Brick Poster
Alle Bilder und Videos zu Brick

Filmhandlung und Hintergrund

Brick: Von den Romanen von Dashiell Hammett inspirierter Neo-Noir, in dem ein Einzelgänger an einer Highschool in Südkalifornien nach dem Mörder seiner Ex fahndet.

Brendan Frye (Joseph Gordon-Levitt) zählt zu den Außenseitern an seiner Highschool in Südkalifornien. Eines Tages erhält er einen Anruf von seiner Exfreundin Emily (Emilie de Ravin). Die fühlt sich bedroht und verfolgt und ist kurz darauf tatsächlich spurlos verschwunden. Brendan forscht nach, lässt seine Beziehungen zu anderen Sonderlingen spielen und stößt auf gefährliche Leute, denen seine Nachforschungen gar nicht passen.

Auf dem Sundance Fim Festival erntete Rian Johnsons Versuch, einen klassischen Schwarze-Serie-Krimi à la Bogart und Hammett stilecht in den modernen Hochschul-Teeniekosmos zu versetzen, einigen Beifall.

Kurz nach dem verzweifelten Anruf von Ex-Freundin Emily, die um Hilfe bittet, findet der Einzelgänger Brendan Frye ihre Leiche. Mit Hilfe seines einzigen Freundes Brain begibt sich Brendan auf die Suche nach dem Mörder. Dafür muss er jedoch seine kühle Zurückhaltung aufgeben und in eine Welt eintauchen, die er wohlweislich immer gemieden hat. Doch irgendwo in der ihm fremden Welt der Highschool, ihrer Cliquen, Typen und Rituale, muss sich der Täter befinden.

An einer südkalifornischen Highschool fristet Brendan Frye ein selbst gewähltes Außenseiter-Dasein. Als eines Tages seine Ex-Freundin auf mysteriöse Weise verschwindet, begibt er sich auf Spurensuche und seziert das Cliquensystem der Highschool. Dabei wird er von betörenden Girls betrogen, bekommt es mit einem brutalen Schläger zu tun, und landet in den Armen des Drogenbarons The Pin. Doch Einzelkämpfer Brendan denkt gar nicht daran, sich jemandem unterzuordnen. Er sucht so lange weiter, bis er der grausamen Wahrheit gegenüber steht.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Zwischen Sportplatz und Schließfächern, Hobbykeller und Mensa entspinnt sich eine komplizierte, verzwickte Geschichte. Eine Geschichte, die direkt von Hammett oder Chandler stammen könnte, mit Bogart in der Hauptrolle im dunklen, stilisierten Film Noir der 40er. Ein Film Noir, der nicht zu den Klassikern zählen würde – zu kalkuliert kopiert ist der Plot –, aber ein Film immerhin, der sich ganz einlässt auf die Atmosphäre, die Dramaturgie, das Figurenpersonal großer Vorbilder.

    Rian Johnsons Regiedebüt mit „Brick“ kommt also gute 60 Jahre zu spät – das freilich kompensiert Johnson, indem er die Handlung einfach auf einer ganz normalen Highschool ansiedelt. Keine der hip konstruierten Schulen aus dem „American Pie“-Fahrwasser, auch nichts übermäßig Cooles wie in „Eiskalte Engel“, der Highschool-Version der Gefährlichen Liebschaften, sondern tatsächlich die Schule, die Johnson selbst besucht hatte. Erst durch die Figuren kommt die Stilisierung hinein, durch die altmodische Sprache, die knappen pointierten Dialoge, die Kleidung mit kleinen Details aus vergangenen Zeiten, das stoische Schauspiel, das über den Dingen zu stehen scheint: Der Film Noir wird heruntergebrochen auf den Teenager-Alltag, dadurch entsteht eine reizvolle Spannung zwischen Fiktion, die direkt auf klassische Filme verweist, und der schulischen Realität.

