Beziehung wieder auf solide Füße. Sie verlieben sich wieder ineinander, entdecken erneut, was sie ursprünglich zusammen gebracht hat.

„DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT ist eigentlich eine Fabel“, sagt Levy. „Sie spielt in einem sehr begrenzten Zeitrahmen und ist in ihrer Art zeitlos, denn sie handelt von zwei einander verbundenen Menschen, die eine gemeinsame Reise tun. Wenn wir sie im Morgengrauen verlassen, haben wir das Gefühl, dass die Fosters ihr altes Leben wieder aufnehmen werden und niemand außer den Beteiligten von den Geschehnissen erfahren wird. Phil und Claire haben eine wirklich verrückte Nacht durchgestanden, aber das wahre Abenteuer heißt, verheiratet sein. Und jetzt, nachdem sie sich wieder gefunden haben, können sie ihre Ehe nochmals richtig angehen.”

„Sie stehen zusammen wie am Anfang ihrer Ehe, sie können innerhalb von nur fünf Minuten ,ich liebe dich’ flüstern oder ‚du gehst mir auf den Sack’ brüllen. Und das ohne Konsequenzen zu fürchten“, weiß Steve Carell.

Zu den Kommentaren

News und Stories

  • Free-TV-Premieren am Sonntagabend

    Am Sonntagabend haben die deutschen TV-Sender wieder ein paar Free-TV-Premieren im Programm. Hier eine kleine Übersicht: Komödie „Date Night - Gangster für eine Nacht“ mit Steve Carell und Tina Fey um 20.15 Uhr bei ProSieben: Der Alltag hat das Liebesleben von Ehepaar Claire und Phil Foster erstickt. Für mehr Romantik und gemeinsames Glück wollen sie ein neues Restaurant in Manhattan besuchen, in dem die Tische heiß...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Sky: Die Film-Neustarts dieser Woche

    Das Pay-TV-Unternehmen Sky hat auch diese Woche wieder einige Film-Neustarts zu vermelden, die auf dem Sender Sky Cinema starten. Den Anfang macht am Montag, 13. Juni 2011 um 20.15 Uhr, der Animationsfilm „Drachenzähmen leicht gemacht“. Der Film dreht sich um den kleinen Wikinger Hicks, der auf der Insel Berk lebt, auf der tagein tagaus gegen Drachen gekämpft wird. Eines Tages kommt es jedoch dazu, dass er einem Drachen...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • "Departed"-Fortsetzung bereits in Arbeit

    "Departed"-Fortsetzung bereits in Arbeit

    Gerüchte über eine "Departed"-Fortsetzung kursieren seit Langem. Nun bestätigt Mark Wahlberg, dass das Projekt schon in Arbeit ist.

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare