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Fakten und Hintergründe zum Film "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1"

Fakten und Hintergründe zum Film "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1"

Das bringt der Serienherbst auf Disney+

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Die „Twilight“-Saga mit Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner in den Hauptrollen erzählt die Geschichte der 17-jährigen Bella Swan, die zu ihrem Vater in die kleine Stadt Forks im US-Bundesstaat Washington zieht und dort Edward Cullen kennen lernt. Sie fühlt sich gleich zu ihrem seltsam blassen Klassenkameraden hingezogen, doch Edward verhält sich abweisend. Aber schließlich müssen sich beide eingestehen, wie sehr sie den anderen begehren – auch nach Edwards Geständnis, dass er und seine Familie Vampire sind… Was die Sache noch komplizierter macht: Bellas bester Freund Jacob Black stellt sich als Werwolf heraus, und Werwölfe haben nur ein Ziel: Vampire zu töten…!

TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“), der erste Teil der actiongeladenen, modernen Vampirgeschichte, startete im November 2008 und wurde fast über Nacht zum Sensationserfolg. Der zweite Teil NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („New Moon“) kam im November 2009 ins Kino, gefolgt vom dritten Teil ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („Eclipse“) im Juni 2010.

Zusammengenommen haben die Filme weltweit 1,8 Milliarden Dollar eingespielt – und bei ihrem Erscheinen auf DVD weitere Rekorde gebrochen. Von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE wurden gleich am ersten Wochenende 4 Millionen DVDs verkauft – eine Zahl, die sogar noch das Ergebnis von TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN übertraf, der 3,8 Millionen Stück verkaufte. Bei allen Neuerscheinungen öffneten Läden in den USA und vielen weiteren Ländern extra schon um Mitternacht des ersten Verkaufstages, um die Neugier der schier unersättlichen „Twilight“-Fans so schnell wie möglich zu befriedigen. Die DVD-Verkäufe des dritten Films ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT eingerechnet, sind von der „Twilight“-Saga allein in den USA bislang über 25 Millionen DVDs bzw. Blu-Ray Discs umgesetzt worden.

Wie das zugrunde liegende Buch, führt auch der Film BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT in seinem ersten Teil die drei Hauptfiguren an die Schwelle des Erwachsen-Werdens und setzt mit der hektischen Geschäftigkeit der letzten paar Tage vor Bellas und Edwards Hochzeit ein. „Am Ende von ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT verlassen wir die beiden, wie sie auf der Wiese über ihre bevorstehende Hochzeit sprechen, und BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT beginnt damit, wie alle uns bekannten Figuren Einladungen für die Hochzeit kriegen. Bella und Edward sind ganz schön aufgeregt, und dann geht es auch schon los mit ihrer Jahrhundert-Hochzeit“, erklärt Produzent Wyck Godfrey, der von Beginn an die Filmreihe betreut hat: „Dann geht es nach Brasilien, wo sie ihre Flitterwochen auf der Isle Esme verbringen und worauf sie sich schon sehr gefreut haben. Doch dann gibt es, wie in jeder Ehe, Probleme. Ihr Problem ist Bellas plötzliche Schwangerschaft. Am Ende von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT ist Bella nicht mehr ledig, nicht mehr Jungfrau – und sie ist auch kein Mensch mehr!“

In diesem Teil der Serie geht es um große, erwachsene Themen: um Heirat, Familie und um die Frage, was man zu tun bereit ist, um die zu schützen, die man bedingungslos liebt. „Mir haben immer solche Geschichten gefallen, in denen die Figuren auch erwachsen werden dürfen“, sagt Stephenie Meyer: „Ich mochte es dagegen nicht, wenn sie in einem bestimmten Lebensalter quasi eingefroren sind und immer und immer wieder dasselbe erleben. Ich habe ,Anne auf Green Gables’ geliebt, eben weil sie aufwuchs, heiratete, sechs Kinder bekam und dann auch erlebte, wie ihre Kinder groß wurden und selbst heirateten. Das fühlt sich nach echtem Leben an, so wie sich die Geschichte fortschreibt. Deshalb hatte ich auch anfangs vor, die „Twilight“-Geschichte über die Generationen hinweg zu erzählen.

Als ich mich damals ans Schreiben machte, war das ein solches Glücksgefühl und mit so viel kreativer Energie verbunden, dass ich nicht wieder aufhören mochte und dachte, so könnte ich ewig weitermachen.“

Meyer weiter: „Am Ende von ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT verschwindet Jacob mit gebrochenem Herzen in die Wälder, und Bella bekennt sich endgültig zu Edward – er war immer der Richtige für sie. Während in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT die anderen die Hochzeitsvorbereitungen genießen, weiß Jacob nicht, wo er steht. Er flüchtet Richtung Norden nach Kanada und führt dort einige Monate lang das Leben eines Wolfes. Aber Jacob ist nicht für sehr lang verschwunden, denn Bella und Edward geben ihre Verlobung im Juni bekannt, und bei der Hochzeit, die am 13. August stattfindet, taucht Jacob wieder auf.“

Für die beiden letzten Teile der Filmreihe, die gleichzeitig gedreht wurden, übernahm Meyer auch die Rolle der Produzentin und war während der Dreharbeiten täglich am Set. „Stephenies Beteiligung an den Filmen ist von Mal zu Mal immer intensiver geworden, und unsere Beziehung hat sich entsprechend weiterentwickelt. „Es fing mit Stippvisiten bei TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN an, ging mit regelmäßigen Besuchen bei NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE und ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT weiter, und jetzt arbeitet sie Vollzeit hier. Ich verbringe mehr Zeit mit ihr als zuhause mit meiner Frau“, lacht Godfrey: „Ich schätze unsere Freundschaft sehr. Das Tolle am Filmemachen ist ja, dass es wie ein Ferienlager für Erwachsene ist. Dort geht man enge Freundschaften ein, die den Rest des Lebens halten.“

„Dass ich den Film mitproduziert habe, hat meine Arbeit im Vergleich zu den anderen Filmen kaum verändert“, fügt Meyer hinzu: „Ich war schon immer Teil des Entscheidungsprozessen gewesen, zu dem auch gehört, Kompromisse einzugehen. Aber es macht schon einen Unterschied, weil man sich als Produzent ständig Sorgen um das Wetter macht und sich fragt, ob man am nächsten Tag drehen kann. Das war eine neue Erfahrung für mich.“

Godfrey ergänzt: „Wie schon bei den vorigen Filmen war es so, dass wir sie kontaktiert haben, wenn es um eine Frage zur Mythologie ging, ob sie nun physisch anwesend war oder nicht, und auch vorher schon hatte sie das ganze Material zu sehen bekommen. Aber jetzt war sie eben auch in den Momenten da, in denen neue Ideen aufkamen. Sie vor Ort zu haben, hat auch den Schauspielern geholfen, die mehr über ihre Figur wissen wollten. Und inzwischen ist sie auch sehr versiert, was das Filmemachen betrifft – die letzten drei Filme waren so etwas wie ihre praktische Ausbildung.“

Meyer stand auch wieder der Drehbuchautorin Melissa Rosenberg, Veteranin der „Twilight“-Reihe, mit ihrem Wissensschatz zur Verfügung. „Melissa hat eine unglaubliche Arbeit geleistet, die Bücher in eine Geschichte fürs Kino zu verwandeln. Seit dem ersten Film hat sie uns geradezu mitgezogen und sich immer schon in die Arbeit am nächsten Buch hineingekniet, während wir noch mit dem vorigen Film beschäftigt waren; so hat sie uns auch ständig gezwungen, auf den Zusammenhalt der verschiedenen Teile zu achten“, erklärt Godfrey: „Ich denke, ihre Erfahrung als Autorin fürs Fernsehen trägt dazu bei, dass sie weiß, wie man eine Show am Laufen hält. Melissa hat Stephenies Welt völlig durchdrungen, und die beiden verstehen sich wunderbar. Sie ist immer sehr klar darin zu sagen, was sie vorhat, und Stephenie entscheidet, was verzichtbar ist und was unbedingt drin bleiben muss. Es ist eine sehr starke berufliche Partnerschaft.“

Die Romanvorlage „Bis(s) zum Ende der Nacht“, die teils aus Bellas, teils aus Jacobs Perspektive erzählt wird, hat im englischen Original über 750 Seiten, und so kam schon sehr früh die Überlegung auf, aus dem Buch zwei Filme zu machen. „Als ich das Buch las, stach für mich ein Moment ganz besonders heraus: Als Bella die Augen öffnet – und ihre Augen rot sind. Das war ein nicht so sehr ein Aha-Erlebnis, weil es natürlich so kommen muss. Aber ich fand, das wäre der Punkt, an dem man perfekt zeigen kann, wie sich Bellas Wandlung vom Menschen zum Vampir – und zu einer Mutter – vollzieht. Es sind zwei völlig unterschiedliche Welten.“

„Ganz zu Beginn der Arbeit machte ich einen groben Entwurf für beide Geschichten, denn bevor wir weitermachen konnten, musste zunächst einmal klar sein, dass es funktionieren würde. Und so umfangreich das Buch war: Es waren noch nicht wirklich zwei ganze Filme darin – wie brauchten noch mehr. Und an mir lag es nun sicherzustellen, dass wir genug für zwei Filme hatten. Das war eine ganz schöne Belastung“, lacht Rosenberg.

Der erste Teil erzählt von Bellas Familiengründung; der zweite davon, wie sie ihre Familie beschützt. Rosenberg fügt hinzu: „In Teil 1 geht es darum, das Elternhaus zu verlassen und wirklich erwachsen zu werden: zu heiraten, Kinder zu bekommen und eine ganz neue Kraft zu erlangen. Man ist plötzlich auf sich gestellt, und diese sehr erwachsene Geschichte widerfährt hier einer 18-Jährigen. Teil 1 endet mit dem Moment, in dem Bella aufwacht und zum Vampir geworden ist, und genau mit diesem Augenblick fangen wir in Teil 2 an.“

„Anfangs ist alles wunderbar, und es sieht ganz so aus, als ob eine wunderbare Romanze ein perfektes Ende genommen hätte. Aber wie in allen anderen Ehen auch gibt es Schwierigkeiten – ‚Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage‘ gibt es im wahren Leben nun einmal nicht“, so Rosenberg weiter: „Eine glückliche Ehe ist das Ergebnis harter Arbeit – das kann einem jeder bestätigen, der verheiratet ist. Bella und Edward müssen ihre Probleme bewältigen, und bei ihnen kommt noch hinzu, dass es um Leben und Tod geht – der Einsatz könnte höher nicht sein.“

Nach Catherine Hardwicke, Chris Weitz und David Slate wurde Bill Condon in die Riege der „Twilight“-Regisseure aufgenommen – auf ihn fiel die Wahl für die Regie der letzten beiden Filme. „Bei BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT hatten wir wirklich die Qual der Wahl. Eine ganze Reihe hervorragender Regisseure ließ uns wissen, dass sie an dem Projekt Interesse hätten – und auch an der Herausforderung, zwei Filme gleichzeitig zu drehen“, sagt Godfrey: „Wir hatten Bill Condon schon für NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE und für ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT angefragt, und als wir uns an die Suche für BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT machten, hatte er Zeit und war auch weiterhin interessiert, worüber wir uns alle sehr gefreut haben. Ich werde nie vergessen, was er bei einer unserer allerersten Besprechungen sagte: „Ich glaube, ich bin auf Twilight ,geprägt’“ – das Wort war die perfekte Umschreibung, wie sehr er sich zu den Büchern und den Filmen hingezogen fühlte.“

Condon hatte eine ganze Reihe von Gründen, diesen Film machen zu wollen: „Ich fand es sehr interessant, wie sich die Filme voneinander unterscheiden“, merkt Condon an: „Jeder Regisseur ist die Geschichte ganz anders angegangen, obwohl es ja eine fortlaufende Handlung von Buch zu Buch gibt. Natürlich geben einem die Bücher und die Drehbücher einen Rahmen vor, aber innerhalb dessen war es jedem der drei Regisseure gelungen, etwas ganz Eigenes zu erschaffen. Mich hat ganz besonders gereizt, dass sich der vierte Teil von den vorigen deutlich unterscheidet – und klar ist auch, dass sich der fünfte Film wiederum vom vierten Film unterscheiden wird. Es ist die einmalige Gelegenheit, dem Ganzen einen eigenen Stempel aufzusetzen.“

„Vorher hatte einfach nie das Timing gestimmt“, fügt Condon hinzu: „Aber BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT passierte genau in dem Augenblick, als klar wurde, dass ein anderer Film, den ich drehen wollte, nicht zustande kommen würde. Ich kriegte einen Anruf, las den Drehbuchentwurf und den Roman – und war gleich richtig scharf drauf. Das liegt auch daran, dass die vorigen Filme den Boden bereitet haben für das, was jetzt passiert. Bella heiratet, hat zum ersten Mal Sex, wird schwanger, kriegt ein Kind, stirbt und wird als Vampir wiedergeboren – und das ist bloß der erste Film!“

„Bei all den Erwartungen ist im Grunde der ganze Film der Höhepunkt der Geschichte“, fügt er hinzu: „Es war sehr befriedigend, das klassische große Hollywood-Melodrama mit einem coolen, intensiven Horrorfilm zu mischen. Dies beides aufeinanderprallen zu lassen hat zu etwas ganz Eigenem geführt, das seinesgleichen sucht. Und außerdem bin ich ein großer Fan von Vampirfilmen!“

Am Ende des letzten Films schwebte eine Bedrohung über Bellas und Edwards Glück: das Wissen, dass Bella gemäß der Gesetze der Volturi zum Vampir werden muss. „Die Volturi werden im zweiten Teil ganz massiv auf der Leinwand zu sehen sein, aber dass die Zeit bis zu ihrem Erscheinen abläuft und sie nur darauf warten, ist während des ganzen ersten Teils klar“, erklärt Godfrey.

„In diesem Film kommt die eigentliche Bedrohung nicht nur von innen – in Gestalt des Kindes, das Bella in sich trägt –, sondern auch von außen, weil der Angriff der Wölfe auf das Haus der Cullens unmittelbar bevorsteht. Die Bedrohung durch die Volturi ist ein wenig in den Hintergrund gerückt, weil es hier zunächst um die inneren Spannungen von Forks, Washington geht, insbesondere darum, was für Folgen die Geburt des Kindes auf den brüchigen Waffenstillstand zwischen den Vampiren und den Werwölfen haben wird“; sagt Godfrey: „Bill ist genau der richtige Mann für diese Art von Geschichte: Er liebt das Genrekino und Fantasy; er hat seine Karriere schließlich als Genreautor begonnen. Außerdem ist er jemand, der eine sehr genaue Vorstellung vom optischen Eindruck seiner Filme hat; man denke bloß an DREAMGIRLS.“

„Es gibt so manche klassischen Hollywood-Genres, die nie ganz aus der Mode kommen, Musicals etwa. Mich interessiert, wie man einen gelungenen Genrefilm hinbekommt“, sagt Condon: „Dies ist für mich ein klassisches romantisches Melodrama. Viele werden davon heute nicht mehr produziert, aber dieses Genre, das heute mehr oder weniger hintenüber gefallen ist, war lange Jahre eines der erfolgreichsten überhaupt, gerade in Hollywoods goldenem Zeitalter. Mich an diesem Genre zu versuchen und von den Emotionen dieser Frau durch Farben, Musik, Kameraeinstellungen und das Produktionsdesign zu erzählen, war spannend – so ein Angebot bekommt man nicht alle Tage.“

„Ich erinnere mich sehr gut an unsere ersten Vorgespräche. Uns allen war klar, dass wir vor einer großen Herausforderung standen, Dinge wie den ersten Sex, sprechende Wölfe und das Prägen richtig hinzubekommen. Die Geschichte ist pure Fantasy, und wir mussten es schaffen, den Kinogänger dazu zu bringen, an all diese außergewöhnlichen Dinge zu glauben. Wir erschafft man ein solches Universum auf glaubhafte Art und Weise?“

„Produzent Wyck Godfrey und Koproduzent Bill Bannermann waren so etwas wie das Netz bei diesem Drahtseilakt. Wyck hat alle vorigen Filme produziert, und Bill kam bei New Moon zum Team dazu“, erklärt Condon. „Sie haben unglaublich viel Wissen und Erfahrung angesammelt, und so steuern sie einen ganz sanft um Probleme und Sackgassen herum. Ich fand es auch spannend mitzuerleben, wie sehr sie sich auch bei diesem Mal wieder auf die Herausforderungen freuten, die das Buch mit sich brachte.

Condon, der für sein Drehbuch zu Gods and Monsters über die letzten Tage des Frankenstein-Regisseurs einen Oscar® gewonnen hatte, musste nicht lange davon überzeugt werden, das letzte Kapitel auf zwei Filme aufzuteilen: „Das war eine ganz klare Sache. Das Buch hat drei Teile: Anfang und Ende werden aus Bellas Sicht erzählt und der Mittelteil aus Jacobs Perspektive. Bellas Geschichte bricht in dem Moment ab, in dem sie zum Vampir wird, und das ist auch für uns die Trennung. Was alles bis dahin passiert, ist Stoff für einen ganzen Film. Wenn wir das alles in 50 Minuten hätten abhandeln müssen, wären wir immer nur an der Oberfläche geblieben. Nein, es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.“

„Das Buch nimmt auch deshalb Jacobs Perspektive ein, weil Bella schwer erkrankt und ans Bett gefesselt ist“, fügt Meyer hinzu: „Weil sie so krank ist, bekommt sie nichts von dem mit, was um sie herum vorgeht. Bella ist von den Geschehnissen abgeschnitten, aber das Publikum muss natürlich trotzdem erfahren, was vorgeht, und an diesem Punkt, fand ich, müsste eine andere Figur die Erzählung übernehmen. Wir erleben mit Jacob zusammen, welche Folgen ihre Entscheidung hat, und wir erleben auch Edwards Zerrissenheit, wenn er ohne sie ist.“

Condon ist selbst ein erfahrener Drehbuchautor; dennoch war er froh, die Arbeit am Skript Melissa Rosenberg überlassen zu können. „Ihr Exposé war unser Ausgangspunkt. Sie dabei zu haben, war wunderbar, weil sie so genau um all die Herausforderungen wusste, ein solches Buch fürs Kino zu adaptieren. Melissa ist eine wundervolle Schreiberin, und die Zusammenarbeit mit ihr gehört für mich zu den Höhepunkten der ganzen Arbeit. Es war toll, nicht selber schreiben zu müssen und stattdessen mit ihr zu diskutieren. Melissa kennt diese Welt in- und auswendig und weiß genau, mit was für einer Stimme jede einzelne Figur spricht. Es war eine rundum angenehme Zusammenarbeit.“

„Es ist immer etwas kitzlig, wenn ein Regisseur normalerweise auch der Autor seiner Filme ist. Und Bill Condon ist außerdem noch ein Oscar®-Gewinner, und zwar einer, den ich schon immer bewundert habe“, kommentiert Rosenberg: „Es konnte nur einen der beiden möglichen Wege geben: entweder er hätte nicht recht gewusst, wie man mit Drehbuchautoren spricht und das Skript einfach an sich gerissen, weil er es so gewohnt ist. Oder aber er weiß ganz genau, wie man dem Autor eine Idee verständlich macht und hilft dem Autor, das Beste aus dem Material herauszuholen. Bill gehört zur zweiten Kategorie. Mit ihm habe ich so gut zusammengearbeitet wie selten mit jemandem zuvor. Ihm war klar, was das Herzstück der Geschichte sein müsste und er hat sie in Höhen gehoben, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Nach 20 Jahren im Geschäft als Drehbuchautorin habe ich von ihm noch etwas lernen können. Er hat mich dazu gezwungen, mich noch stärker anzustrengen. Dank Bill bin ich heute eine bessere Autorin als vorher.“

„Ich hatte schon drei „Twilight“-Filme geschrieben und fing an, müde zu werden. Das gibt kaum ein Autor jemals zu, aber ich wäre fast froh gewesen, wenn er das Drehbuch einfach im damaligen Zustand übernommen und selbst aufpoliert hätte. Aber als wir uns zum ersten Mal zusammensetzten, sagte er: ,Ich will’s nicht selber schreiben – du machst es!‘ Ich konnte nur ,Ach ja?‘ erwidern. Da wünscht man sich ein einziges Mal, dass der Regisseur das Skript umschreibt, und dann weigert er sich“, lacht Rosenberg. „Seine Anmerkungen waren dann aber immer sehr präzise, sehr kreativ und sehr inspirierend.“

„Bill und ich gingen zunächst die Story-Entwürfe gemeinsam durch, aber dann machte ich mich allein an die Arbeit, die Drehbücher zu schreiben. Die wirkliche Arbeit beginnt ja erst nach den ersten Drehbuchfassungen. Der erste Konflikt in der Ehe ist, dass Bella Sex will. Sie will das ganze menschliche Spektrum an Emotionen erleben, aber Edward fürchtet viel zu sehr um ihre Sicherheit. Also kommt es zum Kampf: Sie versucht, ihn zu verführen, und er versucht zu widerstehen. Und wie man aus dem Buch weiß, gewinnt sie“, lacht Rosenberg: „Bill ging es darum, die Emotionen der beiden aus der universellen menschlichen Erfahrung herauszuarbeiten und dieses Thema von Anfang bis Ende durchzuziehen. All das muss natürlich aus den Figuren heraus entstehen. Bill und ich sind jede Szene, jede Seite, jede einzelne Zeile durchgegangen, um an diesen Momenten, die ihre Charaktere zeigen, zu arbeiten.“

„Allen ist es sehr, sehr wichtig, dass die Filme dem gerecht werden, was in den Büchern steht“, sagt Condon: „Mir ging es genau so, und deshalb war es auch so toll, Stephenie Meyer ständig zur Hand zu haben, um sie etwa zu fragen, wie sich eine bestimmte Figur in dieser oder jeder Szene verhalten würde. Es war einfach unglaublich, dass die Autorin immer präsent war und ihre Einschätzung geben konnte. Außerdem macht es sehr viel Spaß mit ihr. Sie hat wirklich einen ziemlich sarkastischen Humor, gerade wenn es um die besonders intensiven Szenen ging. Sie ist ein sehr humorvoller Mensch.“

Auch Meyer genoss die Zusammenarbeit. „Die Arbeit mit Bill war super. Er ist sehr offen – als Mensch und auch in Bezug auf seine Arbeit“, sagt Meyer: „Ich hatte noch mit keinem Regisseur zusammengearbeitet, der mir einen ganz frühen Rohschnitt gezeigt hätte. Aber er wusste wohl, wie gut auch das schon aussah… Er ist stolz auf seine Arbeit. Er hat ein unglaubliches Händchen dafür, das menschliche Element in der Fantasy hervorzuholen, was auch das ist, was ich mache. Auf diese Ebene gibt es eine direkte Verbindung zwischen uns. So konnte er einige wunderschöne Momente zwischen Bella und Edward schaffen, etwa wenn sie sich entschließt zu sterben – und Edwards Reaktion darauf. Ich denke, auch die Geburtsszene ist deshalb so emotional, weil Bill den Schwerpunkt auf die menschliche Reaktion, auf den Verlust legt und sich nicht so sehr um das Blutvergießen kümmert. Bill ist sehr einfühlsam, was so etwas betrifft. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht, mit ihm an der Ausgestaltung der Hochzeit zu arbeiten – er hatte tolle Ideen, was zum Beispiel die Musik betrifft, die gespielt werden müsste. Es wird mit Sicherheit eine ganz großartige Szene.“

„Wie groß Bills Talent ist, ist offensichtlich – er hat Oscar®-reife Leistungen aus Leuten herausgekitzelt, die niemals zuvor gespielt hatten“, fügt Godfrey hinzu. „Er hat seinen Schauspielern viele Nominierungen verschafft, und allein daran sieht man schon, dass er ein großartiger Regisseur ist, wenn es um das rein Schauspielerische geht. Und er hat auch einen Drehbuch-Oscar gewonnen. Er versteht etwas von der Story, er versteht etwas von Charakterisierung, und er findet immer einen filmischen Weg, seine Figuren zu beschreiben. Kristen, Rob, Taylor, und auch alle anderen, die nun seit drei Jahren mit diesen Filmen zu tun hatten, suchen nach Möglichkeiten, mehr aus ihren Rollen herauszuholen. Man möchte sich als Schauspieler weiterentwickeln, und deshalb muss sich auch die Figur weiterentwickeln, und so war die Entscheidung, einen so erfahrenen und kenntnisreichen Mann wie Bill zu holen, ein echter Glücksfall. Er ist der Richtige dafür, die komplexen Themen in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT zusammenzufügen. Im Publikum sitzen Kinder, die noch nicht geheiratet haben, die noch nicht schwanger waren, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, und daher war es so wichtig, jemanden wie Bill zu haben, der sie an diese Themen heranführt.“

Condon freute sich schon darauf, mit seinen jungen Hauptdarstellern bei dieser weiblich geprägten Geschichte zusammenzuarbeiten. „Dass die zentrale Figur – Kristen Stewarts Rolle – eine Frau ist, was für mich ein großes Plus. Ich bin ein großer Fan von Kristens Arbeit, im Film und anderswo. Die Rolle als ihr kreativer Partner während dieser unglaublichen Reise über zwei Filme hinweg war ein großer Anreiz für mich, bei dem Projekt dabei zu sein“, erklärt Condon.

