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Über den Film

Daniel Schmid war einer der grössten Kinokünstler der Schweiz – und ein begnadeter Geschichtenerzähler. Der Dokumentarfilm DANIEL SCHMID – LE CHAT QUI PENSE gibt Einblicke in den beherzten Lebensentwurf eines Mannes, dessen Ausstrahlung fesselte und dessen Werk eine Strahlkraft besitzt, die lange nachglühen wird. Als kosmopolitischer Pendler zwischen den geruhsamen Flimser Bergen und den pulsierenden Metropolen dieser Welt hat Schmid ein vielfältiges Oeuvre geschaffen, indem sowohl der mikroskopische, als auch der weitläufige, weltgewandte Blick ihren Platz haben. Wir hoffen, mit unserem Film einen Teil des flüchtigen Zaubers von Daniels aussergewöhnlichem Leben eingefangen zu haben.

Bereits als Jugendlicher hat Pascal Hofmann Daniel kennen gelernt, beide sind sie in Flims aufgewachsen. Die gegenseitige Sympathie, sowie unser gemeinsames Interesse an Daniels Lebensgeschichte und an seinem Werk waren Ausgangspunkte für unser Projekt.

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Im Winter 2006 wurde aus einer Idee eine Vision: Die Realisation eines eigenständigen und emotionalen Portraits, welches das Leben und den künstlerischen Kosmos von Daniel spiegeln sollte. Vor allem aber: Ein Film nicht bloss über, sondern mit Daniel Schmid.

Es kam alles anders. Ein halbes Jahr später starb Daniel an Krebs. Wir legten das Projekt monatelang beiseite. Doch der Wunsch nach einer filmischen Auseinandersetzung mit Daniel blieb. Erneut machten wir uns an die Arbeit. Wir konnten das Vertrauen und die Unterstützung von Schmids Angehörigen und Freunden gewinnen. Damit eröffnete sich uns die Chance, an Informationen und Dokumente aus erster Hand zu gelangen. Schliesslich fanden wir in Marcel Hoehn, Daniels langjährigem Produzenten, einen weiteren Förderer unserer Filmidee.

«Was heisst schon Wahrheit in einem Leben.» Dieser Satz von Daniel wurde unsere Ausgangslange für die Beschäftigung mit seinem Verfasser. Der freie Umgang Daniels mit Wirklichkeit und Fiktion traf bei uns einen Nerv. In DANIEL SCHMID – LE CHAT QUI PENSE sagt Daniel weiter: «Wenn du jemanden beschreibst, beschreibst du eigentlich dich selbst.»

Als wir begannen Daniel mittels dokumentarischen Aufnahmen, Ausschnitten aus seinen eigenen Filmen, sowie von uns selbst gedrehtem Material zu beschreiben, wurde uns klar: In DANIEL SCHMID – LE CHAT QUI PENSE wird sich – jenseits einer vermeintlichen Objektivität oder Wahr-heit – unsere eigene Sicht auf Daniels Leben abbilden. Gleichwohl war uns stets wichtig: Das Wesen Daniels sollte unseren Film durchdringen und den Zuschauern den Menschen und Filmemacher näher bringen.

Insgesamt verfügten wir über mehr als 200 Stunden Rohmaterial verschiedenster Herkunft und Charakters. Es zeigte sich bald, dass darin unzählige, sehr unterschiedliche Filme verborgen lagen. Es schien uns jedoch, als wäre unserem Stoff eine bestimmte Form bereits eingeschrieben. In der Filmmontage fügte sich das für uns Wesentliche erstmals zu einem Ganzen zusammen. Auf dem Weg zum fertigen Film mussten wir uns von einigen Protagonisten, Erzählsträngen und manchen persönlichen Highlights verabschieden. Wir sind sicher, dass dieses Material nicht verloren ging, sondern zwischen den Bildern und Tönen mitschwingt.

In einem Notizbuch von Daniel sind wir auf eine gezeichnete Katze gestossen, die er mit «Le chat qui pense» signierte. Skizze und Satz erscheinen uns sehr treffend, haben wir Daniel doch als geschmeidigen, eigensinnigen, verspielten, menschennahen und doch eigenbrötlerischen Künstler kennen gelernt. Als einen Künstler, der uns inspirierte, auf unseren Instinkt zu vertrauen und mit unserem Film einen eigenen Weg zu beschreiten.

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