Sie sind zwar Geheimdienstagenten, aber der böse Feind muss diesmal warten. Viel spannender finden es die beiden Freunde FDR (Chris Pine) und Tuck (Tom Hardy), ihre Spionagemethoden in den Dienst der Liebe zu stellen. Beide wollen sie bei der blonden Lauren Scott (Reese Witherspoon) landen und lassen nichts unversucht, um sich gegenseitig auszustechen. Lauren weiß weder, was ihre neuen Freunde beruflich machen, noch, dass sie sich kennen. Und sie findet es nahezu unmöglich, sich für einen von ihnen zu entscheiden, denn beide scheinen wirklich perfekte Typen zu sein. Die romantische Actionkomödie von Regisseur McG kennt keine Zurückhaltung im Durchspielen dessen, was zwei verliebten Spionen alles einfallen kann.
FDR, benannt nach dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt, weiß, dass er bei Frauen normalerweise sehr gut ankommt. Dumm nur, dass die Produktforscherin Lauren, mit der er in einer Videothek in Los Angeles anbandelt, schon kurz vorher über eine Online-Partnerbörse seinen Kollegen und Freund Tuck kennen gelernt hat. Auch dieser rechnet sich gute Chancen bei Lauren aus. So beginnen beide eine großangelegte Ausspähungsaktion, in die sie, angeblich weil es um die Suche nach dem Waffenhändler Heinrich (Til Schweiger) geht, ganze Abteilungen einspannen. Lauren hat nun keine Privatsphäre mehr, die nicht auf den CIA-Monitoren erscheinen würde.
Für Komik sorgen die Situationen, in denen die Agenten durch Laurens schicke Wohnung schleichen, um Wanzen zu verstecken, während sie selbstvergessen singt, oder in denen sie sich gegenseitig, zum Beispiel mit kleinen Narkosepfeilen, attackieren, wenn ein Date mit Lauren gefährlich romantisch wird. Chris Pine und Tom Hardy spielen beide attraktive Männer, die den meisten Frauen die Entscheidung wohl nicht leicht machen würden. Außerdem sind sie cool, was man schon daran merkt, dass sie den finster blickenden Heinrich Til Schweiger macht eine gute Figur als Bösewicht wie eine lästige Hausaufgabe links liegen lassen, ganz so, als wäre diese Gefahr nicht der Rede wert. Bei der CIA hat man offenbar auch gerade wenig zu tun, denn FDR und Tuck, die sich im Büro gegenüber sitzen, üben Papierkorb-Werfen und verplempern einen Haufen Steuergelder für ihre private Liebesmission.
Die ausgelassene bis alberne Stimmung hat etwas Pubertäres, denn es werden massive Geschütze aufgefahren, während die Top-Agenten zu Kindern mutieren, die unbedingt haben wollen, was sie mögen. Reese Witherspoon verleiht ihrer Lauren auf gewohnte Weise Köpfchen und Unbeschwertheit. Ihre beste Freundin Trish (Chelsea Handler) ist zuständig für plump-frechen Klartext. Es gibt artistische Einlagen auf dem Zirkustrapez, Autoverfolgungsjagden und Schießereien, die aber eher am Rande, denn Heinrich taucht ja nur dort auf. Bemerkenswert durchgestylt sind die schicken Wohnungen. Zu einer gehört sogar eine gläserne Decke, durch die man von unten in einen Pool blickt und auf die Bikinischönheit, die dort vorbeischwimmt.
Fazit: Der Kampf zweier Agenten um die Liebe derselben Frau nimmt groteske Ausmaße an: Die harmlose aber quirlige Komödie "Das gibt Ärger" ist eher etwas für das Teenie-Publikum.
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