„Gott sei Dank, dass es Bill Condon gibt“, sagt Kristen Stewart, die über die gesamte Filmreihe hinweg die Heldin Bella Swan dargestellt hat: „Man braucht jemanden, der über alle Details Bescheid weiß, so dass man sich als Darsteller einfach fallen lassen und seinen Gefühlen folgen kann. Es war mit jedem Regisseur eine einmalige Erfahrung, genau wie jede Freundschaft, die man im Leben eingeht, einzigartig ist.“

„Bill ist nicht nur einer der nettesten Menschen, die ich kenne, er ist auch ein großartiger Regisseur; das war bei diesem letzten Film wirklich gut, denn man stand schon ehrfürchtig davor“, fügt Stewart hinzu: „Es ist ein sehr ehrgeiziges Projekt. Eigentlich ist es verrückt, sich für so lange Zeit auf eine Sache einzulassen, denn irgendwann hat sich so viel Energie in dir aufgestaut, dass es irgendwann eine Explosion geben muss und dann kann man nur hoffen, dass man von Leuten umgeben ist, die wissen, wie man die Energie auffängt.“

Robert Pattinson, der in der Saga als Vampir Edward Cullen zu sehen ist, stimmt zu: „Bill ist super. Er hatte wirklich einen harten Job. Es war ein sehr langer und sehr intensiver Dreh, und trotzdem war er die ganze Zeit ruhig, freundlich und zuvorkommend. Er ist ein unglaubliches Talent und war mit sehr viel Herzblut beim Projekt dabei.“

„Bill hatte es hier mit einer ganz anderen Geschichte zu tun, und viele andere hätten sich sicher gescheut, ein solches Thema zu behandeln, er aber hat es sich ganz zu eigen gemacht“, so Pattinson weiter: „Ihm gefielen die Elemente des Horrorfilms, die für eine Filmreihe, die eigentlich für ihre Romantik bekannt ist, ziemlich gewagt sind. Das ist spannend, denn was bringt es, die Aspekte zu betonen, die sowieso jeder kennt – dann sollte man es doch lieber anders und aufregend machen. Dafür hat er meinen Respekt. Er hat ein tolles Gespür für das Visuelle. Bei einigen der Szenen, die man in einem jugendfreien Film niemals haben dürfte, ist er auf sehr schlaue Ideen gekommen, das Ganze sehr suggestiv zu machen – man sieht nichts Explizites, aber es sind dennoch sehr starke Bilder, an die man sich lange erinnert.“

Taylor Lautner, der ein weiteres Mal den Werwolf Jacob Black spielt, fügt hinzu: „Bill ging es immer in erste Linie um die Figuren. In BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT gibt es so viele Rollen, dass wir dringend jemanden brauchten, der mit dieser Menge umgehen konnte – keine einfache Aufgabe. Das Verrückte ist ja, dass nicht nur unsere Figuren erwachsen geworden sind, sondern auch wir selber. Ich habe mir Bilder von uns in TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN angeschaut, und wir sehen darauf so jung aus. Es ist wirklich verrückt. ich war damals 16. Es ist eine irre Erfahrung, dass wir in den letzten drei, vier Jahren gemeinsam groß werden konnten.“

Lautner fährt fort: „Alle haben sich mit Bill angefreundet. Wir hatten so viel Spaß mit ihm. Er ist echt unglaublich. Ich brauche gar nichts über sein Talent zu sagen, er ist einfach großartig, und das hat er längst bewiesen. Es kommt wirklich selten vor, dass man so sehr einen Draht zu jemandem findet, und ich bin sehr dankbar dafür, ihn für die letzten beiden Filme dabei gehabt zu haben. Ohne ihn wäre dies so nicht möglich gewesen.“

Die jungen Darsteller waren auch froh über die Hilfestellung, die ihnen die Autorin Stephenie Meyer leisten konnte. Lautner sagt: „Ich kann ihr gar nicht genug danken. Sie hat diese ganzen Figuren erfunden, und sie dabei gehabt zu haben, war wunderbar, weil dies nun einmal der komplexeste und komplizierteste Film von allen ist. Sie hat auf alles eine Antwort, und außerdem ist sie ein ganz schöner Witzbold. Sie hat viel Humor, und alle fühlten sich ihr nahe.“

„Ich wünschte mir, sie wäre auch schon bei den anderen Filmen jeden Tag am Set gewesen“, sagt Stewart: „Ich fand es toll, dass sie so oft hier war. Am Set geht es immer sehr stark darum, auf ein gewisses Energielevel zu kommen. Selbst wenn die Szene perfekt geschrieben ist und alle wissen, was gefordert ist: Wenn nicht alle in diesem bestimmten Moment ihr bestes geben, kannst du der tollste Schauspieler der Welt sein und trotzdem wird die Szene nichts werden. Stephenie am Set zu haben, hat alle motiviert und inspiriert. Das hat man natürlich auch mit den anderen Schauspielern und mit dem Regisseur, aber mit der Autorin ist es noch einmal etwas anderes. Sie hat das Ganze persönlich erschaffen, und man will dem gerecht werden.“

Stewart weiter: „Sie hat bereitwillig über alles gesprochen. Manchmal geht es um Dinge, die beide längst wissen, aber wenn zwei Menschen nebeneinander stehen und dieselbe Idee teilen, sprüht die gemeinsame Energie Funken. Wenn das nicht passiert, geht man weinend nach Hause, weil man meint, dass man die Szene vermasselt hat. Selbst wenn es dann im Film funktioniert, hast du es beim Dreh anders erlebt. Mit Stephenie aber war das Gefühl die ganze Zeit da.“

„Stephenie weiß natürlich besser als alle anderen, was in jedem Moment der Geschichte vor sich geht. Zum Beispiel als wir alle dachten, ich würde mich in der Geburtsszene durch die Nachgeburt fressen, machte sie klar, dass es tatsächlich eine Art Schutzschild aus schwarzem Zeug ist. Na gut, ich musste mich also nur durch schwarzes Zeug fressen. Ich habe dabei an eine festere Art von Hüttenkäse gedacht“, lacht Pattinson: „Die Fans sollten sich schon einmal darauf einstellen, dass sie einen sehr viel düstereren Film zu sehen kriegen werden als alle anderen drei zusammen. Ich hoffe, dass es ein verstörender, aber auch ein sehr realistischer Film wird. Im Idealfall habe wir aus einem sehr, sehr unrealistischen Buch etwas gemacht, mit dem auch normale Leute etwas anfangen können, die noch nie in ihrem Leben das Kind eines Vampirs zur Welt gebracht haben.“

Auch Meyer hat über die Erwartungen der Fans nachgedacht, gerade, was die Jahrhunderthochzeit in Teil 1 betrifft. „Ich hoffe, dass die Fans eine fantastische Hochzeit bekommen, die alles erfüllt, was das romantische Ideal haben sollte. Ich hoffe, dass sie die romantische Verbindung zwischen Edward und Bella fühlen können und dass sie auch das Gefühl haben, dass für Bella ihr Wunsch in Erfüllung geht, dass sie sich so entwickelt hat, wie sie sollte und dass sie ihr Glück verdient hat. Das wäre ein sehr schönes Gefühl.“

Produktion: Die Hauptrollen

BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT setzt die Hauptrollen der ersten drei Filme fort und führt fünf neue Vampirfiguren ein: die Mitglieder des Denali-Clans.

Die vielgeliebten, in aller Welt bekannten Schauspieler, die Bella, Edward und Jacob spielen und auch die Cullens, die Werwölfe, die Menschen und die Volturi sind wieder dabei. Die Rollen von Julia Jones und Booboo Stewart nehmen in diesem Film einen größeren Raum ein, wenn sich Leah und Seth Clearwater Jacobs neuem Wolfsrudel anschließen.

Zu ihnen gesellen sich die fünf neuen Ensemblemitglieder hinzu. MyAnna Buring als Tanya Denali, Casey LaBow als Kate Denali, Maggie Grace als Irina Denali, Christian Camargo als Eleazar Denali und Mia Maestro als Carmen Denali. Zahlreiche weitere Vampirclans werden in Teil 2 von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT noch hinzukommen.

Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner nehmen ihre Rollen als Bella Swan, Edward Cullen und Jacob Black wieder auf, mit denen sie längst zu Ikonen der Popkultur geworden sind.

Anfangs graute es Regisseur Bill Condon noch ein wenig vor der Aufgabe, diese einander so eng verbundene und erfahrene Gruppe anführen zu sollen. „Am Anfang wussten die drei viel besser Bescheid als ich, gar keine Frage. Es gibt am Anfang immer so eine Phase, in der man sich mit den anderen misst. Das passiert bei jedem Dreh, aber hier war es vielleicht etwas deutlicher. Aber ich wusste es zu schätzen, und sie waren ja auch alle sehr offen und großzügig mit ihrem Wissen. Allen war klar, dass dies der Abschluss sein würde, und weil der Fortgang der Handlung noch einige besondere Herausforderungen mit sich brachte, wollten sie unbedingt alles geben und sicherstellen, dass es etwas wird“, kommentiert Condon: „Ich war verblüfft, was für kenntnisreiche Filmemacher die drei geworden sind. Ihre Interessen und die Fragen, die sie hatten, gingen weit über das hinaus, um was es in der jeweiligen Szene gerade ging – ihnen ging es auch immer um das große Ganze. Ihnen war sehr deutlich bewusst, dass sie die zentralen Figuren sind und dass es auf sie ankäme, das Ganze zu einem Erfolg zu machen.“

„Wenn man sich daran macht, das letzte Buch der Reihe zu verfilmen, hat es auf jeden Fall etwas von einem Lebensabschnitt, der zu Ende geht, und weil so etwas nicht so oft vorkommt, was es mir wichtig, dass sich alle wohl dabei fühlten und ihren Spaß hatten“, verrät Produzent Wyck Godfrey: „Die Schauspieler haben sich als Personen so sehr verändert. Als ich mir TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN kürzlich wieder anschaute, brachte mich das wieder drauf, wie jung, unschuldig und neu es damals für sie gewesen war. Keiner von uns konnte ahnen, wohin das alles führen würde. Es ist uns eine Ehre, so sehr Teil der Popkultur zu werden, wie es einem nur ganz selten gelingt.“

„Kristen, Rob, Taylor und ich haben viele Tage mit der Vorbereitung verbracht, indem wir jede einzelne Szene durchgegangen sind und besprochen haben. Das war die wertvollste Zeit, die wir gemeinsam hatten“, sagt Condon: „Jeder findet zu sich, und ich fand es großartig zu sehen, wie unbefangen und vertrauensvoll sie miteinander umgegangen sind.“

Koproduzent Bill Bannerman stimmt zu: „Sie haben sich als Schauspieler alle sehr gemacht. Sie haben an Lebenserfahrung hinzugewonnen. Wir sind zu einer Familie zusammengewachsen, die alle möglichen Themen um die Figuren herum diskutiert hat, und immer ging es darum, wie man den Büchern möglichst treu bleibt. Es ist immer wieder ein Vergnügen, Kristen und die anderen spielen zu sehen. Kristen ist ein absoluter Profi. Eine so hingebungsvolle Konzentration auf das Schauspielhandwerk und auf ihre Verantwortung für die Rolle habe ich sonst noch nie erlebt. Sie bringt ein Maß an Aufrichtigkeit und Professionalität mit, von dem ich wünschte, dass es jeder Schauspieler aufbringen könnte.“

„Es ist schön mitzuerleben, wie sie herangewachsen ist“, fügt Godfrey hinzu: „Nun war sie schon eine unglaublich gute Schauspielerin, als sie zu uns kam. Sie hatte ein Talent, das weit über ihre 17 Jahre hinausging, als ich sie kennen lernte. Ihr Arbeitseifer und ihre gedankliche Unabhängigkeit gehörten immer ganz zentral zu ihrem Charakter. Aber nun ist sie zu einer starken weiblichen Persönlichkeit herangereift, die bei jedem Mal, wenn ich sie wiedersehe, schöner geworden ist. Ich bewundere sie, auch, weil sie einfach so echt ist. Sie tagtäglich bei der Arbeit zu sehen, gehört für mich zu den schönsten Aspekten des ganzen Projektes. Wir hatten mit dem ganzen Ensemble wirklich unheimliches Glück.“

Die Filmemacher sind ebenso begeistert von ihren männlichen Hauptdarstellern: „Rob ist unglaublich charmant“, erzählt Condon: „Edward kann ziemlich mürrisch sein und wird von Selbstzweifeln geplagt. Aber als er den Sprung wagt, Bella heiratet und damit endlich kriegt, was er die ganze Zeit gewollt hat, spielt er das mit großer Leichtigkeit und mit sehr viel Charme. Im Grunde sieht man darin mehr von Rob Pattinson, als er sonst bereit ist, in die Rolle zu legen.“

Godfrey stimmt zu: „In Teil 1 geht es bei Edward um seinen Selbsthass, um seine Leidenschaft, seine Instinkte und seine Furcht vor dem, was Bella bevorsteht. Schließlich aber lernt er, sich selbst all das zu vergeben, womit er sich in der Vergangenheit herumgequält hat und sie als gleichwertige Partnerin zu akzeptieren. Für jeden, der weiß, wie eine Ehe funktioniert, ist dieser Schritt unglaublich befreiend, denn es geht darum, dem anderen zu vertrauen und nicht zu versuchen, ihn zu kontrollieren. Wenn man loslassen kann, spürt man die Erleichterung. In BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT hat Edward einen wundervollen Spannungsbogen, denn dass er Bella als gleichwertig annimmt, zeigt das Beste in ihm.“

„Er hatte ständig die Furcht gehabt, Bella zu töten, und wollte nie, dass sie auch ein Vampir wird. Und nun steht er vor dem Dilemma, dass er sie nur dann retten kann, wenn er sie zum Vampir macht. ,Wenn ich ihr nie begegnet wäre, wäre dies alles nicht passiert…‘ – das ist sein innerer Kampf“, fügt Godfrey hinzu: „Jetzt muss er ihre Entscheidung akzeptieren, so zu werden wie er, und das heißt, dass er sie nicht mehr ständig beschützen muss. Er kommt zu dem Punkt, an der er es einfach geschehen lässt, dass sie an sich selbst glaubt und sich selbst schützen kann.“

Auch Jacob Black wandelt sich zum Erwachsenen. „Seine Geschichte zeigt, wie ein Junge zum Mann wird“, sagt Condon: „Er ist nicht mehr süchtig nach dem Schmerz, er löst sich von Bella und bricht aus ihrer Dreiecksbeziehung aus. Und er findet seinen Platz in der Welt in Beziehung zu seinem Stamm. Jacob fühlt die verschiedensten Zwänge und kommt endlich zu der Entscheidung, nur auf sich selbst zu hören. Er entschließt sich, das Rudel zu verlassen und die Cullens zu schützen. Er ist nun auf sich allein gestellt, und das ist sein Initiationsritus. Ganz ähnlich ist es auch Taylor gegangen, denke ich. Ihm gehören einige der emotional stärksten Szenen des ganzen Films, und ich fand, er macht es wunderbar. Er ist auch ein ziemlicher Spaßvogel, wovon wir im zweiten Teil etwas mehr sehen werden. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten; er ist mit einem unglaublichen Enthusiasmus ausgestattet – und mit der Fähigkeit, immer Spaß zu haben.“

„Taylor ist viel reifer als sein Alter. Er sieht seine Hingabe an die Rolle aus einer sehr erwachsenen Perspektive“, fügt Bannerman hinzu. „In diesem Film wandelt er sich von einem Wolf, der seinen Platz in der Gruppe noch nicht gefunden hat, zu einem Alphamännchen, das nun selbst andere auf sich prägt. Taylor spielt diese Verbindung ganz animalisch. Er schafft es, dieses Element seiner Figur beizubehalten und doch seinen Sinn für Humor zu zeigen, wenn es um seine weiterhin vorhandene Abneigung gegenüber Vampiren geht. Man kann seine einzigartige Sichtweise nur bewundern.“

Lautner fügt hinzu: „Zu Beginn des Films ist er noch derselbe alte Jacob, den wir alle kennen. Er ist eifersüchtig, ist nach wie vor hinter Bella her und ist ein Hitzkopf, aber im Verlauf des Films kommt er zu einer reiferen Einstellung. Er freundet sich mit den Cullens an und findet sich mit der Tatsache ab, dass Bella nun verheiratet ist. Sie wird Mutter, und ihm bleibt nur, das zu akzeptieren. In BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT sieht man die Figuren in einem anderen Licht; sie machen eine solche Wandlung durch. Ich glaube, das zu sehen, wird sehr spannend.“

„Die Szenen, die den Fans besonders wichtig sind – die Hochzeit, die Flitterwochen und die Geburt – haben mich zunächst ganz schön eingeschüchtert. Ich habe mich damit regelrecht verrückt gemacht, dauernd über die Hochzeit nachzudenken“, erzählt Kristen Stewart: „Es ist eine große Produktion, und es ist schwierig, eine Sache anzugehen, die so vielen Leuten so viel bedeutet. Aber andererseits: Wie viele Leute bekommen in ihrem Leben schon die Chance, so etwas zu tun? Wir können uns wirklich glücklich schätzen.“

„Die Hochzeitsszene ist ganz wesentlich für die ganze Reihe. Ich glaube, Edward hat ungefähr 50 Mal um ihre Hand angehalten“, lacht Pattinson, „insofern haben wir die ganze Zeit auf diese Szene hingearbeitet.“

„Endlich sind alle glücklich“, lacht Stewart: „Wir hatten immer mal wieder Glücksmomente, aber immer gab es etwas, das sie uns verdorben hat. Wir müssen zwar immer noch einige Schwierigkeiten überwinden, aber hier kann man sich zum ersten Mal sicher sein, dass Edward und Bella zusammenbleiben werden.“

„Edward ist aufgeregt. Die Heirat ist das, was er schon lange wollte“, sagt Pattinson: „Es ist der erste wirklich stabile Punkt in Edwards und Bellas Beziehung. Es gibt keine unmittelbare Gefahr, und so ist das einer der wenigen unbeschwerten Momente der ganzen Reihe – und für ihn einfach sehr, sehr schön.“

„Bella ist hundertprozentig sicher, dass sie ewig mit Edward zusammenbleiben will, aber aus den Erfahrungen ihrer Jugend hat sie das Gefühl mitgebracht, der Ehe gegenüber misstrauisch zu sein“, sagt Stewart. „Aber als der große Tag dann kommt, könnte sie nicht glücklicher sein, sie ist richtig ausgelassen. Alle haben nur darauf gewartet, dass die Erzählung diesen Punkt erreicht, gerade weil es so schwer war, ihn zu erreichen.“

Das Drehen der Hochzeitsszene war für alle Beteiligten eine emotionale Angelegenheit. „Es fühlte sich so echt an. Als ich das erste Mal zum Altar ging, noch in meinen normalen Klamotten, um einfach schon einmal ´Hallo` zu sagen, bevor ich das Hochzeitskleid anzog, und alle in den Bänken sitzen sah, dachte ich so: ,Vielen Dank, dass Sie alle zu meiner Hochzeit gekommen sind!‘ Das war so cool!“, lacht Stewart.

Das Wetter, die Sicherheitsmaßnahmen und die Herausforderung, alle Details der Szene und die vielen Darsteller zu koordinieren, sorgten dafür, dass sich der Dreh länger als geplant hinzog. „Ich hatte drei Jahre auf diese Szene hingearbeitet, und wir sollten das Ganze in einem Tag hinbekommen. Es wurden dann zwei Tage, weil das Wetter wechselhaft war; es war eine aufwendige Sache mit 150 Statisten. Ich verlor wirklich fast den Verstand, weil es einfach nicht losging. Aber als ich dann dort ankam, fühlte es sich wie die natürlichste Sache der Welt an“, erzählt Stewart: „Aber in den anderthalb Tagen davor wäre ich beinahe verrückt geworden. Am Ende dieser zwei Tage hat sich Bill bei mir entschuldigt. Danach fühlte ich mich besser, weil es wirklich eine Tortur gewesen war, zwei Tage lang im Hochzeitskleid herumzusitzen und im eigenen Saft zu schmoren, und das in einem kleinen Zimmer im Dachgeschoss, und nicht raus zu können. Das war richtig beängstigend.“

Jacob bleibt der Zeremonie fern, aber taucht auf der anschließenden Hochzeitsfeier auf. „Als Jacob die Einladung zur Hochzeit kriegt, kommt das bei ihm nicht gerade gut an. Er verschwindet in die Wälder, verwandelt sich in einen Wolf, wie immer, wenn er richtig mitgenommen ist, und taucht so eine Zeit lang unter. Bella hat keine Ahnung, wo er steckt, und sieht ihn erst bei der Hochzeit wieder. Am Ende der Feier kommt er dann an, um sich von ihr zu verabschieden. Er glaubt, das sei ihre letzte Nacht als menschliches Wesen, und als er erfährt, dass sie auch noch während der Flitterwochen ein Mensch sein wird, kommt das genauso schlecht bei ihm an. Sie tanzen zusammen, als sie es ihm gesteht, und er flippt aus. Edward kommt hinzu, und die beiden stehen kurz vor einer Prügelei“, erklärt Lautner.

Das war gleichzeitig die letzte Szene, die die drei Hauptdarsteller drehten. „Dieser Dreh war wirklich sehr berührend“, sagt Condon: „Ich erinnere mich an die Nacht, in der wir Jacobs und Bellas Tanz drehten. Rob war eigentlich nur am Anfang des Drehs dabei, aber er blieb dennoch ganz bis zum Schluss. Als wir fertig waren, ging schon die Sonne auf, und dies war das letzte Mal, dass sie eine Szene in dieser Konstellation gemeinsam spielen würden. Nun ist keiner der drei besonders sentimental, aber ich merkte doch, dass es ihnen allen sehr bewusst war und das sie sehr bewegt waren.“

„Wir hatten danach noch ein paar Kleinigkeiten zu drehen, aber der Toast auf die Brautleute und der Tanz war für uns schon der eigentliche Abschluss“, fügt Condon hinzu: „Praktisch alle Hauptdarsteller, die über die ganzen Jahre dazugehört hatten, sagten einander Lebewohl, und auch das war sehr bewegend.“

BREAKING DAWN - BISS ZUM ENDE DER NACHT fängt mit Bellas und Edwards Hochzeitsvorbereitungen an, geht weiter mit dem Chaos, was der Hochzeit folgt, und mit den Flitterwochen – und natürlich mit dem unvermeidlichen Untergang, der nun einmal Teil aller ,Twilight’-Filme ist“, lacht Pattinson.

