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Das verflixte 3. Jahr

Kinostart: 19.07.2012

Filmhandlung und Hintergrund

Romanautor Frédéric Beigbeder ("39.90") gibt sein Regiedebüt nach seinem autobiografisch inspirierten Buch um die Liebes- und Lebensabenteuer eines Literaturkritikers und Bohemien.

Ein egomanischer Literaturkritiker und Gesellschaftskolumnist fällt nach der Scheidung in eine Depression und versucht sich als Schriftsteller mit der These, die Liebe dauere nur drei Jahre. Das unter Pseudonym veröffentlichte Buch mit vielen Machosprüchen wird ein Riesenerfolg, nur findet die neue Geliebte das Werk des Unbekannten furchtbar. Als sie herauskriegt, dass ihr sonst so zärtlicher Lover dahintersteckt, ist erst einmal Schluss mit Gefühl und Sex, auch ohne „das verflixte 3. Jahr“.

Ein egomanischer Literaturkritiker und Gesellschaftskolumnist fällt nach der Scheidung in eine Depression und versucht sich als Schriftsteller mit der These, die Liebe dauere nur drei Jahre. Das unter Pseudonym veröffentlichte Buch mit vielen Machosprüchen wird ein Riesenerfolg, nur findet die neue Geliebte das Werk des Unbekannten furchtbar. Als sie herauskriegt, dass ihr sonst so zärtlicher Lover dahintersteckt, ist erst einmal Schluss mit Gefühl und Sex, auch ohne „das verflixte 3. Jahr“.

Ein von der Liebe enttäuschter Kolumnist veröffentlicht unter Pseudonym ein Buch mit Machosprüchen und erntet damit Verachtung bei der neuen Freundin. Regiedebüt von Erfolgsautor Frederic Beigbeider nach eigener Romanvorlage, der sich mit gewohnter Ironie über die Regeln der RomCom lustig macht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. "Im ersten Jahr kauft man die Möbel. Im zweiten Jahr stellt man sie um. Im dritten Jahr teilt man sie auf." Auf dieser pessimistischen Bilanz basiert das ganze Werk von Autor Frédéric Beigbeder und damit auch die Filmadaption des gleichnamigen Romans. Anfang des neuen Jahrtausends erlangte der Schriftsteller mit seinem Buch "30,90" internationalen Ruhm und Jan Kunen adaptierte es 2007 dann auch für die Leinwand. Bei "Das verflixte 3. Jahr" begibt Beigbeder sich nun selbst auf den Regiestuhl, allerdings mit mäßigem Erfolg.

      Was wahrscheinlich eine beißend-sarkastische Geschichte über die Liebe werden sollte, mutiert hier zu einem durch und durch pessimistischen und regelrecht abstoßenden Palaver, welches am Ende sowieso wieder gekippt wird, denn natürlich kann sich auch der werte Marc Marronier nicht wirklich von der Liebe frei machen.

      Beide Hauptfiguren, Marc und Alice, sind akut unsympathisch und den Darstellern fehlt es schlichtweg an Charme und der Fähigkeit, die Charaktere zugänglich zu machen. Stattdessen flüchtet sich Marc in eine unreife und unwirklich Welt von Alkoholexzessen und Selbstmitleid und bringt seine Hasstiraden zu Papier. Alice scheint derweil keinerlei Problem darin zu sehen, ihren Ehemann mit seinem Cousin zu betrügen.

      Mit vermeintlich intelligenten Pointen wendet sich Marc das eine oder andere Mal direkt an den Zuschauer, aber auch dieser Versuch, den Kinogänger wirklich in den Bann des Filmes zu ziehen, scheitert maßgeblich.

