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Dancing with Myself

   Kinostart: 18.01.2007

Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentarfilm über drei Berliner Singles, die ihre Gefühle in nächtelangem Tanzen ausleben.

Reinhard ist 63, Mario 36 und Laurin 18. Drei Generationen, die eins verbindet: ihre unbedingte Hingabe zum Tanz. In Berliner Clubs und Discotheken verbringen sie ihre Nächte auf der Suche nach Glück. Auf der Tanzfläche gehört die Welt ihnen, dort knüpfen sie selbstbewusst Kontakte. Im echten Leben sieht es anders aus, die Probleme wachsen ihnen über den Kopf: Der depressive Rentner Reinhard kämpft erfolglos um seine große Liebe, Mario ist gerade arbeitslos geworden und Laurin findet einfach keinen Anschluss bei ihren Mitschülern.

Humor und Tragik liegen eng beieinander in Judith Keils und Antje Kruskas („Der Glanz von Berlin„) einfühlsamer Doku über drei gänzlich verschiedene Singles, die nur beim Tanzen zu sich selbst finden und ihrer beengenden Existenz entfliehen können.

Tanzleidenschaft als große oder kleine Flucht, den Problemen des Alltags zu entkommen, für ein paar Stunden Held zu werden oder einfach alles für ein paar Stunden zu vergessen, ist ein Phänomen, das viele betrifft. Um es über das „Saturday Night Fever“ hinaus in der Realität psychosozial geplagter Menschen zu verankern, haben Antje Kruska und Judith Keil drei Berliner unterschiedlichen Alters, die in der Metropole zu vereinsamen drohen, beobachtet: die musikbegabte Teenagerin Laurin, den 36-jährigen Schlosser und Schweißer Mario und Frührentner Reinhard, der unter chronischer Müdigkeit leidet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dancing with Myself: Dokumentarfilm über drei Berliner Singles, die ihre Gefühle in nächtelangem Tanzen ausleben.

    Dokumentarfilm über drei Berliner, ihre im Tanzen ausgelebten Fluchtwelten und hindernisreiche Glückssuche.

    Tanzleidenschaft als große oder kleine Flucht, den Problemen des Alltags zu entkommen, für ein paar Stunden Held zu werden oder einfach alles für ein paar Stunden zu vergessen, ist ein Phänomen, das viele betrifft. Um es über das „Saturday Night Fever“ hinaus in der Realität psychosozial geplagter Menschen zu verankern, haben Antje Kruska und Judith Keil drei Berliner unterschiedlichen Alters, die in der Metropole zu vereinsamen drohen, beobachtet.

    Die musikbegabte Laurin (18) will die Schule, wo sie jahrelang Mobbing-Opfer war, aufgeben und nach Kanada. Sie hat einen Freund zum Knutschen, aber keine feste Beziehung, findet in der hilflosen Mutter, deren liberale 68er Einstellungen versagen, keine Unterstützung und hat panische Angst, allein gelassen zu werden. Am Ende überlegt sie, das Abitur nachzumachen. Mario (36), gelernter Schlosser und Schweißer, lebt als einsamer Wolf im Wohnmobil, wo er mit der Mutter Geburtstag feiert, bekommt Helferjobs und gerät stets an Frauen, die nur Kumpel sein wollen. Frührentner Reinhard (63) musste wegen chronischer Müdigkeit die Selbständigkeit aufgeben, hat eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie hinter sich und lebt mit Hund in einer durchorganisierten Wohnung. Er orientiert sich an Weisheiten von „Alexis Zorbas“, um mit Optimismus Tiefschläge des Lebens zu überstehen. Tochter Tanja therapiert ihn in Maßen („Stolz bewahren“).

    Antje Kruska und Judith Keil, mit „Der Glanz von Berlin“ (2001, über Putzfrauen) bekannt geworden, geben in den ineinander montierten Porträts, inszenierten Szenen und Interviews Einblicke in die tragikomischen Existenzen ihrer drei dünnhäutigen, sensiblen und verletzlichen Helden des Alltags und ihre hindernisreiche Glückssuche. Das Trio erlebte während der Dreharbeiten schwere Zeiten, was sich in der Stimmung des Films niederschlägt, der Leben verfolgt ohne einzugreifen. In kleinen absurden Details (Ämter, Bewerbungsgespräche, Sandkuchen, unordentliche Wohnungen) zeigt der Film, der Tanzszenen nur sporadisch einmontiert, seine Qualitäten als ausgezeichneter klassischer Dokumentarfilm. ger.

News und Stories

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