„Bella möchte mit ihrem Ehemann echte Flitterwochen genießen. Aber das ist nicht ungefährlich, weil er so viel stärker ist als sie und sie daher versehentlich verletzen oder sogar töten könnte“, erklärt Meyer: „Das weiß Jacob natürlich, und er ist entsetzt, dass sie so leichtfertig ihr Leben aufs Spiel setzen.“

„Ihre Abmachung war von Anfang an, dass sie die ganze bandbreite menschlicher Emotionen erleben will. Bella will auch die Hochzeitsnacht erleben, bevor sie zum Vampir wird. Es ist eine sehr menschliche Leidenschaft, und sie hat das Vertrauen in Edward, dass er sie nie verletzten würde. Also gibt er sein bestes, und es funktioniert für beide sehr, sehr gut“, sagt Stewart mit einem Lächeln: „Und auch wenn sie alles daran gesetzt hat, so schnell wie möglich zum Vampir zu werden, merkt sie, dass sie dennoch ein wenig mehr Zeit mit ihm als Mensch verbringen möchte.“

„Bella und Edward verbringen ihre Flitterwochen auf einer wunderschönen brasilianischen Insel“, erklärt Pattinson: „Es fängt alles ganz gut an, wird aber nach und nach immer schlimmer. Nachdem sie miteinander geschlafen hatten, kann es nur noch schlechter werden.“

„Sie müssen die Flitterwochen abbrechen, weil Bella schwanger ist. Dies ist aber keine normale menschliche Schwangerschaft, sondern etwas Lebensbedrohliches. Es ist also ganz schön ernst“, erläutert Meyer: „Bellas Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide, und es war eine sehr spannende Frage, wie wir dies visuell im Film umsetzen würden. Ich weiß gar nicht, ob die entsprechende Szene im Buch auch eine solche Wirkung hat wie der Moment, in dem man sie bleich und todkrank sieht. Bella ist dem Sterben habe, und diese Wandlung bei jemandem wie Kristen, die ohnehin schon so zart ist, zu erleben, war sehr interessant. Es bringt irgendwie einen mütterlichen Instinkt hervor. Man fühlt sich unwohl; es schnürt einem regelrecht die Kehle zu, so schlimm war das.“

Als sie bemerkt, dass sie schwanger ist, verlassen Bella und Edward Brasilien in aller Eile und kehren in den sicheren Hafen zurück, den das Haus der Cullens in Forks, Washington darstellt. Dort wird die Neuigkeit einer halb menschlichen, halb Vampir-artigen Schwangerschaft sehr gemischt aufgenommen. Alle geraten wegen der Schwangerschaft in Panik. Keine weiß wirklich, was zu tun ist und wie es dazu kommen konnte, am allerwenigsten Edward. Sein Selbsthass kehrt zurück, stärker als jemals zuvor. Er kann Bella nicht überzeugen, das zu tun, was seiner Meinung nach getan werden muss. Von da an ist ihre Beziehung stark belastet“, kommentiert Pattinson.

„.An diesem Punkt kommt es zu einer schockierenden Entdeckung“, sagt Drehbuchautorin Melissa Rosenberg: „Sie hatte angenommen, dass sie das Kind behalten würden, und er hatte angenommen, dass das auf gar keinen Fall in Frage kommt – und dies wird ein Kampf zwischen ihnen. Er will, dass sie am Leben bleibt, aber sie hat sich anders entschieden: das Baby zu bekommen.“

Für Edward bedeutet das Baby das Todesurteil für Bella; für sie hingegen ist es ein Wunder. „Sie bringen dem Baby völlig unterschiedliche Gefühle entgegen“, sagt Stewart: „Edward hat einfach schreckliche Angst; er fürchtet, dass das Baby Bellas Leben zerstören wird – und er findet, dass sie einen furchtbaren Fehler begeht, wenn sie glaubt, stark genug zu sein, um ein Vampirbaby auf die Welt bringen zu können. Er hält es für die Ausgeburt des Teufels, denn so sieht er sich selbst.“

„Bella muss Entscheidungen treffen, zu denen man in ihrem Alter einfach noch nicht gezwungen sein sollte. Diese Last schleppt sie durch alle Teile der Reihe mit sich herum, und sie hält sich in diesem Kampf ziemlich gut“, fügt Stewart hinzu: „Ich kenne einige junge Eltern, die das ganz toll machen; die Geschichte hat also schon Anknüpfungspunkte an die Wirklichkeit. Bellas Lebensumstände sind natürlich einzigartig, aber es war nicht besonders schwierig, sich vorzustellen, wie es wohl wäre, wenn einem so etwas passierte. Ihre Geschichte wird so wunderbar erzählt und ist dabei auch so befriedigend. Ich fühlte, dass ich für das Baby kämpfen würde. Wir kann man etwas Derartiges zerstören lassen, für das man so viel durchgemacht und für das man so lange gekämpft hat? Das sind tiefschürfende Fragen, und sie sind sehr real, wenn man sich das Vampirzeugs wegdenkt.“

„Jacob ist überzeugt, dass sie von ihren Flitterwochen als Vampir zurückkehren würde und steht deswegen auf dem Standpunkt, dass man eigentlich die Cullens angreifen müsste, weil sie einen Menschen zu einem Vampir gemacht haben“, erklärt Godfrey: „Aber das Alphatier Sam hat entschieden, dass es ihr eigener Wille gewesen sei und dass die Wölfe sich da raushalten sollten; für Jacob, der selber einmal zum Alphawolf werden wird, ist das ziemlich frustrierend.“

Nachdem Edward und Bella zurückgekehrt sind, findet Jacob heraus, dass Bella doch noch nicht zum Vampir geworden ist. „Jacob freut sich, dass sie zurück sind und kommt sie besuchen, doch dann eröffnet sie ihm, dass sie schwanger ist“, erzählt Lautner. „Das ist für Jacob ein weiterer Schock, und wieder fährt er aus der Haut. Es ist ein kompliziertes Verhältnis. Außerdem ist damit der Pakt verletzt worden, und das sorgt im Rudel für große Aufregung.“

„Das Unnatürliche an ihrer Schwangerschaft ist das Tempo: Schon am ersten Tag ist sie so weit, wie man nach drei Monaten sein sollte“, erklärt Godfrey. „Und nach einer Woche ist sie quasi im sechsten Monat. Was immer da in ihr steckt, wächst mit wahnsinniger Geschwindigkeit. Einfach nur ein Menschenkind ist es sicherlich nicht; zur Hälfte ist es schließlich Edwards Kind, und keiner weiß, wozu es in der Lage ist. Es fügt ihr blaue Flecken zu und bricht ihr die Rippen. Sie glaubt, dass sie durchhält, um es zu gebären und dann in letzter Sekunde zum Vampir zu werden, aber vielleicht hat sie sich damit übernommen. Alle Nährstoffe werden ihr ausgesaugt. Der Fötus wächst und nimmt all ihre Energie auf, so dass sie immer hagerer aussieht.“

Die Bedrohung, die diese viel zu schnelle Schwangerschaft für Bella darstellt, verändert das Verhältnis zwischen Edward und Jacob. Edward bittet Jacob, Bella zu überzeugen, die Schwangerschaft abzubrechen – und er bittet Jacob auch, ihn zu töten, sollte Bella sterben. „Im ersten Film war es eine etwas seltsame Beziehung, weil Edward mit Jacob keine richtige Freundschaft eingehen kann; Jacob will nun einmal keine“, sagt Pattinson: „So richtig will Edward auch mit Jacob nicht befreundet sein, aber sie sind nun einmal gezwungen, fast zusammenzuleben, und irgendwann finden sie eine Verbindung zueinander, weil sie letztendlich für Bella dasselbe wollen. Beide wollen, dass es ihr gut geht, und beide sind der Meinung, dass sie verrückte Entscheidungen trifft. Jacob versucht Bella genauso sehr zu beeinflussen, wie Edward es tut.“

„Jacob hat Angst um sie und fürchtet, dass sie ein Monster in sich trägt“, so Godfrey weiter. „Noch schlimmer ist, dass auch Sam es nicht akzeptieren kann, weil man nicht weiß, was es ist und es außer Kontrolle geraten kann. Also bläst er zum Angriff. Jacob will aber nicht, dass die Wölfe Bella töten, die schließlich nach wie vor ein Mensch ist, und so kommt es zu einer Diskussion unter den Wölfen, wie es weitergehen soll. An diesem Punkt zeigt sich bei Jacob schließlich die Führungsrolle, die ihm immer schon vorbestimmt war, und er trifft eine Entscheidung von enormer Tragweite: sich vom Rudel abzuspalten und die Cullens vor dem Angriff der Wölfe zu warnen.“

Lautner fügt hinzu: „Jacob ist zeit seines Lebens Teil des Rudels gewesen und hatte immer Sam als Anführer. Als sich das Rudel teilt, ist Jacob gezwungen, erwachsen und auch sein eigener Herr zu werden. Als er von der Schwangerschaft erfährt, ist sein erster Gedanke, das Baby umzubringen, damit es nicht Bella tötet. Wen interessiert das Baby? Warum sollte mich das Baby kümmern? Mir ist nur Bella wichtig, und alle, Bella eingeschlossen, sind verrückt geworden, weil sie es zur Welt kommen lassen wollen. So sieht Jacob das am Anfang, aber sobald er es von Bella erklärt bekommen hat, unterstützt er sie. Das heißt nicht, dass er einverstanden ist, aber er wird sein bestes geben mitzuhelfen, dass sie überlebt. Gleichzeitig wollen Sam und sein Rudel Bella vernichten, und das gefällt Jacob natürlich gar nicht.“

Während die Wölfe das Haus der Cullens belagern und Jacob und sein neues Rudel (Leah und Seth schließen sich ihm an) unermüdlich ihre Angriffe abwehren, spitzen sich im Inneren des Hauses die Ereignisse zu: Unter großem Druck versuchen die Cullens herausfinden, was es mit dem Baby auf sich hat. „Jacob freundet sich schließlich mit der ganzen Familie Cullen an, Edward und Rosalie eingeschlossen“, sagt Lautner: „Das geht nicht von heute auf morgen, aber irgendwann ist es soweit – es ist interessant, Jacob in dieser neuen Situation zu sehen. Über die ganze Filmreihe hinweg hat er die Cullens gehasst, er konnte es noch nicht einmal über sich bringen, den Namen auszusprechen – und nun ist er selbst einer von ihnen geworden. Er lebt mit ihnen zusammen, und sie sind ihm am wichtigsten. Jacob versteht, dass sie eine echte Familie sind und einen starken Zusammenhalt haben.“

„Ich habe mich schon darauf gefreut, Taylor als neues Element im Haushalt der Cullens zu sehen“, erzählt Meyer: „Wir haben ihn oft zusammen mit Bella gesehen, und wir haben auch die Cullens als Einheit gesehen. Und nun diese eine Person, die überhaupt nicht dazugehört, hinzuzufügen und zu sehen, wie die Reaktionen sind, war sehr spannend. Beim Roman war es für mich dieselbe Erfahrung: zu erleben, wie Esme auf ihn reagiert und wie von ihm wiederum eine positive Reaktion kommt. Und auch, wie Jacob und Rosalie ständig aufeinander herumhacken, hat beim Schreiben sehr viel Spaß gemacht: er hasst sie, und sie geht ihm auf die Nerven. Es macht so viel Spaß, mit Taylor zusammenzuarbeiten, jeder Tag mit ihm am Set ist großartig. Jacob und Alice kommen sich näher: Weil sie jetzt auf derselben Seite stehen, sieht sie ihn in einem etwas anderen Licht. Auch sie glaubt nicht, dass sich die Lage zum Besseren wenden kann. Endlich verstehen sie einander, auch, weil sie zum ersten Mal überhaupt Zeit gemeinsam verbringen.“

„In Teil 1 geht es weniger um die äußeren Ereignisse, sondern darum, wie sich die Figuren entwickeln. Man kann richtig in sie hinein schauen und verstehen, wie sie miteinander zusammenhängen“, fügt Lautner hinzu.

„Es war schon seltsam, Taylor im Haus der Cullens inmitten der Familie zu sehen. Er fällt da definitiv auf“, meint Stewart: „Zu meinen Lieblingsszenen aus dem Buch gehört, wie er Rosalie mit einem Futternapf bewirft, und ich fand es auch sehr lustig, wie er einen Hotdog nach ihr schmeißt.“

Wenn er nicht gerade draußen auf Patrouille geht, weicht Jacob nicht von Bellas Seite – während die Cullens, die ja nun nicht auf die Jagd gehen können, immer stärker Hunger leiden. „Jacob hat seine eigenen Gründe, Bella zu beschützen“, fügt Stewart hinzu: „Er hat das instinktive Bedürfnis, das Kind in ihrem Bauch zu beschützen, aber den eigentlichen Grund erfahren wir erst ganz am Schluss des Films. Er hält sie für verrückt, um jeden Preis das Baby behalten zu wollen, und er will sie nicht sterben sehen. Was also auch immer der Grund ist, Jacob kann nicht einfach von ihr lassen.“

„Bella war immer gern mit Jacob zusammen und fühlt sich zu ihm als Freund hingezogen. Aber sie spürt einen fast übernatürlichen Drang zu ihm, als sie schwanger geworden ist“, fügt Rosenberg hinzu: „Sie verzehrt sich regelrecht nach seiner Anwesenheit.“

Während der Fötus alle Nährstoffe aus Bellas Körper saugt und sie dem Tod nahe bringt, finden die Cullens endlich heraus, was das Baby wirklich benötigt: menschliches Blut! Lautner erzählt: „Das Baby braucht Blut, sonst nichts. Also kriegt Bella Menschenblut zu trinken, und das löst das Problem fürs erste. Aber dann gehen ihnen, die sowieso schon am Verhungern sind, die Vorräte aus. Dann wird es richtig kompliziert.“

Dadurch, dass sie Blut trinkt, gewinnt Bella an Kraft zurück. „Sie ist noch nicht wieder hundertprozentig in Ordnung, aber es geht ihr schon viel besser“, fügt Meyer hinzu: „Das ist der Grund, warum ich Fantasy schreibe. Ich bringe meine Figuren gern in Situationen, die so extrem sind, dass man wirklich etwas über die menschliche Natur herausfinden kann. Ich möchte herausbekommen, was eine normale menschliche Reaktion auf eine völlig unnormale Situation ist. Wenn man Menschenblut trinken müsste – was würde das mit der Psyche anstellen? Würde man es einfach machen? Gewöhnt man sich irgendwann daran und denkt überhaupt nicht mehr darüber nach? Ich finde es interessant, mir vorzustellen, wie Leute mit solchen Situationen umgehen würden.“

Gegen Ende der Schwangerschaft gelingt es Edward zum ersten Mal, die Gedanken des Ungeborenen zu lesen. Godfrey erklärt: „Er hört das Kind in ihrem Bauch und wird ganz plötzlich von Vaterliebe erfüllt.“

Solange Bella schwanger war, musste sich Edward ihren Entscheidungen beugen. „Es ist wie eine Achterbahnfahrt für ihn, mit Bella am Steuer“, sagt Pattinson: „Er muss lernen, Bella zu lieben, egal, was sie tut, denn er vergisst immer wieder, dass er nicht länger die Entscheidungen für sie beide trifft. Bis dahin fühlte er keine Verbindung mit dem Baby. Aber als der Fötus groß genug ist und eigene Gedanken hat, kann er diese Gedanken lesen, und das erleichtert ihn enorm. Bis dahin war das Kind nur wie eine Art Schwarzes Loch, das droht, sie zu verschlingen. Jetzt aber erlebt er einen wundervollen Augenblick.“

„Edward sah das Baby bis dahin gar nicht als ein reales Wesen, sondern nur als Gefahr für diejenige, die ihm auf der Welt am meisten bedeutet“, erklärt Meyer: „Doch dann hört er sie, und das ändert für Edward einfach alles. Denn das erste, was er hört, ist, wie sehr das Baby Bella liebt; es hat schon ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein. Seine kognitiven Fähigkeiten sind viel weiter entwickelt als die eines normalen menschlichen Babys oder Kleinkindes. Das Baby weiß um Bella, es liebt sie, es ist nach ihr verrückt, es versteht sie. Diese Liebe ist so groß, dass Edward sich ihr gegenüber nicht verschließen kann. Also geht es ganz plötzlich nicht nur um Bellas Rettung, sondern auch um die Rettung dieses ganz wirklichen Wesens. Vorher stellte das Baby nur eine Bedrohung für ihr Leben dar, ganz so, wie er fürchtete, selbst eine Bedrohung für sie zu sein, aber das ist jetzt vorbei. Das Baby ist jetzt ein Teil von ihr – etwas Wunderschönes, Unschuldiges und Liebendes – und das ändert alles für ihn.“

„Wie Edward sich verändert, wird schon von allen bemerkt, aber das ändert nicht immer ihre Meinung über ihn“, fügt Meyer hinzu: „Gerade Jacob tut sich schwer damit. Für ihn ist es Verrat, dass Edward sich gegen ihn gestellt hat. Sie waren sich doch einig, Bella zu retten und diese Kreatur, die sie ums Leben bringt, zu hassen – und nun will Edward nichts mehr davon wissen. Ich fand es eine sehr interessante Entwicklung, Jacob mit diesem Gefühl des Alleinseins zu zeigen.“

Carlisle bestimmt schließlich, dass für die bevorstehende Geburt des Babys, das Renesmee heißen soll, ein größerer Blutvorrat gebraucht wird. Damit die Cullens das Haus verlassen können, schwindelt Jacob sein altes Rudel an, indem er ihnen zusichert, das Baby gleich nach der Geburt zu töten – die Ausgangssituation für eine packende Verfolgungsjagd zwischen Vampiren und Werwölfen. „Als ihr Vorrat an Blut zur Neige geht, haben sie gar keine andere Wahl als neues zu besorgen, aber das geht nicht, solange das Haus umstellt ist. Also lenkt Jacob Sams Rudel ab, und Carlisle, Esme und Emmett können entkommen und sich auf die Suche nach Blut machen. Jacob nimmt den Gegenschlag auf sich, und von da an wird es ernst“, sagt Lautner.

Godfrey freut sich schon darauf, wie die Fans das Ende des ersten Teils aufnehmen werden – denn er ist sich sicher, dass sie es kaum erwarten können werden, Teil 2 zu sehen zu bekommen: „Das letzte Drittel des Films endet mit der traumatischen Geburt. Carlisle, Esme und Emmett haben das Haus verlassen, um neue Vorräte zu besorgen, und nun fällt es an Edward, Jacob und Rosalie, Geburtshilfe zu leisten, da die Geburt unerwartet einsetzt und dabei Bellas Wirbelsäule bricht. Zum Höhepunkt des Films tritt die Geburt in die entscheidende Phase, während gleichzeitig die Wölfe das Haus der Cullens attackieren. Jacob und Edward versuchen einfach, Bellas Leben zu retten. Wird sie es schaffen? Ich glaube, wir haben es ganz gut hinbekommen, das Publikum auf den nächsten Film anzuspitzen.“

„Sobald bei Bella die Wehen einsetzen, steigert sich das Tempo des Films gewaltig“, so Lautner weiter: „Alle spielen verrückt, weil so viel zu tun ist und nur so wenig Zeit bleibt. Wir wissen, dass Bella nur dann eine Chance hat zu überleben, wenn alles nach Plan verläuft, und daher sind alle unglaublich konzentriert. Alle haben nur das gemeinsame Ziel im Kopf: dass sie überlebt – aber die Lage ist wirklich wahnsinnig ernst.“

Dass Bella zum Vampir würde, war das Schlimmste, was Jacob sich nur vorstellen konnte, aber nun ist genau dies der einzige Weg, ihr Leben zu retten. „Je länger es dauert und je schlechter es ihr geht, desto mehr kommt Jacob zu der Einsicht, dass es ihm egal ist, in welcher Form sie überlebt, solange sie nur nicht sterben muss“, sagt Meyer.

Die schreckliche Geburt, die im Buch in allen blutigen Details beschrieben wird, in eine Filmfassung zu bringen, stellte für die Filmemacher eine große Herausforderung dar. „Bill Condon und wir haben uns sehr intensiv darüber ausgetauscht, wie man den Tonfall des Buchen treffen könnte, ohne dabei zu sehr ins Groteske abzugleiten, denn man muss ja sagen, dass einiges von dem, was im Buch vorkommt, ziemlich extrem ist.“, erklärt Godfrey.

„Die Herausforderung bestand vor allem darin, das in eine Form zu bringen, mit der man kein Problem mit einer Jugendfreigabe bekommt. Ich hatte schon sehr früh die Idee, dass man das ganze aus Bellas Perspektive sehen müsste. Von dem Moment an, wenn sie auf dem Bett liegt, bis das Baby schließlich da ist, sehen wir nichts, was nicht auch Bella sehen würde“, erklärt Condon: „Edward verschwindet einmal aus dem Bild, man hört etwas, dann kommt er zurück und ist über und über mit Blut beschmiert – also ist etwas Übles vorgefallen. Wenn man das Buch kennt, weiß man, was passiert ist, und wenn man es nicht kennt, fragt man sich, was da eben los war, und genau so sollte es sein, finde ich. Es sind nur einzelne, unverbundene Eindrücke, die sie hat, während das Morphium zu wirken beginnt. Ich denke, dass wir so die Szene im Gleichgewicht halten.“

„Die Geburtsszene war eine harte Nuss. Es hätte eine sehr blutrünstige Angelegenheit sein können, aber das war keinesfalls zwingend, und das war für mich der entscheidende Punkt“, fügt Rosenberg hinzu: „Auch im Buch spielt sich die Szene hauptsächlich aus Bellas Perspektive ab, und davon habe ich mich inspirieren lassen. Es geht nicht darum, dass Blut gegen die Wände spritzt, sondern darum, dass es in diesem Moment für sie um Leben und Tod geht und um ihre Todesangst. Und weil Bella im Mittelpunkt steht, zeigt ihre Perspektive auch am stärksten die schreckliche Furcht, die alle um sie haben, und auch ihre eigene.“

„Ich finde die Geburtsszene nicht grausig, sondern vor allem emotional“, erzählt Meyer: „Beim Schreiben geht es mir auch immer darum, Dinge zu erforschen, mit denen ich mich in meinem eigenen Leben nicht befassen muss. Und ich habe oft darüber nachgedacht, dass man als Frau noch vor weniger als 100 Jahren in Todesgefahr war, wenn man ein Kind erwartete. So viele Frauen sind im Kindbett gestorben. Einen solchen Schrecken und eine solche Folter macht man in seinem Leben normalerweise nur in dieser Situation durch, und man tut es auch noch aus freien Stücken. Es ist eine große Sache, auch wenn eine Geburt heutzutage nicht mehr damit vergleichbar ist, war Frauen früher auszustehen hatten. Bella hingegen setzt wirklich ihr Leben aufs Spiel, als sie sich entschließt, das Baby zu bekommen. Es ist gefährlich und sie kann die Sache nicht beeinflussen, und doch trifft sie diese freie Entscheidung. Das spiegelt die Erfahrung wider, die die Frauengenerationen vor uns durchgemacht haben. Der Geist, in dem man sagt, ,Ich kann das durchstehen’, fasziniert mich.“

„Edward muss sich zwischen Bella und dem Baby entscheiden, und es ist fast ausgeschlossen, eine solche Entscheidung zu treffen“, wie Pattinson sagt. „Im Buch ist die Szene noch grauenvoller“, erzählt Stewart weiter: „Sie muss Blut trinken, um sich selbst und das Baby zu ernähren, und sie erstickt fast daran. Sie erbricht Blut, und alle fürchten, dass sie stirbt. Beim Dreh fühlte sich das Ganze völlig real an, als ich mich vom Bett aus umschaute und alle um mich herumstehen sah. Es war regelrecht traumatisch. Bella ist im wahrsten Sinne des Wortes bereit, für diejenigen, die sie liebt, zu sterben, und auch für mich fühlte es sich so an, als ob ich um mein Leben kämpfen müsste. Ich steckte die ganze Zeit auf dem Tisch mit den Spezialeffekten fest, und am Schluss hatte ich überall blaue Flecken und keine Stimme mehr, so heiser war ich. Cool!“

„Die Hochzeit und die Geburt waren die beiden Momente, bei denen ich fürchtete, ich würde einfach zerspringen“, gibt Stewart zu: „Jetzt, wo ich damit durch bin, fühle ich mich so erleichtert; ich weiß gar, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich daran zurückdenke. Aber es fühlt sich einfach unglaublich gut an, das hinter sich gebracht zu haben, weil ich vorher sehr nervös war.“

„Beim Dreh gab es jede Menge Kunstblut am Set, von daher hat es schon etwas vom Horrorfilm. Aber es geht in erster Linie um die Emotionen der Hauptfiguren, und Rob hat es wirklich erstklassig hinbekommen“, fährt Meyer fort: „Wenn es so aussieht, als ob sie tot sei und er versucht, sie wiederzubeleben, ist es bei manchen Takes wirklich so, dass er es gar nicht glauben kann und sich einredet, dass sie am Leben sei. Er versucht mit manischer Energie, sie zu retten, weil er es einfach nicht akzeptieren kann, dass sie tot ist, und das war einfach eine sehr starke Szene, bei der mir die Tränen kamen – und ich war nicht die einzige, der es so ging. Ich hatte einen Kloß im Hals bei dem Gedanken, so einen Moment zu erleben, in dem man alles verliert und sich damit nicht abfinden kann. Ich bin überzeugt, dass dieses Gefühl die Szene beherrscht und nicht das Gemetzel drum herum.“