      Wer sich hier an den Überraschungserfolg von "Ziemlich beste Freunde" erinnert, und einen ähnlich pointierten und spitzfindigen Film aus Frankreich erwartet, wird regelrecht vor den Kopf gestoßen. "Das verflixte 3. Jahr" ist frei von Sympathien, Schauspieltalent und sogar peppen Dialogen. Hier bekommt man lediglich die Gelegenheit, einem unreifen, unfreundlichen und selbstverliebten Mittdreißiger zu zu sehen, der sein Leid klagt und dabei keinerlei qualifizierte Aussage von sich gibt.

      Fazit: "Das verflixte 3. Jahr" ist leider einer der Filme, die man am liebsten gar nicht zu Ende gucken möchte. Hier mangelt es an Intelligenz und Einfallsreichtum und die Figuren sind zudem auch noch höchst unsympathisch. Ein ziemlicher Reinfall.
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    2. Das verflixte 3. Jahr: Romanautor Frédéric Beigbeder ("39.90") gibt sein Regiedebüt nach seinem autobiografisch inspirierten Buch um die Liebes- und Lebensabenteuer eines Literaturkritikers und Bohemien.

      Leicht autobiografisches Regie-Debüt von Bestseller-Autor Frédéric Beigbeder über die Halbwertzeit von Liebe und die Wandlung vom Zyniker zum Romantiker.

      „Im ersten Jahr kauft man die Möbel. Im zweiten Jahr stellt man sie um. Im dritten Jahr teilt man sie auf“. Dieser Lehrsatz von den drei Phasen hört sich nicht gerade nach ewiger Liebe an. Literaturkritiker und Gesellschaftskolumnist Marc Marronnier, Alter Ego von Frédéric Beigbeder, ist ein gebranntes Kind. Seine Ehe endete vor dem Scheidungsrichter und statt darüber ernsthaft nachzudenken, philosophiert er großspurig und mit einer gehörigen Portion Zynismus über die Unmöglichkeit von Liebe und bringt das Ganze auch noch zu Papier. Nach vielen Absagen, erkennt eine Verlegerin das Potenzial und veröffentlicht sein mit flotten Macho-Sprüchen verziertes Werk unter Pseudonym. Es wird ein Bombenerfolg. Nur kann der eitle Zeitgenosse ihn nicht genießen, hat er sich doch unsterblich in eine atemberaubende, leider verheiratete Schöne verknallt, die sich ausgerechnet über den unbekannten Schreiberling und seinen Männlichkeitsfimmel erbost. Als sie herauskriegt, dass ausgerechnet ihr sonst so zärtlicher Lover dahintersteckt, ist erst einmal Schluss mit Sentiment und Sex-Sause.

      Beigbeder, der sich über den Schriftsteller Beigbeder lustig macht und von seinem Protagonisten behauptet, „Marc Marronnier, das bin ich, nur noch viel schlimmer“, lässt Gaspard Proust als Mischung zwischen Fiesling und Verführer die komischen Seiten ausleben. Selbst wenn den Depressiven Selbstmordgedanken plagen, wirkt die Verzweiflung skurril. In der beschwingten und mit Ironie gespickten RomCom überzeugen alle Figuren - die auch mal improvisieren dürfen - von Prousts Figur als Egomanen, der nicht erwachsen werden will, über die explosive und unwiderstehliche Louise Bourgoin als Love-Interest bis hin zu den Nebenrollen, etwa Nicolas Bedos als gehörnten Ehemann mit Minipenis (den man aber nie sieht) oder Annie Dupery als feministisch angehauchte und nicht gerade mütterliche Mutter. Wenn intelligent und witzig Woody Allen, Claude Lelouche oder Jacques Demy zitiert werden oder französische Intellektuelle wie Alain Finkielkraut oder Pascal Bruckner ihre Cameo-Auftritte zelebrieren, genießt man dies als unterhaltsame Spielerei im elitären Zirkel. Die Aktualisierung und Verfilmung seines Romans, eigentlich „ein privates Tagebuch mit kleinen zynischen Aphorismen“ ist Beigbeder mit Bravour, Bonmots und Biss gelungen. mk.
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