Die coolsten Buddy-Ermittler des Films

Alexander Jodl |

Central Intelligence Poster

Sie sind meist so unterschiedlich wie Feuer und Wasser - und bekommen gerade dadurch einiges geregelt: Diese Duos ermitteln sich erfolgreich durch die Geschichte der Buddy-Movies.

In der Agentenkomödie „Central Intelligence“ ermitteln Dwayne Johnson und Kevin Hart als die beiden Kumpels Bob und Calvin für die CIA – und manchmal auch gegen sie. Neu ist das dramaturgische Setting eher nicht: Bereits das Kult-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy brachte Ende der 20er Jahre als trottelige Detektive die Kinosäle zum Beben vor Lachen. Die Geburtsstunde der Buddy-Komödie. Einige der witzigen Paarungen sind dabei zum Filmkult geworden. Das sind die coolsten Buddy-Ermittler der Filmgeschichte – jedenfalls, wenn dabei auch gelacht werden darf:

Jack Cates & Reggie Hammond in „Nur 48 Stunden

Regie: Walter Hill

Zwei Tage darf sich der mürrische Cop Jack Cates (Nick Nolte) den dauerplappernden Kriminellen Reggie Hammond (Eddie Murphy) aus dem Knast ausleihen - dann muss er ihn wieder zurückbringen. Bis dahin muss er den Fall gelöst haben, bei dem ausgebrochene Killer seine Kollegen getötet haben. Doch die Zeit verrinnt. Und die ihm anvertraute Quasselstrippe kostet ihn die letzten Nerven…

Tolle Stars, spannend, witzig - und für damalige Zeiten wirklich innovativ. Auch Eddie Murphy war nie besser. Zu Recht ein absoluter Klassiker.

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Martin Riggs & Roger Murtau in „Lethal Weapon

Regie: Richard Donner

An seinem 50. Geburtstag bekommt der Ehren ergraute Cop Roger Murtau (Danny Glover)  einen neuen Partner zugeteilt. Den ganz offensichtlich ebenso suizidgefährdeten wie durchgeknallten Heißsporn Riggs (Mel Gibson). Einen brandheißen Fall gibt’s auch dazu. Doch unter Feuer harmonieren die beiden erstaunlich gut - denn die jeweiligen Stärken ergänzen sich zu einem höchst explosiven Gemisch.

Die beiden Stars Mel Gibson und Danny Glover spielen nicht das ungleiche Cop-Duo Martin Riggs und Roger Murtau - sie sind es. Unerreichte Buddy-Power mit drei Fortsetzungen.

 

Jack Walsh & Jonathan Mardukas  in „Midnight Run

Regie: Martin Brest

Vom Konto der Mafia überweist ihr Buchhalter Jonathan Mardukas (Charles Grodin) kurzerhand 15 Millionen Dollar karitativen Einrichtungen. Dafür soll er sterben - findet jedenfalls der Mob. Die CIA braucht ihn hingegen lebend als Zeugen. Lösen soll den Interessenskonflikt Kopfgeldjäger und Ex-Cop Jack Walsh (Robert De Niro), der den Flugangst-Kandidaten in fünf Tagen von New York nach  Los Angeles kutschieren soll…

Robert De Niro konnte in dem spannenden Thriller auch mal seine komische Seite unter Beweis stellen. Satte Action, knackige Sprüche, witzige Story - nicht umsonst 1989 als Beste Komödie für den Golden Globe nominiert.  

 

Lee & James Carter in „Rush Hour

Regie: Brett Ratner

Zwei Cops - so unterschiedlich wie ihre Kulturkreise: Chief Inspector Lee (Jackie Chan) ist das Beste, was Hongkongs Polizei im Angebot hat. Detective James Carter (Chris Tucker) die größte Laberbacke des FBI. Der soll eigentlich seinen chinesischen Kollegen bei einem diplomatisch delikaten Entführungsfall am Ermitteln behindern. Aber letztlich ziehen beide Cops am gleichen Strang - wenn auch mit unterschiedlichen Tricks und Kniffen.

Mit  „Rush Hour“ wurde Jackie Chan endgültig auch außerhalb des asiatischen Raumes zum Star. Und zu Recht: Das war witzig, rasant, knallig - und die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmte auch. Resultat: klingelnde Kassen und zwei Fortsetzungen.

 

Morton Schmidt & Greg Jenko in „21 Jump Street

Regie: Phil Lord & Chris Miller

Ganz richtig: „21 Jump Street“ – hierzulande mit dem biederen Untertitel „Tatort Klassenzimmer“ war zunächst eine TV-Serie aus den 80ern, in der junge Cops undercover in Schulen ermittelten. Johnny Depp wurde damit zum Star. 2012 wurde das Thema als Komödie für die große Leinwand aufbereitet. Darin kommen Jonah Hill und Channing Tatum im Schuldienst zum Einsatz - komplette Kindsköpfe, die weit mehr auf Party als auf Polizeiarbeit geeicht sind…

Albern, kindisch, mit Ulks weit unter der Gürtellinie - und wie gemacht für Hill und Tatum, denen man die Schandflecken im Polizeidienst komplett abnahm. Ein herrlicher Spaß - bis jetzt mit einer Fortsetzung.

 

Sarah Ashburn & Shannon Mullins in „Taffe Mädels

Regie: Paul Feig

FBI-Agentin Sarah Ashburn (Sandra Bullock) ist erfolgreich, stets korrekt - und so teamfähig wie ein Haifisch. Shannon Mullins (Melissa McCarthy) hingegen ist ein weiblicher Streifencop. Für regelkonforme Aktionen hat die extrem handfeste Ordnungshüterin keine Zeit, ihre Lieblings-Verhörtechnik ist ein schweres Telefonbuch. Zusammentun müssen die beiden sich dennoch, um einen Drogenbaron dingfest zu machen. Das geht. Vor allem, nachdem die beiden Ordnungshüter bei ziemlich vielen Drinks feststellen, dass sie sich gar nicht mal so unsympathisch sind…

Eigentlich ist „Taffe Mädels“ eine große, wilde Melissa McCarthy-Show - erfolgreich kontrastiert durch Sandra Bullocks Streberinnen-Pose. Trotz allem ein witziger Ritt durch alle möglichen Klischees. Und dient noch dazu der Frauenquote bei diesen Buddy-Movies.

 

 

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