Condon ist derselben Meinung: „Rob hat um ihr Leben gekämpft, und Taylor hat um sie geweint – und diese Augenblicke wirken so real, weil beide Schauspieler in dem Moment wirklich glaubten, was sie spielten. Beiden bedeutet nicht nur Bella, sondern auch die echte Kristen Stewart so viel, und so war das für sie beide ziemlich erschütternd. Man konnte richtig fühlen, was in ihnen vorging, während wir drehten. Es war sehr stark, und es legte sich auch nicht zwischen den einzelnen Durchgängen.“

„Die Geburtsszene hat mir großen Spaß gemacht“, erzählt Pattinson, „und zwar, weil die Emotionen so klar sind. In Fantasyfilmen ist es ja oft so, dass es beim emotionalen Höhepunkt der Geschichte um irgendeine spezielle Mythologie geht, aber hier ist es eine sehr reale Erfahrung. Man kann einfach nicht unbewegt bleiben, wenn es um eine Szene mit einem gerade neugeborenen Baby geht.“

Lautner fügt hinzu: „Manches war ganz schön krass, aber es war auch realistisch. Wir haben uns nicht zurückgehalten, und ich finde es auch toll von Bill, dass er es so real wie nur möglich haben wollte – und so wurde es dann ja auch. Überall lag Zeugs rum: Blut, Teile der Nabelschnur… Das war schon ziemlich heftig.“

Vater zu werden, verändert die von Pattinson gespielte Figur. „Es ist eine so feste Verbindung, dass er sich überhaupt nicht mehr als Einzelperson sieht“, erzählt Pattinson: „Für ihn gibt es nur noch ihn, Bella und Renesmee als Einheit. So wird er ein wenig erwachsener und hört auf, sich immer nur mit sich selbst zu beschäftigen.“

„Jacob ist ihr eine ständige Stütze, auch wenn er sich bei der ganze Sache nicht recht wohl fühlt“, so Lautner weiter: „Natürlich wünscht er sich nichts sehnlicher, als dass Bella überlebt. Einen Moment lang glaubt er, sie sei gestorben, und bricht zusammen. Aber gleichzeitig weiß er, dass sie nur als Vampir weiterleben kann, und das ist nun einmal das zweitschlimmste Schicksal, wie Jacob findet.“

„Kristen hat es super hinbekommen, die Geburt zu spielen; es war echt Wahnsinn. Sie musste wie verrückt schreien. An einem Punkt setzt ihr Atem aus, und ich muss sie reanimieren. Dabei mussten wir aber manchmal lachen, wir konnten nicht anders. Sie hielt ihre Lippen geschlossen, und ich musste meinen Mund ganz weit öffnen und ihren ganz umhüllen – das war schon ziemlich lustig.“

Gerade als die Wölfe angreifen, schaut Jacob dem Baby Renesmee zur ersten Mal in die Augen und erlebt das magische Phänomen des Prägens. „Im allerersten Moment will Jacob das Baby umbringen – als das Monster, das Bella getötet hat. Aber als er die Kleine anschaut, verschwindet die Welt um ihn herum und es gibt nur noch sie“, erklärt Rosenberg: „Das Prägen kommt zum ersten Mal in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE vor: Da bekommt Bella es von Jacob erklärt, und in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT sehen wir es jetzt zum ersten Mal mit eigenen Augen. Es gab ja schon gelegentlich Hinweise darauf, wie bei Sam und Emily, und wir haben auch schon die Nachwirkungen gesehen, aber jetzt erleben wir die Sache selbst zusammen mit Jacob: Wir sehen, wie er das Baby prägt; wir tauchen in seine Gedanken ein und teilen seine Emotionen.“

„Die spannende Frage war, wie man die Dreiecksgeschichte auflöst, ohne dass Jacob am Ende völlig allein dasteht“, sagt Condon: „Die Idee, dass all das, was wir zusammen mit Jacob erlebt haben, eigentlich nur das Vorspiel für sein eigentliches Schicksal war, nämlich mit Bellas und Edwards Kind eine mystische Verbindung einzugehen, ist verrückt – und sie ist großartig. Es ist eine wunderbare Lösung für eine eigentlich ausweglose Situation. Diese Lösung hat es für ein solches Liebesdreieck noch nicht gegeben.“

„Nun mag es Leute geben, die es gruselig finden, dass sich Jacob in das Baby verliebt – aber das hat überhaupt nichts Gruseliges an sich“, findet Condon: „Es war einfach wichtig, dass die Idee des Prägens klar und deutlich herauskommt und dass es sich dabei um ein Stück Magie handelt. Das Prägen ist das Verschmelzen zweier Seelen. Es geht ja nicht um das Baby, auf das die Prägung zielt, sondern auf die Essenz dieser Person; auf das, was sie ausmacht. Und dies ist ja eine Person, die sehr schnell erwachsen sein wird, weil sie als magisches Mischwesen aus Mensch und Vampir schneller wächst und altert. Hier ist es genau wie bei den anderen erzählerischen Herausforderungen des Buches: Man bewältigt sie am besten, indem man einen subjektiven Blickwinkel einnimmt und nachfühlt, was Jacob in diesem Moment empfindet. Uns ging es darum einzufangen, dass das Prägen ein Teil der Magie dieses neuen Wesens ist.“

„Jacob wird geprägt, während die Wölfe schon angreifen und Bella noch nicht wieder erwacht ist. Noch versucht Edward, sie ins Leben zurückzuholen, und Jacob ist sicher, dass sie tot ist. Vorher war es immer so, dass er eine Verbindung gefühlt hat, und weil er dachte, dass diese seine Verbindung zu Bella ist, müsste sie verschwinden, wenn sie stirbt. Das ist für ihn der Beweis, dass sie tot ist“, erklärt Meyer: „Er ist verzweifelt, und als er Rosalie mit diesem schrecklichen Monster sieht, dass gerade die Frau, die er liebt, getötet hat, will er es umbringen – auch wenn er weiß, dass dann die Cullens ihn umbringen werden. Aber das ist Jacob völlig egal. Er will in diesem Moment nur Rache üben. Dann schaut er Renesmee in die Augen, und es wird sehr interessant sein, das auf der großen Leinwand zu sehen, weil es eigentlich ein komplexer innerer Vorgang ist. Nach allem, was ich gesehen habe, hat Taylor hervorragende Arbeit abgeliefert. Es gibt eine Szene, in der er zusammenbricht und auf die Knie fällt: Man sieht ganz deutlich, wie ergriffen er ist.“

„Jacob war von Anfang an verwirrt und fragte sich, warum er nicht auf sie geprägt ist und warum sie sich nicht in ihn verliebt. Er versteht es einfach nicht, aber als er auf Renesmee geprägt wird, wird ihm plötzlich alles klar. Es ist keine sexuelle Anziehung, es ist einfach sein Schicksal. Es war schwierig, Jacobs Reaktion auf diesen plötzlichen Blick in seine Zukunft zu drehen. Es fängt mit ihr als Baby an, und schließlich sieht er sie als junge Frau – ein ganz verrückter Moment. Beim Dreh war ein rosafarbenes X an die Wand gemalt, das Renesmee darstellen sollte. Bill sagte zu mir: ,Geh hin und tu so, als ob du das X töten wolltest, aber dann ändert sich alles und du wirst auf das X geprägt’“, lacht Lautner: „Das war mit Abstand die trickreichste Szene im ganzen Film.“

Meyer erklärt noch einmal ganz genau, was es mit dem Prägen eigentlich auf sich hat: „Ich wollte damit eine Beziehung erfinden, die ganz rein und selbstlos ist, etwas, das sogar noch die Verbindung zwischen Mutter und Kind übertrifft. Eine Verbindung, die so stark ist, dass derjenige ohne sie gar nicht leben kann.“

„Das Prägen ist eine Bindung zwischen einem Werwolf und einer Person des anderen Geschlechts. Die Bindung ist absolut, und der Wolf überlebt es nicht, wenn dieser anderen Person etwas zustößt“, so Meyer weiter: „Und er ist dieser anderen Person auch vollkommen hörig. Er kann ihr nicht wehtun, er kann noch nicht einmal ihre Gefühle verletzen. Und er kann ihr auch nicht böse sein. Sein einziger Daseinszweck ist es, dafür zu sorgen, dass es dieser Person gut geht und dass nichts ihre Sicherheit bedroht. Und so liegt für Jacob, sobald er auf Renesmee geprägt ist, sein ganzes Leben darin, Renesmee glücklich zu machen.“

„Die Frage, die ich mir damit gestellt habe. ist: Wir frei ist der Mensch in dieser Gleichung? Denn Renesmee fühlt diese Verbindung sofort bei der Geburt und weiß, dass er zu ihr gehört“, fügt Meyer noch hinzu.

„Für Jacob hatte immer Bella absoluten Vorrang. Er hat sie beschützt, egal, was passierte. Aber da er nun auf Renesmee geprägt ist, wird das Baby zu seiner Priorität – für sie würde er sich vor den Zug schmeißen und alles für sie opfern“, erklärt Lautner.

„Es ist in der Story von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT fein beobachtet, dass Jacob überhaupt nicht mehr von Bellas Seite weichen mag, sobald sie schwanger ist“, sagt Godfrey: „Mit der Geburt von Renesmee und Jacobs Prägung auf sie wird plötzlich klar, warum Bella sich immer auch zu Jacob hingezogen fühlte. Sie konnte sich diesen Drang, der ja auch noch nach der Heirat mit Edward da war, gar nicht erklären. Und nun versteht auch Jacob, dass es Renesmee war, die ihn angezogen hatte. So kommt dieser Teil der Erzählung zu einem stimmigen und eleganten Ende.“

Am Ende von Teil 1 spitzt sich aber auch der Konflikt zwischen den Wölfen und den Vampiren der Familie Cullen zu. „Während im Haus die Geburt stattfindet, passiert auch draußen eine ganze Menge“, erzählt Lautner. „Es ist ein richtiger Krieg. Die Wölfe und die Cullens liefern sich eine erbarmungslose Schlacht. Nachdem Jacob geprägt wurde, geht er hinaus und setzt dem Kampf ein Ende. Denn weil er auf Renesmee geprägt ist, können die Wölfe ihr nichts mehr anhaben.“

Eine ganze Reihe mechanischer und visueller Spezialeffekte und eine ganze Menge Spezial-Makeup wurden verwendet, um die Schwangerschaft und die Geburt glaubwürdig darzustellen. „Kristen hatte viel mit Spezialeffekten zu tun, aber am Ende dreht es sich doch um die Schauspieler“, sagt Condon: „Wir mussten zwei extreme Situationen hinbekommen: wie sie das Kind zur Welt bringt und wie sie stirbt. Zunächst hat mich die Intensität beeindruckt, mit der Kristen den unglaublichen Schmerz gespielt hat, dieses Wesen, halb Vampir, halb Mensch zu gebären. Und dann ist keiner besser darin als sie, tot zu spielen. Alle haben nur gestaunt, als wir Takes von anderthalb Minuten drehen konnten, in denen sie weder geatmet noch geblinzelt hat. Ich habe nach wie vor keine Ahnung, wie sie das geschafft hat!“

„Für die Szenen mit ihrer Schwangerschaft und den Schmerzen der Geburt hat Kristen sehr viel recherchiert, und beim Dreh hat sie sich dann ganz darauf eingelassen“, fügt Godfrey hinzu.

„Bellas Tod ist im Roman sehr ausführlich und auch sehr schön beschrieben“, kommentiert Condon: „Man fühlt richtig mit, wie das Gift durch ihren Körper strömt. Sie erleidet die Höllenqual, sich vom Menschen in einen Vampir zu verwandeln, doch alles spielt sich nur in ihrem Körperinneren ab. Wie bei der Geburtsszene, haben wir uns auch hier dafür entschieden, es ganz aus ihrer Perspektive zu zeigen, wie die Flammen durch ihre Adern rasen. Sie schreit, aber niemand kann sie hören – das ist natürlich ein klassisches Motiv des Horrorfilms, aber hier sehen wir eben auf ganz subjektive Weise, wie sie zu Tode kommt. Das war sehr interessant, denn so konnten wir alle möglichen Erinnerungen an ihr bisheriges Leben einbauen – aus diesem und aus den vorigen Filmen.“

Das Ende von Bellas Leben als Mensch bedeutet zugleich den Beginn ihres Lebens als Vampir. „Es ist eine ganz wundervoll geschnittene Sequenz, wie Bella wieder zu Leben kommt, wie die anderen sie waschen und anziehen, und all die anderen Dinge, die das Buch ausspart, weil Bella ja bewusstlos ist“, sagt Meyer. „Bella, der Vampir, sieht einfach umwerfend aus. Wir sind mit der Kamera ganz nah an ihrem porzellanweißen Gesicht dran, und dann reißt sie die Augen auf, und wir sehen, dass sie blutrot sind! Das zu drehen, war ein ganz besonderer Moment, denn wir alle wussten, dass dies der Schlusspunkt des ersten Teils sein würde. Und auch wenn es eigentlich nur ein ganz gewöhnlicher Drehtag war, konnte man die Aufregung bei dieser Szene spüren, weil wir alle gemeinsam das Gefühl hatten: Jetzt ist es passiert – nun ist sie ein Vampir!“

Produktion: Die Cullens

Mit Peter Facinelli als Carlisle, Elizabeth Reaser als Esme, Nikki Reed als Rosalie, Kellan Lutz als Emmett, Jackson Rathbone als Jasper und Ashley Greene als Alice kehren alle Darsteller der Cullen-Familie für BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT zurück.

Zu Beginn des Films sehen wir, wie Alice vollauf damit beschäftigt ist, die Hochzeit zu organisieren. Edward und Bella haben ihr völlig freie Hand gelassen, was die Zeremonie, den Empfang und die Gästeliste betrifft. „Nun ist zwar Bella diejenige, die zum Altar geführt wird, aber alles andere, vom Hochzeitskleid bis zu sämtlichen Vorbereitungen, entspricht dem Stil von Alice, also immer leicht übertrieben und glamourös“, erzählt Godfrey.

Greene bestätigt: „Alice hat eine richtig schön dekadente Hochzeit geplant. Ihr Vorbild war ,Ein Sommernachtstraum’. Sie hat alles bis ins letzte Detail geplant – sie hat sich sogar überlegt, was Bella in den Flitterwochen tragen sollte. Dass in Alice eine Hochzeitsplanerin steckt, wussten wir ja schon, aber jetzt kann sie sich endlich ausleben, indem sie das Ganze in Szene setzt.“

Alice hat die ganze Familie für die Vorbereitungen rekrutiert, allen voran die Mütter von Braut und Bräutigam. „Esme plant die Feier gemeinsam mit Alice, und es macht ihr großen Spaß. Es soll eine zauberhafte Feier werden, und es ist für Esme das erste Mal, bei so einer aufwendigen Hochzeit dabei zu sein“, sagt Reaser: „Gerade wenn es um die Mode geht, lässt sie Alice einfach machen; sie interessiert sich mehr für alles, was die Dekorationen betrifft – was am Haus selbst zu tun ist, die Blumenarrangements, die Beleuchtung… Die Cullens haben ganz in der Nähe des Hauses, am Flussufer unter Bäumen, einen wundervollen Ort für die Zeremonie.“

Zur Vorbereitung der großen Tanz-Szene bei der Hochzeitsfeier arbeiteten die Darsteller der Cullens mit einem Choreographen. „Zu einer Hochzeit gehört nun einmal Romantik. Alice und Jasper sind mitten drin im Tanz, und durch die romantische Stimmung werden alle wieder wie kleine Kinder“, erzählt Greene: „Jackson war wieder einmal unsere Rettung. Als ich einmal beim Baseball aufschlagen musste, hat er mir gezeigt, wie es geht – und tanzen kann er auch noch! Er hat sehr viel Übung, und so konnte ich mich einfach darauf verlassen, dass mein Partner Bescheid weiß. Außerdem ist Jasper so charmant – ein richtiger Gentleman. Und seine gute Laune ist einfach ansteckend. Es macht immer Spaß, mit ihm zusammen zu sein.“

„In Jaspers und Alices Beziehung ist es so: Er teilt vielleicht nicht alle ihre Vorlieben und Geschmäcker, aber er unterstützt sie immer hundertprozentig“, verrät Rathbone: „Wenn sie eine verrückte Hochzeitsfeier veranstalten will, dann hilft er ihr, eine verrückte Hochzeitsfeier zu veranstalten. Jaspers vorbehaltlose Liebe darzustellen, hat mir sehr viel Freude gemacht. Jasper ist absolut treu – ich denke, darin ist er ein typischer Südstaatler. Was die Cullens betrifft, würde er sein Leben für jeden einzelnen von ihnen geben. Zunächst hält sich Jasper eher raus, was die ganze Angelegenheit betrifft, aber dann macht er doch mit, als er, Emmett und Edward einen kleinen Junggesellenabschied feiern. Und wie er sich da erlaubt, mal ein bisschen lockerer zu werden, war sehr schön zu spielen.“

Der Bräutigam ist am Vorabend der Hochzeit ziemlich nervös. „Carlisle hat die Aufgabe, ihn aufzuklären“, lacht Facinelli: „Das ist ihm ziemlich unangenehm, denn es geht ja nicht bloß um Sex, sondern um Vampir-Sex, und das heißt, dass er sie umbringen könnte, wenn er mit ihr schläft. Carlisle hat bestimmt nicht damit gerechnet, dass er mit seinem Sohn jemals dieses Gespräch führen müsste, weil das bei Vampiren eigentlich nicht nötig ist, aber nun muss er eben doch ran. Ich bin dabei rot geworden. Ich habe ja selber Kinder und ich würde auch lieber auf ein solches Gespräch verzichten.“

Auch Emmetts Muskelkraft wird von Alice für die Vorbereitungen herangezogen, und selbst Rosalie hilft mit. „Rosalie möchte sich nützlich machen“, sagt Reed: „Sie hat ihre ablehnende Haltung nicht ganz aufgegeben, aber sie reißt sich zusammen, um ein Teil der großen Verbrüderung zu sein. Und außerdem hat sie ein Faible für Hochzeiten.“

„Alice ist die ganze Zeit wie ein Sonnenstrahl“, lacht Greene: „Sie ist total aufgeregt. Sie plant Bellas Hochzeit und die Flitterwochen bis ins letzte Detail, doch dann verdüstert sich das Ganze, weil üble Dinge passieren. Und dass Bella und Edward dann vorzeitig aus den Flitterwochen zurückkommen müssen, stürzt das Märchen dann endgültig ins Chaos.“

Die Reaktionen auf Bellas unerwartete Schwangerschaft fallen sehr unterschiedlich aus. „Die Cullens sind gespalten“, erklärt Meyer: „Manche unterstützen Bella, die unbedingt das Baby bekommen möchte, auf der anderen Seite sind diejenigen, denen es um Bellas Leben geht. Und Alice, die die weiteren Ereignisse nicht kommen sieht, würde alles darum geben, Bella nicht zu verlieren, die wie eine Schwester für sie geworden ist. Dass die Familienmitglieder sich so gegenüberstehen, schafft eine interessante Dynamik.“

„Vor allem Rosalie ist entschlossen, Bella zu schützen, weil sie selbst keine Kinder bekommen kann“, erklärt Godfrey: „Alice, die Bella als beste Freundin liebt, versucht sie zurückzuhalten. Carlisle sucht nach einer Lösung für das Problem, und Edward ist völlig verzweifelt, weil er glaubt, er habe sie auf dem Gewissen. Aber eigentlich steht Bella im Mittelpunkt, und sie sagt: ,Ich schaffe das. Ich kann es auf die Welt bringen und ihr rettet mich dann rechtzeitig.’“

„Ich brauchte vier Romane, um schließlich an den Punkt zu kommen, an dem sich Rosalie und Bella auf Augenhöhe begegnen“, fügt Meyer hinzu: „Rosalie hat einen komplizierten Charakter. Das war beim schreiben der ersten Bücher spannend, weil sie sich weigert mitzuspielen. Sie will mit der Menschenwelt nichts zu tun haben, weil sie so eifersüchtig auf all das ist, was Bella einfach verschmäht. Aber als Bella nun in die Lage kommt, mit diesem für unmöglich gehaltenen Kind schwanger zu sein, macht sie zum ersten Mal das, was auch Rosalie getan hätte, und endlich versteht Rosalie sie. Sie unterstützt Bella in ihrer Entscheidung, weil sie genauso gehandelt hätte. Dass sie auch so gern ein Baby gehabt hätte, spielt dabei bestimmt auch eine Rolle.“

„Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde“, lacht Godfrey: Zwischen den beiden gibt es schon in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT eine gewisse Entspannung, aber jetzt hilft Rosalie ihr richtig, wenn sie auch ihre eigenen Gründe dafür hat. Es geht nicht so sehr darum, dass sie Bella plötzlich mag, aber ihr gefällt die Vorstellung eines Babys, und sie möchte dabei eine Rolle spielen.“

„Sie übertreibt es fast schon ein wenig mit ihrer Unterstützung“, fügt Rosenberg hinzu: „Es ist nicht ganz eindeutig, ob Rosalie nun Bella oder doch eher das Baby beschützt. Auf jeden Fall ist es eine komplizierte Beziehung. Als das Baby dann da ist, zeigt sich an Rosalie ein ganz neuer Zug, eine Sanftheit, mit der niemand gerechnet hätte. Das Baby ist auch für sie eine Erfüllung, nachdem sie sich so sehr für die Schwangerschaft stark gemacht hatte.“

„Rosalie bringt dem Baby so starke Gefühle entgegen, weil sie selbst so einen starken Kinderwunsch hat“, sagt Stewart: „Man kann in ihren Augen sehen, dass sie notfalls auch die ganze Familie umbringen würde, sollten sie versuchen, dem Kind etwas anzutun. Es ist gar nicht so sehr Bella, die sie beschützen will. Das Coole ist, dass Bella und Rosalie sich über das Baby näher kommen, und als Renesmee dann da ist, bleiben sie Freunde, weil sie sich sagen: ,Wir haben das zusammen hingekriegt!’“

„Für Rosalie ist Bella eine ganz besondere Person, weil sie sozusagen der Brutkasten für dieses magische Wesen ist. Aber zuallererst kommt es ihr auf das Baby an“, bestätigt Reed: „Rosalie tut alles, was in ihrer Macht steht, damit Bella überlebt. In diesem Sinne sind sie auf derselben Wellenlänge, dann auch Bella will unbedingt, dass das Baby zur Welt kommt. Bella würde sich sogar selbst opfern, wenn nur das Baby lebt. Rosalie sieht das Ganze aus einem völlig anderen Blickwinkel als die anderen. Der Rest der Familie ist entsetzt und abgestoßen davon, dass Bella absichtlich ihr Leben aufs Spiel setzt, aber Rosalie hat gänzlich andere Empfindungen. Sie sieht das Baby als Lösung aller Probleme, als das Beste, was überhaupt nur passieren konnte, und zum ersten Mal blickt sie mit einem Gefühl der Hoffnung in die Zukunft.“

Emmett bietet seiner Partnerin seine liebevolle Unterstützung an: „Er macht ohnehin alles, was diese Frau ihm sagt. Er ist für das Kind, und möchte, dass seine Frau glücklich ist – gut, dass Rosalie sich so sehr das Kind wünscht.“, sagt Lutz: „Es ist toll zu sehen, wie Nikki Rosalies mütterliche Seite herausbringt.“

„Rosalie steht auf der einen Seite, und der ganze Rest auf der andere Seite, bis sie Emmett zu sich herüberzieht und ihm sagt: ,Hierher!’“, lacht Reed: „Gut, Esme steht wahrscheinlich auch auf ihrer Seite. So großherzig, wie Esme ist, könnte sie es bestimmt nicht ertragen, wenn Bella das Baby verliert. Aber ihre Zerrissenheit ist deutlich zu sehen. Die Spannung in der Familie ist sehr hoch, so hoch, dass Rosalie schon als Bellas Bodyguard gilt.“

Reaser fügt hinzu: „Esme freut sich darauf, Großmutter zu werden. Sie hofft, dass sich alles zum Guten wendet, auch wenn viele andere in der Familie nichts davon halten, dass Bella das Kind behalten will. Esme meint aber, es sei allein Bellas Entscheidung, und deshalb hält sie auch zu ihr.“

