Das Duo: Sterben statt erben

  1. Ø 5
   2008
Das Duo: Sterben statt erben Poster
Alle Bilder und Videos zu Das Duo: Sterben statt erben

Filmhandlung und Hintergrund

Das Duo: Sterben statt erben: Unter den Erben eines Millionenvermögens geht ein Mörder um...

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Wenn am Schluss eines Krimis ein Mörder entlarvt wird, den man bis dahin nicht mal ansatzweise auf dem Zettel hatte, fühlt man sich als Zuschauer entweder verschaukelt; oder man zieht seinen Hut. In diesem Fall ist der Hut an der Reihe, weil das Autorenteam Jürgen Pomorin (alias Leo P. Ard) und Birgit Grosz eine absolut plausible Lösung anbieten. Und nicht nur das: Etwa in der Mitte der Geschichte legen sie derart geschickt gleich zwei falsche Fährten, so dass man ihnen mindestens ein Mal glatt auf den Leim geht; auch wenn man sich gleichzeitig fragt, was in den restlichen Hälfte noch großartig passieren soll. Tatsächlich aber passiert noch eine ganze Menge; selbst auf der Zielgeraden führt das Buch-Duo das weibliche Lübecker Doppel und damit auch das Publikum noch mal kräftig an der Nase rum.

    Ein guter alter Denksportkrimi also, ganz ohne Botschaft und nur mit dem Anliegen, neunzig Minuten spannende Unterhaltung zu liefern. Auch das Motiv ist ganz klassisch: Die pure Gier, vermischt mit einem Gutteil Verzweiflung, bringt einen Erben dazu, seine halbe Verwandtschaft auszulöschen. Zumindest drängt sich diese Vermutung auf, als erst als ein alter Mann ermordet wird und anschließend zwei weitere Familienmitglieder überfallen werden. Schon der Mord kam nur durch Zufall raus, weil der kleine Enkel beobachtet hat, wie ein finsterer Unhold mit Teufelsmütze und Hinkebein dem alten Mann eine Spritze gab. Marion Ahrens und Clara Hertz (Charlotte Schwab und Lisa Martinek) stellen fest, dass die Opfer auf einer Liste stehen, die ein Erbensucher (Oliver Bröcker) zusammengestellt hat; es geht um 800.000 Euro. Vierter im Bunde ist ein hoch verschuldeter Arbeiter (André Hennicke), für den sein nunmehr ermordeter Onkel eine erkleckliche Bürgschaft übernommen hatte; das Erbe käme ihm gerade recht. Allerdings stehen auch seinen beiden entfernten Cousinen tief in der Kreide: Bäuerin Silvia (Jördis Triebel) wird ein Kredit gekündigt, und Monika (Marie Lou Sellem), Leiterin einer schon lange nicht mehr erfolgreichen Werbeagentur, muss irgendwie ihren enormen Kokainkonsum finanzieren.

    Seinen Reiz bezieht der von Maris Pfeiffer unaufgeregt inszenierte Film aus den diversen Hinweisen, die man munter sammeln kann, weil immer wieder mal jemand dem Täterprofil entspricht. Selbst die Testamentsvollstreckerin würde profitieren, falls alle Erben das zeitliche segneten. Die Kunst des Drehbuchs besteht darin, dass die verschiedenen Verdachtsmomente nie wahllos wirken. Eher überflüssig ist hingegen die private Ebene, in der Marion und ihr Gatte (Peter Prager) gleichfalls in einen Erbfall verwickelt sind. Da sind die diversen Flirtereien der hübschen Clara bei weitem unterhaltsamer. tpg.

News und Stories

Kommentare