Filmhandlung und Hintergrund

Bewegende Doku über ein fast vergessenes Kapitel der deutschen Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkrieges.

Cato Bontjes van Beek wächst in Bremen auf und zieht nach ihrer Kindheit nach Berlin. Dort lebt sie in einem Künstlerumfeld, und ihre politische Einstellung ist von Anfang an stark antifaschistisch. Sie kümmert sich mit ihrer Schwester heimlich um französische Kriegsgefangene und kommt so mit der Widerstandsbewegung Rote Kapelle in Kontakt. Bei einer Flugschriftaktion wird sie von der Gestapo festgenommen und 1943 mit nur 22 Jahren hingerichtet.

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Kritikerrezensionen

  • Cato ist immer noch hier: Bewegende Doku über ein fast vergessenes Kapitel der deutschen Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkrieges.

    Eine junge Frau leistet Widerstand gegen das Dritte Reich. Dagmar Brendeckes Dokumentation entreißt ihr Schicksal dem Vergessen.

    Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Hans und Sophie Scholl. Vielleicht noch Georg Elser. Damit endet meist selbst bei historisch Interessierten die Liste an namhaften Deutschen, die sich gegen den grausamen Wahnsinn der Nationalsozialisten stellten. Neben solch berühmten Einträgen gab es zahllose unbekannte(re) Kapitel des deutschen Widerstands, an die man sich als geschichtsbewusster Demokrat erinnern sollte. Eines davon trägt den Namen Cato Bontjes van Beek, die, nur ein Jahr älter als Sophie Scholl, ebenfalls 1943 hingerichtet wurde. Dagmar Brendecke begibt sich auf bewegende Spurensuche nach der Lebensgeschichte einer jungen Frau, die nur 22 Jahre alt werden durfte.

    Im persönlichen Familienkreis der Nachfahren, Geschwister und einem ehemaligen Mitgefangenen entsteht anhand ihrer Aussagen zu zahlreichen Fotos und wenigen Filmaufnahmen des damaligen Berlins ein Portrait Catos, die nach ihrer Kindheit bei Bremen nach Berlin zieht. Wir lernen sie als selbstbewusstes, liberales und aufgeschlossenes Mädchen kennen, das in einem Künstler-Umfeld lebt, dessen politische Einstellung von Beginn an antifaschistisch ist. Durch ihre vorgelesenen Briefe tauchen wir ein in Träume und Fantasien der lebenshungrigen Cato, die sich für die Fliegerei begeistert und ihr Fernweh zügeln lernen muss.

    Nach dem Schock des Kriegsbeginns versorgen sie und ihre Schwester Mietje heimlich französische Kriegsgefangene, kommen in Kontakt mit der weitverzweigten Widerstandsbewegung Rote Kapelle, durch die sie von den Verbrechen der Nazis erfahren. Die Aktionen der Flugschrift Agis werden Cato zum Verhängnis – einmal in den Fängen der Gestapo, ist ihr Todesurteil besiegelt. Ihre Briefe aus der Todeszelle rühren zutiefst: „Es gibt keinen Tod. Das, was in mir ist, kann und wird nicht sterben.“ Dennoch führen ihre Angehörigen später in der BRD einen schmachvollen Kampf um Catos Anerkennung als NS-Opfer, weil das reaktionäre Volk in ihr nur eine Landesverräterin sieht. Erst 1998 wird das Urteil gegen sie offiziell aufgehoben, niemand je zur Verantwortung gezogen – ein Armutszeugnis. Nochmal Cato: „Schade, dass ich nichts auf der Welt lasse, als nur die Erinnerung an mich.“ Doch selbst darum musste man lange Zeit bangen. tk.

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