Esme und Carlisle suchen unterdessen in alten Vampirlegenden nach Hinweisen darauf, von welcher Art das ungeborene Baby sein könnte. „Die Schwangerschaft wirft Carlisle ein wenig aus der Bahn“, erzählt Facinelli: „Er hielt es für ausgeschlossen, dass so etwas passieren könnte. Man weiß nicht, was für ein Wesen das ist, was dort in ihr wächst. Mit keinem seiner Instrumente kann er herausfinden, was sich in der Fruchtblase befindet. Es könnte ein Dämon sein, ein Vampir, oder auch ein Mensch – er weiß es einfach nicht. Es ist ein Blindflug, aber gleichzeitig auch ein Tauziehen zwischen Edward und Bella.“

„Alice ist eher gegen das Kind, aber Bella ist nun einmal wild entschlossen, es trotz allem zur Geburt kommen zu lassen“, sagt Greene. „Alice ist Bellas beste Freundin und möchte daher, dass es ihr gut geht, aber das bedeutet natürlich, dafür zu sorgen, dass sie überlebt – Alice steckt in einem echten Zwiespalt.“

Das ungeborene Kind blockiert auch Alices Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen. „Einer der großen Unterschiede zwischen den andere Filmen und diesem hier ist, dass man sonst immer nur sah, wie Edward leidet, hier aber leidet die ganze Familie“, fügt Greene hinzu: „Alice ist jedenfalls so frustriert wie niemals zuvor. Für sie ist es besonders beängstigend, dass sie nicht in Bella hineinsehen kann und deshalb auch nichts über ihre Zukunft erfährt. Alles ist in der Schwebe, und Alice kann ihre besondere Fähigkeit, die sonst immer so eine große Hilfe gewesen ist, nicht einsetzen. Kurz: Alice geht es schlecht, aber wenigstens ist Jasper immer für sie da.“

„Die Flitterwochen von Bella und Edward kommen an ein abruptes Ende – durch einen kleinen Babybauch, der aber mit unheimlicher Geschwindigkeit wächst“, wie Rathbone erklärt: „Niemand wusste, dass es möglich ist, dass ein Mensch von einem Vampir geschwängert werden kann, und so muss sich die ganze Familie irgendwie darauf einstellen. Bella will das, was jede werdende junge Mutter will: nur das Beste für ihr Kind. Ihre eigene Gesundheit schiebt sie völlig beiseite, weil ihre einzige Sorge dem neuen Leben, das in ihr wächst, gilt. Alice kann die Zukunft des Babys nicht erkennen – noch nicht einmal, ob es sich überhaupt um ein Baby handelt. Was da in Bella heranwächst, ist natürlich das große Thema bei den Cullens. Jasper wird einfach seiner Frau folgen, egal, wozu sie sich entscheidet. Dass das Baby kommt, wirkt sich auf alle Figuren des „Twilight“-Universums aus, ganz besonders auf das Wolfsrudel und auf Jacob.“

„Interessanterweise wächst Alices Bindung zu Jacob, denn wenn sie in seiner Nähe ist, kann sie sich entspannen. Denn Alice kann nicht nur kein Baby erkennen: Ihre Visionen sehen aus wie ein gestörtes Fernsehbild, sobald sie Bella und dem ungeborenen Kind zu nahe kommt“, erklärt Greene: „Also sucht sie bei Jacob Zuflucht, denn Wölfe haben immer schon ihre Visionen blockiert.“

„Jacob und Alice kommen sich näher, weil sie wegen der Schwangerschaft an schrecklichen Kopfschmerzen leidet und Jacob sie neutralisiert“, fügt Rosenberg hinzu: „Die Energie, die er als Werwolf ausstrahlt, lullt sie ein und lindert ihre Schmerzen – er ist wie eine Kopfschmerztablette. Sie fühlt sich ruhiger und einfach wohl in seiner Nähe. So kommt es, dass sie sich stärker verbunden fühlen.“

Die jüngsten Wendungen der Geschichte gaben Lautner die Gelegenheit, viel stärker als bei den vorigen Filmen mit den Darstellern der Cullens zusammenzuarbeiten. „Alice und Jacob haben eine Szene, in der sie sich annähern. Beide sind Außenseiter und machen vieles mit sich selbst aus. Ich hatte vor diesem Film keine größere Szene mit einem der Cullens, und jetzt habe ich lauter tolle Szenen mit Ashley, Nikki, Jackson, Kellan, Peter und Elizabeth – und außerdem mit Kristen und Rob. Es war großartig, dass das alles dazukam“, sagt Lautner: „Am besten gefällt mir daran, dass Jacob seine neuen Erfahrungen immer mit einer Person aus dem Cullen-Clan teilen kann, denn er wird mit allen nach und nach vertrauter. In diesem Licht hat man Jacob bisher nicht gesehen. Es war cool, dieser Seite von ihm nachzuforschen und am Schluss der Geschichte so weit zu kommen, dass Jacob Teil der Familie geworden ist.“

„Es stimmt, Jacob ist tatsächlich ein neues Familienmitglied geworden“, sagt Facinelli: „Carlisle hatte sowieso nie ein Problem mit ihm, aber Jacob war nun einmal völlig gegen Vampire eingestellt. Nun aber arbeiten wir mit demselben Ziel zusammen, und das inspiriert uns alle. Das ist auch etwas, was man aus dem Film mit ins wirkliche Leben mitnehmen kann: Wenn zwei Todfeinde gemeinsam Verantwortung tragen und ein gemeinsames Ziel haben, kann man miteinander auskommen.“

Reaser stimmt zu: „Wir haben uns zusammengetan. Jacob hatte bei Bella immer schon einen Beschützerinstinkt, und jetzt ist er bei den Cullens eingezogen. Esme hat noch besonderen Spaß daran, weil endlich jemand da ist, den sie bekochen kann – sonst gibt es in Esmes Familie ja niemanden, der Nahrung zu sich nimmt.“

„Jacob sorgt dafür, dass niemand Bella etwas antut, und so kommt es schließlich dazu, dass er das Haus der Cullens bewacht. Er ist unser Wachhund“, lacht Reed: „Jacob und ich haben eine sehr lustige, stürmische und lebhafte Beziehung im Film. Mich hat Taylor bei der Arbeit immer wieder fasziniert, allein schon wegen seiner Augen. Sie sind so ausdrucksstark und so schwermütig. Taylor und ich haben ein paar der besonders emotionalen Szenen zusammen – herausragende Momente, die die wirklich wichtigen Themen des Films illustrieren. Denn sie zeigen, wie er und ich uns zu diesem Kind und zu dieser Beziehung und zur Liebe allgemein verhalten.“

Genau wie die Cullens ist auch das Wolfsrudel gespalten. „Das Rudel ist geteilter Meinung, ob es die Cullens umbringen soll, das Baby eingeschlossen, weil die Vampire ja den Pakt gebrochen haben, der es ihnen verbietet, einen Menschen zu schwängern oder auf andere Weise zu verwandeln. Ich war schon ganz gespannt darauf, diese sehr intensiven Elemente der Geschichte zu drehen – und es hat auch großen Spaß gemacht, mit den Wölfen zu kämpfen“, sagt Rathbone.

Greene fügt hinzu: „Das Wolfsrudel sieht das Baby als große Gefahr an. Sie fürchten, dass es unberechenbar sein wird und den Pakt brechen könnte, weil es die Regeln nicht gelernt hat. Es ist eine sehr kuriose Lage für die Cullens: Einerseits haben sie ein Wolfsrudel im Haus, das sie beschützt, andererseits lauert draußen ein anderes Rudel, das sie töten will.“

„Wir Vampire sind so hungrig, weil wir die ganze Zeit nicht aus dem Haus konnten“, erklärt Reaser: „Das ist umso härter, weil Bella Blut zu trinken bekommt, während alle anderen am Verhungern sind.“

Doch schließlich sind die Cullens dazu gezwungen, das Haus zu verlassen – nicht zuletzt, weil für die bevorstehende Geburt Menschenblut gebraucht wird. „Das ist gefährlich, weil das ganze Wolfsrudel draußen auf der Lauer liegt. Das Haus zu verlassen bedeutet, sein Leben aufs Spiel zu setzen“, erklärt Facinelli: „Als sich die Vampire zum Ausbruch entschließen, versteht auch Jacob, wie sehr Bella Teil der Familie geworden ist und dass sie bereit sind, sich für sie zu opfern.“

„Die Cullens werden von den Wölfen belagert. Sie bereiten alles für den Moment vor, wenn die Geburt beginnt. Das bekommen die Wölfe aber mit, und so bleibt keine Zeit für weitere Vorbereitungen. Sie stecken in der Falle“, erzählt Meyer: „Als Arzt hat Carlisle Zugang zu Blutkonserven, und er hat einen Vorrat mit Bellas Blutgruppe angelegt, in der Annahme, sie würde bei der Geburt viel Blut verlieren.“

„Es ist eine schmerzhafte Lage“, erzählt Rathbone: „Eigentlich wollen sie Bella beschützen, aber sie können nur an ihre nächste Mahlzeit denken. Die Wölfe da draußen werden immer stärker, und die Cullens da drin werden mit jedem Tag immer schwächer. Es ist wirklich hart für sie. Bella gewinnt durch die ständige Blutzufuhr etwas von ihrer alten Stärke zurück, aber das Blut regt die anderen Vampire auf, vor allem Emmett und Jasper. Carlisle hat einen kleinen Geheimvorrat an Blut beiseite geschafft, von dem die anderen natürlich nicht erfahren dürfen. Sie würden sich bedanken, wenn sie herausbekämen, dass er kostbares Blut versteckt, das sie selber gut gebrauchen könnten.“

„Die Cullens haben keinen Zugang zum Tierblut, das sie normalerweise trinken, aber es gibt ja Menschenblut im Haus. Aber, wie Carlisle bei seinen Forschungen entdeckt hat, es ist einfacher, bei dem besonders leckeren Blut abstinent zu bleiben, wenn man gar nicht erst probiert“, sagt Meyer: „Aber Jacob schafft es ja, die Wölfe abzulenken, und so können Carlisle, Esme und Emmett entkommen und Nachschub besorgen.“

Als sie fort sind, setzen bei Bella die Wehen ein. „Wie jeder echte Arzt bin ich gerade beim Golfen und nicht zu erreichen, als das Baby kommt“, lacht Facinelli: „Edward muss improvisieren, und bei einem Vampirbaby geht es nicht nur darum, Wasser heiß zu machen…!“

Die Spannungen entladen sich schließlich beim Gefecht zwischen Wölfen und Vampiren. „Es kommt zur Schlacht, als sie mit dem Blut nach Hause zurückkehren. Aber in dieser Nacht geht ohnehin alles schief“, sagt Meyer.

„Es macht mir richtig Spaß, die Kampfszenen zu drehen und den aggressiven Teil der Vampire zu zeigen, der besonders zu mir sprach, als ich die Bücher las“, sagt Rathbone: „Aber ich musste in der Rolle des Jasper zwei Filme lang warten, bevor ich die richtigen Vampirsachen endlich machen durfte – er hat es ja gar nicht so mit dem, was das Vampirleben für mich so cool macht: Leute umbringen, Blut trinken, eben Spaß haben. In ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT gab es dann endlich doch ein wenig Action und Blutvergießen zu sehen. Das Jasper im Herzen eben doch ein Kämpfer ist, hat ihn mir erst richtig sympathisch gemacht. Die Kampfszenen habe ich am liebsten gedreht, weil man hier Jasper endlich sieht, wie er wirklich ist. Es ist nun einmal nicht so, dass er erst zu kämpfen angefangen hätte, nachdem er zum Vampir wurde – er war vorher ein Krieger und ist es auch jetzt noch. Das zu spielen, fand ich sehr behaglich – fast schon zu behaglich. Ich liebe es, Jaspers böswillige Seite zu zeigen.“

„Es hat auf jeden Fall Vorteile, wenn sich deine Rolle über mehrere Filme hinweg entwickeln kann“, fügt Rathbone hinzu: „Was man zwischen den Filmen auf gar keinen Fall vermisst, sind die stundenlangen Sitzungen in der Maske, aber man vermisst die Leute. Die ganze Crew, von den Beleuchtern über die Kameraleute bis zu den Leuten bei Summit, ist einfach der Wahnsinn. Es hat einige Wachwechsel gegeben, weil wir umhergereist sind und mit unterschiedlichen Crews gearbeitet haben, aber es gab eine Kernmannschaft, die immer zusammen blieb. Es hat sehr großen Spaß gemacht zuzusehen, wie die Darsteller gemeinsam erwachsen geworden sind.“

Die Schauspieler ließen sich auch immer wieder von den Regisseuren inspirieren. „Alle Regisseure waren auf ihre Weise super, jeder war auf seine Weise einzigartig, aber alle waren gleich toll. Bill ist wieder ein ganz neues Kapitel“, erzählt Reed: „Es macht nicht nur Spaß, mit ihm zu arbeiten, weil er lustig und immer gut gelaunt ist, sondern auch, weil er einfach auf jede Frage eine Antwort weiß. Er ist so gut vorbereitet wie niemand sonst, mit dem ich jemals gearbeitet habe. Seine Haltung und seine Energie haben uns immer wieder mitgerissen.“

„Als ich hörte, dass er dabei sein würde, habe ich mich sehr gefreut, denn ich kannte Bill als sehr schauspielerfreundlichen Regisseur“, sagt Facinelli: „Er hat einen sehr sanften Regiestil, ist offen für neue Ideen und bereit, Sachen auszuprobieren, die die Schauspieler vorschlagen. Ich habe ihn kein einziges Mal schreien hören. Er ist einfach ein sehr freundlicher Mensch, warmherzig und freigiebig.“

„Und dabei hatte er gleich zwei Filme zu drehen“, so Facinelli weiter: „Als ich die Drehbücher bekam, waren das fast 250 Seiten! Ein ganz schön schweres Paket. Als ich mit ihm Carlisles Weg im Film besprach, sagte ich zu ihm: ,Du hast einen schweren Weg vor dir. Ich wünsche dir alles Gute, weil es nicht einfach werden wird – dafür aber sehr befriedigend. Und wir werden mit dir zusammen im Schützengraben liegen.’ Ich rechne ihm das hoch an, wie er sich als unser General geschlagen hat. Er war jeden Tag von sechs Uhr morgens bis zum Drehschluss da und in seinem Arbeitseifer nicht zu stoppen.“

„Ich bin großer Fan von ihm“, sagt Reed: „Ich bewundere ihn – für ihn ist dies mehr als nur ein Job. Bill lebt den Film richtiggehend und lässt sich davon völlig einnehmen. Ich persönlich könnte das nicht – und schon gar nicht bei zwei Filmen gleichzeitig Regie führen! Ich habe ihn jeden Tag gefragt: ,Wieso ist dir nicht schon längst das Haar ausgefallen? Wie kannst du nachts schlafen? Wie kannst du überhaupt noch als Mensch funktionieren?’ Ein solcher dreh kann einen wirklich überwältigen, und er hat außerordentlich gute Arbeit geleistet, uns immer auf Stand zu bringen, wo wir uns in der Geschichte befinden.“

„Man möchte ja seine Rolle entwickeln und von Beginn über den Mittelteil schließlich zum Ende kommen. Wenn man aber zwei Filme gleichzeitig dreht, Szene 3 um fünf Uhr morgens angesetzt ist und Szene 118 um acht Uhr abends, dann kommt man schon einmal ins Schleudern. Man will immer bezaubernd und einnehmend sein, zwei ganze Filme lang, aber man kriegt einfach sehr viel Input, den man erst einmal verarbeiten muss. Deswegen war ich so dankbar, dass wir Bill hatten, der diese große Last auf sich nahm und dabei immer perfekt vorbereitet war und uns immer sicher geleitet hat. Wenn ich etwas nicht verstanden hatte, hat er mir immer ruhig und verständlich geantwortet; er hätte mir nie gesagt, dass ich ein Depp bin“, lacht Reed.

„Am Anfang der Proben haben wir mit ihm unsere Rollen durchgesprochen. Er kam dazu, aber wir hatten ja schon drei Filme gemacht, und deshalb wollte er von uns wissen, wie wir unsere Figuren sahen, was sie bis jetzt erlebt hatten und welchen Weg wir noch gern mit ihnen gehen würden. Er hatte viele großartige Ideen, und bei unserm Gespräch haben wir schon sehr viel klar gekriegt“, erzählt Lutz.

„Mit ihm zu arbeiten, war ein Traum“, bestätigt Greene: „Bill ist geduldig, freundlich, und vor allem ein supertalentierter Regisseur, der einem immer behilflich ist. Die Erfahrung hat eine wirklich Bescheidenheit gelehrt. Ganz ohne Zweifel: Mit ihm würde ich jederzeit wieder einen Film machen, oder auch zehn Filme. Denn wann immer man ans Set kommt, ist er da und arbeitet härter als alle anderen. Er ist wahrscheinlich die ganzen Nächte aufgeblieben, um für den nächsten Tag zu planen. Bill strömt vor Energie nur so über, und man merkt ihm an, dass er seine Arbeit liebt. Er hat ein Meisterwerk geschaffen, und es riesengroßen Spaß gemacht, mit ihm arbeiten zu können.“

„Wir hatten großes Glück mit Bill“, stimmt Rathbone zu: „Ich bin schon lange einer seiner Fans. Die Liste seiner bisherigen Filme ist ganz schön beeindruckend, und dass er nun mit auf der Liste der „Twilight“-Regisseure steht, bringt die Sache zu einem wunderbaren Abschluss. Es war eine Ehre, mit diesem großartigen Typen zusammenzuarbeiten – er war immer so freundlich und entspannt, und seine Energie hat das ganze Filmset durchdrungen. es war auch mal hektisch, aber insgesamt war es so ruhig und friedlich, wie es bei einem „Twilight“-Film nur sein kann.

„Ich hätte gern einen Vater wie ihn“, fügt Lutz hinzu: „Er ist der netteste Typ, den man sich vorstellen kann, und ich bin glücklich, dass ich mit ihm arbeiten durfte. Bill ist ein Riesentalent und hat ein fröhliches Naturell. Er hat alles vorher durchdacht, er weiß immer genau, was er will, er ist sympathisch, und er weiß, wie man mit Schauspielern arbeitet – und das ist das wichtigste überhaupt bei einer so riesigen Produktion mit so vielen verschiedenen Darstellern. Bill bedeutete die Cullen-Familie viel. Er hatte einen Blick für die kleinsten Dinge, und deswegen wirken die emotionalen Szenen auch so echt.“

Rathbone ergänzt: „Bill kann sich gut in die Charaktere einfühlen. Mehr noch als die Situationen sind es die Figuren, die die Geschichte vorantreiben, auch in dieser Fantasy-Welt. Man spürt eine Verbindung zu ihnen, genau wie bei den Figuren untereinander. Das ist, worauf Bill sich ganz besonders konzentriert und was er uns Schauspielern abfordert.“

Die Darsteller der Cullens wussten auch sehr zu schätzen, dass die Autorin ihnen die Facetten ihrer komplizierten Charaktere erklären konnte. „Es war eine gute Sache, Stephenie dabei zu haben, weil sie das nun einmal alles geschaffen hat. So wusste man immer, ob man auf dem richtigen Weg war. Sie hat uns alle einbezogen“, sagt Greene.

„Ich finde es immer schön, wenn jemand seine Schöpfung weiterhin so sehr liebt und so sehr ein Teil von ihr ist“, fügt Lutz hinzu: „Stephenie müsste nicht hier sein, aber sie wollte es unbedingt. Das zeigt die Leidenschaft des echten Künstlers für seine Arbeit.“

„Wir haben ihr hübsches Gesicht überall am Set gesehen – wenn wir da waren, war sie auch da. Das war wunderbar, denn es ist nun einmal keine ganz einfache Sache, eine Geschichte aus einem Buch zu nehmen und sie originalgetreu auf einen Film zu übertragen. Dass die Autorin dabei war und uns durch den ganzen Dreh begleitet hat, hat uns Schauspielern sehr geholfen, und dem Regisseur und den Produzenten sicherlich auch“, sagt Rathbone.

„Ich war einfach nur dankbar, dass ich bei dieser Tour auf dem fliegenden Teppich dabei sein durfte, und so vielbeschäftigt Stephenie auch ist, hat sie sich hierfür immer Zeit genommen. Hut ab, kann ich da nur sagen. Es war toll, sie dabei zu haben“, sagt Lutz: „,Twilight’ ist eine unvergessliche Erfahrung – wir sind wirklich vom Glück verwöhnt, dass wir Teil einer der größten Sachen sein konnten, die die Filmindustrie jemals geschaffen hat.“

„Wir sind so lange zusammen gewesen, dass wir uns einfach wohl miteinander fühlen, und das macht es natürlich einfacher. Wir verstehen uns alles sehr gut, und wir sind Kristen alle sehr zugetan – daher fiel es uns auch leicht, diese ganzen verrückten Szenen mit Bella zu spielen“, erzählt Greene.

„Ganz ehrlich: Es war schon beim ersten Film so, dass alles von Anfang an ganz natürlich zusammen passte. Wir sind alle unterschiedliche Menschen, sehr unterschiedlich sogar, aber in welcher Familie ist das nicht so?“, fragt Rathbone. Und weiter: „Aber es sind gerade die Unterschiede, die uns verbinden. Über all die Jahre ist es eine sehr enge Beziehung geworden. Ich bis sehr stolz auf meine Kollegen: auf das, was sie bisher gemacht haben, und auch auf das, was sie noch aus sich machen werden, im Leben wie im Beruf. Ich hatte wirklich Glück, so vollendete Menschen kennenzulernen.“

„Ich bin ja nur eine traurige Vampir-Type, die immer vom Ende redet“, sagt Rathbone mit einem Zwinkern: „Aber die Geschichte hat natürlich ein Ende. Je näher man ans Ende kommt, desto mehr muss man sich fragen: Wird man jetzt ganz trübselig, weil das Ende nun einmal unvermeidlich ist – oder genießt man jeden Moment, den man noch hat? Vor diesem Abgrund stehen wir gerade. Und worauf konzentriert man sich dann? Ich selber bin fürs Genießen – und mich dran zu erfreuen, dass ich die Chance hatte, mit so vielen außergewöhnlichen Leuten zusammenzuarbeiten, Und außerdem sieht man sich ja immer zweimal im Leben…!“

„Es gab noch nie ein wirkliches Ende, weil wir ja ständig gedreht haben“, sagt Facinelli mit einem Lächeln im Gesicht: „Wir haben fünf Filme über einen Zeitraum von drei Jahren gemacht. Es war eher so, dass wir zwischendurch mal ein paar kurze Pausen hatten, bevor es gleich wieder weiterging. Aber wenn man gute Freunde gefunden hat, kann man sich auch mal ein paar Monate lang nicht sehen und trotzdem genau da weitermachen, wo man aufgehört hatte.“

Produktion: Die Wölfe

Die Darsteller des Wolfsrudels aus NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE und ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT nehmen ihre Rollen in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT wieder auf: Chaske Spencer als der Anführer Sam Uley, Alex Meraz als Paul Lahote, Kiowa Gordon als Embry Call, Bronson Pelletier als Jared Cameron und Tyson Houseman als Quil Ateara; Tinsel Korey ist wieder als Sams Verlobte Emily zu sehen.

Julia Jones und Booboo Stewart, die schon in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT die Geschwister Leah und Seth Clearwater gespielt hatten, werden in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT stärker im Vordergrund stehen, wenn ihre Charaktere ihr angestammtes Wolfsrudel verlassen und sich Jacobs neuem Rudel anschließen.

Weitere Darsteller des Stammes der Quileute sind ebenfalls wieder mit dabei: Gil Birmingham als Jacobs Vater Billy Black und Alex Rice als Sue Clearwater, die Mutter von Leah und Seth.

Im ersten Teil von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT tauchen darüber hinaus einige weitere Mitglieder des Quileute-Stammes auf, darunter Braydon Jimmie als Collin Littlesea, Swo-wo Gabriel als Brady Fuller, die vierjährige Sienna Joseph als Claire Young und Tanaya Beatty als Rebecca Black, Jacobs Schwester, in die sich Paul verliebt.

