Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie

  1. Ø 3
   2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie: Hinreißend komplizierte und doch simple und effektive Großstadtkomödie.

Karriefrau Rafi (Uma Thurman) hat gerade erst das Ende einer neunjährigen Beziehung überwunden, nicht zuletzt dank großer Hilfe durch ihre Psychotherapeutin Lisa (Meryl Streep). Nun sucht sie nach einem neuen Lover und wird in dem vierzehn Jahre jüngeren Künstler David (Bryan Greenberg) fündig – ohne zu ahnen, dass er der Sohn von Lisa ist. Lisa wiederum sieht Herausforderungen ungeahnten Ausmaßes entgegen, als ihr Rafi in den kommenden Sprechstunde haarklein die Details der neuen Liebe schildert …

Hübsch neurotische New Yorker Beziehungskomödie von „Boiler Room„-Regisseur Ben Younger, ein Tip für Damen auf der Suche nach leichter romantischer Muse.

Die frisch geschiedene, 37-jährige Karrierefrau Rafi verliebt sich ausgerechnet in den 23-jährigen Maler Dave. Für ihn ist der Altersunterschied kein Problem, aber Rafi fühlt sich so unwohl, dass sie den Schuldkomplex bei ihrer Therapeutin thematisiert und auch sexuelle Geheimnisse nicht ausspart. Doch Dave ist der Sohn von Rafis Therapeutin.

Nach einer gescheiterten Ehe findet die 37-jährige Karrierefrau Rafi in dem Künstler David die Liebe ihres Lebens. Zu dumm, dass der Auserwählte erst 23 ist, in Rafis Augen noch ein Kind. Doch wenn die Hormone verrückt spielen, kann man sich nicht dagegen wehren. Geplagt von Schuldgefühlen beichtet Rafi ihre sexuellen Eskapaden ihrer Therapeutin Lisa. Die gerade mächtig sauer ist, da ihr Sohn eine Romanze mit einer Nicht-Jüdin eingegangen ist. Was Lisa da noch nicht ahnt – die neue Flamme ihres Sohnemanns ist ihre Patientin.

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Kritikerrezensionen

  • Nicht mit zweierlei Maß zu messen ist eine Frage des vernünftigen Umgangs miteinander, sagt der Verstand. Dennoch handelt der Mensch nach einer Art Binnenmoral: Über den, den wir lieben, denken wir anders als über die anderen, und wer einem nahe steht wird anders behandelt und beraten als jemand, den man – beispielsweise – in seiner Profession als Therapeut behandelt und berät. Darin besteht Lisa Metzgers Dilemma: In ihrem Beruf muss sie das Glück der Patientin im Blick haben – aber gleichzeitig will sie ihren Sohn beschützen vor einer überstürzten Affäre, noch dazu mit einer neurotisch geschädigten, geschiedenen Frau, die noch nicht einmal jüdisch ist.

    Eine reizvolle Ausgangssituation: Die Patientin liebt den jungen Sohn ihrer Therapeutin. Und Ben Younger, der acht Jahre lang den Drehbuchstoff in seinem Kopf wälzte, macht aus dieser Konstellation das beste, indem er alle Seiten beleuchtet und immer wieder die verschiedenen Parteien aneinander vorbeireden und -rennen lässt. Rafi trägt lang und breit ihre sexuellen Erlebnisse mit David vor dessen Mutter vor, die es kaum noch aushält, sich aber nichts anmerken lassen darf und sich in die klischeehaften Manierismen von Psychotherapeuten rettet, um sich dann, wieder allein, ganz dem Entsetzen hinzugeben, das mit aufgeregten Hitzewallungen einhergeht.

    Keine Frage: Younger hat mit Meryl Streep und Uma Thurman als erfahrenen Schauspielerinnen und mit dem relativen Newcomer Bryan Greenberg, der den unerfahrenen, jugendlichen Liebhaber gibt, eine ausgezeichnete Besetzung für seine Komödie. Eine Besetzung, die die Komik aus den Szenen herauskitzelt und ganz behutsam Zusammenhänge zwischen Karpfen und jüdischem Leiden und Muttergefühlen und Wattestäbchen pointiert herstellt.

