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Das Frankfurter Kreuz

Filmhandlung und Hintergrund

Eigenen Angaben zufolge will „Totmacher“-Regisseur Romuald Karmakar den mit dem Götz-George-Psycho-Horrorgramm eingeschlagenen Spielfilmweg weiter verfolgen. Seinem stilistischen Minimalismus mit äußerster Konzentration auf das Wesentliche ist er in dieser nächtlichen Ballade der einsamen eiskalten Herzen treu geblieben. Nach dem Hörspiel „Für eine Mark und acht“ des unfallverstorbenen Kultautors Jörg Fauser, das...

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Kritikerrezensionen

  • Eigenen Angaben zufolge will „Totmacher“-Regisseur Romuald Karmakar den mit dem Götz-George-Psycho-Horrorgramm eingeschlagenen Spielfilmweg weiter verfolgen. Seinem stilistischen Minimalismus mit äußerster Konzentration auf das Wesentliche ist er in dieser nächtlichen Ballade der einsamen eiskalten Herzen treu geblieben. Nach dem Hörspiel „Für eine Mark und acht“ des unfallverstorbenen Kultautors Jörg Fauser, das er mit zwei zusätzlichen Szenen anreicherte, entstand ein knapper Reigen von Thekengesprächen, wie sie vor knapp 15 Jahren in Film und Literatur modern waren und jetzt wieder an (sozialbeobachtbarer) Bedeutung gewinnen.

    Das titelgebende Lokal „Frankfurter Kreuz“ ist eine Mischung aus Eckkneipe, Kioskladen und Schnellimbiß, wo sich zum Jahreswechsel am 31.Dezember 1999 mehrere Personen, die hier teils Stammgäste sind, begegnen, austauschen, wieder verlieren, neuen Lebensmut schöpfen, alte Lasten abwerfen und den Stand der Dinge zwischen Bier, Schnaps, Kaffee und Gummibaum abschätzen. Wirt Walter - Michael Degen als lakonisch raunzende Seele des Restaurationsbetriebes - erlebt, wie sein bester Kunde Harry (großartig halbrasiert: Manfred Zapatka) vor dem Selbstmord steht und durch das Wunder jener Nacht - den vom Karmakar erfundenen Tanz mit der blonden Unbekannten - gerettet wird, wie Herr Faltermann vor der Frau viertelstundenweise flüchtet, wie Malocher Mannie schon wieder Pech mit einer Partnerin hat, wie eine Ärztin von der Nachtschicht erzählt, sich zwei Polizisten buchstäblich verirren und ein Nobel-Paar (schöner Gastauftritt von Matthias Fuchs und Katharina Müller-Elmau) sektenfremde Station macht.

    Ein Schauspielerfilm, ein Dialog-Kunststück, eine sorgfältige Inneninszenierung mit kameratechnischer Millimeterarbeit von Cassavetes-Veteran Fred Schuler, eine Grau-Studie mit wenigen Farbsignalen und ein Meisterstück der Komprimierung. Wegen der Unterlänge von 58 Minuten müßte das für ein Arte/WDR-Themenprogramm konzipierte Nachtstück bei der Kinoauswertung in Programmhäusern mit einem hoffentlich ebenso gelungenen Kurzfilm gekoppelt werden (wie „Abgeschminkt!“ mit „Der schönste Busen der Welt“). ger.
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