Die Wölfe haben die Aufgabe, die Menschen vor den Vampiren zu beschützen, aber als BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT einsetzt, sieht es so aus, als ob die Familie Cullen – und mit ihr der zukünftige Vampir Bella – keine Gefahr mehr darstellt. „Das Rudel hat sich auf eine neue Auslegung des Paktes eingelassen. Dass sie in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT mit den Cullens gemeinsame Sache gemacht hatten, hat ihre Sichtweise verändert. Sie mögen zwar immer noch der Feind sein, aber sie sind kein gar so schlimmer Feind mehr. Bella hat sich entschieden, sich den Cullens anzuschließen, aber weil niemand sie dazu gezwungen hat, ist Sam bereit, darüber hinwegzugehen. Jacob ist bekanntlich anderer Meinung – für ihn die Vorstellung, dass Bella sich verwandelt, noch schlimmer als ihr Tod“, erklärt Meyer.

„Sam Uley ist das Alphamännchen, aber eigentlich sollte das nicht so sein, denn Jacob ist zum Anführer bestimmt“, erzählt Spencer. „Und Jacob muss irgendwann diese Führungsrolle annehmen. Ich freue mich auf diese Szenen im Film, denn dann bekommt man ein Gefühl dafür, welche Probleme und Sorgen Sam auszustehen hat. Sam ist der Anführer, aber er wollte es gar nicht sein. Sam erledigt seinen Job, weil es nun einmal sein muss. Sam ist im Grunde ein ganz normaler Typ. In einer Gefahrensituation ist es doch immer derjenige, der die Verantwortung gar nicht gesucht hat, der an die Spitze aufsteigt und die Verantwortung übertragen bekommt. Es hat mir Spaß gemacht, diese Seite seines Charakters stärker zeigen zu können - der Held wider Willen, ganz wie John McClane in STIRB LANGSAM.“

Als Bella aus den Flitterwochen zurückkehrt - noch nicht in einen Vampir verwandelt, aber schwanger - wird die Loyalität des Wolfsrudels auf eine Zerreißprobe gestellt. „Sie haben Angst, dass das Kind eine Ausgeburt des Bösen wird, weil Bella ein Mensch und Edward ein Vampir ist“, erklärt Gordon: „Embry ist erschüttert, weil er nicht versteht, wie dieses Mädchen sich so etwas antun kann. Wir müssen eine Lösung finden, und Sam kommt gleich zum Kern der Sache. Jacob gefällt die Idee, Bella zu töten, natürlich nicht, weil sie ja die Liebe seines Lebens ist, und so widersetzt er sich Sam.“

Bellas Tod scheint vorgezeichnet, und die Wölfe sind entrüstet, dass das gerade unter ihrer Verantwortung passiert“, fügt Houseman hinzu: „Die Spannungen zwischen den Vampiren und dem Wolfsrudel nehmen zu, und irgendwann brechen sie in einen offenen Konflikt aus.“

Als Jacob das Rudel verlässt, folgen ihm Seth und Leah. „Leah ist eine besonders zerrissene Figur“, sagt Jones: „Ihr Herz ist gebrochen, sie ist zornig, und sie leidet darunter, ständig mit den Jungs zusammen zu sein. In BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT kommt sie zum ersten Mal zu sich, was großartig zu spielen war. Gleich, als ihre große Liebe Sam zum Wolf wurde, wurde er auf ihre Kusine Emily geprägt. Wie kann man mit so etwas fertig werden, was völlig außerhalb der normalen Realität liegt? Jemand, dem man vertraut hat und den man so gut kannte, ist plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes ein anderer geworden. Damit zurande zu kommen, während man auch noch das einzige Mädchen des ganzen Rudels ist, ist schon eine ziemliche Herausforderung.“

„Leah zeigt sich hier als sehr interessante und auch sympathische Figur“, kommentiert Condon: „Sie hat nicht allzu viel für Jacob übrig, aber spürt eine Gemeinsamkeit, weil sie beide einen Verlust zu verarbeiten hatten und außen vor sind, was glückliche Zweierbeziehungen betrifft. An diesem Punkt sind sie Verlierer, was die Liebe angeht, und beide Schauspieler, Julia Jones ebenso wie Taylor Lautner, haben das sehr gut eingefangen. Es hat großen Spaß gemacht, mit Julia zusammenzuarbeiten. Sie ist einfach eine sehr gute Schauspielerin.“

Die telepathischen Fähigkeiten der Wölfe funktionieren nur innerhalb des eigenen Rudels, so dass Leah, als sie ihr altes Rudel verlässt, nur noch Jacob und Seth hören kann. „Leah schließt sich ihnen nicht an, weil sie unbedingt die Cullens schützen will, sondern einfach, um von Sams Rudel loszukommen“, fügt Meyer hinzu: „Die Idee, dass ihr Ex-Freund dann nicht mehr in der Lage sein wird, ihre Gedanken zu lesen, gefällt ihr sehr - sie hat eben auch ganz eigennützige Gründe, Jacob zu folgen.“

Jacobs Rudel patrouilliert um den Besitz der Cullens und verhindert so einen Angriff von Sams Rudel. „Leah ist hin- und hergerissen. Sie hasst die Cullens, weil sie in ihnen den Grund dafür sieht, dass ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt wurde“, sagt Jones: „Sie kommt nicht damit klar, dass sie sie jetzt beschützen soll, gerade Bella, die sie ganz besonders hasst. Aber gleichzeitig ist sie froh darüber, nicht länger Sams Gedanken zu lesen und dem Spott des Rudels ausgesetzt zu sein. Sie findet sogar einen Daseinszweck darin, die Cullen zu beschützen. Sie fühlt auch eine starke Verbindung zu Jacob, und sie hat einen starken Beschützerinstinkt, wenn es um ihren Bruder Seth geht. Sie hat in diesem Moment auch niemand anders. Sie richtet sich in ihrem neuen Leben an der Seite von Jacob so gut es geht ein.“

„Seth ist Leahs genaues Gegenteil. Er springt immer fröhlich in der Gegend herum“, lacht Jones: „Er mag die Cullens sehr, und in der Welt von Seth ist immer alles in bester Ordnung – eine ziemlich Leistung, wenn man sich die tatsächlichen Umstände anschaut. Leah ist eigentlich auch der mütterliche Typ, aber die Beziehung zu Seth ist der einzige Kanal, über den sie das ausdrücken kann – und vielleicht auch ein kleines bisschen in der Beziehung zu Jacob.“

„Booboo ist schon ein ähnlicher Typ wie Seth“, kommentiert Condon: „Er sprüht über vor Energie, er ist nett und hilfsbereit – am Set ist er immer ein positiver Einfluss.“

„Als Seth ihm folgt, findet Jacob das zunächst gar nicht gut und befiehlt ihm umzukehren. Er will ihn nicht dabei haben, weil er seine Probleme am liebsten auf eigene Faust löst. Aber Seth zeigt ihm, dass er ihn als Freund unterstützen und alles tun will, was Jacob ihm sagt; das ist für ihn akzeptabel“, sagt Lautner: „Dann aber taucht auch noch Leah auf und wieder meint Jacob, er braucht diese Hilfe nicht. Aber Leah kann nicht einfach wieder zu Sam zurückkehren und durch die Telepathie ständig daran erinnert werden, dass er nun ihre Kusine Emily liebt. Das respektiert Jacob und nimmt auch sie auf. Und nun ist es ein Dreier-Rudel.“

„Seth ist ein treue Seele, immer fröhlich - und einfach ein ganz toller Typ“, lacht Booboo Stewart, „man kann ihm restlos vertrauen, und sein Wunsch ist es immer, dass sich alle vertragen. Seth bewundert Jacob, und er will alles so machen wie Jacob und folgt ihm überall hin. Er liebt Leah, aber eigentlich wünscht er sich, es wäre einfach bloß eine Sache zwischen ihm und Jacob – ein Zweier-Rudel, das coole Sachen anstellt und bei dem er sich keine Sorgen machen muss, weil seine Schwester hinterher getrottet kommt.“

„Julia Jones ist ein Supertyp, mit dem man viel Spaß hat“, fügt Stewart hinzu. „Sie versteht es, hart zu arbeiten und ist immer tipptopp vorbereitet; sie hat ihre Szenen immer nach einem oder zwei Durchgängen im Kasten. Sie ist cool und ganz anders als ihre Filmfigur. Ihre Figur ist sehr direkt und hat immer eine Wut im Bauch, aber Julia ist nett und lustig.“

Die jungen Quileute gehören sogar zu den Hochzeitsgästen im Haus der Cullens. „Seth hatte ein einschneidendes Erlebnis, als er in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT mit Edward zusammen gearbeitet hat“, erklärt Meyer: „Er fühlt sich ihm verbunden – für ihn ist er ein Held und ein Schurke; ein cooler Typ, den Seth bewundert. Als das Rudel auf seinen Freund losgehen will, hält er das für falsch und stürzt sich geradezu auf die Gelegenheit, Jacob zu folgen.“

„Es ist lustig: Als wir ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT gedreht haben, haben mich alle Leute gefragt, wie Rob denn so ist, aber ich habe ihn beim Dreh kein einziges Mal gesehen“, erzählt Stewart. „Erst Monate nachdem ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT herausgekommen war, sind wird uns einmal kurz bei einer Preisverleihung begegnet. Und erst jetzt, als wir BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT gedreht haben, hatte ich Gelegenheit, mit ihm herumzuhängen. Und er ist super: ein cooler Typ, der mich ständig zum Lachen bringt.“

Jeder im Wolfsrudel stellt sich die Frage, wo seine Loyalität liegt, und Paul, Embry, Jared und Quil bleiben bei Sam. „Paul hält weiterhin zu Sam und will die Cullens vernichten“, sagt Meraz: „Er lässt sich von der verrückten Situation mitreißen. In einer Szene stelle ich Jacob, und er treibt seine Spielchen mit uns. Er begeht Verrat am Wolfsrudel, und das schmerzt. Wenn man einen Bruder hat, dem man vertraut und von ihm dann verraten wird, muss man damit erst einmal fertig werden. Gerade wenn man damals gleichzeitig zum Werwolf wurde und noch die ganze Mythologie dahinter zum Tragen kommt. Der Verrat richtet sich nicht bloß gegen unsere Blutsverwandtschaft, sondern gegen die ganze Kultur der Wölfe.“

„Embry bleibt zurück, aber nur ungern“, sagt Gordon: „Er kann das Rudel, dem er angehört, nicht einfach verlassen. Es ist seine Pflicht zu bleiben. Er ist aber trotzdem zwischen seinem besten Freund und seinem Anführer hin- und hergerissen. Dieser innere Konflikt löst sich erst, als er sich von Jacob betrogen fühlt.“

„Als Jacob das Rudel verlässt, ist es für Quil besonders hart, weil sie Freunde fürs Leben waren“, fügt Houseman hinzu: „Quil muss zumindest fürs erste bei Sams Rudel bleiben, weil Jacob einen Verrat begangen hat. Er schlägt sich auf die Seite der Vampire, und das ist zuviel für Quil.“

„Das noch unbekannte Baby wächst sehr schnell. Es hat ungeahnte Kräfte, und es sieht so aus, als würde es seine Mutter töten. Die Cullens beschützen es, egal, was es ist – aber es ist auf jeden Fall gefährlich“, erzählt Meyer: „Daher beraten sich die Wölfe von neuem. Sie haben zugelassen, dass Bella sich den Vampiren anschließt, aber dass sie da etwas erschaffen, das keiner von ihnen verstehen kann, geht zu weit. Sie kommen zu dem Entschluss, die Regeln des Paktes zu vollstrecken und das Baby zu töten – und das bedeutet Krieg.“

„Jacob wird auf das Kind von Bella und Edward geprägt – das ist die überraschende Wendung am Schluss von Teil 1“, sagt Pelletier. „Wir Wölfe glauben, dass Bella bei der Geburt gestorben ist, und das bringt für uns das Fass zum Überlaufen“, erklärt Gordon: „Wir rasen durch den Wald zum Haus der Cullens. Es kommt zu einem schrecklichen Kampf, bei dem es einige Verletzte gibt.“

„Ein Mensch ist gestorben, und damit wurde der Pakt gebrochen. Also machen sich die Wölfe auf, um die Cullens zu töten“, fügt Houseman hinzu. „Wölfe kämpfen gegen Wölfe, Wölfe kämpfen gegen Vampire, und all das wegen dieses Babys, das gerade erst auf die Welt gekommen ist. Jacob, der Bella für tot hält, will das Baby zunächst töten, doch in letzter Sekunde wird er stattdessen auf es geprägt.“

Jones fügt noch hinzu: „Die Wölfe sind dabei anzugreifen, die Cullens stellen sich ihnen entgegen, verstärkt durch Seth und Leah – und dann kommt Jacob heraus und sagt, dass Schluss sein muss. Denn das oberste Gesetz der Wölfe sieht vor, dass jemand, auf den ein Wolf geprägt ist, von keinem anderen Wolf verletzt werden darf.“

So kommt der Kampf zu einem abrupten Ende. „Das verändert alles, denn den Wölfen ist es jetzt verboten, dem Baby etwas anzutun, weil sie durch Jacobs Prägung geschützt ist“, sagt Meyer.

„Für Jacob erfüllt sich endlich sein Schicksal“, bestätigt Meraz: „Er wurde nie auf Bella geprägt, und das hat ihm immer zu schaffen gemacht, denn er wusste ja, wie sehr er sie liebt. Aber jetzt wird plötzlich klar, warum er sich in sie verliebt hat: weil sie ihm etwas geben würde – die wahre Liebe, in Gestalt ihrer Tochter Renesmee.“

Wie es seinerzeit Quil erging, ist auch Jacob verblüfft, dass er auf ein kleines Kind geprägt wurde. „Die anderen Wölfe sind den Mädchen, auf die sie geprägt waren, erst begegnet, als sie schon groß waren, und bei ihnen allen ist daraus auch eine romantische Beziehung geworden, denn der eine ist dem anderen völlig ergeben und versteht instinktiv die Bedürfnisse des anderen“, kommentiert Meyer.

„Im dem Moment, in dem die Prägung wirksam wird, ist es, als ob das ganze Universum verschwände. Aber es ist eben eine Sache mit ungewissem Ausgang, weil man nicht die geringste Wahl hat, auf wen man geprägt wird“, sagt Houseman: „Quil ist bereits auf das kleine, zweijährige Mädchen Claire geprägt. Werwölfe altern nicht, das heißt, fürs erste ist Quil ihr Beschützer und bester Freund, und erst wenn sie alt genug ist, kann sich ihre Beziehung weiterentwickeln. Wenn sie ihn dann einholt und ungefähr dasselbe Alter haben, kann es zu einer romantischen Beziehung werden. Quil und Jacob sind beide auf sehr junge Mädchen geprägt; in Jacobs Fall ist es sogar ein Baby. Stephenie hat das cool hingekriegt, indem sie die Idee mit Quil schon einmal hat anklingen lassen, und so versteht man, dass das nicht schräg und seltsam, sondern in der Wolfsmythologie etwas ganz natürliches ist. Sie wird schnell heranwachsen und irgendwann gleichaltrig sein.“

Eine weitere komplizierte Dreiecksbeziehung besteht auch unter den älteren Wölfen. „Sue ist Harry Clearwaters Witwe, der in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE an einem Herzinfarkt gestorben ist. Sue ist eine starke Persönlichkeit aus einem alten Wolfsgeschlecht. Sue ist auch eine treue Freundin und eine sehr gut aussehende Frau – und Billy fühlt sich sehr zu ihr hingezogen“, erklärt Birmingham.

„Charlie und Billy sind schon seit Ewigkeiten miteinander befreundet; sie schauen sich die Spiele der Seattle Mariners zusammen an, sie gehen zusammen angeln… Sie verbindet eine echte Kameradschaft, und sie haben auch Kinder im selben Alter, und für die wollen sie natürlich nur das Beste. Das macht es noch einmal komplizierter, denn Billy weiß ja, was mit Edward ist und kann nicht verstehen, dass Bella sich für diese Art von Leben entscheidet und gegen seinen Sohn Jacob“, fügt Birmingham hinzu.

„Sie sind beide an Sue interessiert. Man weiß nun einmal nicht, wie es in Liebesdingen ausgeht. Charlie ist ein toller Kerl, doch die Frage, in welche Richtung es bei Sue gehen wird, treibt einen Keil zwischen die beiden. Man weiß nicht, welchen von beiden Sue bevorzugt – na ja, es sieht so aus, als sei es Charlie. Ich armer Kerl!“, lacht Birmingham: „Trotzdem bleibt sie eine gute Freundin.“

Als Mitglied des Stammesrates der Quileute weiß Sue Clearweater um die übernatürlichen Konflikte, die um La Push und Forks herum bestehen: „Weil sie mit Charlie und Bella befreundet sind, werden Sue und ihre Familie zur Hochzeit von Bella und Edward eingeladen“, erzählt Rice: „Aber Sue ist bei der Hochzeit auch damit beschäftigt einzuschätzen, was diese neue Situation für die Zukunft bedeutet, wenn Bella möglicherweise eines Tages verwandelt wird. Sue ist auf der Feier sehr wachsam. Sie will ihre Familie und ihren Stamm schützen, und weil sie auch Charlie sehr mag und sich zu ihm hingezogen fühlt, muss auch sie einen inneren Konflikt ausfechten.“

„Was Charlie nicht weiß: Sue ist klar, dass sich seine Tochter auf etwas eingelassen hat, dass dem Wolfsrudel und dem Stamm der Quileute großes Unheil bringen kann. Was bedeutet die Hochzeit von Bella und Edward? Charlie weiß es nicht, Sue aber sehr wohl“, fügt Rice hinzu: „Im weiteren Verlauf der Geschichte verbringt sie sehr viel mehr Zeit zusammen mit Charlie. Als Mutter kann Sue gut verstehen, was für Sorgen sich Charlie um Bella macht. Sie hatte wenigstens die Gelegenheit, anzunehmen und zu verarbeiten, was mit ihren eigenen Kindern geschehen ist. Sie versteht wahrscheinlich besser als jeder andere, was Charlie gerade durchmacht. Und sie versteht auch, was um sie herum vorgeht, was bei ihm nicht der Fall ist. Sie kann seinen Schmerz verstehen, weil sie ihre eigenen Kinder vermisst und sich um sie sorgt. Sue ist wahrscheinlich die einzige, die so für Charlie da sein kann, wie er es in dem Moment braucht.“

Die Darsteller der Quileute kamen vom ersten Moment an bestens mit dem neuen Regisseur zurecht. „Gleich als ich Bill zum ersten Mal traf, fühlte ich mich in seiner Gesellschaft wohl. Er vermittelt einem das Gefühl, dass man bei ihm in guten Händen ist, und ich glaube, diese Energie haben alle gespürt“, erzählt Jones.

„Bill leitet einen an, er erklärt einem die Szenen und sagt auch einmal, dass er eine Sache nicht so gut fand und etwas anderes ausprobieren möchte. Er geht immer mit einem mit, aber er schreibt einem nicht vor, was man zu tun hat. Er ist sehr freigiebig“, sagt Pelletier.

„Ich bin richtig froh, dass ich bei meinem ersten großen Filmprojekt mit drei verschiedenen Regisseuren arbeiten konnte und so überhaupt eine Ahnung kriegte, was für unterschiedliche Arten zu arbeiten es gibt“, sagt Houseman: „Bill ist detailversessen. Ich liebe ihn – er ist ein richtig cooler Typ. Nach jedem einzelnen Durchgang kommt er mit seinem kleinen Notizbuch, in das er noch das kleinste Detail notiert hat und sagt: ,Bevor wir’s noch mal machen, lass uns noch hieran arbeiten.’ Er konnte einem noch für die nebensächlichsten Dinge genaue Hinweise geben. Man musste sich bei ihm einfach wohl fühlen, weil er so klare Anweisungen gegeben hat.“

„Bill Condon ist mein Lieblingsregisseur, aber erzähl es nicht den anderen“, flüstert Birmingham. Und weiter: „Bill ist großartig. Jeder Künstler und jeder Regisseur hat eine Vision. Bill ist an unserem ersten Drehtag extra zu unseren Wohnwagen gekommen, um sich vorzustellen. Er verbreitet einfach eine gute Stimmung um sich herum. Ich war völlig entspannt, weil ich wusste, dass er uns genügend Raum lassen und auch ein offenes Ohr für unsere Vorschläge und Ideen haben würde. Er kann einfach gut mit Schauspielern.“

Die einzige Szene, in der das ganze Wolfsrudel zusammen auftritt, kommt zu Beginn des Films; gleichzeitig war es die letzte Szene, in der das Rudel gemeinsam vor der Kamera stand. „Es gab sehr viele Abschiede bei diesem Film, und es war sehr schön, die ganze Serie mit einer gemeinsamen Szene abschließen zu können – und einem Fußballspiel am Strand“, sagt Meraz.

Booboo Stewart fügt hinzu: „Es war wie eine große Familienfeier. Wir laufen uns zwar im Hotel ständig über den Weg, aber wir arbeiten nur selten direkt zusammen, weil sich das Rudel gespalten hat. Immer wenn das Wolfsrudel komplett am Set war, wurde das Ganze ein bisschen irre.“

„Was ich an dieser Filmreihe so liebe, ist der Zusammenhalt wie in einer Familie; es fühlt sich so an, als ob man an einem viel kleineren Film arbeitet.“, sagt Jones: „Man hat dauernd Jungs und Mädchen im selben Alter um sich herum, es gibt lauter bekannte Gesichter, und man hat mit ihnen seit Jahren immer wieder zu tun gehabt. Es ist eine sehr angenehme Umgebung. Alle sind mit viel Freude bei der Arbeit. Es ist einfach unglaublich toll, mit dabei sein zu dürfen.“

Jones weiter: „Es war aufregend, wieder mit den Jungs und mit Tinsel zusammenzukommen. Ich weiß wirklich nicht, wie sie es schaffen, zwischendurch auch mal zu arbeiten, weil sie alle so albern sind und so viel Quatsch machen! Für mich war der größte Unterschied an BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT im Vergleich zu den anderen Filmen, dass ich nicht mehr Teil des Wolfsrudels bin. Weil unsere Figuren jetzt ja mit Jacob zusammen sind, haben Booboo und ich immer einen anderen Drehplan als die anderen Wölfe gehabt, und wir kriegen sie praktisch nie zu sehen.“

„Ich liebe Dreharbeiten, und auch wenn diese jetzt zu Ende gehen, weiß ich doch, dass ich die anderen nie vergessen werde. Sie sind Freunde fürs Leben geworden“, sagt Pelletier.

