Das Zimmermädchen

  1. Ø 5
   2005
Das Zimmermädchen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Zimmermädchen: Romantische Komödie um eine nicht mehr ganz so junge Jungfrau, die als Zimmermädchen einen Hotelgast verführen will, um dessen Sexualleben es kaum besser bestellt ist (nach dem gleichnamigen Roman von Annegret Held).

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn eine sehr junge Frau und ein nicht mehr ganz junger Frauenarzt gemeinsam dem Sex abschwören, ist das vor allem eins: die Basis für eine ungewöhnliche Romanze.

    Sicherlich mag man einwenden, dass 23-jährige Jungfrauen heutzutage eine Seltenheit sein dürften; erst recht, wenn sie hübsch und unternehmungslustig sind. Andererseits soll es bei Männern Anfang fünfzig durchaus vorkommen, dass Sex nicht mehr das alles beherrschende Thema ist. Das Schicksal führt beide auf Amrum in einem hübschen kleinen Hotel zusammen. Carla (Stefanie Stappenbeck) hat gerade mit ihrem Freund Schluss gemacht und dort einen Ferienjob als Aushilfe übernommen, Dr. Andreas Pietras (Axel Milberg) steckt in einer Endlosschleife fest: Permanent quasselt seine Frau via Telefon auf ihn ein. Der Doktor hat ein Problem mit seiner Libido: Wann immer die Damen ihn mit ihren Reizen konfrontieren, überkommt ihn das große Gähnen. Carla, die endlich ihre Jungfräulichkeit loswerden will, umgarnt ihn nach allen Regeln der Kunst; vergeblich. Doch just dann, als beide sich mit einer platonischen Romanze abfinden, funkt’s gewaltig.

    Autor Marcus Hertneck, der bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gelernt hat, aus wenig Stoff viel Handlung zu stricken, und der sich schon mit der Degeto-Komödie „Ein Geschenk des Himmels“ als Meister des beiläufigen Humors erwiesen hat, arrangiert eine hübsche Geschichte um das gegensätzliche Paar herum. Sein Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Annegret Held, dem Hertneck weitgehend treu bleibt. Der von Matthias Tiefenbacher unauffällig inszenierte Film lebt vor allem von seinem Darstellerpaar. Gerade Milberg imponiert erneut durch seine fabelhafte Begabung, trockenen Humor wie nebenbei und mit todernstem Gesicht vorzutragen.

    Doch auch Tiefenbacher beweist viel Gespür für die kleinen Sketch-artigen Szenen am Rande, die er mit dem richtigen Timing vortragen lässt. Köstlich ist schon allein der Beginn, wenn im Verlauf der Überfahrt nach Amrum bei einer Hochschwangeren die Wehen einsetzen, der Kapitän über Lautsprecher nach einem Arzt verlangt und sich die Passagiere gleich im Dutzend auf den Weg machen: Die Herren besuchen einen Kongress auf der Insel.

    Bestens gelungen ist Tiefenbacher auch die Führung der Nebendarsteller. Das gilt in erster Linie für Angelika Thomas als Hotelbesitzerin Fräulein Sörensen, die hinter launigem Auftritt eine tiefe Tragik verbirgt. Und so ist „Das Zimmermädchen“ bis hin zur Musikauswahl fast so spritzig wie eine Sat-1-Komödie; und das ist durchaus als Kompliment gemeint. tpg.

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