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Bully

Kinostart: 27.10.2004

Filmhandlung und Hintergrund

Larry Clark is back: Sechs Jahre nach seinem aufsehenerregenden Beitrag „Kids“ (1995) will das enfant terrible der Fotografie wieder schockieren - doch er wählt die alten Mittel. Die Kids sind älter geworden in Clarks drittem Spielfilm, mit dem er ein weiteres Mal sein filmisches Terrain von den verlorenen (Kinder)Seelen in perfekten Teenager-Bodies einkreist. Er spart nicht an den hinlänglich bekannten Mitteln,...

Äußerlich sind Marty und Bobby aus der bürgerlichen Vorstadt zu Florida dicke Kumpel, doch hinter der Fassade setzt der sadistisch veranlagte Bobby seinem schwächeren besten Freund mit roher Gewalt und permanenten Erniedrigungen mächtig zu. Als Bobby Martys neue Liebschaft vergewaltigt (und deren Freundin gleich mit), beschließen die drei mit ein paar Freunden aus der Nachbarschaft, den Quälgeist für immer aus dem Weg zu räumen. Das jedoch ist nicht so einfach wie gedacht.

Sex, Drogenrausch und Meuchelmord unter vermeintlich behüteten Vorstadtkids in einem authentisch anmutenden Teenagerdrama aus der Werkstatt des diesbezüglich berufenen Gesellschaftchronisten Larry Clark („Kids“).

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Larry Clark is back: Sechs Jahre nach seinem aufsehenerregenden Beitrag „Kids“ (1995) will das enfant terrible der Fotografie wieder schockieren - doch er wählt die alten Mittel.

    Die Kids sind älter geworden in Clarks drittem Spielfilm, mit dem er ein weiteres Mal sein filmisches Terrain von den verlorenen (Kinder)Seelen in perfekten Teenager-Bodies einkreist. Er spart nicht an den hinlänglich bekannten Mitteln, um dem Zuschauer seine shocking virtue einzupeitschen. Die süßen Kleinen sind in Wahrheit Bestien in Teenie-Gestalt. Doch woher so viel Kulturpessimismus rührt, wird in „Bully“ nicht hinterfragt. Zwar erscheinen die Eltern als farblos-überforderte oder überambitionierte Erzieher, die nie wissen, was ihre Kinder treiben. Doch als Erklärungsangebot für so viel Verderbtheit bzw. gänzliche Abwesenheit jedweder ethisch-moralischer Wertvorstellungen reicht das nicht.

    Nach einer wahren Geschichte, die amerikanische Eltern in Angst und Schrecken versetzte und für die Beteiligten mit hohen Gefängnisstrafen endete, inszeniert Clark, dessen Fotodokumentation „Tulsa“ bereits 1971 für Furore sorgte, zügig und vordergründig seine Horrorstory über eine Gruppe Teens in Südflorida, die ihren Anführer brutal und eiskalt ermorden. Das Skript von David McKenna („Blow“) lehnt sich eng an das Buch von Jim Schutze an. Gedreht wurde für weniger als 2,5 Mio. Dollar in nur 24 Tagen. Der spontane Look, die schnelle Kamera und das unaufwändige Setting entsprechen der unprätenziösen Leinwandpräsenz der jungen Schauspieler, die allesamt gute Leistungen abliefern.

    Sie sind skrupellos, verdienen ihr Taschengeld mit Porno-Produktionen, sind stets betrunken und voll Dope. Klar, dass freier Sex in allen erdenklichen Variationen erprobt wird, aber hier hält sich Clark erstaunlich zurück. Sein Voyeurismus zielt nicht so sehr auf nackte, picklige und gar nicht immer hübsch anzuschauende Teeniehaut, sondern vielmehr aufs kalte Abbilden ihres monströsen Innenlebens - bzw. dessen Leerstelle. Lisa (Rachel Miner) liebt Marty („Der Musterschüler“ Brad Renfro), der von seinem reichen Freund Bobby (Nick Stahl) nach allen Regeln der Kunst schikaniert und gedemütigt wird („Bully“ bedeutet tyrannisieren, drangsalieren). Sie will ihren Freund Bobbys unheilvollem Einfluss entziehen und beschließt, dass Bobby sterben muss. Der Plan wird der Clique unterbreitet, und fünf Teenager machen sich mit Hilfe eines Hitman an die dilettantische Durchführung.

    Wurde bei „Kids“ die emotionale Leere noch durch Gegenfiguren gebrochen, durch Kinder, die aufgrund ihres Alters doch noch für die eine oder andere emotionale Regung zugänglich waren, so sind die „Bully“-Teens durch die Bank ohne jede soziale Orientierung. Sie interessiert wirklich gar nichts außer ihrem Vorteil, ihrem Spaß. Selbst die Liebe als einziges wahres Gefühl führt nur zur Katastrophe. Und die vorgebliche „Freundschaft“ zwischen den nicht zuletzt um die Gunst der Girls rivalisierenden Jungs ist nichts als frühreifes, kompromissloses Ausspielen von Machtinteressen.

    Die Clark-Fangemeinde wird sicher gern ein lustvolles Auge auf die deprimierende Generation der „fucking jerk-off assholes“ werfen. Clark selbst sieht seine Filme als „Familienfilme, die Eltern und Kinder zusammen sehen sollten“. Sein Werk über den erschreckenden Mangel an Kommunikation zwischen den Generationen macht so gesehen Sinn, denn für Gesprächsstoff sorgen Larry Clarks Filme mit Sicherheit. boe.
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