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TV-Katastrophen-Film um einen Großbrand im Berliner Fernsehturm.

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Kritikerrezensionen

  • Das Inferno - Flammen über Berlin: TV-Katastrophen-Film um einen Großbrand im Berliner Fernsehturm.

    Männer, die durchs Feuer gehen: Rainer Matsutanis feuriges Spektakel kann gewisse Parallelen zu prominenten Hollywood-Vorbildern nicht verhehlen, ist aber ein packender Genre-Film.

    Eine Sturmflut, die Hamburg unter sich begräbt; ein Tsunami, der Sylt zu überfluten droht; eine Feuersbrunst, die Dresden niederbrennt; ein Tornado, der durch die Hauptstadt fegt: Deutsche Produzenten lassen nichts aus, um das einstige Kinogenre „Desaster Movies“ telegen zu adaptieren. „Das Inferno“, produziert von Wiedemann & Berg, setzt sogar noch eins drauf: Brannte in „Flammendes Inferno“ (1974) bloß ein schlichter Wolkenkratzer, muss in dem ProSieben-Film der Berliner Fernsehturm dran glauben, der schon in „Tornado“ ziemlich demoliert wurde.

    Nun ist es natürlich keine besonders originelle Erkenntnis, dass die Fans dieses Genres in erster Linie überzeugende Spezialeffekte erwarten und wenig Wert auf ausgefeilte Wortwechsel legen. Trotzdem sind die Dialoge von teilweise bemerkenswerter Schlichtheit. Bei aller Bewunderung für die Professionalität der optischen Effekte: Von einer Firma, die immerhin auch „Das Leben der Anderen“ hergestellt hat, hätte man in dieser Hinsicht etwas mehr Niveau erwarten dürfen.

    Angesichts des hohen Spannungsniveaus und der packenden Bilder aber hört man ohnehin nur mit halbem Ohr auf die wenigen Wortfetzen, zu denen die von einer Feuersbrunst in die nächste stolpernden Hauptfiguren überhaupt in der Lage sind. Deutlich höheren Anteil an der akustischen Wirkung hat die donnernde Musik von Philipp F. Kölmel, die auch dann noch für Spannung sorgt, wenn den Flammen mal die Luft ausgeht. Das aber ist nur selten der Fall, weshalb die Feuersbrunst unangefochtene Hauptdarstellerin des Spektakels ist.

    Dabei beginnt alles ganz harmlos: eine Schweißarbeit, ein Schwelbrand, stiller Qualm - und dann bricht wie aus heiterem Himmel das Inferno los. Eine Rauchgasexplosion im Restaurant des Fernsehturms sorgt dafür, dass sich die Flammen mit rasender Geschwindigkeit ausbreiten. Wenn das Feuer nicht gelöscht werden kann, reißen die Zugbänder, mit denen die knapp 5.000 Tonnen schwere Aussichtskugel am Turm befestigt ist. Das Schicksal der Menschen scheint besiegelt. Letzte Hoffnung ist ausgerechnet ein Taxifahrer (Stephan Luca), der früher ebenfalls Feuerwehrmann war, bis er zu Unrecht in Ungnade fiel. Aber da seine Exfreundin (Silbe Bodenbender) im Restaurant arbeitet, stürzt er sich selbstredend todesmutig in die Flammenhölle.

    Die Geschichte mag nicht gerade komplex sein, aber sehenswert ist „Inferno“ trotzdem. Markige Kerle, große Gefühle, konkurrenzlos gute Effekte und am Ende ein fesselnder Wettlauf mit der Zeit: prima Popcorn-Fernsehen. tpg.

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