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Fakten und Hintergründe zum Film "Das Hausm?dchen"

Kino.de Redaktion |

Das Hausmädchen Poster

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Über den Film

Regisseur Im Sang-soo transportiert bei seiner klugen Adaption des koreanischen Filmklassikers von Kim Ki-young die Geschichte um ein neues Hausmädchen in die heutige Zeit. Eine offenherzige junge Frau aus einfachen Verhältnissen wird in der elitären Welt der oberen 10.000 von ihrem Arbeitgeber verführt. Hinter den dicken Mauern des modernen Marmorpalastes wartet auf das neue Hausmädchen eine gefährliche Melange aus Lust, Betrug und Neid. Denn ihr Verführer ist ebenso charismatisch wie kalt und als Gegenspielerinnen erwartet sie zwei bösartig-durchtriebene Hausherrinnen sowie eine linkische Hausdame, die sie planvoll in ihr Verderben treiben.

Das Hausmädchen ist ein hintergründiger, sinnlicher Thriller mit einem furiosen Finale, der in seinen Untertönen ein scharfes Bild des sozialen Gefälles zeichnet. Gekonnt teilt Im Sang-soo Spitzen gegen eine dekadente Bourgeoisie aus und bedient sich hierbei einer feinsinnigen Gesellschaftskritik à la Chabrol. Seinen opulenten wie bedächtigen Erzählduktus lädt der koreanische Regisseur mit sinnlicher Erotik und einer perfekt inszenierten Spannung auf. Er kreiert einen verhängnisvollen Sog, dem das Hausmädchen nicht entfliehen kann und erschafft ein Szenario wie es Hitchcock kaum hätte besser entwerfen können.

Das gefeierte Original aus dem Jahr 1960 gehört zu den Lieblingsfilmen von Martin Scorsese, der sich für die Wiederaufführung des Films in Cannes und auf zahlreichen Filmfestivals einsetze.

Über das Remak des Klassikers

Für die zentrale Rolle des Hausmädchens Eun-yi konnte Regisseur Im Sang-soo die Cannes- Preisträgerin Jeon Do-youn gewinnen. Lee Jung-jae als Hausherr Hoo und Seo Woo als seine verwöhnte Ehefrau vervollkommnen den koreanischen Top-Cast des Remakes von Kim Kiyoungs gleichnamigen Klassikers von 1960.

In den 60er Jahren war Hanyo mit seinen unerwartet hohen Zuschauerzahlen eine kleine koreanische Kino-Sensation. Mittlerweile gehört das Original zu den Klassikern seines Genres. Kim Ki-youngs beeindruckende, kompromisslose Darstellung von Betrug, kleineren und größeren Grausamkeiten und sexueller Obsession, die mit der Ankunft eines neuen Hausmädchens zum Vorschein kommen, revolutionierte das koreanische Kino. Der Film hatte einen enormen Einfluss auf die kommende Generation koreanischer Filmemacher und beeinflusste die Werke von koreanischen Regiegrößen wie Park Chan-wook, Kim Ki-Duk oder Bong Joon-ho.

„Das Original hatte zu seiner Zeit einen großen Einfluss auf die koreanische Gesellschaft und es ist bis heute auf der ganzen Welt Koreas meist gefeierter Klassiker. Daher ist ein Remake diese Films seit langem der Traum jedes koreanischen Filmemachers. Natürlich hatte ich auch eine gewisse Ehrfurcht vor diesem Remake. Doch meine ersten Bedenken haben sich sofort in Luft aufgelöst, als ich wusste, dass Im Sang-soo Regie führt und der Film mit Jeon Do-youn und Lee Jung-jae in den Hauptrollen so großartig besetzt ist. Auch dass Youn Yuh-jung mit von der Partie ist, hat mich sehr gefreut. Schließlich stand sie für Kim Ki-young selbst in den 70ern bei Fire Woman vor der Kamera.“ – Jason Chae (Produzent)

Für das neu entflammte internationale Interesse an Kim Ki-youngs Meisterwerk hat vor allem die Begeisterung für den Film von Regiealtmeister Martin Scorsese beigetragen. Er hat, zusammen mit dem koreanischen Filmarchiv, die digitale Restaurierung des Filmklassikers vorangetrieben, sodass Kim Ki-youngs Hanyo 2007 in Cannes und auf vielen weiteren Filmfestivals wiederaufgeführt wurde.

Das neu erweckte Interesse an Hanyo hat große Erwartungen an Im Sang-soos Neuinterpretation geweckt, die er genau 50 Jahre später inszenierte. Der koreanische Regisseur und Festival-Liebling verspricht „ein ‚Hausmädchen‘, das die grundlegendsten, essentiellen menschlichen Bedürfnisse verkörpert und das immer ein Lächeln auf dem Gesicht hat. Ein Charakter, der gedankenverloren und naiv erscheint – doch es gab etwas (ein dunkles Geheimnis) in ihrem Leben, das sie nicht ertragen konnte.“

Gemein haben Original und Remake neben dem Titel die zentrale Geschichte um ein neues Hausmädchen, das nach einer Affäre mit dem Hausherren schwanger wird und die Familienidylle zerstört. In Kims Film gehört die Familie jedoch der Mittelschicht an, hier ist es ein Klavierlehrer, der eine Liebschaft mit dem Hausmädchen hat. Auch ist das Hausmädchen weniger die unschuldig Verführte, als die Verführende. So wie Kims Film in den 60er Jahren seine Zeit wiederspiegelte, übersetzt Im Sang-soo den Stoff ins 21. Jahrhundert, was dem ‚neuen Hausmädchen‘ eine wesentlich stärkere politisch-soziale Brisanz verleiht und durch die Umkehr der (auch sexuellen) Machtverhältnisse einen neuen Interpretationsspielraum eröffnet.

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