Collateral Damage

Kinostart: 21.02.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Kompetenter Terrorismusthriller, in dem es Arnold Schwarzenegger als Feuerwehrmann mit einem kolumbianischen Terroristenchef aufnimmt.

Bei einem Attentat des kolumbianischen Terroristen Claudio Perrini verliert der unbescholtene Feuerwehrmann Gordon Brewer Frau und Kind. Weil die offiziellen Ermittlungen der Behörden ins Nichts verlaufen und Brewer von der Angst verfolgt wird, der Drahtzieher des Verbrechens könne nie zur Rechenschaft gezogen werden, nimmt der verzweifelte Mann das Gesetz in die eigene Hand und reist nach Kolumbien.

Als Frau und Sohn des Feuerwehrmanns Gordon Brewer vor seinen Augen bei einem Bombenanschlag auf die kolumbianische Botschaft ums Leben kommen, kennt der Mann nur noch ein Ziel: Rache! Doch Polizei und FBI halten sich bei ihren Ermittlungen aus diplomatischen Gründen zurück. So macht sich Gordon allein nach Südamerika auf, um dem Attentäter Perrini, der sich selbst „Der Wolf“ nennt, den Garaus zu machen. Doch die Verstrickungen von Militär, CIA und Terrororganisationen scheinen schier undurchdringbar.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Collateral Damage: Kompetenter Terrorismusthriller, in dem es Arnold Schwarzenegger als Feuerwehrmann mit einem kolumbianischen Terroristenchef aufnimmt.

    Nach der Tragödie vom 11. September in den Vorfrühling verlegt, soll das neue Actiondrama von Genrespezialist Andrew Davis („Auf der Flucht“) nun den Beweis antreten, dass es brisanten thematischen Sprengstoff mit einem unverändert potenten Entschärfer in die Kinos bringen kann. Ohne die gewohnten Einzeiler von Einzelkämpfer Schwarzenegger in der Absicht seriös, verfolgt „Collateral Damage“ den privaten Rachefeldzug eines Mannes, der durch kolumbianische Terroristen seine Familie verlor. Klassisches Arnold-Territorium, auf dem trotz Schusswaffenverzicht des Actionveteranen traditionsgemäß am Ende kein Gras mehr wächst.

    Nach „Das Kartell“ und „Lebenszeichen“ ist dies das dritte große Hollywoodprojekt, das die amerikanischen Aktivitäten in Kolumbien und ihre fatalen Konsequenzen thematisiert. An den Zusammenhängen ist auch dieses Skript nicht wirklich interessiert, personalisiert die Konflikte, um die Emotionen des Zuschauers besser kanalisieren zu können. So gibt es den heroischen, aber eigentlich ganz durchschnittlichen Amerikaner, den intrigierenden, natürlich für den CIA arbeitenden Landsmann und den gemeinsamen Kontrahenten, einen tollwütigen Guerillero, der wie die moslemischen Fundamentalisten des 11. September den Krieg auf amerikanisches Gebiet zerren will. „Collateral Damage“ beginnt mit kurzen Momenten familiären Glücks, bis Feuerwehrmann Brewer (Schwarzenegger) Zeuge wird, wie ein Bombenattentat auf das kolumbianische Konsulat in L.A. seiner Frau und seinem Sohn den Tod bringt. „Kollateralschaden“ wird man die zivilen Verluste später zynisch nennen und Brewer damit provozieren, selbigen selbst im Büro der Sympathisanten anzurichten. Weil die US-Behörden die Verfolgung des Täters, der auf den stolzen Namen „El Lobo“ hört, aus politischen Gründen schnell einstellen, bricht Brewer auf eigene Faust nach Kolumbien auf, um dem Wolf das Fell abzuziehen. Gekürzt wirkt der Film nicht nur hier, wirft Arnold nach kurzen Bilderfolgen überhastet ins kalte Wasser Kolumbiens, bis - wie in „Auf der Flucht“ - ein Wasserfall olympiareif gemeistert wird. Kurze Zeit später rettet Brewer einem Jungen das Leben, dessen Mutter (Italiens Star Francesca Neri) im letzten Drittel des Films noch große Bedeutung mit einer überraschenden Wendung zukommen wird. Der Plot entwickelt sich aus der Zielvorgabe Brewers, der El Lobo aufspüren will, und den Plänen des CIA-Mannes, der dies für seine Zwecke zu nutzen versucht. Solide Action ist dabei in regelmäßiger Dosis platziert und weist Arnold eine eher ungewohnte Rolle als McGyver-Schüler zu, der ohne Schusswaffe, Bomben bastelnd, prügelnd oder Axt werfend, aufräumt. In der Zeichnung der Guerilleros dominieren Vergröberungen und Klischees. Das Lenin-Bild in El Lobos Quartier fehlt damit ebenso wenig wie eine innovative sadistische Disziplinierungsmethode für Freiheitskämpfer, die Chef-Befehle nicht befolgen. Glaubwürdigkeit ist kein Primärinteresse dieses Films, aber das war noch selten ein Kriterium für Erfolg, wenn man mit Schwarzenegger als Frontfigur sein Publikum schon im Schlepptau hat. kob.

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