„Diese große, weit verzweigte Familie hat zwei Jahre lang eine verrückte Zeit erlebt. Wir sind in den Zeiten zwischen den Filmen immer in Kontakt mit den anderen geblieben. Eines, das ich von den Dreharbeiten mitnehmen werde, ist eine Reihe guter Freunde“, sagt Meraz: „Ich bin in dieser Zeit erwachsen geworden. Ich habe einiges über mich selbst und über andere gelernt. Ich bin in viele verschiedene Länder gereist, ich habe viele neue Menschen kennen gelernt, und es war einfach eine ganz unglaubliche Reise – überwältigend, aber immer aufregend und interessant. Ich bin so dankbar.“

Spencer fügt hinzu: „Es ist immer noch überwältigend. Wenn man jetzt, wo wir es hinter uns gebracht haben, noch einmal zurückschaut, dann bin ich glücklich, mit all diesen Leuten zusammengearbeitet zu haben. Und ich weiß, dass diese Freundschaften andauern werden, weil sie zu meinen Brüdern und Schwestern geworden sind. Ich bin gespannt, was die Zukunft nach dieser großen Reise mit sich bringen wird. Es fühlt sich immer noch ganz unwirklich an.“

„Die ganze „Twilight“-Sache war wie eine verrückte Achterbahnfahrt“, stimmt Houseman zu: „Die letzten zwei Jahre meines Lebens waren der Wahnsinn. Ich bin dankbar für alles, was gewesen ist. Das Ganze ist wirklich ein ganz unglaubliches Phänomen. Man vergleicht es schon mit den Beatles, weil die vielen Fans mit so viel Hingabe dabei sind.“

„Die Leute lieben ,Twilight’, weil jeder etwas in der Geschichte findet, mit dem er etwas anfangen kann. Bei all der Mythologie stecken eben auch tiefgehende Gefühle darin, die jeder wieder erkennt, aber die eben nicht ganz der Norm entsprechen“, sagt Meraz: „Es gibt so viele verrückte Ideen in der Geschichte: die Vampire, die Werwölfe, die Liebe, das Verlangen. In der Geschichte ist für jeden etwas dabei.“

„Als ich die Filme sah, habe ich erst so recht verstanden, wie breit die Geschichte angelegt ist. Es geht um die erste Liebe, um Freundschaft und um all diese unterschiedlichen Emotionen, die einen mit Haut und Haar in die Geschichte hinein locken“, kommentiert Gordon: „Es ist faszinierend mitzuerleben, wie man wahre Liebe dort finden kann, wo man zuallerletzt gesucht hätte.“

Spencer fügt hinzu: „Ich hoffe, dass den Fans auch die letzten beiden Filme gefallen werden. Wir können diese Arbeit nur machen, weil es sie gibt. Sie haben die Bücher zu Bestsellern gemacht und die Filme zu Welterfolgen. Im Grunde sind die Filme für die Fans da – und wir können uns glücklich schätzen, auf ihrer Entdeckungsreise mit dabei sein zu dürfen.“

„Die Geschichte ist so groß und so breit angelegt, sie ist klassisch und dabei zeitlos“, sagt Rice: „Die Geschichte einer verbotenen Liebe und der Kampf Gut gegen Böse – darin steckt etwas, dass alle Altersstufen anspricht. Es ist eine wilde Reise, die die Leute bis zum Ende fesseln wird. Es geht auf und ab, mit Höhepunkten und jähen Abstürzen – man liest die Bücher wie im Rausch. Die Leute verlangt es nach Fantasy, nach Liebe, nach Leidenschaft und nach Hingabe, und in „Twilight“ finden sie das alles.“

„Wie ist es, wenn man sich verliebt – das ist etwas, das überall auf der Welt und zu allen Zeiten verstanden werden wird. Selbst wer aus dem Alter der ersten Liebe raus ist, vergisst nicht, wie es damals war“, meint Birmingham: „Wir wollen doch alle dasselbe. Wir wollen denjenigen finden, mit dem wir zusammen ein glückliches und erfülltes Leben genießen können, mit dem zusammen wir alle Schwierigkeiten überwinden, und das bis ans Ende unserer Tage. Wenn sich zwei finden, die von ihrer Liebe und Leidenschaft über alle Hindernisse hinweg getragen werden – das einmal erlebt zu haben, ist die wunderbarste Sache der Welt.“

Produktion: Die Menschen

Billy Burke spielt ein weiteres Mal die Rolle des Charlie Swan, Bellas Vater und Polizeichef von Forks. Sarah Clarke, die schon in TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN und in ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT Bellas Mutter Renée Dwyer gespielt hatte, erscheint in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT, um an der Freude ihrer Tochter über die bevorstehende Hochzeit teilzuhaben; und Ty Olsson (PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION) ist als Phil Dwyer, Renées Ehemann, zu sehen.

Der Vater der Braut ist nicht gerade hocherfreut darüber, dass seine Teenager-Tochter heiraten will. „Charlie hat sich damit abgefunden“, kommentiert Burke: „Bellas Hochzeit ist nichts, was er sich dringend gewünscht hätte. Aber er versteht, dass seine Tochter nun ihr eigener Herr ist. Sie folgt ihrem Herzen, und als ihr Vater hat er das zu respektieren.“

„Der gegenseitige Respekt, den sich Bella und Charlie entgegen bringen, ist im Lauf der Filme gewachsen. Als Kristen und ich uns zum ersten Mal trafen, war das tatsächlich ein wenig so, wie es damals im ersten Film rüber kam. Mit der Zeit haben wir uns besser kennen gelernt, und das passt perfekt dazu, dass sich auch Bellas und Charlies Beziehung weiterentwickelt hat“, fügt Burke hinzu.

Während der Vorbereitungen auf die Hochzeit hat Renée mit ihrer Unsicherheit zu kämpfen. „Da spielt ihr Minderwertigkeitskomplex eine Rolle“, verrät Clarke: „Sie sieht das Leben, das Bella bevorsteht und denkt, dass ihre Tochter ihre Erwartungen weit übertroffen hat. Die Cullens sind so elegante, wenn auch etwas seltsame Leute; sie sind so gutaussehend und so talentiert. Als Renée ihr Haus sieht und die ganzen Vorbereitungen, die sie für die Feier getroffen haben, ist sie hin und weg, vielleicht sogar ein klein wenig neidisch. Aber ich denke, bei ihr überwiegt der Stolz auf Bella.“

„Ich mag an Renée, dass sie sagt, was sie meint, aber dass sie auch weiß, dass sie in ihrem Leben so manche unbedachte Entscheidung getroffen hat“, so Clarke weiter: „Ihre Beziehung zu Bella war immer von Gegensätzen geprägt: Renée war die Impulsive und Bella die Vernünftige. Als Bella sich entschließt, Edward zu heiraten, freut sich Renée so sehr, dass ihre Tochter endgültig selbstständig wird. Sie ist zuversichtlich, dass Bella die Sache im Griff hat und für sich selbst sorgen kann.“

Auch Bellas und Edwards Freunde aus der High School sind als Hochzeitsgäste dabei: die Oscar®-nominierte Anna Kendrick (UP IN THE AIR) als Jessica Stanley, Michael Welch als Mike Newton, Christian Serratos als Angela Weber und Justin Chon als Eric Yorkie. Angelas Vater, Pfarrer Weber, gespielt von Angelo Renai, nimmt die Trauung vor.

„Zu diesem Film gehört auch, dass sich die Hauptfiguren von ihrem alten Leben verabschieden und ihren alten High-School-Freunden Lebewohl sagen. Es war sehr schön, die Schauspieler noch einmal dabei zu haben, als wir ganz am Ende die Hochzeitsfeier gedreht haben. Ich hatte sie vorher noch gar nicht persönlich kennen gelernt, aber er hat sehr viel Spaß gemacht mit ihnen“, sagt Condon: „Anna Kendrick und Mike Welch haben wundervoll peinliche Toasts auf die Brautleute ausgebracht, manches stand im Drehbuch, manches war improvisiert. Die Hochzeitsszene ist ein ganz zentrales Element des ersten Teils, und mit Edwards und Bellas alten Freunden am Set entstand eine ganz spezielle Atmosphäre.“

Kendrick führt aus: „Jessica hat sich kaum verändert. Ich hasse das an ihr, aber irgendwie mag ich es auch, dass sie ganz sie selbst bleibt. Sie ist immer noch auf dem Stand der Klassenzicke aus der High School. Und auch ihre Sicht auf Bella ist nahezu unverändert. Sie kann sich jetzt zumindest ein wenig für sie erwärmen, aber im Grunde sieht sie Bella nach wie vor als die Neue, die die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, die eigentlich ihr, Jessica, gebührt. Jessica ist also ganz die alte, und das ist das Traurige, aber eben auch das Komische an ihr.

„Mike ist ganz schockiert, dass plötzlich so viele so gut aussehende Leute in seiner kleinen Stadt aufzutauchen. Wir haben nur 400 Einwohner, und die Hälfte davon sind Supermodels?“, lacht Welch und sagt weiter: „Mike ist verwirrt. Er hätte es sicher gern einmal mit Bella als High-School-Liebe versucht, und die Sache hätte vielleicht auch sechs Monate oder so gehalten. Aber jetzt hat er ganz andere Konkurrenz bekommen! Er ist ein netter Kleinstadtjunge, aber er kann sich nicht vorstellen, wie er jemals gegen diese Leute ankommen sollte. Mike ist ganz baff über den Genpol der Cullens.“

Angela kommt mit der Hochzeit besser klar als die anderen. „Die Hochzeit von Prinzessin Diana war nichts gegen die von Bella: Es ist eine riesengroße, wunderschöne Feier“, kommentiert Serratos. „Erst einmal Edward und Bella haben die Art von Beziehung, die sich jedes junge Mädchen erträumt, und dann können sie auch noch so eine unglaubliche Hochzeit feiern. Es wird total spannend, den ganzen Glitter und den Glamour der Feier zu sehen.“

Für die Gruppe war es zunächst auch schon sehr spannend, einander wiederzusehen. „Mit Anna, Christian und Justin macht es immer sehr viel Spaß“, sagt Welch: „Wir fühlen uns alle sehr wohl miteinander. Wir geben uns gegenseitig Sicherheit und lassen uns Raum, um Dinge auszuprobieren. Wir haben im Grunde nur eine kleine Szene zu spielen, aber ich hoffe, dass wir dem Ganzen dadurch noch ein kleines Extra hinzufügen können.“

„Ich finde es toll, dass das Ensemble so angewachsen ist – man trifft immer wieder neue Leute und schließt Freundschaften“, fügt Serratos hinzu: „Wir vier ,normalen Menschen’ arbeiten ja immer gemeinsam, also war es ganz klar, dass sich da eine enge Verbindung aufbaut. Jedes Mal, wenn ich zu einem der Filme kam, war ich mit ihnen zusammen. Dieses Mal bin ich allein nach Kanada zum Dreh geflogen und fühlte mich ganz einsam und verlassen.“

Die vier hatten die Chance, von Beginn an zu erleben, wie sich das „Twilight“-Phänomen entwickelte. „Das Ganze hat ein richtiges Eigenleben angenommen und ist überhaupt nicht mehr zu stoppen“, sagt Welch: „TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN war noch wie ein kleiner Independent-Film; wir gingen ohne großartige Vorbereitung ran und haben das beste draus gemacht. Jetzt ist es zu einem kulturellen Phänomen geworden, und es ist schon etwas besonderes, ein Teil davon zu sein. Ich habe als Schauspieler gearbeitet, seit ich ein Kind war, und wenn man eine Weile in diesem Geschäft war, dann weiß man, dass so etwas nur in den seltensten Fällen vorkommt. Ich kenne genug Schauspieler, die in ihrem ganzen Berufsleben nicht mal in die Nähe einer solchen Sache gekommen sind. Ich bin zutiefst dankbar für jede Sekunde, die ich bei diesen Filmen verbracht habe.“

Die Darsteller wussten auch zu schätzen, dass Regisseur Bill Condon sich Zeit für sie nahm. „Er ist sehr freundlich als Regisseur, und man merkt, dass er die Arbeit mit den Schauspielern liebt“, kommentiert Chon: „Er ist offen für neue Ideen, und wenn man einen seiner Filme gesehen hat, weiß man auch, was für ein großartiger Regisseur er überhaupt ist. Ich war froh, mit ihm zusammenarbeiten zu können.“

Produktion: Die Volturi

In Teil 1 von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT sind die Volturi zwar nur kurz zu sehen, aber die latente Bedrohung, die sie darstellen, zieht sich durch den ganzen Film. Die Darsteller der Volturi, des altehrwürdigen Clans unsterblicher Vampire, der für die Auslegung und Einhaltung der Gesetze der Vampirwelt zuständig ist, waren zuletzt am Ende von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE zu sehen gewesen; nun kehren Michael Sheen, Jamie Campbell Bower und Christopher Heyerdahl als die Volturi-Anführer Aro, Caius und Marcus zurück; Charlie Bewley und Daniel Cudmore sind als ihre Schergen Demetri und Felix wieder dabei.

Ali Faulkner spielt Bianca, die Aro die Nachricht überbringt, dass Carlisle ein neues Mitglied in seinen Clan aufgenommen hat. Dabei erfährt der Zuschauer auch etwas mehr über Aros Beweggründe: Die Cullens haben nun etwas, was er selber gerne hätte.

Dakota Fanning und Cameron Bright in den Rollen der Vampir-Geschwister Jane und Alec sind im ersten Teil nicht zu sehen, ihre Rückkehr jedoch in Teil 2 von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT verheißt nichts Gutes, wenn sie sich als Teil einer ganzen Armee von Volturi nach Forks aufmachen.

Am Beginn des Films werden die Verwandten der Cullens aus Alaska in die „Twilight“-Saga eingeführt, wenn sie als Hochzeitsgäste zu den Cullens reisen und Bella sie zum ersten Mal trifft. MyAnna Buring, Casey LaBow und Maggie Grace spielen die drei blonden Schwestern russischer Herkunft Tanya, Kate und Irina; und Christian Camargo und Mia Maestro spielen die Geschwister spanischer Abstammung, Eleazar und Carmen.

„Tanya ist von sich aus zur Vegetarierin geworden, und so haben Carlisle und sie gleich eine Gemeinsamkeit, indem sie mehr Mitgefühl für die Menschen aufbringen, als es bei Vampiren normalerweise der Fall ist“, erklärt Meyer: „Carmen und Eleazar haben sich dem Denali-Clan angeschlossen, weil sie nach einer sanfteren Lebensweise gesucht hatte und sie bei Tanyas Familie fanden.“

Für die Filmemacher stellte es natürlich eine Herausforderung dar, so viele wichtige neue Figuren in die Geschichte zu integrieren. „Man braucht nun einmal etwas Zeit für die Einführung neuer Rollen, und dann stehen die Figuren eben herum und erklären, was die Regeln sind und wie die Personen miteinander zusammenhängen“, gibt Condon zu: „Aber Melissa und ich hatten es uns zum Ziel gesetzt, das auf das absolute Minimum zu beschränken. Diese Szene gibt es nur, weil sie schon Teil 2 des Film vorbereitet: Die Einführung der Denali-Schwestern ist so wichtig, weil sie später eine große Rolle in der Geschichte um Renesmee spielen werden.“

„Tanya ist die große Anführerin des Denali-Clans – beziehungsweise die nicht ganz so große Anführerin“, lacht die kleine und zierliche MyAnna Buring: „Die Rolle passt perfekt: Genau wie sie bin ich auch ein absoluter Familienmensch – und vielleicht auch ein wenig rechthaberisch.“

„Die Denalis und die Cullens haben eine lange gemeinsame Geschichte, denn sie sind nun einmal die beiden einzigen vegetarisch lebenden Vampir-Familien auf der ganzen Welt“, erklärt Mia Maestro: „Edward kennen sie besonders gut, weil er ein paar Monate bei ihnen in Alaska verbracht hat, nachdem er Forks verlassen hatte. Gerade Tanya hat eine enge Beziehung zu ihm.“

Buring sagt: „Tanya ist schon sehr, sehr lang in Edward verschossen gewesen. Ihr ging es ein wenig so wie Jacob mit Bella. Sie glaubte, dass Edward eigentlich ihr zugedacht sei. Das hat sich als Irrtum herausgestellt, und trotzdem befürchteten manche, dass Tanya auf der Hochzeitsfeier eine Szene machen könnte. Aber sie hat schon reichlich Gelegenheit gehabt, sich damit abzufinden, dass Bella Edwards wahre Liebe ist. Tanya ist lang genug auf der Welt, um zu wissen, wie man mit einer Niederlage umgeht – erst recht, wenn es um die wahre Liebe geht.“

„Dennoch ist die Hochzeit keine ganz einfache Angelegenheit für die Denalis. Trotz allem, was sie für Edward empfindet, zeigt Tanya den Cullens ihre Unterstützung, ihre jüngere Schwester Irina dagegen bringt diesen Großmut nicht auf“, sagt Buring: „Irina war in Laurent verliebt, der Vampir, der in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE vom Wolfsrudel getötet wurde, und Irina hält die Cullens für mitschuldig an seinem Tod. Die anderen Denalis haben allerdings eingesehen, dass die Cullens keine Schuld daran trifft. Dennoch bleibt es dabei, dass Irina ihren Liebsten verloren hat, und so ist es eine pikante Situation, dass auch Wölfe bei der Hochzeit anwesend sind. Irina ist instruiert, keine Szene zu machen, aber wenn man seinen Geliebten verliert, kann es eben sein, dass man seinen Verstand gleich mit verliert.“

„Im Film sehen wir mehr von Irina als im Roman“, fügt Meyer hinzu: „Weil wir mit Maggie Grace so eine wunderbare Darstellerin hatten, dachten wir, es wäre doch nett zu zeigen, wie sich Irina für die Hochzeit fein macht und wie sie sich dann darüber erregt, dass Wölfe bei der Feier dabei sind. So entsteht ein peinlicher Moment – und so etwas gehört zu einer Hochzeit einfach dazu.“

„Irina regt sich auf, dass bestimmte Leute eingeladen wurden, und stürmt hinaus“, erzählt Maestro. Grade fügt hinzu: „Irina hatte sich mit den Cullens immer wunderbar verstanden, aber seit ihr Geliebter von den Wölfen zerrissen wurde, ist es nicht mehr dasselbe.“

Die Beziehungen zwischen den Schwestern zu erforschen, bereitete Grace und ihren Kolleginnen MyAnna Buring und Casey LaBow sehr viel Vergnügen. „Man braucht sich nur einmal vorstellen, was für eine unglaublich enge Freundschaft es nach all dieser Zeit sein müsste und wie sehr man die anderen kennen und lieben würde“, sagt Grace.

„Man sieht den Denali-Clan im Film nur kurz, aber diese Zeit reicht aus, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen“, sagt Condon: „Sie sehen natürlich umwerfend aus, aber davon einmal ganz abgesehen, kommt es zwischen ihnen zu einer sehr emotionalen Szene bei der Hochzeit, die schon manches von dem andeutet, was in Teil 2 passieren wird.“

Casey LaBow, die Kate spielt, war schon von den Vorbereitungen auf die Hochzeitsszene sehr angetan: „Wir hatten eine ausführliche Kostümprobe mit Michael Wilkinson, dem Kostümbildner – er ist ein echtes Genie! Die Denalis haben einen ganz spezifischen Kleidungsstil, und er hatte für uns all diese wunderschönen Kleider gemacht. Wir sprachen auch sehr lange darüber, wie unsere Frisuren aussehen sollten und was für Makeup wir bräuchten. Das alles war eine wundervolle Erfahrung, die wir miteinander geteilt haben und die uns sehr half, in die Rollen hineinzufinden“, sagt LaBow.

Maestro, die den Stil ihrer Figur Carmen mit „Stevie Nicks als Vampir“ umschreibt, liebte auch die ganze Pracht, die der Schauplatz der Hochzeit mit sich brachte. „Der Regenwald dort ist ein wirklich magischer Ort“, sagt Maestro: „Der Produktionsdesigner fand einen wunderbaren Platz für das Haus der Cullens. Dort stehen die allerschönsten Bäume, die auch noch über und über von Moos bewachsen sind, das von einem so intensiven Grün ist, dass es fast aussieht, als würde es leuchten. Und dann war da noch dieser wunderschöne smaragdgrüne Fluss, dessen Rauschen man in Hintergrund hören kann. Es ist ein atemberaubend schöner Ort, an dem die auch Hochzeit selbst nur wunderschön sein kann. Die ganzen Szenen, die dort spielen, werden fantastisch aussehen. Sie zu drehen, war für uns eine große Umstellung, denn vorher, beim ersten Teil des Drehs in Louisiana, waren wir fast ausschließlich im Studio gewesen.“

Ebenso begeistert war Maestro von ihrem Filmpartner. „Ich hätte mir keinen besseren Kollegen als Christian Camargo vorstellen können, mit dem ich mir alle Szenen in den beiden Filmen teile. Er ist ein wunderbarer Schauspieler, ein angenehmer Mensch und ein unglaublich guter Koch. Es war wundervoll, mit Christian und seiner Frau Juliette, die in den sechs Monaten des Drehs immer mal wieder vor Ort war, Freundschaft zu schließen. Manchmal dreht man einen Film und so angenehm die Leute, mit denen man arbeitet, auch sind, ergeben sich daraus doch keine neuen Freundschaften. Hier jedoch habe ich neue Freunde gewonnen, und ich werde Bill ewig dankbar sein, dass er mich mit Christian zusammen besetzt hat.“

Camargo war von den vielschichtigen Themen, die die „Twilight“-Saga behandelt, fasziniert: „Die Geschichte vollzieht sich auf so vielen verschiedenen Ebene. Verlust ist ein wichtiges Thema, die Bindungen zwischen Mutter und Kind und auch zwischen Vater und Kind sind ein weiteres, es gibt romantische Liebe und reife Liebe, und all das ist von einer tiefen Menschlichkeit durchzogen. Es steckt so viel drin, was einen anspricht. Denn jeder hat doch schon einmal jemanden verloren, der ihm nahe stand, oder war verliebt oder hat ein Baby bekommen oder hat für sein Kind gekämpft“, sagt Camargo.

Er lobt auch Bill Condons Regiestil: „Es war großartig, einen solchen Regisseur zu haben, der nicht nur mit einem riesigen Ensemble und einer Filmproduktion mit lauter Spezialeffekten fertig werden kann, sondern der gleichermaßen daran interessiert ist, sehr eng mit den Schauspielern zusammenzuarbeiten“, so Camargo weiter: „Wir hatten mit Bill doppelt Glück: Er kann eine riesengroße Maschinerie beherrschen, aber er war auch immer dann absolut präsent, wenn es um eine ganz intime Szene zwischen zwei Figuren und deren Motivation ging. Er hatte seine Hausaufgaben immer gemacht. Er weiß, wo wie Charaktere stehen, denn auch in diesem Film geht es ja vor allem um eine Liebesgeschichte und um menschliche Emotionen. Gleichzeitig ist er derjenige, der für das große Ganze zuständig ist, der im Hintergrund die Fäden zieht und dafür sorgt, dass alles schnell und reibungslos abläuft. Bill ist ein unglaubliches Talent.“

„Mit Bill Condon zu arbeiten, ist ein Traum. Er ist einer der nettesten Menschen, die ich jemals kenne gelernt habe“, fügt Buring hinzu: „Er hat es mit einem riesigen Kino-Epos und einer Riesencrew zu tun, und trotzdem kannte er jeden von uns beim Namen, wenn wir ans Set kamen. Er hatte für jeden von uns in jeder Szene Notizen vorbereitet, und das ist natürlich ein wundervolles Geschenk, wenn man solche komplexen und anspruchsvollen Szenen zu drehen hat, bei denen auch noch so viele technische Aspekte eine Rolle spielen. Dass er dabei immer ruhig bleiben konnte, rechne ich ihm hoch an; wir hatten wirklich großes Glück mit ihm als Regisseur.“

Maestro ist der gleichen Meinung: „Mit Bill Condon zu arbeiten, ist einfach unglaublich; er ist so einfühlsam und ist jedem von uns mit solcher Herzlichkeit begegnet. Wir sind nun einmal ein sehr großes Ensemble, und manchmal waren über 40 Darsteller gleichzeitig am Set. Aber Bill nimmt sich die Zeit, jedem einzelnen Guten Morgen zu sagen und persönlich in Empfang zu nehmen. Er hat einen sehr persönlichen Regiestil, und das ist sehr ungewöhnlich für jemanden, der die Verantwortung für eine solch große Produktion hat und sich um so vieles gleichzeitig kümmern muss. Es muss sehr anstrengend für ihn gewesen sein, weil man auf Dauer doch müde wird. Aber Monat für Monat für Monat war Bill immer bester Laune, freundlich zu jedem und bei jeder Szene immer ganz genau im Bilde.“

Grace freut sich schon darauf, wenn die Fans den Film endlich zu sehen kriegen: „Wir haben dem Buch Ehre erwiesen; und Stephenie war ja auch sehr stark involviert“, sagt sie: „Ich bin voll und ganz der Meinung, dass man sich bemühen sollte, alles getreu der Bücher zu machen. Ich weiß, wie versessen Fans auf kleinste Details sind, ich bin ja selbst so verrückt, was Jane Austen betrifft. Ich verstehe sehr gut, wenn jemand kommt und sagt ,Wie konnten sie nur diese Sätze streichen!’, aber ich bin überzeugt, dass die Fans mit dem Film zufrieden sein werden.“

Auch die neuen Darsteller wurden von den Scharen der „Twilight“-Fans begeistert aufgenommen. „Die Fans nehmen das sehr ernst. Überall im Internet gibt es eine sehr lebhafte Diskussion und einen regen Informationsaustausch“, sagt LaBow: „Wir hatten auch Fans, die vorm Hotel warteten, aber sie haben sich nicht vorgedrängelt und sind uns mit sehr viel Respekt begegnet. Alles, was sie wollten, war ein gemeinsames Foto, so dass sie beweisen konnten, uns begegnet zu sein. Das macht daraus eine greifbare Erfahrung, was etwas ganz anderes ist, als das Phänomen aus weiter Ferne zu verfolgen, indem man nur die Filme sieht oder darüber in einer Zeitschrift liest. Die Fans gehen so sehr in der Welt der Romane auf, dass manche richtig das Zittern bekommen, wenn sie einem begegnen – so aufgeregt sind sie. ,Wir sind große Twilight-Fans, können Sie das bitte signieren’, heißt es dann. Das ist süß, und es ist auch etwas ganz Besonderes. Unsere Fans bilden schon eine ganz eigene Klasse begeisterter Anhänger. Es ist schön zu sehen, dass es ihnen so viel bedeutet und so wichtig ist; man selbst ist umso mehr mit Stolz erfüllt, ein Teil davon zu sein.“

Neben dem Denali-Clan werden im zweiten Teil von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT Dutzende weiterer übernatürlicher Gestalten von überallher auf der Welt – aus Ägypten, Brasilien, Irland, Rumänien, England, den USA, Italien und Frankreich, um nur einige Länder zu nennen – zu sehen sein.

