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Colectiv

  

Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentation über den Korruptionsskandal in der rumänischen Gesundheitsbehörde, der nach einer verheerenden Brandkatastrophe mit 64 Todesopfern aufgedeckt wurde.

Es sollte ein Abend der ausgelassenen Stimmung sein, doch die verheerenden Folgen sind bis heute in der rumänischen Bevölkerung zu spüren. Im Nachtclub Colectiv in Bukarest präsentiert die Metalband Goodbye to Gravity am 30. Oktober 2015 den 400 Gästen ihr neues Album. Der Club ist überfüllt. Als nicht genehmigte Pyrotechnik beim Konzert zum Einsatz kommt, entwickelt sich binnen Minuten ein verheerender Brand an einer Säule, der schnell auf die Decke übergreift. Eine Massenpanik bricht aus, der einzige Ausgang ist nur 80 Zentimeter breit. 36 Menschen sterben noch vor Ort, darunter zwei der Bandmitglieder.

180 Menschen werden mit Verletzungen in den kommenden Wochen und Monaten in den örtlichen Krankenhäusern behandelt. Was dort jedoch geschieht, ist kaum zu glauben. Allein 37 Menschen sterben aufgrund von katastrophalen Verhältnissen in den Krankenhäusern. Einige Reporter verstärken ihre Recherchen auf das Krankenhausumfeld und finden nach Monaten heraus, dass dort systematisch verdünnte Desinfektionsmittel des Konzern Hexi-Pharma verwendet werden. Der Pharmakonzern ist bis dato der rumänische Marktführer, die verdünnten Desinfektionsmittel lassen jedoch krankheitsfördernden Keimen freien Lauf.

„Colectiv“ – Hintergründe

Unter der jungen Bevölkerung entwickelt sich eine große Wut, Proteste auf den Straßen prangern sowohl die fehlenden Sicherheitsvorkehrungen im Nachtclub, als auch den Pharmakonzern an. Die Regierung erklärt nach diesem Skandal ihren Rücktritt.

Die Dokumentation von Alexander Nanau, anfangs geplant um die junge Demokratie Rumäniens und die Beziehung zwischen Staat und Bürger näher zu beleuchten, begann kurz nachdem der „Colectiv“-Skandal begann. In „Colectiv“ werden nicht nur die Ereignisse in den Vordergrund gerückt, sondern zugleich das akribische Arbeiten der Journalisten um Cătălin Tolontan, einiger Whistleblower und der Brandopfer selbst. Insgesamt dreht Nanau im Verlauf von 14 Monaten in zwei Phasen.

Die Uraufführung fand am 4. September 2019 bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig statt. Bei der Oscar-Verleihung 2021 kann sich der Dokumentarfilm „Colective“ Chancen in zwei Kategorien ausrechen: Als bester Dokumentarfilm sowie als Bester Internationaler Film.

Darsteller und Crew

  • Alexander Nanau

Kritiken und Bewertungen

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6 Bewertungen
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