Ebenso wie „9/11“ bekommen nun auch die Helden der im letzten Jahr explodierten Öl-Plattform ihr Hollywood-Denkmal.

Die Ölkatastrophe von BP bekommt nun Unterhaltungswert Bild: RTL II

Die Ereignisse auf der Bohrinsel „Deep Water Horizon“, die im April 2010 im Golf von Mexiko explodierte, sollen verfilmt werden. Wie die Produktionsfirmen Summit Entertainment („Twilight„) und Participant Media („Syriana„) mitteilen, habe man sich die Rechte an einem entsprechenden Artikel in der New York Times über die Besatzung der Plattform gesichert:

Der Text mit der Überschrift „Die letzten Stunden der ‚Deep Water Horizon'“ beschäftigt sich mit dem verzweifelten Kampf der Mitarbeiter im Angesicht des Infernos: „Der Film wird die Helden der ‚Deep Water Horizon‘ porträtieren und denen verpflichtet sein, die sich bis zum Schluss füreinander eingesetzt haben.“

Den Rest könnte Michael Moore besorgen

Das Ganze dürfte also eine Art zweite „Titanic“ werden - mit tollen Schauwerten, dicken Explosionen und viel Pathos. Ob bei diesem Film die Schuldfrage von BP überhaupt angesprochen wird, bleibt fraglich. Ebenso zweifelhaft ist es, dass die Auswirkungen des Unglücks, die mit einem gigantischen Ölteppich im Golf von Mexiko zu einer der größten und immer noch andauernden Umweltkatastrophen aller Zeiten führte, überhaupt erörtert werden. Dies wäre dann vielleicht eher ein Thema für den zänkischen Kultfilmer Michael Moore, der es versteht, den Finger in die Wunde zu legen und dabei doch spannend zu erzählen.

Wann der Film ins Kino kommen soll, steht noch nicht fest.

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