By the Sea

   Kinostart: 10.12.2015
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Filmhandlung und Hintergrund

In den Siebzigerjahren angesiedeltes Drama um ein amerikanisches Paar in der Krise, das sich im Frankreichurlaub mit einem jüngeren Pärchen anfreundet.

In den 1970er Jahren reist ein Ehepaar gemeinsam durch Frankreich. Die ehemalige Tänzerin Vanessa (Angelina Jolie) wird von ihrem Mann Roland (Brad Pitt) begleitet, bei dem es sich um einen amerikanischen Schriftsteller handelt. Was nach einer romantischen Reise klingt, die beide ihre Liebe zu einander neu entdecken lässt, entpuppt sich als das Gegenteil. Vanessa und Roland wirken voneinander isoliert, die jahrelange Ehe scheint ihre Spuren hinterlassen zu haben und auch der Ausflug nach Frankreich kann den Graben zwischen ihnen nicht kitten. Als sie jedoch in einer kleinen Küstenstadt Halt machen und dort einige Zeit verbringen, bahnt sich Besserung in dem zuvor trostlosen Ausflug an. Sie machen Bekanntschaft mit einigen Einwohnern des überschaubaren Städtchens, unter anderem mit dem Inhaber eines Cafés (Niels Arestrup) und einem Hotel-Besitzer (Richard Bohringer). Gegenseitig erzählen sie sich heitere und bedrückende Geschichten, bei denen sich das entfremdete Paar von einer intimen Seite kennenlernt, die sie in einem neuen Licht aufeinander blicken lässt. Nach „In the Land of Blood and Hooney“ (2011) und “Unbroken“ (2014) wird „By the Sea“ der dritte Film sein, bei dem Angelina Jolie die Regie übernimmt und nach „In the Land of Blood and Honey“ der zweite, in dem sie ebenfalls für das Drehbuch zuständig ist. Erstmals wird sie in Personalunion auch als Darstellerin tätig sein. „By the Sea“ ist seit „Mr. und Mrs. Smith“ (2005) der erste Film, in dem Angelina Jolie zusammen mit ihrem Ehemann Brad Pitt spielt. Jolie wählte das Setting der 70er Jahre zum einen, weil sie es als eine faszinierende und farbenfrohe Ära betrachtet. Darüber hinaus wollte sie sämtliche Ablenkungen, die die moderne Gesellschaft mit sich bringt, vermeiden, um sich gänzlich auf die Charaktere konzentrieren zu können.

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Kritiken und Bewertungen

2,4
22 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. By the Sea: In den Siebzigerjahren angesiedeltes Drama um ein amerikanisches Paar in der Krise, das sich im Frankreichurlaub mit einem jüngeren Pärchen anfreundet.

      Drama von und mit Angelina Jolie, die zusammen mit Brad Pitt ein Ehepaar spielt, das in einer französischen Kleinstadt ihre Liebe neu entdecken muss.
    2. „Wertvoll”

        Seit langem schon sind die Gefühle in der Ehe der Tänzerin Vanessa und dem Schriftsteller Roland erkaltet. Alltag und Routine sind an deren Stelle getreten. Ein Urlaub in Südfrankreich soll helfen. Doch auch hier, in dem sonnigen Domizil am Meer, scheint es zunächst nichts zu geben, was das Band zwischen den beiden erneuern könnte. Dann jedoch zieht im Hotelzimmer neben ihnen ein junges verliebtes Paar ein. Und durch den Kontakt zu ihnen erfahren Vanessa und Roland viele Wahrheiten über ihr eigenes Leben. Aber jene Wahrheiten bringen auch schmerzhafte Erkenntnisse. Vor einer atemberaubenden und sonnenbeschienenen Kulisse lässt die Autorin und Regisseurin Angelina Jolie-Pitt ihre Figuren aufeinandertreffen. Der Film ist die zweite Zusammenarbeit zwischen ihr und ihrem Ehemann Brad Pitt. Kalt und leblos wirken die Figuren zunächst. Doch von Minute zu Minute brechen mehr alte Wunden auf, werden Masken abgenommen und schmerzvolle Wahrheiten kommen ans Tageslicht. Im Spiel von Angelina Jolie-Pitt spiegeln sich Frust, Missachtung und ein verletztes Ego, das verzweifelt um sich schlägt. Und Brad Pitt verkörpert gekonnt eine gelangweilte Schriftstellerfigur, die in ihrem Schaffen und Sein keinen Sinn mehr sieht. Beide Figuren sind gequält von ihrem Ennui und den aufgestauten Gefühlen füreinander. Eingefangen wird die Auseinandersetzung der sich fremd gewordenen in perfekt komponierten Bildern des Kameramanns Christian Berger. Malerisch ist die Landschaft, spartanisch edel ist die Hotelzimmereinrichtung. Doch die Kulisse entwickelt sich immer stärker zu einem Schauplatz dramatischer Szenen einer Ehe, in den auch die Nebenfiguren vom Drehbuch geschickt hineingewoben werden. Vanessa und Roland werden zunehmend zu Beobachtern ihrer Umgebung und auch der Zuschauer ergibt sich in die Rolle eines Voyeurs. Die Musik passt zur Stimmung und erzeugt eine Art träumerischer Schwermut. Und wenn das Auto an der Küste Südfrankreichs am Ende entlangfährt, erscheint im Licht der Sonne alles möglich. Ein elegant fotografiertes und stimmungsvoll sinnlich inszeniertes Ehedrama.