    Leider löst sich das dynamische Beziehungsgeflecht irgendwann auf, das Tempo des Films und die erforderliche Straightness kann nicht den fein gespielten Witz des Beginns durchhalten. Besetzung und Ausgangsidee, dramaturgische Tricks und selbst das Milieu, in dem der Film spielt, lassen an Woody Allen denken; doch es fehlt Gespür für Inszenierung und Timing – vielleicht ist das einfach Erfahrungssache. Die Struktur der Geschichte jedenfalls schwingt umeinander im Hin und Her von einander Lieben und sich voneinander Lösen: vielleicht hat Allen die Maßstäbe für diese Art der spohisticated romantic comedy zu hoch gesetzt.

    Fazit: Reizvolles Spiel um Beziehungen, das jedoch an Dynamik verliert.
  • Romantische Komödie mit „Kill Bill“-Amazone Uma Thurman als attraktiver Karrierefrau, die mit einem 14 Jahre jüngeren Jungspund in „Mrs. Robinson“-Gefilden wildert. Neben den üblichen Beziehungskomplikationen erweist sich obendrein ausgerechnet ihre von Meryl Streep gespielte Psychotherapeutin als Mutter des neuen Lovers.

    „Boiler Room“-Regisseur Ben Younger, der auch das Drehbuch verfasste, erzählt eine typische New Yorker Lovestory, wobei die Thematisierung jüdischen Glaubens ein leises Echo an Woody-Allen-Komödien aufkommen lässt. So haben zwei Liebende verschiedene humorvolle, aber auch emotional ernsthafte Hindernisse zu bewältigen, werden von schrulligen Nebenfiguren unterstützt und tummeln sich dabei an mehr oder weniger bekannten fotogenen Kulissen des Big Apple. Protagonistin Rafie wird uns auf der Couch ihrer Therapeutin Lisa vorgestellt, wie sie sich über ihre unlängst gescheiterte Ehe beklagt. Etwas später beginnt die 37-jährige eine Beziehung mit einer Zufallsbekanntschaft, dem jungen Künstler David (Bryan Greenberg). Obwohl er erst 23 und in ihren Augen noch ein „Kind“ ist, verlieben sie sich Hals über Kopf und geben sich ungehemmt den Bedürfnissen ihrer Hormone hin. Alldieweil berichtet Rafie ihrer für sie erfreuten Psychotherapeutin Lisa ausführlich von den sexuellen Eskapaden. Gleichzeitig macht die ihrem Sohn die Hölle heiß, als sie erfährt, dass er mit einer Nicht-Jüdin zusammen ist. Eine Weile darauf bekommt Lisa den Schock ihres Lebens, als sie feststellt, dass Rafie ihr die ganze Zeit von ihrem eigenen Sohn berichtet hat. Da sie ihre Patientin gern hat, beschließt sie ihr zu Liebe zunächst zu schweigen. Als David jedoch in Rafies schickes Apartment einzieht, beginnen Alltagsprobleme wie seine Unordentlichkeit und Videospielsucht einen Dämpfer für ihre Romanze zu verursachen. Seine Unreife und ihr Kinderwunsch könnten sich schließlich als das Zünglein an der Waage für das ungleiche Paar erweisen.

    Die Chemie stimmt zwischen Thurman und Streep, auch wenn ihre Patientin-Psychiater-Dynamik nicht immer ganz glaubhaft ist. Streep verkörpert wie zuletzt in „Der Manchurian Kandidat“ feurig-famos ein manipulatives Muttertier – allerdings diesmal von der harmlos-liebenswerten Variante. Ihr Filmsohn Greenberg schlägt sich seinerseits wacker zwischen den beiden hochkarätigen Damen, da er über das richtige Maß an Charme und Sensibilität verfügt. Der Comic Relief geht vor allem auf das Konto der verschiedenen Nebendarsteller, darunter Jon Abrahams als Torten werfender Unhold, Rafies wohlhabende homosexuelle Freunde in den Hamptons sowie Fantasy-Flashbacks von Davids verstorbener Großmutter, die sich im Frust über Davids Frauenauswahl wiederholt mit der Bratpfanne auf den Kopf schlägt. Darüber hinaus sorgt die Konfusion um die zunächst im Dunklen liegenden Identitäten für milde Erheiterung. Insgesamt ein Chick-Flick, dessen Charme letztlich keinen Widerspruch zulässt. ara.

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