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Broken Wings

   Kinostart: 08.01.2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Einfühlsam erzählte Tragikomödie und Spielfilmdebüt des israelischen Filmemachers Nir Bergman.

Nach dem unerwarteten Tod des Familienvaters und Ernährers steckt die israelische Familie Ullman tief in der Krise. Mutter Dafna (Orly Zilberschatz-Banai) legt doppelte Arbeitsschichten ein und erntet dafür nichts als Streit und Undank von der verwöhnten Brut. Die ihrerseits fühlt sich unverstanden und rebelliert gegen Gott und die Welt, allen voran Tochter Maya (Maya Maron), die angehende Berufsmusikerin.

Eine Galerie der zerbrochenen Träume - mal nicht als depressiver Hieb in den Cineasten-Unterleib, sondern im Gewand einer pointierten, warmherzigen und nicht selten auch recht lustigen Familien-Tragikomödie.

Durch den tragischen Tod des Vaters hat Familie Ulman mit allerlei Spannungen und Problemen zu kämpfen: Nicht nur der finanzielle Ruin beutelt die zurück gelassene Ehefrau, sondern auch die zunehmende Entfremdung von den vier Kindern, die mit ihrer Trauer nicht umzugehen verstehen und sich von der Mutter vernachlässigt fühlen. Ein unverhoffter Vorfall bietet die Chance, die zerbröckelnden Familienbande wieder zu kitten.

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Darsteller und Crew

  • Orly Silbersatz Banai
    Orly Silbersatz Banai
  • Maya Maron
    Maya Maron
  • Nitai Gaviratz
    Nitai Gaviratz
  • Vladimir Friedman
    Vladimir Friedman
  • Dana Ivgi
    Dana Ivgi
  • Danny Niv
    Danny Niv
  • Daniel Magon
    Daniel Magon
  • Eliana Magon
    Eliana Magon
  • Yarden Bar-Kochba
    Yarden Bar-Kochba
  • Eitan Green
    Eitan Green
  • Nir Bergman
    Nir Bergman
  • Assaf Amir
    Assaf Amir
  • Yoav Roeh
    Yoav Roeh
  • Walentin Belonogow
    Walentin Belonogow
  • Einat Glaser-Zarhin
    Einat Glaser-Zarhin
  • Avi Belleli
    Avi Belleli

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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1 Bewertung
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Kritikerrezensionen

  • Broken Wings: Einfühlsam erzählte Tragikomödie und Spielfilmdebüt des israelischen Filmemachers Nir Bergman.

    Mit Gespür für absurde Situationen inszeniert Nir Bergman in seinem Debütfilm vor dem Hintergrund der politisch gespannten Lage den Alltag einer israelischen Familie, die über den Verlust des Vaters hinwegkommen muss und deren Mitglieder sich erst nach einem tragischen Unfall wieder langsam annähern. Auf der Berlinale erhielt „Broken Wings“ u.a. den Panorama-Publikumspreis und in seiner Heimat neun nationale Filmpreise.

    Nir Bergman hat ein Faible für Familienthemen. Seine mit dem Israelischen Filmpreis bei den Filmfestspielen in Jerusalem 2002 ausgezeichnete Serie „Reaching for Heaven“ handelte von einer weltlichen Familie, die sich mit der Entscheidung des Vaters für ein tiefreligiöses Leben auseinander setzen muss. Auch „Broken Wings“, sein erster abendfüllender Spielfilm, greift die Problematik der Entfremdung innerhalb des familiären Mikrokosmos auf. In einer unwirtlichen städtischen Umgebung, die der Regisseur aus seiner Kindheit kennt, spielt diese bewegende Mischung aus Drama und Komödie.

    Nach dem mehr zufälligen Tod des Vaters durch eine allergische Reaktion auf einen Bienenstich, bricht die Restfamilie auseinander. Während die Mutter im Krankenhaus als Hebamme arbeitet, verlieren die Kinder den Bezug zueinander, flüchten sich in neurotisches Abwehrverhalten. Jeder geht seinen Weg, verarbeitet den Verlust auf sehr persönliche Weise. Die 17jährige Maya fühlt sich durch Verantwortung für die jüngeren Geschwister überfordert und will alles hinschmeißen, liegt sich ständig mit der Mutter in den Haaren, ihr Bruder Yair verteilt als Maus verkleidet Werbeprospekte in der U-Bahn und schwänzt die Schule, das fünfjährige Nesthäkchen fühlt sich verlassen und der 10jährige Ido reagiert sich beim Freispringen in einen Swimmingpool ab, in dem allerdings das Wasser fehlt. Der Zerfall scheint nicht aufzuhalten. Erst ein schwerer Unfall bringt die Familienmitglieder wieder zusammen.

    Nir Bergman trifft mit seiner eindringlichen Betrachtung familiären Lebens in einer Zeit nicht nur der individuellen Verunsicherung voll ins Schwarze. Sehr nahe an den Figuren beschreibt er deren Sehnsucht nach emotionaler Geborgenheit und gleichzeitige Angst vor der Zukunft, die Zerbrechlichkeit des Glücks. Es sind die einfachen Bilder, die beeindrucken. Nicht große Ereignisse führen zur Veränderung, sondern viele kleine. Und dass trotz Trauer am Ende alle einen Neuanfang wagen und sich trauen - wenn auch sehr zaghaft - die Liebe füreinander offen zu zeigen, macht auch den Zuschauer zufrieden. mk.

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