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Fakten und Hintergründe zum Film "Das Sandm?nnchen: Abenteuer im Traumland"

Kino.de Redaktion |

Das Sandmännchen - Abenteuer im Traumland Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Die Figuren

Der Sandmann

Der Sandmann sorgt dafür, dass im Traumland Somnia alles seine Ordnung hat. Doch nun ist ihm sein Traumsand gestohlen worden, mit dem er den Menschen allabendlich den Schlaf und schöne Träume bringt. Er braucht Hilfe – und er erkennt in Miko, der durch eine Verwechslung zu ihm gebracht wird, jemanden, der ihm ein wertvoller Helfer sein wird. Der Sandmann verfügt über eine tolle Flotte der unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel: eine Rakete, ein Auto mit ausfahrbaren Stelzbeinen, ein Motorrad mit Seitenwagen und vieles anderes mehr.

Nepomuk

Schlafschafe helfen normalerweise beim Einschlafen. Immer wieder springen sie über einen Zaun. Angesichts solcher Eintönig- und Gleichförmigkeit wird der Betrachter immer müder, bis er einschläft. Wenn es da nicht Nepomuk gäbe: Nepomuk ist der Chaot unter den Schlafschafen, der immer aus der Reihe tanzen muss. Anstatt einfach nur zu springen kann er es sich nicht verkneifen noch eine Pirouette zu drehen, oder ein Lid zu singen. Genau das jedoch verhindert die Erfüllung der Schlafschafaufgabe: Der Betrachter, der zum schlafen gebracht werden soll ist wieder wach…. Nepomuk ist nicht immer der hellste, aber dabei herzensgut und immer fröhlich. Man kann ihn nur gern haben.

Miko

Miko lebt in einem kleinen Dorf direkt am Meer. Er ist eher schmächtig und wird von den anderen Kindern oft gehänselt. Er hat einen Traum: er will ein großer Seemann werden, wie sein Großvater, der legendäre Käpt’n Scheerbart. Aber weil ihm niemand etwas zutraut, traut er sich selber auch nichts zu.

Lina

Lina ist Mikos ältere Schwester. Sie ist schon elf Jahre alt und hänselt immer ihren kleinen Bruder. Denn sie ist im echten Leben viel mutiger als Miko. Zu guterletzt jedoch hilft sie ihrem kleinen Bruder immer aus der Patsche – und deshalb liebt Miko seine große Schwester sehr.

Habumar

Habumar ist ein Wirbelsturm von ausgesprochen schlechtem Charakter. Mit seinen Gehilfen macht er bisher einfach nur zum Spaß Somnia unsicher, doch sein großer Plan ist es, den Menschen nur noch böse Träume zu bringen. Und dazu braucht er den Traumsand.

Wusch

Wusch ist eine Windböe – ein kleiner, separater Teil des großen Wirbelsturms Habumar. Doch stehen die beiden in einer Art ständigem Kontakt miteinander. Zusammen mit den anderen aus Habumars Bande – dem elefantenartigen Schlürf und den Ärgerlingen ist es Wuschs größtes Vergnügen, die Bewohner von Somnia zu ärgern.

Professor Träumchen

Professor Träumchen ist der Wissenschaftler in Somnia und ein begabter Traumdeuter. Er lebt in einem U-Boot, wo er auch sein Labor und seine Praxis hat. Mit seiner Hilfe wollen der Sandmann, Nepomuk und Miko herausfinden, wo sich Habumar versteckt hält.

Hintergrund: Der Sandmann

2009 feiert der Sandmann, einer der frühesten deutschen Fernsehstars, sein 50. Bildschirmjubiläum. Er erfreutsich unvergleichbarer Beliebtheit bei Kleinkindern sowie bei deren Eltern, dessen Helfer er seit Generationen ist, wenn es um das allabendliche Einschlafen geht. Jedes Kind und wohl nahezu jeder, der einmal Kind gewesen ist, kennt ihn.

