Das Drama um Flüchtlinge in Paris berührte Publikum und Jury.

Gold für Frankreich: "Dheepan" von Jacques Audiard Bild: Festival de Cannes

Die Jury unter der Leitung der Coen-Brüder zeichnete „Dheepan“ von Jacques Audiard als besten Film aus und sprach ihm die Goldene Palme zu.

Das zutiefst menschliche Drama erzählt vom Schicksal einer Gruppe tamilischer Flüchtlinge, die sich als Familie ausgibt und in Paris zu Fuß fassen versucht.

Zuletzt hatte Audiard 2009 den Großen Preis der Jury für „Ein Prophet“ erhalten. Sein „Der Geschmack von Rost und Knochen“ war vor drei Jahren leer ausgegangen. Beide Filme hatten jeweils als Goldene-Palme-Kandidaten gegolten.

Zuletzt war die Goldene Palme vor zwei Jahren an Frankreich gegangen, als „Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche den letzten Film der Jury-Präsidenten, „Inside Llewyn Davis“, schlug.

Preis der Jury für „The Lobster“

Der Große Preis der Jury ging an den ungarischen Beitrag „Saul fia“ von Laszlo Nemes. Das Holocaust-Drama hatte seit der ersten Vorführung am ersten Donnerstag des Festivals als einer der großen Favoriten gegolten.

Als bester Regisseur wurde der taiwanesische Meisterregisseur Hou Hsiao Hsien ausgezeichnet. Sein „The Assassin“ ist sein erster abendfüllender Film seit sieben Jahren. Der Preis der Jury wurde dem griechischen Filmemacher Yorgos Lanthimos für seinen Film „The Lobster“ zugesprochen.

Bester Schauspieler ist der Franzose Vincent Lindon für seine Leistung in „La loi du marché“ von Stéphane Brizé. Der Preis für die beste Darstellerin ging ex aequo an Rooney Mara für „Carol“ von Todd Haynes und Emmanuelle Bercot für „Mon roi“ von Maiwenn – Bercot war außerdem die Regisseurin des Eröffnungsfilms „La tête haute“.

Für das beste Drehbuch wurde Michel Franco ausgezeichnet, Regisseur und Autor von „Chronic„, in dem Tim Roth die Hauptrolle spielte. Die Caméra d’Or für den besten Erstling ging an „La tierra y la sombra“ von Cesar Augusto Aceveda, der im Rahmen der Semaine de la critique gelaufen war.

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