Produktion: Die Dreharbeiten

Die Dreharbeiten zu BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT begannen am 7. November 2010 in Rio de Janeiro. Teil 1 und Teil 2 wurden, über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg, parallel gedreht. Die Dreharbeiten fanden außer in den USA in Kanada, Brasilien und Italien statt. Die wichtigsten Drehorte waren Rio de Janeiro und Paraty in Brasilien, Baton Rouge und New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana sowie Vancouver, Vancouver Island und Squamish in der kanadischen Provinz British Columbia, die alle für die in Forks spielenden Szenen genutzt wurden; weiterhin die Ilha Esme in Brasilien und Volterra in Italien. Aufgrund der globalen Perspektive, die sich vor allem im zweiten Teil eröffnet, hielten einige der Drehorte dazu her, Schauplätze in verschiedenen Ländern darzustellen. Zusätzliche Aufnahmen für die Flitterwochen in Brasilien wurden schließlich noch auf den amerikanischen Jungferninseln gedreht.

BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT beginnt als eine ganz einfache Erzählung von einer Hochzeit und den anschließenden Flitterwochen. Deren Details aber wurden in Fan-Kreisen schon lange vor Drehbeginn so ausgiebig diskutiert und recherchiert, dass ungewöhnlich strikte Sicherheitsmaßnahmen um den Dreh herum nötig waren, um nichts vorab nach außen dringen zu lassen. Die Schwangerschaft, deren Symptome sich bereits in den Flitterwochen zeigen, löst jede Menge Konflikte aus. So erweitert sich die Perspektive des Films mit einigen überraschenden Bildern und einem actiongeladenen Finale, in dem die Cullens und die Werwölfe erstmals direkt gegeneinander kämpfen. Da sich ein großer Teil der Geschichte im Haus der Cullens abspielt, hatten die Filmemacher gleich zwei Modelle des Hauses im Maßstab 1:1 bauen lassen.

Die Filmemacher setzten die Arbeit an der „Twilight“-Saga ganz im Sinne der Romanvorlage und der drei vorangegangenen Filme fort, brachten aber natürlich auch ihre eigene Interpretation der Geschichte zum Tragen; einer Liebesgeschichte, die unter Menschen und übernatürlichen Wesen spielt und die diverse Rückblenden und Alptraum-Sequenzen umfasst. Wie bei allen vorigen „Twilight“-Filmen auch, spielen sich einige Szenen in BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT in düsteren, verregneten Wäldern ab. In diesem Fall hatten die Crew und die Darsteller aber noch mit besonders ungnädigem Wetter zu kämpfen, das den Dreh, der ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen an oft nur schlecht erreichbaren Orten stattfand, noch zusätzlich erschwerte. Für die Produktion wurde eine ganze Armee an Spezialisten benötigt, darunter Experten für Makeup, Perücken und Frisuren, Kontaktlinsen, Kostüme und Requisiten, um den richtigen Look, der in den Romanen oft sehr detailliert beschrieben wird, zu erzielen – konnte man doch sicher sein, dass die Fans auch hier auf jedes noch so kleine Detail Acht geben würden.

Beide Teile von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT parallel zu drehen, stellte für die Produktion natürlich eine große Herausforderung dar – und führte unter anderem auch dazu, dass man gleichzeitig von zwei Produktionszentren aus arbeitete und gezwungen war, zur selben Zeit Sets vorzubereiten, die tausende von Kilometern voneinander entfernt lagen. Eine der beiden Hauptbasen entstand in Baton Rouge, Louisiana, wo die meisten Innenaufnahmen gedreht wurden. Die andere befand sich Vancouver, wo die meisten Außenszenen aus Forks und Umgebung gedreht wurden. Die Geschichte erforderte auch einen Abstecher nach Brasilien, wofür ein drittes Produktionsteam zusammengestellt wurde, das intern als die „World Unit“ bekannt war. Während das Hauptteam mit dem Dreh in Louisiana begann, bereiteten schon die Crews in Kanada den dortigen Dreh vor, indem sie sich auf die Suche nach geeigneten Locations machten und das Haus der Cullens sowie andere Bauten errichteten.

Nach einer Vorbereitungsphase von nicht weniger als 20 Wochen begann die Produktion mit dem Blocken der Szenen, um eine möglichst effiziente Auslastung der Drehorte, Darsteller, Requisiten, Kulissen und Sets zu gewährleisten. „In der allerersten Anfangszeit mussten wir uns mit all den Dingen beschäftigen, die das Aussehen und die Atmosphäre des Films ausmachen: die Charaktere, Perücken, das Makeup, Kontaktlinsen, die Kostüme und natürlich auch die Sets selber. Bill und ich setzten uns zusammen, gingen die ganze Liste durch und besprachen jede einzelne Figur, jedes Set und jeden Drehort“, berichtet Ko-Produzent Bill Bannerman.

„Dennoch waren die Hausaufgaben, die wir zu machen hatten, für den zweiten Teil völlig andere als die für Teil 1, und auch alles das muss man geklärt haben, bevor man zu drehen anfängt“, sagt Bannerman. „Aber Bill Condon ist ein wahres Genie – er ist hochintelligent und weiß um jede einzelne Facette der Produktion, was seine künstlerischen Visionen betrifft, ebenso wie die praktische Ausführung. Bill hat einen Blick für das große Ganze. Er versteht die unterschiedlichen Elemente und wie man sie am besten miteinander verbindet.“

Allein die Hauptcrew brachte es auf 101 Drehtage. „Die logistischen Herausforderungen sind bei diesem letzten Kapitel besonders hoch“, erklärt Bannerman: „Und die Herausforderungen, wenn man beide Teile gleichzeitig angeht, so wie wir es gemacht haben, sind noch ungleich größer. Wir haben in drei Ländern mit einer Vielzahl von Units gedreht: der Hauptunit, der zweiten Unit, der Action-Unit, der Unit für die Plates, also die ,leeren‘ Bilder, in die später die Spezialeffekte eingefügt werden, die Unit für die Spezialeffekte und schließlich die Unit für die Luftaufnahmen. Wir mussten es so aufteilen; herausgekommen ist dabei ein höchst kompliziertes und herausforderndes Schachspiel.“

„Irgendwann waren wir so weit, dass wir für den Winter und Frühling in Vancouver nur noch Außendrehs vorgesehen hatten. Die Herausforderung bestand darin, dass wir keine Möglichkeit hatten, nach drinnen auszuweichen für den Fall, dass es regnete oder schneite – und das tat es leider fast jeden Tag“, lacht Condon: „Das war am Ende der Preis, den wir dafür zu bezahlen hatten, dass wir schon so viel Arbeit in Baton Rouge erledigt hatten.“

„Von Beginn an war Bill Bannermann unermüdlich dabei, einen Plan zu entwerfen, nach dem man beide Filme gleichzeitig drehen konnte, den Dreh vom Ablauf her aber in große Blöcke aufteilen konnte, nämlich in die Innenaufnahmen in Louisiana und die Außenaufnahmen an der Pazifikküste im Nordwesten“, erklärt Produzent Wyck Godfrey. „Daraus ergaben sich aber wieder andere Schwierigkeiten. Als wir nach Vancouver kamen, hätten wir gern noch mehr Innenaufnahmen im Plan gehabt, aber um die Steuervorteile in Louisiana voll nutzen zu können, mussten wir so viel wie möglich davon dort gedreht haben. Es war ein kompliziertes Puzzlespiel. Und für unsere Hauptdarstellerin kam noch hinzu, dass sie auf diese Weise fast täglich zwischen ihren Szenen als Mensch und ihren Szenen als Vampir hin- und herspringen musste.“

Kristen Stewart merkt an: „Wir sind das Projekt als Ganzes angegangen. Alles wurde wie ein einziger großer Film gedreht, zumal das Buch ja auch nicht aus zwei separaten Teilen besteht. Es war natürlich manchmal etwas verwirrend, dass man nie chronologisch drehen konnte – und das noch über so lange Zeit.“

„An manchen Tagen war es tatsächlich so, dass wir vormittags eine Szene vom Anfang des ersten Teil gedreht haben, und nach dem Mittagessen eine vom Ende des zweiten Teils. Es war wirklich verrückt“, kommentiert Lautner: „Denn die Figuren verändern sich so sehr vom ersten zum zweiten Teil, Jacob vor allem. Es war ein hartes Stück Arbeit, immer auf der Höhe zu sein, wo sich Jacob auf seiner Reise gerade befindet. Aber wir hatten ja immer Bill Condon, Stephenie und all die anderen Schauspieler zur Hilfe. Ich glaube, dies war die größte Herausforderung, die wir in der ganzen Zeit bewältigen mussten.“

„Aus dem kreativen Blickwinkel ging es für Bill und die Darsteller bei der Feinarbeit darum, die Entwicklung der einzelnen Figuren über beide Filme hinweg im Auge zu behalten. Aus dem Blickwinkel der Produktion sorgt man sich eher, ob wir es wirklich hinbekommen würden, alle Szenen für Teil 1 bis April im Kasten zu haben, um den Film im November starten zu können – und gleichzeitig auch plangemäß mit 98 Prozent des Materials für Teil 2 fertig zu sein“, fügt Godfrey hinzu.

Die Produzenten versammelten ein Produktionsteam mit lauter höchst talentierten und mehrfach preisgekrönten Verantwortlichen um sich, die Regisseur Bill Condon zur Seite standen, um seine Vision für die letzten beiden Filme Wirklichkeit werden zu lassen. Dazu gehörten als Kameramann Oscar®-Gewinner Guillermo Navarro, Produktionsdesigner Richard Sherman, Kostümbildner Michael Wilkinson und E. J. Foerster als Regisseur der Second Unit. Da der Zeitplan nur eine Spanne von zwölf Monaten zwischen Drehbeginn und Kinostart des ersten Teils vorsah, machte sich das vielköpfige Team für die Spezialeffekte unter der Leitung von Oscar®-Gewinner John Bruno als Visual Effects Supervisor, Cutterin Virginia Katz, Komponist Carter Burwell und Music Supervisor Alexandra Patsavas – beides „Twilight“-Veteranen – noch während des Drehs an die Arbeit und war unermüdlich am Werk, immer unter Hochdruck über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg, die Postproduktion rechtzeitig für den geplanten Filmstart im November abzuschließen – denn Millionen von Fans in aller Welt warten sehnsüchtig darauf.

„Es hat mir großen Spaß gemacht, Bill mit einem Superteam für die Spezialeffekte auszustatten; eines, das es ihm erlaubt, Sachen zu machen, die vorher gar nicht möglich gewesen wären. Wir haben hier tonnenweise optische Spezialeffekte, die einen viel breiteren Raum einnehmen als bei allem, was Bill vorher gemacht hat. Mir war es daher wichtig, dass wir Bill zunächst einen tollen Kameramann verschaffen und einen ebenso tollen Mann für die Spezialeffekte. Guillermo Navarro steht hinter der Kamera – er ist ein Oscar®-Gewinner. John Bruno ist unser Visual Effects Supervisor – er ist auch ein Oscar®-Gewinner. Wir haben uns da schon einen Startvorteil verschafft“, sagt Godfrey.

„Wir hatten Glück, dass John Bruno gerade die Arbeit an AVATAR abgeschlossen hatte. Ich hatte schon vorher mit ihm zusammengearbeitet, und er ist einfach einer der Besten weltweit in seinem Bereich“, so Godfrey weiter: „Er weiß einfach alles darüber, was digitale Aufnahmetechnik für Möglichkeiten bietet, aber auch, was es daneben sonst noch gibt. Danach versuchten wir, uns Guillermo Navarro, Guillermo Del Toros ständigen Kameramann, zu angeln. Er ist fantastisch! Ich hatte schon früher versucht, ihn zu bekommen, aber er konnte nie. Wir drei gingen zusammen frühstücken, und Guillermo sprach mit solcher Begeisterung von dem Projekt. Und er versteht sich nicht nur darauf, zwei Menschen in einer intimen Szene perfekt und wunderschön auszuleuchten und im Bild einzufangen, er hat auch einen Sinn für große, epische Bilder.“

Justin Muller, ein weiterer Veteran der „Twilight“-Reihe, kehrte an Bord zurück, um als leitender Regieassistent seinen Teil dazu beizutragen, das Mammut-Projekt straff zu organisieren. „Diese Kerntruppe kam gleich zu Beginn der Vorbereitungen zusammen. Wir verbrachten einige Wochen mit der Feinabstimmung, damit wir sicher sein konnten, dass nicht nur jeder einzelne Bills Vision verstanden hatte, sondern sie auch auf ein noch höheres Niveau emporheben könnte. Justin ist so etwas wie der Steuermann, der das Schiff jeden Tag auf Kurs hält“, erklärt Bannerman: „Bei einem Projekt von dieser Größe, wo man es mit mehreren Kamera-Units und Drehorten in verschiedenen Länder zu tun hat, ist man auf einen Regieassistenten angewiesen, der die Dinge vorantreibt. Justin dabei zu haben, hat es mir ermöglicht, mich um all die anderen Dinge zu kümmern, die im selben Moment passierten. Justin ist sehr gut organisiert, er gibt immer sehr klare Anweisungen, und er hat die Drehpläne und die Logistik so gut im Griff wie kein anderer. Es ist eine hohe Kunst, mit tausend Dingen gleichzeitig zu jonglieren und niemals auch nur ein einziges fallen zu lassen. Er hat die Gabe, Leute zusammenzubringen und dafür zu sorgen, dass sie sich alle demselben Ziel verpflichtet fühlen. Er ist mit Leidenschaft dabei, aber er ist auch immer sehr kollegial und sorgt so für eine positive, vorwärtsgerichtete Atmosphäre.“

Beim Dreh in Kanada stießen viele weitere altgediente Crewmitglieder wieder zur Produktion, die schon in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE und ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT dabei gewesen waren und nun für das Finale zurückehrten. „Es war wie eine große Familienfeier. Es kam einem vor, als hätte man gerade einmal zwei Wochen Pause gemacht und nun kämen alle aus den Ferien zurück“, lacht Bannermann: „Es ist auch viel Vertrauen gewachsen – das ist sehr schön, und das findet man so schnell auch bei keinem anderen Filmprojekt wieder. Weil man einfach auch sehr viel in diese Filme investiert hat, und zwar auf lange Sicht, fühlt man sich für den anderen verantwortlich. Wenn man für einen so langen Zeitraum wie hier von seiner Familie und Freunden getrennt ist, sollte man sich trotzdem so gut wie möglich zuhause fühlen können, und ich glaube, dass wir allen ein sehr gemütliches Zuhause bieten konnten!“

„Am Ende der Produktion von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT hatten wir fünf Filme in einem Zeitraum von drei Jahren und drei Monaten fertiggestellt“, erzählt Godfrey: „Und wenn man nur vom ersten Drehtag von TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN bis zum letzten Drehtag von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT rechnet, waren es sogar bloß drei Jahre! Das ist eine unglaubliche Leistung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine andere Filmreihe dieses Tempo hätte halten können.“

„Nun waren wir auch dazu gezwungen, so schnell zu sein, denn auch wenn Vampire nicht altern: Schauspieler neigen dazu. Deswegen war es ein solcher Wirbelwind – wir in der Produktion haben in den letzten drei Jahren gerade einmal zwölf Monate zuhause verbracht, wenn man es zusammenrechnet“, so Godfrey weiter: „Es war manchmal verrückt, manchmal wundervoll und manchmal erschöpfend, aber erst, als wir zu den letzten beiden Filmen kamen, stellte sich so etwas wie ein nostalgisches Gefühl ein: Da sitzt man dann zwischen zwei Takes und erinnert sich gemeinsam an diesen richtig verregneten Tag in Portland. Jeder atmet durch und entspannt sich ein wenig, wenn es aufs Ende zu geht.“

Als Stephenie Meyer 2003 damit begann, die „Twilight“-Bücher zu schreiben, hätte sie sich nicht träumen lassen, dass daraus einmal große Kinofilme werden würden. „Dass ich an einer Filmproduktion teil habe, ist für mich immer noch merkwürdig und unerwartet“, gibt Meyer zu: „Wenn man jeden Tag dabei ist, wird es irgendwann ganz normal, sich seine Regenklamotten anzuziehen und zum Dreh zu stiefeln, aber manchmal tritt man eben doch einen Schritt zurück und macht sich noch einmal klar, dass man hier gerade einen Film dreht, der weltweit ins Kino kommen wird. Es ist auch ganz normal, dass man gelegentlich mal mit Kristen herumhängt und plaudert. Und dann erinnert man sich plötzlich wieder daran, dass sie einer der größten Kinostars weltweit ist – und wir sitzen hier einfach herum und erzählen uns was…! So hat man immer wieder solche kleinen Momente, in denen einem bewusst wird, wie verrückt das alles ist. Gerade als wir die Hochzeitsszene gedreht haben, hat es mich sehr gerührt, die hunderten von Statisten zu sehen, die die Gäste auf Bellas und Edwards Hochzeit spielen. Die letzten dreieinhalb Jahre mit den Filmen haben mein Leben verändert – auf ganz andere Art und Weise, als ich gedacht hätte.“

„Wie oft im Leben bekommt man schon einmal die Chance, bei einer so verrückten Geschichte mitzumachen? Sehr, sehr selten“, sagt Bannerman: „Von ,Star Wars‘ einmal abgesehen: Wo sonst gibt es eine solche Begeisterung unter den Fans, dass sie fünf Tage lang am roten Teppich warten, bloß um einmal die Schauspieler zu sehen? Und sie stehen auch tagelang an, um Karten für die erste Vorführung zu ergattern, oder sie besuchen Fan-Treffen, weil die Darsteller da Autogramme geben… Ich habe nie etwas Vergleichbares gesehen.“

„Wir werden uns noch in vielen Jahren an diese Zeit zurückerinnern. Die Ironie dabei ist, dass wir mit niemandem darüber sprechen konnten, solange wir dabei waren“, lacht Bannerman: „Wir wollten ja unsere Geheimnisse nicht verraten, damit der Film für die Fans in Kino eine ganz neue Erfahrung wird. Das war die eigentliche Herausforderung der letzten drei Jahre: keiner Menschenseele etwas davon zu verraten, dass man am aufregendsten Filmprojekt der Welt arbeitet.“

„Es ist einfach unglaublich, was für eine Fan-Kultur um die Filme herum entstanden ist – ich bin jedes Mal wieder überrascht“, fügt Godfrey hinzu: „Als wir in Brasilien drehten, konnten die Fans gar nicht mehr an sich halten. Wir hatten ständig, wirklich rund um die Uhr, mindestens 250 Leute vor Kristens und Roberts Hotel, die Schilder hochhielten, Sachen riefen oder applaudierten. Ich kann mir gut vorstellen, dass einen so etwas irgendwann in den Wahnsinn treibt, aber ich habe ihnen immer wieder geraten, es locker zu sehen und sich zu vergegenwärtigen, dass sie diese einzigartige Energie vielleicht nie wieder in ihrer Karriere erleben werden.“

Als in Louisiana gedreht wurde, richteten Fans aus der Gegend eine Seite auf Facebook mit dem Namen „Twilight Takes Over Baton Rouge“ ein, die binnen kürzester Zeit auf 10.000 Follower kam. „Es ist im Süden ja nun einmal so, dass die Leute zunächst einmal eher reserviert sind, und so konnten sich unsere Darsteller frei bewegen. In Baton Rouge ging es deutlich entspannter zu als in Vancouver oder in anderen großen Städten. Ich glaube fast, dass einer gesagt hat: ,Lasst sie besser in Ruhe arbeiten, sonst kommen die nie wieder!‘“, lacht Godfrey.

„Als ich 16 war und STAR WARS die coolste Sache überhaupt war, gab es das Internet und virale Kommunikation noch nicht“, kommentiert Bannerman: „Man wusste gar nichts, bis der Film schließlich herauskam. Mit all den Multimedia-Plattformen, die es heute gibt, schwirrt eine solche Menge an Informationen herum – ob man sie nun mit Absicht veröffentlicht hat oder nicht -, dass wir bei unserer Arbeit sehr viel stärker unter Beobachtung stehen. Mit einem solchen Ausmaß an Begeisterung hatte ich es noch bei keinem anderen Projekt zu tun. Die ganze Aufregung, die Aufmerksamkeit der Medien, der Hype – das gibt es nur bei ,Twilight‘!“

Bannerman fügt hinzu: „Es ist einmalig, wie viel Aufmerksamkeit die Filme bekommen – aber für mich bedeutet das, dass ich sehr viel Energie hineinstecken muss, um das Ganze arbeitsfähig zu halten. Wenn man eine Crew von 400 Leuten und bis zu 50 Schauspieler am Set hat, ist das eine große Welt, in der man da unterwegs ist. Und wenn man dann noch von Drehort zu Drehort und von Land zu Land reist, wird es umso schwieriger, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich auf die anstehende Arbeit konzentrieren kann – und das, ohne den nötigen Respekt den Fans gegenüber zu vergessen, die die Filme so sehr lieben.“

Die Erwartungen der Fans waren immer ein wichtiger Faktor bei den Überlegungen der Filmemacher, und das blieb auch bis zum Schluss so. „Die Reise, die Bella in die Welt der Vampire führt, ist voll von Überraschungen und wundersamen Ereignissen. Für die Fans, die sich schon vorstellen, wie es wohl ist, den Biss zu fühlen, soll der Film eine aufregende Achterbahnfahrt werden. Was fühlt sie, wenn ihr das Gift durch die Blutbahn schießt? Ich bin sicher, dass die Fans in jeder Beziehung befriedigt sein werden, und dass sie danach erst recht nach mehr verlangen“, sagt Bannerman.

„Die Arbeit an einem ,Twilight‘-Film ist nicht zuletzt deswegen so interessant, weil unglaublich viele Leute das Material in- und auswendig kennen, so dass man sich die Entscheidung, etwas zu verändern, niemals leicht macht“, kommentiert Condon: „Diese Schwierigkeit zeigt sich auch beim Schnitt, wo es ja darum geht, den Fluss der Handlung zu optimieren. Dabei landen notgedrungen immer ein paar Szenen auf dem Fußboden des Schneideraums, die man dann später auf der DVD finden kann – selbst wenn es sich dabei um besondere Lieblingsszenen der Fans handelt, wie zum Beispiel das Herumgezicke zwischen Jacob und Rosalie, das damit endet, dass er ihr ein Hotdog an den Kopf wirft. Ich hoffe, dass die Leute verstehen, dass es sich dabei um tolle Szenen handelt, die wir deswegen ja ins Skript aufgenommen und auch gedreht haben, die aber letztendlich nicht in den Film passen. Am Ende hatten wir 15 Minuten solcher Szenen allein aus diesem Film. Aber man achtet schon sehr viel stärker auf die Vorstellungen der Fans, als man es bei einem anderen Film tun würde.“

Wenn Teil 1 in die Kinos kommt, steckt Condon noch mitten in der Postproduktion des zweiten Teils. „Für mich waren die vergangenen anderthalb Jahre eine höchst intensive Erfahrung. Zunächst die Arbeit am Skript, dann die Vorbereitungsphase, dann die Dreharbeiten selbst – und direkt im Anschluss ein ganz enger Zeitplan bis zum Kinostart des ersten Teils“, erzählt Condon noch: „Der zweite Film hat noch eine viel größere Bandbreite, und wir kommen schließlich zum entscheidenden Punkt, wenn wir gänzlich in die Welt der Vampire überwechseln.“

Der Hauptteil der Dreharbeiten zu BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT wurde im Morgengrauen des 23. April 2011 am Strand der Karibikinsel St. Thomas abgeschlossen. Die Second Unit drehte noch bis zum 29. April einige Stunt-Szenen im Stawamus Chief Provincial Park südlich von Squamish in Kanada – und das Team für die Luftaufnahmen passte in den folgenden Wochen noch ein paar Tage mit idealen äußeren Bedingungen ab, um die allerletzten Bilder der „Twilight“-Saga zu schießen.

Teil 1 von BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT kommt am 24. November 2011 ins Kino, der abschließende Teil 2 folgt ein Jahr später, im November 2012.