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„Central Intelligence“ – die Kritik

Alexander Jodl |

Central Intelligence Poster

Dwayne Johnson und Kevin Hart bekämpfen als ungleiches Buddy-Duo alte Komplexe und neue Feinde.

Für Bob (Dwayne „The Rock“ Johnson) entpuppte sich die Highschool sich als einziger Albtraum: Er war klein, fett, wehrlos – kurz: gefundenes Fressen für Bullies jeder Art. Einziger Lichtblick: Schulstar Calvin (Kevin Hart). Der Junge mit der glänzenden Zukunftsperspektive behandelte Bob selbst dann noch anständig, als alle anderen Mitschüler ihn seiner Würde beraubten. Sowas vergisst ein Junge nicht. Die Demütigungen auch nicht.

Zeitsprung in die Gegenwart: Bob is back - zumindest im Leben von Calvin. Nach 20 Jahren ohne Lebenszeichen drängelt sich der ehemalige Mitschülern unaufhaltsam in Calvins Leben. Unmöglich, ihn zu stoppen: Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Fatty von einst sich zum hühnenhaften Muskelberg auftrainiert hat. Bei der CIA ist er auch. Und in dieser Funktion hat er ein kleines Problem, bei dem er auf die Hilfe seines alten und einzigen Freundes zurückgreifen muss.

Eine Finanzsache. Und darauf ist wiederum Calvin spezialisiert. Denn dessen Leben hat sich leider doch nicht zu dem ehemals prophezeiten American Dream entwickelt. Aber mit Konten kennt sich der Buchhalter aus. Und plötzlich steckt er mitten in einer gefährlichen Agenten-Story, aus der Aussteigen unmöglich ist. Denn sein hochtrainierter Killerkumpel  lässt ihn ganz einfach nicht raus. Der hält Bob & Calvin noch immer für ein Dreamteam. Völlig ungeachtet der Realität - mit der der CIA-Agent offenbar sowieso ein kleines Problem hat…

Obwohl Dwayne Johnson ja eigentlich unter Action-Star firmiert: Beachtliches komödiantisches Talent konnte man dem Ex-Wrestler noch nie absprechen. Und Kevin Hart läuft ja per se zunächst unter Comedian - und erst dann unter Schauspieler. Gemeinsam bilden die beiden in „Central Intelligence“ ein klassisches Buddy-Paar, das vom Fun-Faktor auch hervorragend funktioniert. Riese „The Rock“ (1,96 m) und sein kleiner Kumpel Kevin Hart (1,63 m) - der Gigant und der nerdige Buchhalter - das ist vielleicht kein besonders feinsinniges Slapstick-Setting. Aber dafür tatsächlich eines, das irgendwie Laune macht – und das ist dramaturgisch ja auch schon viel wert.

Wer feingeistigen Humor sucht, ist hier sowieso im falschen Film gelandet. Wie übrigens in den meisten Buddy-Movies. Hier gibt es mit der groben Kelle: Dresche von „The Rock“, Sprüche von Kevin Hart, Slapstick satt - die krude Agenten-Story ist dazu auch eher grobmaschig gestrickt. Aber wollen mal nicht zu genau draufschauen. Das Wichtigste: „Central Intelligence“ macht in Summe ziemlich gute Laune. Mehr zwar nicht. Weniger aber auch nicht.

Ein paar ordentliche Straffungen – eigentlich die ganze Love-Interest-Einlage rauswerfen – hätten sicher nichts geschadet. Aber die CIA-Comedy zielt nun mal primär auf den amerikanischen Markt. Und ohne Romanze, einen Schuss Moral samt Happy, Happy End läuft so ein Zwerchfell-Thriller dort einfach nicht. Vollfettes Popcorn-Futter ohne jeglichen Tiefgang aber mit recht solider Gag-Frequenz und einem Buddy-Paar, das man ziemlich sicher wiedersehen wird. „Gute Freunde kann niemand trennen“, meinte ja schon Franz Beckenbauer. Und warum auch? Wenn’s denn der Heiterkeit im Kinosaal dient…

Der Trailer zu „Central Intelligence“

 

 

 

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