Das 100 Millionen Dollar Date

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   2007
Das 100 Millionen Dollar Date Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Das 100 Millionen Dollar Date: TV-Liebeskomödie über einen vaterlosen Jungen und seine Mutter, die in Seattle ihr Glück finden.

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Kritikerrezensionen

  • Den Titel kann man vergessen. Ein „Date“ ist in der Regel eine romantische Verabredung, und die steht in dieser Geschichte gar nicht zur Debatte; zumindest nicht mit dem 100-Millionen-Dollar-Mann. Der Film hat ohnehin eine muntere Titelwechselei hinter sich. Zuletzt wollte Sat.1 die Romanze als „Rendezvous mit einem Millionär“ verkaufen, was gleichfalls völliger Quatsch ist. Wenn schon, dann hätte es „Milliardär“ heißen müssen, schließlich geht es um Bill Gates. Abgesehen davon kommt das besagte Rendezvous überhaupt nicht zustande, weil der Mann viel zu beschäftigt ist.

    „Brief an Bill Gates“ hat Martin Rauhaus seine hübsche Geschichte ursprünglich genannt, was gleich auch die Verwandtschaft zu „E-Mail an Gott“ (Pro Sieben, 1999) signalisiert. Damals hatte sich ein kleiner Junge hilfesuchend an den lieben Gott gewandt, weil er einen neuen Papa brauchte. Dass der Adressat nun der Microsoft-Chef ist, deutet nicht nur einen gewissen Rollentausch an, sondern ist auch Voraussetzung für die gesamte Handlung.

    Vor zwei Jahren ist Jerry, der Vater des elfjährigen Oliver (Joel Eisenblätter), gestorben. Bill Gates, hat Jerry dem Jungen mal gesagt, weiß alles. Weil Oliver ein paar dringende Fragen hat und Priester in seiner Welt offenbar keinen Platz haben, schreibt er eben an den reichsten Mann der Welt: wo denn sein Vater jetzt sei, und warum man überhaupt sterben müsse. Bei Microsoft (der Firmenname wird allerdings nicht genannt) sieht man keinen Grund, auf die Mail zu reagieren. Antwort bekommt Oliver trotzdem: John Lindquist aus der Presseabteilung (Jörg Schüttauf) hat keck im Namen des Chefs geschrieben und ihn, wie Amerikaner das eben so tun, nach Seattle eingeladen. Das hat er nun davon: Eines Tages stehen Oliver, Mutter Nika (Katharina Böhm) und ihre Freundin Barbara (Dominique Chiout) am Flughafen, und selbstredend entdecken Nika und John alsbald ihre Seelenverwandtschaft; bis sie feststellt, dass er sie und Oliver die ganze Zeit hinters Licht geführt hat.

    Hübscher als diese durchsichtige dramatische Zuspitzung ist die Stunde zuvor, denn es dauert eine taktvolle Weile, bis die Witwe ihren Gefühlen traut. Emotionskatalysator ist ausgerechnet Johns liebenswert verrückter holländischer Vater (Chiem van Houweninge), der halb Seattle mit seiner Wasserpistole in Angst und Schrecken versetzt, immer wieder Ärger mit der Polizei bekommt und Johns Gespielinnen regelmäßig vertrieben hat. Nika aber mag er auf Anhieb. Trotzdem ist die dramatische Zuspitzung etwas dick aufgetragen, als Johns Vater Gates‘ Bodyguards provoziert und sich Oliver allem Anschein nach in die Flugbahn einer Pistolenkugel wirft. Um so schöner ist die Szene, in der sich Nika und John verlieben: Nachdem er in einer Kneipe ihre Ehre verteidigt und sich dabei eine blutige Nase geholt hat, erzählen sie sich im Krankenwagen, wie der Abend wohl weitergegangen wäre. Geschickt komprimiert Rauhaus den ganzen romantischen Prozess auf wenige Momente, die aber dank eigener (oder filmischer) Erfahrungen vor dem geistigen Auge vorüberziehen. tpg.

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