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Das Ereignis

   Kinostart: 31.03.2022
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  • Kinostart: 31.03.2022
  • Dauer: 100 Min
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: Frankreich
  • Filmverleih: Prokino (Studiocanal)

„Das Ereignis“ im Kino

Filmhandlung und Hintergrund

Schonungsloses Drama um eine junge Frau, die 1963 abtreibt. Ein Film, der an die Nieren geht. Tatsächlich war von Zuschauern bei der Premiere in Venedig zu hören, denen bei den Schlüsselszenen von „L‘ événement“ so blümerant wurde, dass sie sich erst einmal hinlegen mussten. Dazu muss man wissen: Für ihre zweite Regiearbeit hat sich Audrey Diwan, bislang vornehmlich bekannt als versierte Drehbuchautorin, u.a....

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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1 Bewertung
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Kritikerrezensionen

  • Schonungsloses Drama um eine junge Frau, die 1963 abtreibt.

    Ein Film, der an die Nieren geht. Tatsächlich war von Zuschauern bei der Premiere in Venedig zu hören, denen bei den Schlüsselszenen von „L‘ événement“ so blümerant wurde, dass sie sich erst einmal hinlegen mussten. Dazu muss man wissen: Für ihre zweite Regiearbeit hat sich Audrey Diwan, bislang vornehmlich bekannt als versierte Drehbuchautorin, u.a. als Koautorin des Polizeithrillers „BAC Nord“, der in Cannes Weltpremiere feierte und Platz eins der französischen Charts war, den autobiographischen Roman „Das Ereignis“ von Annie Ernaux aus dem Jahr 2000 vorgenommen. Darin thematisiert die gefeierte Schriftstellerin die Abtreibung ihres drei Monate alten Fötus im Alter von 23 Jahren im Jahr 1963, zu einer Zeit, als Abtreibung nicht nur eine Gefängnisstrafe nach sich zog, sondern tatsächlich so sehr in der Gesellschaft geächtet war, dass man sich bisweilen nicht einmal trauen konnte, es seinen besten Freunden anzuvertrauen. Der Roman ist schonungslos. Der Film ist es ebenso.

    In ungekünstelten Bildern und im alten Fernsehformat von 1,33 zu 1 folgt Audrey Diwan ihrer Heldin, die von Anfang an eines weiß, als sie realisiert, schwanger zu sein, nach einem kurzen Abenteuer mit einem Jungen aus Bordeaux in einem Hotelzimmer: Sie kann dieses Kind nicht zur Welt bringen. Es wäre das Ende all ihrer Träume, das Ende ihres Studiums, ihrer Hoffnungen, dem kleinbürgerlichen Milieu ihrer Familie zu entfliehen. Ein Spießrutenlauf beginnt, von einem Doktor zum nächsten und schließlich zu einer Engelmacherin. Zwei Szenen sind es, die das Publikum besonders fordern. Einmal versucht Annie, mit Hilfe eines zum Glühen gebrachten Hakens selbst den Abort zu Wege zu bringen. Nach dem Besuch bei der Engelmacherin sieht man, wie sie, unter unerträglichen Schmerzen auf der Toilette sitzend, das Baby verliert. Kurz schwenkt die Kamera nach unten, zeigt die Nabelschnur und den kleinen Fötus. Gewiss, das sind zwei Härteproben.

    Thomas Schultze.
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