    Dieser Mehrwert: Das macht das Originelle des Films aus. Ein fatalistischer Plot um leidenschaftliche Liebe, um Verführung, Intrige und Mord: Das hat man schon gesehen, aber noch nicht so. Sicherlich gibt es Anfängerfehler, die teilweise auch auf das Minibudget von 500.000 Dollar zurückzuführen sind – Johnsons Familie hat den Film zum großen Teil finanziert. Die Kameraführung ist manchmal unbeholfen, das Licht flach, das Set Design zu einfach, fast zu dokumentarisch. Und die Hauptfigur ist zu tough für einen 17-, 18-Jährigen, zu souverän bei seinem Plan, all die verschiedenen Fraktionen gegeneinander auszuspielen: Schließlich: Ein wirkliches Gefühl für die Highschool-Welt mit ihren verschiedenen Schichten, wie sie im Film behauptet wird, mit der klaren Hierarchie der Cliquen, will nicht aufkommen, zu kompliziert stehen die Dinge, als dass die Grundstruktur herausgearbeitet werden könnte.

    Insgesamt aber ist das Drehbuch sehr genau, die Balance zwischen Künstlichkeit in Dialog und Handlung und der Authentizität von Setting und Milieu wird gehalten, und die Inszenierung ist ökonomisch, witzig und auf den Punkt. So dass keine Langeweile aufkommt.

    Fazit: Film-Noir-Handlung im Highschool-Milieu: Trotz kleiner Mängeln ein spannendes Regiedebüt.
  • Teenies, die noch bei ihrer Mutti wohnen, sind die härtesten Gangster in einem raffiniert-intelligenten Neo-Noir, der ein spannendes Garn um seine Mord-Mystery spinnt, die ein junger Einzelgänger auf der gefährlichen Suche nach seiner Ex aufdeckt.

    Die zeitgenössische Highschool wird von Schülern bevölkert, die sich im Stil der 40er-Jahre-Krimis eines Dashiell Hammett (“Die Spur des Falken”) verhalten – eine Grundidee, die an Alan Parkers zu parodistischen “Bugsy Malone” erinnert, doch Rian Johnson hat bei seinem No-Budget-Debüt die Zügel fest im Griff. Wie bei “O” gelingt auch hier anspruchsvolles Kino mit Teenpersonal, smart, voller Ersprit, virtuos, eine Hommage an die schwarze Serie mit dichter Handlung. Diese ist ein Thriller in gleißend hellen Bildern:

    In einem Abwasserkanal entdeckt Brendan (Joseph Gordon-Levitt) die Leiche seiner Ex-Freundin Emily (Emilie de Ravin), die er seit ihrem mysteriösen Hilfeanruf zwei Tage lang verzweifelt gesucht hat. Mit Hilfe seines einzigen Vertrauten, “The Brain” (Matt O’Leary), taucht er in die Unterwelt seiner Schule ein, wo Drogenlord “The Pin” (Lukas Haas) alle Fäden zieht. Mit unbeirrbarem Starrsinn eines Sam Spade dringt der Amateur-Detektiv in ein Netz der Täuschung ein, begegnet Femme Fatales wie Laura (Nora Zehetner) und brutalen Schlägern wie Tugger (Noah Fleiss). Der Sumpf ist tief und beim aussichtslosen Unterfangen ihn trockenzulegen, holt er sich mehr als nur eine blutige Nase.

    Rian Johnsons von innerer Coolness angetriebenes Crime-Drama ist ein cineastischer Coup mit allen Zutaten eines Hardboiled-Krimis, ein mit Hingabe inszeniertes Ereignis, bei dem sich der ganze Plot als doppelbödiger McGuffin herausstellt, aber dennoch stringent und direkt durch seine Wendungen schreitet. Die im einschlägigen Jargon gehaltenen Dialoge bieten herrlich taffe Wortgefechte zwischen versteinerten Mienen. Johnson nutzt die Stilelemente weidlich, beherrscht lakonische Gewaltausbrüche ebenso wie knochentrockenen Humor, der an beiläufiger Verwegenheit seinesgleichen sucht.

    Ein Glücksgriff sind die Darsteller, allen voran Joseph Gordon-Levitt (“Mysterious Skin”), der mit Bravour einen harten Hund à la Bogart gibt, abgebrüht, zu allem entschlossen, ein gewiefter Taktiker, der seine Gegner ausspielt. Ebenso Lukas Haas als manierliches Monster, das sich von seiner Mami Kekse kredenzen lässt. Eine starke Entdeckung vom Sundance Filmfestival, die zurecht auch mit dem neuen Publikumspreis des Fantasy Filmfests 2006 ausgezeichnet wurde. tk.

Zuletzt angesehen und Empfehlungen

News und Stories

Kommentare