Crime Is King

  1. Ø 3
   2000

Crime Is King: Exzessiv-energetischer Actionkrimi der Tarantino-Schule, in dem Kevin Costner und Kurt Russell zu Rivalen werden.

Crime Is King Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Crime Is King: Exzessiv-energetischer Actionkrimi der Tarantino-Schule, in dem Kevin Costner und Kurt Russell zu Rivalen werden.

Fünf Männer überfallen in Elvis-Kostümen das Riviera-Casino in Las Vegas und entkommen mit einer Millionenbeute. Doch ihr eiskalter Anführer will das Geld für sich allein behalten und erschießt seine Partner. Nur einer, Michael, überlebt und reißt sich den Geldsack unter den Nagel. Es kommt zum erbitterten Duell zwischen den beiden.

Bei einem Casino-Überfall in Las Vegas erbeuten fünf als Elvis verkleidete Gangster mehr als drei Millionen Dollar. Leider hat Murphy, der Anführer der Bande, keine Lust, das Geld gerecht zu teilen und tötet deshalb kurzerhand seine Komplizen. Nur der vorsichtige Michael Zane überlebt dank einer kugelsicheren Weste. Zusammen mit der Motel-Pächterin Cybil und deren Sohn flieht der Ganove und läuft dabei stets Gefahr, von der Polizei, seinem Ex-Boss oder gar seiner hübschen Begleiterin in eine heimtückische Falle gelockt zu werden….

Fünf als Elvis verkleidete Gangster erbeuten in Las Vegas mehr als drei Millionen Dollar. Doch der Anführer der Bande versucht, seine Komplizen zu töten. Nur der vorsichtige Michael überlebt… Dank prächtiger Ausstattung, rasantem Schnitt und großzügigem Einsatz von Gewalt kommen bei diesem Thriller vor allem Actionfans auf ihre Kosten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Viva dem Vegas-Villain. Zwar ist es nicht das erstemal, dass Kevin Costner („Message In A Bottle“) einen Kriminellen spielt (siehe „Perfect World“), doch seine Rolle als Elvis-imitierender Casinoräuber ist garantiert seine amoralischste – und gleichzeitig eine seiner besten. In dem exzessiv-energiegeladenen Actionkrimi/Roadmovie typischer Tarantino-Schule liefert er sich mit Kurt Russell („Breakdown“) als seinem Partner-in-Crime ein tödliches Duell um ihre Millionenbeute. Abgerundet wird der poppige Mix um Raub, Gier, Verrat, Mord und Sex mit einem Streifschuss Sentimentalität und einer Lovestory mit „Friends“-Star Courteney Cox.

    In seinem Drehbuch, das er in Zusammenarbeit mit Richard Recco verfasste, greift Newcomer-Regisseur Demian Lichtenstein (gab sein Debüt mit dem Indie „Lowball“) jedes erdenkliche Genreklischee auf. Alsbald fühlt man sich an die Neunziger-Jahre-Szenarien à la Tarantion erinnert, als würden die „Reservoir Dogs“ im Vegas-Klassiker „Frankie und seine Spießgesellen“ wildern, wenn das Gangster-Quintett, bestehend aus Russell, Costner, Christian Slater, David Arquette und Bokeem Woodbine, in verschieden farbigen Elvis-Kostümen durch das Riviera Casino schreitet, in dem gerade die alljährliche Elvis-Convention stattfindet. Nachdem sie sich im Saferaum mit drei Millionen Dollar bedienen, kommt es zum langgezogenen blutigen John-Woo-artigen Shootout (Paul Anka taucht als Sicherheitschef auf), bei dem die Gruppe ihren ersten tödlichen Verlust erleidet. Doch es kommt noch dicker, als Anführer Murphy (Costner) beschließt die restlichen der üblichen Verdächtigen eigenhändig zu beseitigen. Einzig Michael (Russell) überlebt, der vor ihrem Coup mit der alleinstehenden Mutter Cybil (Cox) angebandelt hat. Da sich im Film keine moralisch einwandfreien Figuren finden, hat es selbst ihr kleiner Sohn (David Kaye) als durchtriebener Kleptomane faustdick hinter den Ohren. Doch im Vergleich zum eiskalten Egozentriker Murphy machen sich die anderen – sprich Michael als Desperado mit gutem Kern und Cybil als leichtes Luder mit Löwenherz – wesentlich sympathischer aus. Michael und ungebetener Weise Cybil samt Sohn machen sich auf den Weg nach Idaho, wo die des öfteren die Hände wechselnde Beute zu einem Geldwäscher in Idaho gebracht werden muss. Murphy heftet sich an ihre Fersen, und es beginnt eine muntere Katz-und-Maus-Hatz, die mit einem brutalen Blutballett (bei dem Rapper Ice-T kurz aufkreuzt) in einer Fabrikhalle endet.

    Lichtensteins Inszenierung merkt man seinen Background als Werbe- und Musikvideofilmer an, was bereits mit dem futuristisch angehauchten Prolog von zwei animierten Skorpionen im Todeskampf offenbar wird – gleichzeitig eine überdeutliche Referenz an Peckinpahs stilbildenden Klassiker „The Wild Bunch“, der mit einer ähnlichen Sequenz beginnt. Der visuelle Stil ist voller Gimmicks und schlägt sich in Spielereien mit der Filmgeschwindigkeit, Verzerrungen und Schnitt nieder. Der wummernde Rock-Soundtrack nimmt eine prominente Rolle ein, wobei jedoch kaum Stücke vom King zu hören sind. Der Abspann hält eine besondere Überraschung parat. Russell, der in John Carpenters TV-Film von 1979 bereits eine hervorragende Elvis-Vorstellung ablieferte, gibt hier eine weitere sehenswerte Einlage zum besten. ara.

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