Clerks 2

  1. Ø 5
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Clerks 2: Neue Abenteuer von Kevin Smiths populären Losern Dante und Randal, die jetzt das Fast-Food-Geschäft und Verantwortung entdecken.

Seit ein Feuer ihren Laden zerstört hat, müssen Dante (Brian O’Halloran) und Randal (Jeff Anderson) im Fast-Food-Restaurant Mooby’s jobben – mit Nerds wie Elias (Trevor Fehrman). Eigentlich will Dante mit seiner dominanten Verlobten Emma (Jennifer Schwalbach) morgen nach Florida ziehen, obwohl er seine hübsche Chefin Becky (Rosario Dawson) viel sympathischer findet. Weil selbst die Drogendealer Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) ihm gefolgt sind, denkt Dante ernsthaft darüber nach, endlich erwachsen zu werden.

Lieber spät als nie: Die Fortsetzung zu Kevin Smiths Filmdebüt, das ihn zur Indie-Kultfigur erhob, ist noch genauso frech, spontan, respektlos und voller Popkultur-Zitate („Star Wars“ vs. „Der Herr der Ringe„) wie einst. Cameos und kruder Humor würzen scharf.

Nachdem ihr alter Laden, der kleine Quickstop, abbrannte, verkaufen die Buddies Dante und Randal jetzt Fast Food. Am letzten Arbeitstag von Dante, der mit seiner Verlobten nach Florida zieht, wird wieder über Gott und die Welt, „Star Wars“ und Sex diskutiert. Schließlich ziehen Melancholie und Abschiedsschmerz, aus einer unerwarteten Richtung aber auch Hoffnung auf Freundschaft und wahre Liebe ein.

Nachdem ihr alter Laden, der kleine Quick Stop, abbrannte, haben die Buddies Dante und Randal dem Jobben im Supermarkt den Rücken zugekehrt und verkaufen jetzt Fast Food. Am letzten Arbeitstag von Dante, der mit seiner Verlobten nach Florida ziehen will, wird wieder über Gott und die Welt, „Star Wars“ und natürlich Sex ausgiebig diskutiert. Schließlich ziehen Melancholie und Abschiedsschmerz, aus einer unerwarteten Richtung aber auch Hoffnung auf Freundschaft und wahre Liebe ein.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Quick Stop ist abgebrannt, doch das Leben geht weiter: Im Fast-Food-Restaurant Mooby’s, wo Dande und Randal vor den wenigen Kunden ihre Dispute abhalten können. Die Dialoge, sie sind die Hauptsache in dem Film, es geht darum, warum man Behinderte oder Neger nicht beschimpfen soll, um „Star Wars“ und „Herr der Ringe“, und natürlich um Sexualpraktiken in allen Facetten. Randals Meinungen zu diesen Fragen sind krass, doch die Respektlosigkeit, die der Film hier aufbietet, wirkt manchmal etwas aufgesetzt – und dann auch wieder pointensicher, wenn Randal mit ganz wenigen Bewegungen Peter Jacksons „Ringe“-Trilogie zusammenfasst.

    Mit einem Rückgriff auf die Anfänge hat sich Kevin Smith gefangen, dessen letzten beiden Filme den Verlust seiner Fähigkeiten bewiesen. „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ war nur eine mäßige Gag-Nummernrevue, „Jersey Girl“ gar ganz misslungen. Rückbesinnung auf die Anfänge, als Smith mit dem Verkauf seiner Comicsammlung seinen ersten Film finanzierte, ein paar tausend Dollar, ein paar Freunde, viele Wochenenden für den Dreh, das reichte für den ersten „Clerks“-Film. Der zweite kommt an den ersten nicht heran; ist aber doch ein deutlicher Schritt nach oben auf Smiths Qualitätsleiter. Hier also wieder, wie in Teil 1: minimalistisches Setting, einfachste filmische Mittel, schnelle, wilde, obszöne Dialoge, die Einblicke geben in die extrem pornografisch geprägten Gedankenwelten derer, die nicht erwachsen werden können oder wollen, die immer in ihren miesen, kleinen Leben gefangen bleiben und auch gar keinen Ehrgeiz entwickeln, ihrer Underachiever-Existenz zu entgehen.

