Conamara

Kinostart: 14.09.2000

Filmhandlung und Hintergrund

Stimmungsvolle, in der faszinierenden Landschaft von Galway inszenierte Dreiecksgeschichte.

Axel reist von Deutschland nach Irland, um seine Exfreundin Maria wiederzusehen. Doch Marias Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen, denn inzwischen ist sie verheiratet und hat eine Tochter. Trotz seiner Enttäuschung beschließt Axel in Galway zu bleiben, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch die platonischen Abmachungen sind nicht von Dauer.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Conamara: Stimmungsvolle, in der faszinierenden Landschaft von Galway inszenierte Dreiecksgeschichte.

    Schon in seinem vielbeachteten Debut „Plus-Minus-Null“ bewies der Ire Eoin Moore Gespür für atmosphärische Dichte. „Conamara“ führt an die Atlantikküste Irlands, wo in rauher Landschaft heiße Gefühle entflammen. Im Mittelpunkt der Dreiecksgeschichte steht eine Frau, die sich entscheiden muss zwischen einer plötzlich auftauchenden „alten“ Liebe und ihrer Familie.

    Der Absolvent der DFFB ließ sich von Stimmung und Mystik seiner Heimat inspirieren. Am Anfang stand eine Grundidee, die bei Eoin Moore ein Schauspieler-Ensemble, ein Thema oder ein Ort sein kann. Ausgehend von den beiden Hauptdarstellern - Andreas Schmidt und Ellen ten Damme - entwickelte er eine Geschichte über Menschen am Scheideweg. Die Holländerin Maria lebt mit ihrem irischen Mann Antaine und Tochter in Conamara, eines guten Tages steht der Deutsche Axel unangemeldet vor der Tür. Die kurze Affäre vor zwölf Jahren in Amsterdam hat keine Bedeutung mehr, glaubt sie jedenfalls. Der Aussteiger aus Berlin sucht nach einer gescheiterten Ehe einen Neuanfang. Bald begeistert er den ahnungslosen Antaine und die von seiner spontanen Art angezogene Maria von der Idee, ein Amphibienfahrzeug flott zu machen und ins Tourismusgeschäft einzusteigen. Es kommt, wie es kommen muss: Zwischen Maria und Axel kribbelt’s, zwischen ihr und dem Ehemann kriselt’s. Plötzlich scheint der jungen Frau ihr Leben auf der Schmalspur - der langweilige Job bei der Post, die harmonische, aber leidenschaftslose Ehe, die Alltagsroutine, die das Verlangen erstickt. Sie spürt den kleinen Stich im Herzen, die Angst, etwas verpasst zu haben und begibt sich auf eine emotionale Gratwanderung.

    Eion Moore benötigt keine technischen Mätzchen, um Aufmerksamkeit für seine Figuren und deren Gefühle zu erreichen. Sie wirken echt, vor allem Ellen ten Damme überzeugt durch Natürlichkeit. Die Handkamera erlaubt Nähe zu den Personen. Unkonventionell die Improvisation als Arbeitsmethode. Die einzelnen Charaktere und das Beziehungsgeflecht, sogar die Dialoge sind mit den Schauspielern entwickelt. „Conamara“ erzählt erfrischend unprätentiös von Liebe und Loslassen, von Versuchung und Verantwortung und sollte nicht nur bei Fans der Grünen Insel auf Gegenliebe stoßen. mk.

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