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Competencia oficial

Kinostart: 03.03.2022
  • Kinostart: 03.03.2022
  • Genre: Komödie
  • Produktionsland: Spanien
  • Filmverleih: Studiocanal

Filmhandlung und Hintergrund

Gallige Filmsatire um zwei Schauspielstars, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, und Brüder in einem Prestigeprojekt spielen sollen.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Competencia oficial: Gallige Filmsatire um zwei Schauspielstars, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, und Brüder in einem Prestigeprojekt spielen sollen.

    Gallige Filmsatire um zwei Schauspielstars, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, und Brüder in einem Prestigeprojekt spielen sollen.

    „Competencia oficial“ ist mit einiger Sicherheit der lustigste Film, der seit Jahren in Venedig im Wettbewerb zu sehen war. Und nebenher auch noch eine kluge und weise Satire auf das Filmgeschäft und die unendliche Eitelkeit des Schauspielerseins, in der drei Stars des spanischsprachigen Kinos furchtlos und mit viel Freude an der Sabotage der eigenen Ikonographie ans Werk gehen. Sollte man sie davor noch nicht ins Herz geschlossen haben: Für diese genussvolle Demontage liebt man Penélope Cruz, Antonio Banderas und Oscar Martínez, für die unerschrockene Freude daran, den eigenen Berufszweig einmal durch den Schredder zu drehen.

    An seinem 80. Geburtstag sorgt sich Pharma-Milliardär Humberto Sanchez, dass er noch nicht unsterblich genug ist. Eine Brücke soll es richten. Oder besser noch: ein Film! Aber nicht irgendein Film! Eine Bestseller-Verfilmung muss es sein, mit der angesagtesten Regisseurin und den beiden berühmtesten Schauspielern des Landes, ein internationaler Superstar der eine, ein begnadeter Künstler der andere. Kosten spielen keine Rolle. Und so gehen Cruz, Banderas und Martínez ans Werk, in der bitterbösesten und galligsten Filmsatire, seit Stanley Kubrick an der Verfilmung von Terry Southerns „Blue Movie“ gescheitert ist. Es ist ein Schlagabtausch zweier unvereinbarer Alpha-Männchen, die im Grunde nur eines gemeinsam haben: So gegensätzlich ihre Vorstellung davon ist, wie man die Profession des Schauspielers betreibt, sind sie doch unfassbar eitle, gespreizte, leicht beleidigte Gockel.

    Und so beginnt ein Kleinkrieg zwischen zwei Männern, die sich buchstäblich auf den Tod nicht ausstehen können, aber doch gezwungen sind, an einem Strang zu ziehen, weil sie in dem Vorzeigeprojekt „Rivalität“ als ungleiches Brüderpaar bisweilen buchstäblich aneinandergefesselt sind. Erschwert wird ihre eigene Rivalität von der exzentrischen Regisseurin, die sie vor immer neue bizarre Aufgaben stellt. Es ist der vermutlich lustigste Rosenkrieg seit, nun ja, „Der Rosen-Krieg„, allerdings trockener und stilbewusster in Szene gesetzt von Mariano Cohn und Gastón Duprat, in perfekt kadrierten Szenen, eine grausamer und schriller als die andere, gespickt mit In-Jokes über die Filmindustrie und klugen Betrachtungen über das flatterhafte Wesen der Filmkunst. Am besten ist: Der Film hält das hohe Niveau durchgehend. Und kann sich jetzt noch über den zusätzlichen Meta-Gag freuen, als „Official Competition“ tatsächlich in der Official Competition von Venedig Weltpremiere gefeiert zu haben. Die Streithähne Félix Rivero und Iván Torres würden sich freuen.

    Thomas Schultze.
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