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Das Mädchen am Strand

  

Filmhandlung und Hintergrund

In seinem dritten Fall sucht der Hamburger Kripokommissar Kessler gemeinsam mit Ex-Kollegin Christensen im Ostseestädtchen Nordholm den Mörder einer Abiturientin. Zum dritten Mal schickt Thomas Berger den Hamburger Hauptkommissar Simon Kessler in die Ostseekleinstadt Nordholm. 2015 hat der von Heino Ferch ausgesprochen mürrisch verkörperte Kriminalist hier gemeinsam mit der einheimischen Kollegin Hella Christensen...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In seinem dritten Fall sucht der Hamburger Kripokommissar Kessler gemeinsam mit Ex-Kollegin Christensen im Ostseestädtchen Nordholm den Mörder einer Abiturientin.

    Zum dritten Mal schickt Thomas Berger den Hamburger Hauptkommissar Simon Kessler in die Ostseekleinstadt Nordholm. 2015 hat der von Heino Ferch ausgesprochen mürrisch verkörperte Kriminalist hier gemeinsam mit der einheimischen Kollegin Hella Christensen (Barbara Auer) den Mord an einer Vierzehnjährigen aufgeklärt („Tod eines Mädchens“, Buch: Stefan Holtz und Florian Iwersen). 2019 folgte „Die verschwundene Familie“; diesmal hatte „Kommissarin Lucas“-Schöpfer Berger das Drehbuch selbst geschrieben. In Teil drei wird erneut die Leiche eines erschlagenen Mädchens in Strandnähe gefunden. Eine Schulklasse hat am Abend zuvor ihr Abitur gefeiert. Die ausgelassene Partystimmung, dazu viel Alkohol und wohl auch Drogen: Womöglich hat ein Mitschüler nicht verkraftet, dass Jule (Tijan Marei), die offenbar allen Jungs den Kopf verdreht hat, ausgerechnet mit ihm nichts zu tun haben wollte. Kessler übernimmt den Fall, weil kurz zuvor in Hamburg eine junge Frau erstochen worden ist. Sie und Jule haben dort gemeinsam eine Wohnung gemietet und als Prostituierte gearbeitet. Kessler vermutet, der Mörder könne in beiden Fällen der gleiche sein.

    Wie schon die beiden anderen Zweiteiler lebt auch die dritte Geschichte vom Kleinstadtmilieu: Jeder kennt jeden, alles hängt mit allem zusammen; und Hella Christensen steckt mittendrin. Die Polizistin hat zwar nach dem letzten Fall den Dienst quittiert, aber ihr Sohn Sven (Nick Julius Schuck) gehört zur Abiturklasse. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn liegt seit Hellas Trennung von ihrem Mann (Rainer Bock) zwar quasi auf Eis, aber sie braucht nicht lange, um rauszufinden, dass Svens Kontakte zu Jule deutlich enger waren, als er ihr gegenüber zugibt. Kesslers Ermittlungen konzentrieren sich jedoch auf den Immobilienmakler Steinkamp (Axel Milberg): Der Mann hat Jule in Hamburg besucht und war offenbar ihr Kunde. In Wirklichkeit ist das Verhältnis zwischen Steinkamp und dem Opfer jedoch viel komplizierter. Weil das zudem für den gesamten Fall gilt, geraten nacheinander erst Jules Mathelehrer (André Szymanski) und schließlich auch einige männliche Mitschüler ins Visier von Kessler und seinen Mitarbeitern (Katharina Schlothauer, Rainer Strecker).

    Neben der Krimiebene und dem komplexen, aber nie unübersichtlichen personellen Gefüge liegt ein weiterer Reiz von „Das Mädchen am Strand“ in der Verknüpfung mit den beiden anderen Zweiteilern. So wirkt zum Beispiel am Rande Gustav Peter Wöhler mit, der in den ersten Filmen zum Kreis der Verdächtigen gehörte. Anja Kling ist dagegen leider nur als Leerstelle vertreten. In „Tod eines Mädchens“ hat sie die Mutter des Opfers gespielt. Seither gab es eine Art Beziehung zwischen Buchhändlerin Silke und Kessler, aber diesmal trifft der Kommissar bei seinen Besuchen nur Silkes Tochter (Lilly Barshy) an. Mit dem Fall haben die Stippvisiten nichts zu tun, aber sie sind wichtig, damit auch Kesslers andere Seite deutlich wird, denn Ferch legt den gegen jede Form von Empathie offenbar immunen Ermittler diesmal womöglich noch schroffer an.

    Da sich die Geschichten mittlerweile zur Nordholm-Saga entwickelt haben, war es umso wichtiger, dass sich der dritte Zweiteiler nahtlos ins Gesamtwerk einfügt. Dafür steht nicht zuletzt die Kontinuität hinter der Kamera: Alle kreativen Köpfe sind die gleichen wie bisher. Kameramann Frank Küpper hat erneut dafür gesorgt, dass die Bilder selbst bei Sonnenlicht unbehaglich wirken. Ganz entscheidend ist auch die Arbeit von Thorsten Lau (Szenenbild): Das fiktive Nordholm ist aus 17 unterschiedlichen Orten zusammengesetzt worden, und diese Einzelteile müssen natürlich ein stimmiges Bild ergeben. tpg.

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