    Eine Veränderung steht an, Dante wird am nächsten Tag mit seiner Verlobten nach Florida ziehen, um eine Autowaschanlage aufzumachen – welch ein beruflicher Fortschritt! Das ist schön, das ist flott – doch innerhalb weniger Stunden ändert sich alles; wenn die Handlung einsetzt – ein Liebes-Dreiecksverhältnis –, dann wird der Film immer unausgeglichener. Unorganisch werden Wendepunkte herbeigezerrt, damit’s halt weitergeht, wo nur Stillstand herrscht, ein Stillstand, der im ersten „Clerks“ doch eleganter gefeiert wurde. Nun wird mehrmals der deus ex machina bemüht, um das Fortschreiten des Films zu gewährleisten, eine Musical-Einlage zu „ABC“ von den Jackson 5 muss her, am Ende dann geht alles drunter und drüber: Abschiedsparty, Liebeswirren, Feuerwehr und Polizei und Gefängnis; aber das ist eher ein überlauter Akkord als die leise (Dis-)Harmonie, die man sich wünschen würde.

    Das alles hätt’s nämlich nicht gebraucht, hätte sich Smith wirklich ganz auf seine Stärken, auf das Wesentliche konzentriert: Auf das gemeinsame Abhängen mit ein paar Freunden, dauerpubertäre Nerds, die ihre obszöne Sprache zelebrieren, die die Schraube sexueller Widerwärtigkeiten (strikt verbal, versteht sich) immer weiterdrehen. Und das kann dann auch in eine Interspecies-Erotica-Vorführung übergehen als Höhepunkt der Absurdität, die in den realen Wünschen der Figuren nach etwas Aufregendem im Leben wurzelt.

    Im Herzen freilich bleibt der Film bei all seiner plakativen Vulgarität recht konservativ. Die schamlosen Zoten verbergen nur unvollkommen, dass es im Grunde darum geht, am Ende die Richtige zu ehelichen und ein eigenes Geschäft aufzumachen, um mit beiden Beinen auf dem Boden des amerikanischen Traums zu stehen – Kevin Smiths obligatorischer Dank an Gott im Abspann zeigt deutlich die brave Tendenz hinter all dem Schmutz der Oberfläche.

    Fazit: Das Problem ist, dass Smith meint, er sei ein wirklicher Filmemacher. Dabei ist er am besten im kammerspielartigen „Hörfilm“, darin, witzig-vulgäre Dialoge voller pointierter Oneliner herunterschmettern zu lassen.
  • Die Rückkehr des debattierenden Duos, das Autor-Regisseur Kevin Smith zum Darling des Independentkinos machte.

    13 Jahre nach „Clerks“ und Smiths Low-Budget-Liebeserklärung an die Popkultur und den „dirty talk“ hat sich manches verändert. Das Leben der Freunde Dante und Randal hat Farbe und Format (damals 16, jetzt 35 mm) bekommen, allerdings fiel ihr Arbeitsplatz, der kleine Quickstop-Shop, dem Feuer und damit Terroristen zum Opfer – wie Randal spontan schlussfolgert. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen arbeiten die zwei jetzt bei einer Fast-Food-Filiale von „Mooby’s“, vor dessen Fensterfront die schräg-komischen, nun auch bibelfesten Drogendealer Jay und Silent Bob, Publikumsfavoriten des Vorgängers, Wurzeln geschlagen haben. Wie schon im Original ist Dante (Brian O’Halloran) praktizierte Vernunft und steht trotz geballter physischer Unauffälligkeit wieder zwischen zwei Frauen – seiner Verlobten, mit der er sich am nächsten Tag nach Florida und in ein geordnetes bürgerliches Leben verabschieden will, und seiner Chefin Becky (Rosario Dawson), mit der ihn ein delikates Geheimnis verbindet. Kindskopf Randal (Jeff Anderson) ist wieder gelebtes Chaos, provoziert einen verklemmten Jungkollegen, beschimpft die Kunden und beginnt Impulsivkonversationen über Themen, die die Menschheit beschäftigen. Das Spektrum ist dabei beachtlich. Verdienen die Transformers wirklich einen Kinofilm, ist Peter Jacksons „Ring“- Trilogie nur ein verkümmerter Wurm im Vergleich zu George Lucas‘ Sternenkriegern, ist Anne Frank eigentlich Helen Keller oder umgekehrt und gibt es sinnvolle Verkehrsvorschriften für orale Sexpraktiken?

    Gearbeitet wird kaum, geredet aber ohne Pausenknopf, während sich ein paar Kunden, darunter die Gaststars Ben Affleck und Jason Lee, enge Freunde des Regisseurs, vor dem Counter verlieren. Ein amüsanter Ton zieht sich durch diese anspruchslos bebilderte Talkshow und Typenparade, in der schließlich auch Romantik Einzug hält, auch wenn ein befreiendes Liebesgeständnis leicht unorthodox vor dem Hintergrund von praktiziertem Tiersex (im Off) in die staunende Welt entlassen wird. Von einer animalischen Komödie muss deshalb noch lange nicht die Rede sein, wohl aber von einer animierenden. kob.

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