Das Ende einer Affäre

Kinostart: 24.02.2000

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Filmhandlung und Hintergrund

Ambitioniertes Liebesmelodram nach Graham Greene vom Neil Jordan ("Interview mit einem Vampir").

Zweiter Weltkrieg: Schriftsteller Maurice Bendrix liebt die verheiratete Sarah Miles. Als er während eines amourösen Treffens bei einem Bombenangriff verletzt wird, bricht sie für ihn unerklärlich die Beziehung ab. Jahre später trifft er ihren Mann Henry, der Sarah verdächtigt, eine Affäre zu haben. Bendrix engagiert einen Privatdetektiv, der sie beschattet und ihr Tagebuch beschafft. Ihre Liebe flammt erneut auf.

Im London der vierziger Jahre unterhält der Schriftsteller Maurice Bendrix ein Verhältnis mit der verheirateten Sarah Miles. Als er während eines dieser amourösen Treffen bei einem Bombenangriff verletzt wird, bricht er die Beziehung für sie aus unerklärlichen Gründen ab. Jahre später trifft er ihren Mann Henry, der Sarah verdächtigt, eine Affäre zu haben. Als Bendrix sie durch einen Privatdetektiv beschatten lässt und so an ihr Tagebuch herankommt, flammt ihre Liebe erneut auf.

Während des Zweiten Weltkriegs beendet der Londoner Schriftsteller Maurice Bendrix sein Verhältnis mit der verheirateten Sarah, als er bei einem Treffen durch einem Bombenangriff verletzt wird. Jahre später flammt ihre Liebe erneut auf. Verfilmung der Romanvorlage von Graham Greene durch Neil Jordan, der in seinem Liebesmelodram Ralph Fiennes und Julianne Moore als Liebende präsentieren kann.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Ende einer Affäre: Ambitioniertes Liebesmelodram nach Graham Greene vom Neil Jordan ("Interview mit einem Vampir").

    Anthony Minghella hat es mit „Der englische Patient“ hervorragend vorgemacht, eine ambitionierte Literaturvorlage mit Verstand und Herz unvergeßlich als großes Kinoerlebnis auf die Leinwand zu bannen. Neil Jordan („Interview mit einem Vampir“) steht ihm nun in einer Saison der Bestseller-Adaptionen (siehe „Die Asche meiner Mutter“ und „Schnee, der auf Zedern fällt“) mit dem ambitionierten Liebesmelodram „Das Ende einer Affaire“ nach einer Vorlage von Graham Greene in Nichts nach. Daß in beiden Filmen Ralph Fiennes die Hauptrolle spielt, ist nicht die einzige Parallele: Beide Filme sind Triumphe komplexen Erzählens.

    Greenes Roman um Liebe, Eifersucht und Glaubenskonflikt aus dem Jahr 1951 gilt gemeinhin als sein autobiographischstes Werk und wurde bereits 1955 von Edward Dmytryk verfilmt. Entsprechend geht es Jordan in seiner komplexen Neuverfilmung nicht nur darum, eine möglichst genaue filmische Entsprechung für Greenes Worte zu finden, der irische Regisseur hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, ein Porträt des Schriftstellers selbst zu entwerfen. Erzählt wird die vielschichtige Geschichte einer tragischen Amour fou, die im kriegsgebeutelten London der vierziger Jahre angesiedelt ist. Greenes alter ego ist der amerikanische Schriftsteller Maurice Bendrix (Fiennes), der zu Beginn des Films auf einer Schreibmaschine den Satz tippt: „Dies ist ein Tagebuch des Hasses.“ Damit wird zunächst aus seiner Sicht seine Affäre zur verheirateten Sarah Miles (Julianne Moore) ausgerollt. Während draußen die Sirenen heulen, lieben sie sich leidenschaftlich. Doch während sie eine tiefe Liebe für ihn empfindet, mißt er seine Gefühle für sie am Ausmaß seiner rasenden Eifersucht. Als er während einer ihrer amourösen Treffen bei einem Bombenangriff verletzt wird, bricht sie für ihn unerklärlich die Beziehung ab. Jahre später trifft er ihren Mann Henry (Stephen Rea in seiner siebten Rolle für Jordan), einen rechtschaffenen und totlangweiligen Staatsbeamten, der vermutet, daß Sarah eine Affäre haben könnte. Bendrix‘ emotionale Wunden reißen wieder auf und er engagiert einen Privatdetektiv (Ian Hart), der sie beschatten soll. Dieser beschafft ihm ihr Tagebuch, womit die undurchsichtigen Geschehnisse von ihrem Standpunkt aus erklärt werden. Jetzt erst wird die religiöse Komponente samt moralischer Schuldkomplexe in ihrer ganzen Tragweite offenbar, und weitere Fragmente des mosaikartigen Plots fügen sich ineinander. Ihre Liebe flammt erneut auf, doch Sarah ist mittlerweile schwer krank und es entwickelt sich eine unkonventionelle Beziehungskonstellation.

    Nur auf den ersten Blick lediglich eine melodramatische Romanze, handelt es sich bei „Das Ende einer Affaire“ um eine tiefsinnige Glaubensauseinandersetzung, in der die intellektuelle Auffassung eines egoistischen Agnostikers auf die spirituelle Selbstaufgabe einer verklärten Quasi-Heiligen trifft und er sich dadurch gezwungen sieht, die Existenz von Gott, wenn auch haßerfüllt, anzuerkennen. Hervorragend vom gesamten Ensemble gespielt und bestechend gefilmt, fehlt dieser etwas kammerspielhaften Romanverfilmung zwar die epische Weitläufigkeit, mit der „Der englische Patient“ sein großes Kinopublikum eroberte, doch die Gefühle lodern in Jordans mystischem Mysterymelodram wenigstens ebenso hoch und genuin, daß sowohl Filmpreise als auch ein Erfolg an der Kinokasse greifbar sein dürften. Verdient hätte es dieser große Film allemal. ara.

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