Filmhandlung und Hintergrund

Schon vor seinem US-Start hat der Horrorfilm um ein gekidnapptes Pärchen, das in einem Folterkeller erwacht, für einen kleinen Skandal gesorgt.

Supermodel und Sexsymbol Jennifer Tree hat alles erreicht, wovon eine junge Frau in Hollywood träumt. Doch ruft der Ruhm auch Psychopathen auf den Plan. Eines Tages wird die junge Frau von einem Unbekannten verschleppt und erwacht in einem Folterkeller, wo schmerzhafte und erniedrigende Spiele auf sie warten. Es dauert ein wenig, bis die völlig verängstigte Jennifer herausfindet, dass sie es mit zwei Peinigern zu tun hat. Dann aber versucht sie mit einigem Geschick, diese gegeneinander auszuspielen.

Ein junges Fotomodell wird von Psychopathen entführt und im Folterkeller erniedrigt. Doch ist das Opfer nicht auf den Kopf gefallen und schlägt zurück. Vergleichsweise milder und smarter „Saw“-Trittbrettfahrer.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Captivity: Schon vor seinem US-Start hat der Horrorfilm um ein gekidnapptes Pärchen, das in einem Folterkeller erwacht, für einen kleinen Skandal gesorgt.

    Formelhafter Horrorthriller mit frauenfeindlichen Tendenzen, der sich voyeuristisch an der körperlichen wie psychologischen Folter eines Supermodels ergötzt.

    Inszeniert wurde die russisch-amerikanische Koproduktion vom angesehenen Regisseur Roland Joffe („The Killing Fields Schreiendes Land“, „Vatel“), von dem man eigentlich ein höheres Niveau erwartet. Allerdings gilt es zu bedenken, dass das von Larry Cohen („Nicht anrufen!“) und dem Novizen Joseph Tura geskriptete Projekt ursprünglich als psychologischer Thriller angelegt gewesen sein soll. Ansätze davon sind noch in dem als Seelenstriptease gedachten Interviewausschnitten der Protagonistin zu erkennen. Dann kam man jedoch auf die Idee, sich in die mittlerweile abflauende Torture-Porn-Welle einzuklinken, und einige unappetitliche Quälereien einzufügen. Dies wurde zusätzlich mit einer Marketingkampagne mit kontroversen Plakaten vorangetrieben, die im Vorfeld für einen kleineren Skandal sorgten.

    Die Story konzentriert sich auf das Supermodel Jennifer Tree, das von „24“-Aktrice Elisha Cuthbert mit den genreüblichen Manierismen des verstörten Opfers wie auch der resoluten Rächerin gespielt wird. Nach einem Fotoshoot begibt sich das Model in einen Nightclub, wo ihr Drogen in den Martini gekippt werden. Eingesperrt in einem spartanisch eleganten Kellerraum voller versteckter Kameras, wacht sie wieder auf. Ihr zunächst nicht zu sehender Peiniger betreibt zunächst nur Psychoterror, doch bestraft ihre Widerspenstigkeit schon bald auf handgreifliche Art, indem er ihr zwangsweise einen Blutcocktail aus verquirlten Augen und Eingeweiden per Trichter einflößt. Brechreiz ruft auch das ihr gezeigte Video eines vorangegangenen Opfers hervor, das einer verätzenden Säuredusche unterzogen wurde. Isoliert und nervlich am Ende stellt die auf Anweisung ihres Kidnappers stets in neue sexy Fummel gehüllte Blondine fest, dass sich im Raum neben ihr ein weiteres Opfer befindet. Sie fühlt sich sofort mit dem jungen Mann (Daniel Gillies aus „Pride and Predjudice“) verbunden, was in einer Sexszene kulminiert. Nach einem nicht allzu überraschenden Plottwist nimmt Jennifer schließlich ihre Rettung mit Hilfe eines großkalibrigen Gewehrs in die eigenen Hände.

    Durch diese finale Injektion Frauenpower soll nun die vorangegangene Degradierung des Opfers wieder entschärft werden, was jedoch als halbherzig-scheinheiliges Unterfangen bezeichnet werden darf. Interessiert zeigte sich das US-Publikum ohnehin nicht, denn noch deutlicher als sein Genrekollege „Hostel 2“ demonstrierte Captivity das (zumindest vorübergehende) Abflauen des sadistischen Foltertrends. ara.

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