Für Viele ist das Sandmännchen die erste gesehene Fernsehsendung im Leben. Der Sandmann ist ein gesamtdeutsches Kulturgut mit einer ganz besonderen Geschichte, die untrennbar mit der historischen Entwicklung Deutschlands in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden ist.

Die deutsche Teilung wurde auch vom Sandmännchen nachvollzogen, und so wuchsen Kinder in der Bundesrepublik zunächst mit einem anderen Sandmännchen auf, als ihre Altersgenossen in der DDR.

Am 22. November 1959 hatte der Sandmann seinen Debütauftritt in der Puppentrick-Sendung „Unser Sandmännchen“, die der Deutsche Fernsehfunk (DFF) in Ostberlin ausstrahlte.

Nur wenige Tage später folgte das West-Sandmännchen, produziert vom SFB: Die erste Folge von „Sandmännchens Gruß für Kinder“ wurde am 1. Dezember 1959 gezeigt. Das literarische Vorbild für den Sandmann, West wie Ost, war die Hauptfigur in Hans Christian Andersens Märchen „Ole Lukøje“, wörtlich übersetzt „Ole Augenschließer“, das 1841 erschien.

In Andersens Original verwendet der schlafbringende Kobold allerdings keinen Sand, sondern süße Milch, von der er den Kindern ein wenig in die Augen sprüht. In Andersens Märchen erzählt Ole Lukøje dem kleinen Jungen Hjalmar vor dem Schlafen eine Woche lang jeden Abend eineGeschichte. Ole Lukøjes Rolle als Geschichtenerzähler wurde als Rahmenhandlung für die Sandmännchen-Folgen übernommen.

Nachdem das Ost-Sandmännchen seine ersten Folgen erfolgreich absolviert und sich eine begeisterte Fangemeinde von Kindern erworben hatte, wurde die Figur im Sommer 1960 umgestaltet und in die Form gebracht, die sie bis heute behalten hat. Ab 1966 war das Sandmännchen erstmals auch in Farbe zu sehen.

Die große Popularität des Sandmännchens in der DDR führte dazu, dass es auch als Werbeträger genutzt wurde, so etwa für die Kinderzahnpasta „Putzi“.

Das Sandmännchen war auch ein Exportschlager des DFF: Es war in weiteren europäischen Ländern, v. a. in Skandinavien, in mehreren arabischen Staaten sowie in Vietnam zu sehen.

Der globale Erfolg seiner Abenteuer passt sehr gut zur Reiselust des Sandmännchens: Mit einer überwältigenden Vielfalt von Fortbewegungsmitteln hat es im Lauf seiner Karriere viele exotische Länder bereist: Auf Grönland fuhr er Hundeschlitten, in Ägypten ritt er auf einem Kamel und im Irak benutzte er einen fliegenden Teppich.

1961 flog das Sandmännchen erstmals mit einer Rakete ins All, 1967 hatte es sich bereits eine eigene Raumstation zugelegt, und 1973 landete es auf dem Mond. 1978 flog es auch ganz real in den Weltraum: Der erste Deutsche im All, der Kosmonaut Sigmund Jähn, hatte auf seinem Flug zur sowjetischen Raumstation Saljut 6 eine Sandmännchen-Puppe dabei.

Aber auch der irdische Fuhrpark des Sandmänchens ist beeindruckend – vom Mofa bis zum Flugzeug, von der Kutsche bis zum Solarmobil ist einfach alles dabei. Zu den treuesten Freunden des Fernseh Sandmännchens gehören der Wicht Pittiplatsch, kurz Pitti genannt, die Ente Schnatterinchen, Herr Fuchs und Frau Elster, der Wasserkobold Plumps und der Hund Moppi, die alle in hunderten Folgen ihre lustigen Abenteuer erlebten. Im Westen dagegen waren völlig andere Figuren die Helden der Gute-Nacht-Geschichten, wie z. B. die Schweine Piggeldy und Frederick, der Clown Peppinello, Weltraum-Petra und ihr Onkel Oti und diverse Figuren der Augsburger Pupperkiste wie der Tintenfisch Klecksi, der Ritter Kunibert, Peppi und sein Großvater Beppo, die auf einem Berg leben.

