„Brot & Tulpen“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Humane und bizarre Erfolgskomödie aus Italien um eine Hausfrau, die sich emanzipiert.

Rosalba ist mit Mann und Söhnen auf Besichtigungstour antiker Ruinen und wird an einer Autobahnraststätte einfach vergessen. Per Anhalter versucht sie, heim nach Pescara zu kommen, landet jedoch in Venedig und beschließt, sich die Stadt ein wenig anzuschauen. Sie findet eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem gebildeten Kellner und heuert am nächsten Tag spontan bei einem Blumenhändler an.

Rosalba, Hausfrau und Mutter zweier Söhne aus Pescara, wird während einer Busreise von ihrem zerstreuten Ehemann Mimmo schlichtweg auf einer Autobahnraststätte vergessen. Um sich zu revanchieren, fährt sie mit einem Fremden nach Venedig, der Stadt ihrer Träume. Dort nimmt sie einen Job als Floristin an und zieht mit einem formvollendeten Kellner zusammen, der unter Depressionen leidet. Schnell gewöhnt sich Rosalba an ihr neues, aufregendes Leben und denkt überhaupt nicht daran, nach Hause zurückzukehren.

Rosalba wird an einer Autobahnraststätte von ihrer Reisegruppe vergessen. Sie beschließt die Gelegenheit zu nutzen und fährt alleine nach Venedig. Dort heuert sie spontan bei einem Blumenhändler an und wagt einen Neuanfang. Die Erfolgskomödie des Jahres 2000 in Italien.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Brot & Tulpen: Humane und bizarre Erfolgskomödie aus Italien um eine Hausfrau, die sich emanzipiert.

    Keine typische, laute, klamottige Italo-Komödie, sondern bei allem Temperament und aller italianità ein eher freundliches, humanes und dennoch ausreichend bizarres Vergnügen mit ein paar wunderbar anarchischen Momenten. Regisseur Silvio Soldini hat damit den Erfolg des Jahres in Italien gelandet. Insgesamt neun David die Donatello Preise in allen wichtigen Kategorien fielen auf die anfangs nur mit weniger als 30 Kopien gestartete Komödie. Das änderte sich sofort, als auch das Publikum seine großen Sympathien für die plötzlichen Urlaubsabenteuer einer einfachen Hausfrau entdeckte. Und auch in Deutschland dürfte ein größerer Zuschauerkreis seine helle Freude an dem Film haben.

    Soldini, der vom Dokumentarfilm kommt, hat ein gutes Gespür und eine genaue Beobachtungsgabe für Menschen, für eine Wirklichkeit, mit der sich identifizieren lässt. Sein Humor und sein Talent für Pointierungen von Einfällen, Situationen und Charakteren schaffen auf der Leinwand eine angenehm schwerelose Atmosphäre der Erzählung. Dabei ist die Story keineswegs von sensationeller Originalität, doch es sind die Details, die Freiheiten und vor allem die präzis auf den Punkt besetzten und inszenierten Darsteller, die für den Spaß mit nachdenklicher Wirkung sorgen. Die leichte Märchenhaftigkeit der Geschichte kommt dem nur zugute. Rosalba (Licia Maglietta) ist mit Mann und zwei Söhnen auf Besichtigungstour antiker Ruinen und wird an einer Autobahnraststätte einfach vergessen – der Bus fährt ohne sie ab. Per Anhalter versucht sie, heim nach Pescara zu kommen, landet jedoch in Venedig und beschließt, sich die Stadt ein wenig anzuschauen. Jetzt beginnt das Abenteuer: ein Anruf zu Hause, der Ehemann ist wütend, am nächsten Morgen verpasst Rosalba den Zug, findet, da sie nur wenig Geld bei sich hat, eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem kurios formvollendeten, anständig distanzierten und gebildeten Kellner (Bruno Ganz mit schnurrigem Hintersinn) und heuert am nächsten Tag spontan bei einem ebenfalls seltsam eigenwilligen Blumenhändler an. Die verständige, warmherzige, gut aussehende Frau spürt nicht nur den Kick, ein bisschen Zeit in Freiheit zu genießen, sondern stürzt sich auch mit großer Anteilnahme und Wissbegier auf die neuen Bekanntschaften, die sie in einer angenehm untypischen Venedig-Szenerie macht. Silvio Soldini geht es eindeutig um Menschen wie du und ich und um deren ganz individuelle Entdeckung einer Lebenskunst, in der die Italiener uns, zugegeben, um so manche Länge voraus sind. Mit diesem Film aber könnten wir einiges von ihnen abgucken. fh.

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