Filmhandlung und Hintergrund

Bildgewaltiges, innovatives Puzzlespiel, bei dem ein Mann nach seiner wahren Identität sucht.

Nach dreijährigem China-Aufenthalt kehrt Pierre nach Kanada zurück, um der Beerdigung seines Vaters beizuwohnen. Mit seinem Stiefbruder macht er sich auf, dessen und damit auch die eigene Herkunft und Identität zu entschlüsseln. Um in der Gegenwart voranzukommen, muß er in der Vergangenheit forschen - als Hitchcock 1952 in Montreal „Ich beichte“ dreht und ein furchtbares Verbrechen die Stadt erschüttert.

Bildgewaltiges, innovatives Puzzlespiel, bei dem ein Mann nach seiner wahren Identität sucht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Confessionnal: Bildgewaltiges, innovatives Puzzlespiel, bei dem ein Mann nach seiner wahren Identität sucht.

    Keine Angst vor großen Namen zeigt der frankokanadische Star- Theaterregisseur Robert Lepage bei seinem faszinierenden Spielfilmdebüt. Selbstbewußt siedelt er seinen bis ins letzte Detail durchgestylten, visuell bestechenden Thriller im Quebec des Jahres 1952 an, als Alfred Hitchcock höchstpersönlich Hof hält, um seinen Klassiker „Ich beichte“ zu drehen. Immer wieder kreuzt der parallel angelegte Handlungsfaden dieser spannenden und mit religiösen Elementen durchsetzten Identitätssuche die Dreharbeiten. Für Lepage die Gelegenheit, gleichzeitig seine eigene Geschichte zu kommentieren und zu beleuchten, einen hintergründig-witzigen Blick hinter die Kulissen des Filmgeschäfts zu geben und einem der größten Innovatoren der Filmgeschichte seine Ehrerbietung zu erweisen. Daß das Geheimnis um die tragische Schwangerschaft einer 16jährigen schließlich ausgerechnet Hitch gebeichtet wird, ist der krönende Abschluß in diesem stets verblüffenden Film. Wenn die große Klasse eines Hitchcock-Suspensers nicht erreicht wird, dann liegt es daran, daß Lepage der - wahrlich herausragenden - bildlichen Gestaltung und der gewagten Konstruktion dieses in französischer Sprache gedrehten Puzzlespiels mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat als der präzisen Ausarbeitung seiner Charaktere. Im ständigen Zeitwechsel vom Quebec des Jahres 1989 zurück in die fünfziger Jahre gehen die Leistungen des gewohnt zuverlässig agierenden Lothaire Bluteau („Black Robe“) und seiner Kollegen ein wenig verloren. Bluteau spielt den lethargischen Pierre Lamontage, der nach dreijährigem Aufenthalt in China nach Kanada zurückkehrt, um der Beerdigung seines Vaters beizuwohnen. Gemeinsam mit seinem Stiefbruder macht er sich auf, dessen und damit auch die eigene Herkunft und Identität zu entschlüsseln. Um in der Gegenwart voranzukommen, gilt es, die Geheimnisse der Vergangenheit zu entschlüsseln. Der Wechsel in den Zeitebenen vollzieht sich nahtlos und wird vorangetrieben, bis sich die Spannung beider Handlungsstränge bei ihrer gemeinsamen Auflösung in einer Tragödie entlädt. Nicht immer hält die Geschichte Lepages Feuerwerk aus brillanten Einfällen, verrückten Gimmicks und symbolbeladenen Bildkompositionen stand. Wenn die Einzelheiten der Story längst zu verblassen beginnen, kann man eine virtuos inszenierte Szene in einer Homosexuellensauna und Pierres vergebliche Versuche, seine Zimmerwand zu streichen, nicht mehr vergessen. Mit dem richtigen Drehbuch wird Lepage in der Zukunft Meisterwerke abliefern. ts.

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