        Jurybegründung:

        Es könnte die Adaption einer Kurzgeschichte von Scott Fitzgerald sein. Ein amerikanisches Ehepaar, sie Tänzerin und er Schriftsteller, durchleben eine tiefe Krise sowohl in ihrer Beziehung wie auch in ihren Karrieren. Und dies tun sie in der malerischen Idylle der südfranzösischen Mittelmeerküste in den 70er Jahren. Sie ist durch ein lange unerklärt bleibendes Trauma in eine tiefe Depression gefallen und kann oder will nicht mehr auftreten. Er hat sich nie vom großen Erfolg seines ersten Romans erholt und statt zu schreiben, trinkt er. Die Beziehung der beiden ist nicht unbedingt lieblos, aber leblos. Während sie das Hotelzimmer kaum verlässt und einen halbherzigen Versuch macht, sich zu ertränken, sitzt er den Tag lang in der Bar des Küstenortes und freundet sich mit deren Besitzer an. Ein junges, glückliches Paar im Nebenzimmer weckt ihre Aufmerksamkeit. In ihnen sehen sie sich selber in glücklicheren Tagen gespiegelt und durch ein Loch in der Wand werden sie so zu Voyeuren dessen, was sie selber verloren haben. Angelina Jolie-Pitt traut sich hier, eine Geschichte zu erzählen, in der kaum etwas passiert. Denn das Drama dieser Ehe ist, dass alles in ihr schon gesagt und getan zu sein scheint. Die beiden kennen einander genau, und dies zeigen die beiden Darsteller dadurch, dass sie durch kleine Gesten und wenig Worte miteinander kommunizieren, die ein Außenstehender kaum entziffern kann. Und es mag ihnen als einem „alten“ Ehepaar leichter fallen, diese Vertrautheit vor der Kamera auszudrücken. Angelina Jolie-Pitt weiß genau, was Brad Pitt kann und sie weiß ebenso gut, wie sie selber vor der Kamera wirkt. Deshalb kann sie souverän und völlig uneitel diese mondäne Diva spielen. Sie zeigt, wie diese Frau von ihrer eigenen Schönheit angewidert ist und wie selbstzerstörerisch sie ihren Sexappeal einsetzt. Sie und Pitt demontieren hier subtil das Bild, das sich die Öffentlichkeit von „Brangelina“ macht, ohne sich dabei die Blöße einer möglichen autobiografischen Lesart zu geben. Und BY THE SEA ist sehr kunstvoll und stimmig inszeniert. Der Kameramann Christian Berger kann, wie schon in DAS WEIßE BAND, Landschaften und Räume ebenso dramatisch wirken lassen wie die Gesichter der Darsteller. Der kleine südfranzösische Küstenort wurde auf Malta nachgebaut und ist mit seiner leicht heruntergekommenen Eleganz die perfekte Kulisse für die hochstilisierte Tristesse dieses Dramas, dessen Schwermut so äußerst verführerisch wirken kann.

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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