Filmhandlung und Hintergrund

Bernhard Wickis („Die Brücke“) Alterswerk, das auf Joseph Roths gleichnamigem Romanfragment basiert, ist die Besessenheit seines Regisseurs anzumerken, der bei der Verfilmung bis über die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit gegangen ist. Trotz Überlänge vermittelt der Film auf spannende Weise und ohne Schwarz-Weiß-Zeichnung den Werdegang eines opportunistischen Charakters zur Zeit der Weimarer Republik...

Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreiches 1918 bricht für Leutnant Loose eine Welt zusammen. Zunächst muß er sich sein Geld als Hauslehrer bei einem jüdischen Bankier verdienen. Von dort knüpft er ein Netz von Beziehungen, die ihm langfristig weiterhelfen. Er wird Mitglied eines nationalistischen Geheimbundes und dient sich durch Verrat, Mord und Heirat nach oben bis ins Innenministerium. Der einzige, der ihm gefährlich wird, ist der Ostjude und Doppelagent Lenz, der über Looses skrupellosen Aufstieg im Bild ist und den Emporkömmling erpreßt, letztendlich aber seinen Widersacher unterschätzt und vor den Zug geworfen wird.

Bernhard Wickis Alterswerk nach Joseph Roth führt in die Zeit zwischen den Weltkriegen und ist ein wichtiges Dokument über Mitläufertum und Karrierismus.

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Kritikerrezensionen

  • Bernhard Wickis („Die Brücke“) Alterswerk, das auf Joseph Roths gleichnamigem Romanfragment basiert, ist die Besessenheit seines Regisseurs anzumerken, der bei der Verfilmung bis über die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit gegangen ist. Trotz Überlänge vermittelt der Film auf spannende Weise und ohne Schwarz-Weiß-Zeichnung den Werdegang eines opportunistischen Charakters zur Zeit der Weimarer Republik. Es mag beim Videokonsumenten beliebtere Themen als die deutsche Geschichte geben, diese immerhin für den Oscar vorgeschlagene Romanverfilmung steht weit über deutschem Spielfilmstandard und ist spektakulär genug inszeniert, um mehr als ein Bildungspublikum anzusprechen.

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