Der Fuhrpark des West-Sandmännchens beschränkte sich, im Gegensatz zu seinem äußerst mobilen Ost-Pendant, im wesentlichen auf eine Wolke mit Segel, auf der es angeschwebt kam, einen Hubschrauber und auf ein Flugzeug, dessen Design einem Porsche-Rennwagen der 60er Jahre nachempfunden war.

Auch die Sandmännchen-Puppen unterschieden sich deutlich voneinander: Das West-Sandmännchen hatte eine runde Kopfform und trug eine weiße Zipfelmütze einen Bommel oder eine blaue Schirmmütze, dazu eine weiße Jacke und karierte Hosen; das Ost-Sandmännchen war schmaler im Gesicht, trug eine einfache rote Zipfelmütze und eine ebenfalls rote Jacke – seine Frisur war ein Pony in Richtung Topfdeckelschnitt; das Haar des Westsandmännchen war derweil in einen modischen Seitenscheitel gelegt. Und auch beim Gesichtshaar gab es Unterschiede im Styling: Das Ost-Sandmännchen begnügte sich mit einem einfachen Kinnbart, der Bart des West-Sandmännchens dagegen reichte über die Backen bis hinauf zu den Ohren.

Auch die Lieder des West- und des Ost-Sandmännchens waren nicht dieselben.

Im Osten begann jede Sendung mit folgendem Sandmann-Lied:

„Sandmann, lieber Sandmann,

es ist noch nicht so weit!

Wir sehen erst den Abendgruß,

eh' jedes Kind ins Bettchen muß,

du hast gewiss noch Zeit.

Sandmann, lieber Sandmann,

hab' nur nicht solche Eil!

Dem Abendgruß vom Fernsehfunk

lauscht jeden Abend alt und jung,

Sei unser Gast derweil.“

Und sie endete mit einer weiteren Strophe:

„Kinder, liebe Kinder,

das hat mir Spaß gemacht!

Nun schnell ins Bett und schlaft recht schön,

dann darf auch ich zur Ruhe gehn.

Ich wünsch’ euch gute Nacht.“

Die Kinder im Westen dagegen wurden so begrüßt:

„Kommt ein Wölkchen angeflogen,

schwebt herbei ganz sacht

und der Mond am Himmel droben

hält derweil schon Wacht.

Abend will es wieder werden,

alles geht zur Ruh

und die Kinder auf der Erde

machen bald die Äuglein zu.

Doch zuvor, von fern und nah

ruft’s: Das Sandmännchen ist da!“

Woraufhin das Sandmännchen die Geschichte mit den Worten „Nun liebe Kinder, gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht“ einleitete; die Verabschiedung fiel im Westen mit „Auf Wiedersehn und schlaft recht schön“ eher knapp aus.

Im Zuge der Wiedervereinigung stellte der DFF zum Jahresende 1991 seinen Sendebetrieb ein; die Produktion des Sandmännchens ging auf die Nachfolgesender ORB und SFB über (die 2003 zum RBB fusionierten).

Gleichzeitig erzählte das Ost-Sandmännchen nunmehr seine Gute-Nacht-Geschichten für Kinder in ganz Deutschland – dass das Ost-Sandmännchen „gesamtdeutsch“ wurde und die Produktion des West- Sandmännchens eingestellt wurde, ist einer der ganz wenigen Fälle neben dem „grünen Pfeil“ für Rechtsabbieger, in denen im vereinten Deutschland „Östliches“ auf den Westen übertragen wurde. Von 1992 an zeigten auch mehr und mehr weitere Dritte Programme der ARD die Sandmännchen-Folgen, 1997 kam auch der Ki.Ka hinzu. Seit 1999 ist zum reinen Puppentrick auch digitale Animation als Technik der Sandmännchen-Filme dazugekommen.

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